Gemeinhin gilt die Grenze zwischen den USA und Mexiko als eine der am besten gesischerten der Welt. Abertausende von Migranten scheitern alljährlich an den rigiden Kontrollen in Richtung USA. In die entgegengesetzte Richtung wird es mit den Kontrollen aber nicht so eng genommen – zumindest in Ciudad Juárez. … weiter lesen
Archive for April, 2010
Schade, dass man langatmige Erklärungen nicht durch Dichtung überflüssig machen kann! So, wie es der nigerianische Aktivist Nnimmo Bassey auf dem alternativen Klimagipfel in Cochabamba vorgetan hat.
Die Essenz des “Abkommens der Völker” nahm er bereits in seinem Gedicht I will not dance to your beat vorweg:
I will not dance to your beat
If you call plantations forests
I will not sing with you
If you privatise my water
I will confront you with my fists
If climate change means death to me but business to you
I will expose your evil greed
If you don’t leave crude oil in the soil
Coal in the hole and tar sands in the land
I will confront and denounce you
If you insist on carbon offsetting and other do-nothing false solutions
I will make you
Neben dem Kollegen Gerhard Dilger, der für die taz vom Klimagipfel in Cochabamba berichtet, schreibt Tadzio Müller von Climate Justice Action, der auch in der Stadt des ewigen Frühlings weilt, ein Blog auf bewegung.taz.de
Weiterhin unbedingt lesenswert zum Thema: die tägliche Berichterstattung des Democracy Center, ebenfalls direkt aus Cochabamba.
Sebastián Piñera hat kein gutes Händchen fürs Personal: Nachdem im März die Ernennung eines regionalen Verwaltungschefs zurückgezogen werden musste, weil dieser mutmaßlich mit der Colonia Dignidad verstrickt war, ist jetzt der Chef der Gendarmería zurückgetreten. Der Ex-Polizeigeneral Iván Andrusco leitete Chiles uniformierte Justizvollzugsbeamte nur 22 Tage lang. In einem am Freitag vegröffentlichten Schreiben beklagte er eine “Hetzkampagne”, die angeblich nicht einmal vor Morddrohungen Halt gemacht habe.
Sicher ist: Mit drei brutalen Morden wird Andrusco selbst in Verbindung gebracht – dem sogenannten Caso Degollados vom März 1985. Damals waren drei Mitglieder der im Untergrund agierenden Kommunisten entführt worden, man fand sie am nächsten Morgen mit aufgeschlitzten Kehlen in der Nähe des Flughafens. Der Fall schlug derart hohe Wellen, dass wenige Monate später sechs Angehörige des polizeilichen Geheimdienstes Dicomcar zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Polizeigeneral und Junta-Mitglied César Mendoza musste seinen Posten räumen.
Andrusco gehörte damals der Dicomcar an und… weiter lesen
Man sollte der chilenischen Rechten dankbar sein: Ihre Fraktionen im chilenischen Abgeordnetenhaus haben mit den Ex-Christdemokraten der PRI gegen eine Umbenennung des Flughafens von Santiago in Aeropuerto Internacional Pablo Neruda gestimmt. Es waren 44 Stimmen gegen 38 von Vertretern der Concertación, den drei Kommunisten sowie zwei Abgeordneten der rechten RN, die es offenbar doch nicht für eine so schlechte Idee hielten, den Heimatflughafen von LAN Airlines auf den Namen des chilenischen Dichterfürsten zu taufen. Die Initiative war im Jahr 2004 von Abgeordneten der Concertación auf den Weg gebracht worden.
Die sind jetzt natürlich sauer: “Die Rechte hat ideologische Vorurteile und will nicht verstehen, dass Figuren wie Neruda Weltbürger sind”, befand der sozialistische Abgeordnete Alfonso De Urresti, der die Vertreter der rechten Allianz für Chile aufforderte, sich endlich “weiterzuentwickeln”. Natürlich kam die Attacke postwendend zurück: Eine “kleingeistige Debatte” sei das, fand der Fraktionschef der rechten UDI, Patricio Melero:… weiter lesen
Ehe es nächste Woche in Cochabamba losgeht mit der «Weltkonferenz der Völker zum Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde», kann man heute abend in Berlin schon mal mit dem Botschafter Boliviens über den Klimagipfel diskutieren:
Im Haus für Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, um 19.00 Uhr bei der Veranstaltung “Cochabamba statt Kopenhagen?”, organisiert von der der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Im Morgengrauen des 1. März 2010 war es soweit. Nach einer Verlängerung der 9. Verhandlungsrunde zwischen der EU, Kolumbien und Peru klappten die Unterhändler ihre Aktenordner zu. Das weitestgehende Freihandelsabkommen, das die EU je abgeschlossen hat, ist unter Dach und Fach, jubelten VertreterInnen der EU-Handelsdirektion. Die Menschenrechte sind auf der Strecke geblieben, konstatierten GewerkschafterInnen konsterniert. 480.000 Familien stehen in Kolumbien vor dem Ruin, befürchtet der dortige Milchproduzentenverband Analac. Noch ist Zeit zum Protest.
Das mit Kolumbien und Peru zum Abschluss gebrachte Freihandelsabkommen der EU ist in jeder Hinsicht ein „USA plus“- Abkommen, außer in Menschenrechtsfragen. Die EU-Kommission hat in allen Kapiteln mehr herausgeschlagen, als es der US-Regierung in ihrem Freihandelsabkommen mit Kolumbien gelungen ist. Nur im Bereich Menschenrechte ist das Abkommen nicht „USA plus“. US-Handelsrepräsentant Ron Kirk bekräftigte Anfang März, Präsident Obama beabsichtige keinesfalls, das per Kongressbeschluss auf Eis gelegte Freihandelsabkommen mit Kolumbien aufzutauen, solange es dort keine Verbesserungen in den… weiter lesen
Diesen Samstag um 20.00 Uhr gibt’s ein Benefizkonzert in Berlin, Franz-Mehring Platz 1, mit viel schöner Musik, organisiert vom Verein El Cultrún. Eintritt: 5 Euro.
¡Nos vemos allí!




