Iceland Airwaves 2007 (1): warum Reykjavik nie zu Berlin geworden ist
von Christian Ihle & Horst MotorWenn man sich im Anflug auf den Flughafen Keflavik (zu deutsch: Treibholzbucht) befindet, staunt man nicht schlecht.
Sieht so ein Land aus? Hat sich der Typ vorne im Cockpit verflogen und wir landen auf dem Mond? Wo, um Himmels Willen sind hier die Straßen, Häuser, Bäume und Menschen?
Wenig später verlässt man den Flughafen durch die Vordertür und erlebt am eigenen Leib, was mit Tiefausläufer gemeint ist, wenn der Wettermann mal wieder mit dem Zeigestab auf der Karte nach Island deutet und von miesen Wetter spricht.
Es stürmt und regnet in Strömen. Festivalwetter.
Im Bus nach Reykjavik bemerkt man dann, dass sich in den letzten zehn Minuten Herbststurm, Regen und strahlend blauer, wolkenloser Himmel mindestens vier mal abgewechselt haben.
Es raucht aus der Erde und warum Reykjavik nie zu Berlin geworden ist
Kurz vor Reykjavik kommt Rauch aus der Erde (Reykjavik heißt auf deutsch Rauchbucht) – inmitten einer schroffen Steinwüste. Die Verwunderung darüber wird sich noch steigern, wenn man zum ersten Mal in der Blue Lagoon direkt neben dem Erdwärme-Kraftwerk in 40 Grad heißen Wasser badet.
