Wer die Geschichten der Atacamawüste hören will, kann 20 Stunden nach Santiago de Chile fliegen, dort einen Bus Richtung Arica nehmen, weitere 20 Stunden nach Norden fahren, sich irgendwo nördlich von Antofagasta an der Panamericana aussetzen lassen, am besten an einer verlassenen Siedlung einer Salpetermine, sich auf einen Stein setzen, den Blick in die flimmernde unendliche Weite schweifen lassen und den Geschichten lauschen, die einem die Wüste erzählt. Oder aber man kann in die Buchhandlung seines Vertrauens gehen und irgendein Buch von Hernán Rivera Letelier erwerben, sich auf eine Bank im Park oder zu Hause aufs Sofa setzen, und zu lesen beginnen.
Hernán Rivera Letelier. Foto: La Estrella de Iquique
Hernán Rivera, Jahrgang 1950, ist in der Atacama aufgewachsen. Er erzählt von der Wüste, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als der Salpeter, der dort abgebaut worde, zu den wertvollsten Rohstoffen der Welt gehörte. Er… weiter lesen