Ein wenig erinnert der momentane Stand des Fantasy Film Fests an das, was gerade mit der landläufig „Indie“ genannten Musiksparte passiert: einst an den Rändern arbeitend und auf einmal vom Mainstream eingeholt. Sowohl der drastische Horrorfilm als auch das asiatische Kino, zwei der Sparten, um deren Förderung sich das FFF besonders verdient gemacht hat, sind in der Zwischenzeit in unseren Multiplexen angekommen.
Das kann natürlich nicht dem FFF vorgeworfen werden, aber dadurch wird die Entdeckungsreise weniger aufregend, was sich auch im diesjährigen Programm widerspiegelt: zwar kaum richtige Rohrkrepierer, aber auch wenig Anwärter auf den Film des Jahres. Wobei die Rohrkrepiereraussage eingeschränkt werden muss, denn nicht umsonst werden wohl (die von mir nicht gesehenen) „Lady Blood“ und „Trailer Park Of Terror“ nach der Berliner Aufführung in dieser Startwoche in allen anderen Festivalstädten aus dem Programm genommen…

Fantasy Filmfest, gestern
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