Zwischen den Baumriesen tollen Affen herum, über ihren Köpfen fliegt eine Gruppe Papageien vorbei. Von einer Anhöhe am südlichen Rand des Amazonasbeckens fällt der Blick auf dichten, tiefgrünen Regenwald, der sich kilometerweit in die Ferne zieht.
Doch die Idylle trügt. Schwarze Rauchschwaden und das Gekreisch von Kettensägen gehören im weltweit größten Tropenwald immer noch zum Alltag. Deswegen möchte Brasilien, wo zwei Drittel des Amazonasgebietes liegen, auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen mit seinen Maßnahmen zum Waldschutz punkten.
Der immerfeuchte Amazonas-Dschungel beherbergt unzählige Heilpflanzenarten – und gilt als größte Klimaanlage der Erde: Der Wald fängt die Sonnenenergie ein und verwandelt sie in enorme Mengen Wasserdampf. Die dadurch entstehenden Wolken versorgen den Wasserkreislauf und kühlen das Weltklima ab. Durch die Brandrodung droht ein gegenteiliger Effekt: Bei der Bodenbearbeitung werden große Mengen Kohlenstoff freigesetzt und in Verbindung mit Sauerstoff zum Treibhausgas Kohlendioxid umgewandelt – das Weltklima heizt sich auf.
Die Zerstörung der größten Tropenwälder… weiter lesen