08.09.2009 von Gerhard Dilger
Mit seinem Auftritt auf dem Filmfestival von Venedig hat es Hugo Chávez sogar bis in die Yahoo-Nachrichten geschafft.
Er warb für Oliver Stones letzten Dokumentarfilm South of the Border.
Stone setzt darin dem weit verbreiteten Zerrbild über Südamerikas linke Präsidenten ein rundum positives Panorama entgegen.
Kritik an den Latino-Ikonen darf man darin wohl ebensowenig erwarten wie feine Nuancen in Michael Moores Capitalism: A Love Story, aber als unterhaltsames Gegengift gegen die allgegenwärtige mediale Vernebelung sind die Agitprop-Dokus der beiden US-Regisseure sicher gut geeignet.
08.09.2009 von Benjamin Kiersch
Jetzt gibt es doch noch einen richtigen Wahlkampf in Bolivien. Vorgestern erklärte Manfred Reyes Villa, Ex-Präfekt von Cochabamba, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen am 6. Dezember. „Manfred“, wie Reyes Villa allgemein in Bolivien genannt wird, war bis zu seiner Abwahl im August 2008 ein wichtiger Sprecher der Opposition gegen Evo Morales.

Manfred probiert’s nochmal. Foto: dpa
Als Vizepräsidenten-Kandidat hat sich Manfred einen ehemaligen Kollegen auserkoren, den Ex-Präfekten des Departaments Pando im Norden des Boliviens, Leopoldo Fernández. Dieser wird den Wahlkampf aus der Gefängniszelle führen: er sitzt seit letztem Jahr in Haft, da er von der Regierung beschuldigt wird, für das Massaker von Porvenir verantwortlich zu sein: In dem kleinen Ort starben am 11. September letzten Jahres 30 Menschen bei den bislang schwersten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition seit der Amtsübernahme von Evo Morales. Auch… weiter lesen