Archive for Januar, 2011

14.01.2011 von Claudius Prößer
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Ziemlich verpeilt

von Claudius Prößer

Der ehemalige chilenische Formel-1-Pilot Eliseo Salazar, Teilnehmer der diesjährigen Dakar-Rallye durch Chile und Argentinien, ist schon am vergangenen Dienstag mitsamt seinem Hummer aus dem Wettbewerb ausgeschieden, angeblich wegen Problemen mit der Schaltung. Ein im Netz kursierendes Video lässt er grobe Orientierungsprobleme vermuten.

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PS: Am Donnerstag starb während der 11. Etappe in Argentinien (Chilecito-San Juan) ein 42 Jahre alter Einheimischer beim Zusammenstoß seines Kleinlasters mit dem Toyota-Team Eduardo Amor/Horacio Alejandro Fenoglio (Argentinien). Er ist das 60. Todesopfer in der Geschichte der Rallye. Der Mann aus Tinogasta war Landarbeiter, er hinterlässt Frau und Kinder. Die beiden Rallye-Fahrer erlitten keine ernsthaften Verletzungen.

12.01.2011 von Hans-Ulrich Dillmann
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»Die Staatengemeinschaft hat kein Interesse an Haiti«

von Hans-Ulrich Dillmann

Michael Kühn über unfassbares  Glück und Leid sowie über politisches Versagen

Michael Kühn ist Politikwissenschaftler und arbeitet bei der Welthungerhilfe als Referent für Klimapolitik. Der 49-Jährige war drei Jahre Regionaldirektor der Welthungerhilfe in Haiti. Über die Entwicklung des Landes seit dem Erdbeben sprach mit ihm für ND Hans-Ulrich Dillmann.

ND: Herr Kühn, was haben Sie am 12. Januar 2010 um 16.53 Uhr gemacht?
Kühn: Ich hatte meine Tochter von der Schule abgeholt und wollte einkaufen fahren. Da ich aber noch ins Büro wollte, fuhr ich sie nach Hause. Das rettete uns das Leben. Das Dach des Supermarktes erschlug mehr als 100 Menschen. Wir hatten unfassbares Glück.

1,2 Millionen Erdbebenopfer leben seit einem Jahr in Zelten. Warum hat sich so wenig geändert?
Etwas anderes war nicht zu erwarten. Haiti ging es ja schon vor dem Erdbeben sehr schlecht, als ärmstem… weiter lesen

12.01.2011 von Hans-Ulrich Dillmann
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Chronologie einer angekündigten Katastrophe

von Hans-Ulrich Dillmann

12. Januar 2010: Um 16.53 Uhr (21:53 Uhr UTC) bebt rund um Port-au-Prince insgesamt 43 Sekunden lang die Erde. Das Epizentrum liegt 25 Kilometer westsüdlichwestlich der haitianischen Hauptstadt in der Nähe der Kleinstadt Léogâne in einer Tiefe von etwa 13 Kilometern und dauert. Die Stärke beträgt Angaben des United States Geological Survey (USGS) 7,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala. In der Bucht wurden durch die Wucht der Erschütterungen zwei kleinere Tsunamis mit einer Wellenhöhe von rund drei Metern ausgelöst. Noch drei Nachbeben folgten.

Der Flughafen von Port-au-Prince wurde schwer beschädigt, kann jedoch weiter genutzt werden. Beim Beben wird der Präsidentenpalast völlig zerstört. Die katholische Kathedrale von Port-au-Prince stürzt ebenso ein wie die anglikanische Holy Trinity Cathedral. Fast 50 Prozent der Gebäude in Port-au-Prince sind zerstört oder schwer beschädigt. Das Hotel Montaña, Wohnsitz von vielen Diplomaten und Mitgliedern der UN wird ebenso wie das Hotel Christopher zerstört, dem Hauptquartiert der UN-Blauhelmtruppen Minustah. Aus… weiter lesen