Archive for Februar, 2011

24.02.2011 von Hildegard Willer
blogavatar

Todos vuelven…… Alle kehren sie zurück. Respektlose Bemerkungen zu den peruanischen Präsidentschaftskandidaten

von Hildegard Willer

Alle kehren zurück, beginnt ein bekanntes peruanisches Lied. Der Titel könnte auch für die Wahlkampagne 2011 stehen. Auf der politischen Bühne machen sich die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen am 10. April bereit, und, siehe da, es sind alles alte Bekannte: Alejandro Toledo, peruanischer Präsident 2001-2006; Ollanta Humala, der 2006 die Wahlen knapp gegen Alan García verloren hat; Luis Castañeda, bis vor kurzem Bürgermeister von Lima; Keiko Fujimori, die Tochter des verhafteten ExPräsidenten Alberto Fujimori, sowie Pedro Pablo Kuczynski, Wirtschafts- und Premierminister in der Toledo-Regierung: sie alle wollen am 10. April von den Peruanerinnen und Peruanern gewählt werden.

Die besten Chancen hat gemäß den Umfragen Alejandro Toledo. Er hatte sich vor 10 Jahren um die Rückkehr Perus zur Demokratie verdient gemacht, hat Fujimoris liberales Wirtschaftsprogramm weitergeführt und die Grundlagen für das anhaltende Wirtschaftswachstum gelegt. Trotz dieser unbestrittenen Erfolge wurde Alejandro Toledo während seiner Präsidentschaft viel gescholten und wenig geliebt.… weiter lesen

22.02.2011 von Gerhard Dilger
blogavatar

Jean Ziegler und der außerirdische Che

von Gerhard Dilger

Ich holte ihn in Genf vom Bahnhof ab, fuhr ihn jeden Tag vom Hotel zur Konferenz, begleitete ihn abends zu Empfängen, und am freien Sonntag spazierten wir durch Chamonix. Wie ein Außerirdischer kam er mir in der Schweiz vor, in seiner Windjacke und auf dem Kopf das Barett mit Kommandantenstern. Er wirkte schüchtern, ironisch, aber man spürte gleich seine Autorität…

… erinnert sich Jean Ziegler an Ernesto “Che” Guevara, der dem “helvetischen Kleinbürger” schließlich einen guten Rat gab.

Dass der streitbare Schweizer nicht nur zornig, sondern auch sehr humorvoll sein kann, zeigt er in diesem äußerst lesenswerten ZEIT-Interview.

Foto: dpa

15.02.2011 von Gerhard Dilger
blogavatar

Historisches Urteil in Ecuador

von Gerhard Dilger

( http://chevrontoxico.com)

Jubel in Ecuador: Nach einem 17 Jahre langen juristischen Tauziehen hat ein Gericht in Nova Loja den US-Multi Chevron wegen schwerer Umweltzerstörungen zu Schadenersatz in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar (7 Mrd. Euro) verurteilt. Der Konzern, der 2001 Texaco gekauft hatte, will sich wehren. Den Klägern ist die Summe dagegen noch zu gering.

Richter Nicolás Zambrano folgte der Argumentation der Sammelklage von 30.000 Menschen, blieb jedoch hinter der geforderten Entschädigungssumme von 27 Milliarden Dollar zurück. Deswegen will Pablo Fajardo, der Anwalt der Kläger, in Berufung gehen. “Das Urteil ist ein wichtiger Schritt, aber wir werden es anfechten, weil wir denken, dass die Entschädigung nicht den Umweltschäden entspricht”, sagte er.

Durch die Verschmutzung wurden Ernten zerstört, Tiere starben und die Krebsrate bei der Bevölkerung stieg erheblich. Chevron-Sprecher wiesen das Urteil als “Betrug” und Teil eines “Erpressungsmechanismus” zurück. Der Rechtsstreit dürfte noch jahrelang weitergehen.

Zambrano… weiter lesen

13.02.2011 von Knut Henkel
blogavatar

Rausschmiß aus dem Knast

von Knut Henkel
09.02.2011 von Gerhard Dilger
blogavatar

Eine andere Welt ist möglich? – Hunderttausende gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

“Eine andere Welt ist möglich? – Kampf um Amazonien” – so heißt der Dokumentarfilm, den Regisseur Martin Keßler nun auch in Brasilien vorgestellt hat.

Es handelt sich um den besten Film über den geplanten Bau des Megastaudamms Belo Monte am Rio Xingu, einem Nebenfluss des Amazonas. Keßler lässt vor allem jene zu Wort kommen, die von dem höchst umstrittenen Megaprojekt bedroht sind und sich seit Jahrzehnten dagegen wehren, etwa den austrobrasilianischen Bischof Erwin Kräutler. Zudem hat er das Weltsozialforum in Belém 2009 genutzt, um den Kontext von Belo Monte auszuleuchten. Die von den brasilianischen Steuerzahlern hoch subventionierte Wasserkraft kommt vor allem multinationalen Aluminiumkonzernen zugute.*

YouTube Preview Image

Antonia Melo von der lokalen Protestbewegung beklagt sich in diesem Ausschnitt (ab 1:19), dass Regierung und der Staatsbetrieb Eletronorte den Dialog verweigern. “Viele reden über Amazonien, ohne es zu kennen”, sagt der damalige Präsident… weiter lesen

03.02.2011 von Gaby Küppers
blogavatar

Bananenstreit: Fortsetzung folgt

von Gaby Küppers

In der Brüsseler Mini-Plenartagung des Europäischen Parlaments wurde Anfang Februar über eine neue Bananenordnung abgestimmt. Wieder einmal ging es im Grunde nur um den Ausbau der Marktanteile der Big Five, der fünf weltgrößten Bananenmultis. Doch darüber will die Mehrheit des Hauses nicht reden. Die EVP reichte sogar einen Antrag ein, einen Hinweis auf Marktdominanz der Bananenmultis ersatzlos zu streichen Er scheiterte mit 267 zu 349 Stimmen, 15 Abgeordnete enthielten sich.

Mit der Zustimmung des Europäischen Parlaments (EP) zum Genfer Abkommen ist der beinahe zwei Jahrzehnte alte Bananenstreit zu Ende; der längste Konflikt in der Geschichte der Welthandelsorganisation WTO ist beigelegt, verkündet die EU-Kommission. Von 176 Euro pro Tonne bisher werden Zölle für lateinamerikanische Bananen (Foto: dpa) bis 2020 schrittweise auf 114 Euro pro Tonne gesenkt. Das Abkommen folgt der letzten von mindestens sieben Klagen lateinamerikanischer Länder und der USA – als staatliche Vertretung von Chiquita – gegen die EU.… weiter lesen