“Doch verbal wollte keine Pointe von Snoop Dogg zünden; vielleicht auch deshalb, weil keiner so recht den für seine Wortschöpfungen bekannten US-Rapper verstand. Nach und nach jedenfalls verlor der Künstler, der sich gerne als Pimp feiern lässt, an Geschmeidigkeit. Insgesamt war seine Performance so lässig, wie man sich die Geschäftsführer der Bordell-Kette Pascha bei der Steuerprüfung vorstellt.
Aber immerhin: Snoop Doggs fast schon bürokratisch anmutender Sexismus ist immer noch eine kleine Freude gegen das heillos verkorkste Machotum, was hierzulande so Erfolge feiert. Unappetitlich war es zum Beispiel, mitansehen zu müssen, wie sich deutsche Prominenz um die notorisch leicht bekleidete Nicole Scherzinger, ehemals Tänzerin bei den Pussycat Dolls, balgte.
Die physisch großzügig ausgestattete, aber stimmlich ziemlich unterversorgte Sängerin lieferte mit ihrer leichten Bekleidung so was wie den roten Faden eines Abends, der immer wieder auseinander zu brechen drohte und gefühlte 50 Werbeblöcke beinhaltete. So unternahmen ausgerechnet der grobe Bushido und… weiter lesen