Das großartige an der ganzen Aufregung um Arcade Fire war ja immer, dass sie so berechtigt war. Als vor zwei Jahren “Funeral” erschien, dauerte es ein paar Wochen, und schon war die Musikwelt in heller Aufruhr. Die Anzeichen für einen furiosen Debütstart waren mehr als günstig. Der Musikexot Kanada war gerade dabei, sich der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Die Szene in Toronto hatte ganze Vorarbeit geleistet und mit Arcade Fire ein weiteres Kollektiv ausgespuckt. Ähnlich wie Broken Social Scene war man, schon wegen der Instrumentierung, der Verschrobenheit und der Fülle an Musiker etwas ganz besonderes. Weiterhin: Arcade Fire hatten einen Frontmann, der zwar nicht besonders charismatisch war, aber zumindest die Blaupause des nachdenklichen Intellektuellen abgab. Und ein Album im Nacken, das nicht so war wie irgendetwas anderes zeitgeistiges. Da waren Geigen, Bläser, Trommeln, Akkordeons. Und eine mitreißende, fast viktorianische Melancholie.
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Archive for Februar 28th, 2007
28.02.2007 von Christian Ihle & Horst Motor