Nach unseren Kollegen aus der sogenannten Blogosphäre wollen wir auch die Herren und Damen aus dem Printbereich um Ihre Tipps bitten und haben so eine illustre Runde aus MissyMagazine, Business Punk und ViceMagazine versammelt:
Anja Rützel von Business Punk tippt:
Avi Buffalo (MySpace)

Eine Band, deren Sänger Avigdor Zahner-Isenberg heißt, die aus milchbärtigen Bübchen (und einem huschigen Mädchen) besteht und mit adoleszent-pressiger Stimme Textzeilen singt wie “You are tiny and your lips are like little pieces of bacon” – what’s not to love? Letztens veröffentlichen Avi Buffalo auf Sub Pop die angenehm quengelige Single „What’s it in for?“. „What’s it in for someone with nothing to do? What’s in it for me?”, heißt es da, und anderswo wurde schon plausibel darüber schwadroniert, warum die Band hier Pronomen und Präposition so grammatikalisch verquer vertauscht hat: Weil Avi Buffalo Hymnen für die gebeutelte Jugend schreibt, die nervlich und wirtschaftlich derart am Ende sind, dass sie nicht im Traum auf die Idee käme, ganz konventionell in irgendetwas zu investieren. In einen anderen Menschen schon gar nicht. Das einzige, was den irren 2010-Erfolg dieser Knaben stoppen kann, ist die lästige Restschulpflicht des Schlagzeugers. So eine Erdkäs-Hausi kann einen schon mal aus der Bahn werfen.
Katja Peglow vom MissyMagazine und dem Jungsheft tippt:
Washed Out (MySpace / Indiepedia)
Die Musik von Washed Out (aka Ernest Greene) klingt so wie die Bilder von Ryan McGinley aussehen. … weiter lesen

