Muff Potter leben uns seit nunmehr 14 Jahren eine ausgemachte Hybridexistenz vor. Der klassischen Independent-Szene waren die Rastlosigkeit vermittelnden Songs von einst oftmals zu brachial – oder sie nannten das Songwriting einfach „pointless“ – den Politniks zu unpolitisch, den Pogo Punks zu unpogopunk. Ist der Gestus nicht eindeutig definiert, so manövriert sich eine Band in jene Situation, die beim Schach nur kurz vor matt kommt: das ungebunden Dastehen. Einer orientierungswütigen Musikszene erscheint so ein Phänomen natürlich erst einmal als suspekt. Das ist genauso traurig wie nachvollziehbar.
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30.05.2007 von Christian Ihle & Horst Motor