The Pogues in der Zitadelle Spandau, 4. August 2010
“I’m not searching for an answer. I haven’t even got a question.”
(Shane MacGowan, Q Magazine, März 2010)
Es ist ja immer eine Gratwanderung, ein Konzert der Herren Mark E. Smith, Pete Doherty oder Dan Treacy zu besuchen, auf dass man sich nicht in die Riegen derer einreiht, die nur kommen, um andere fallen zu sehen. Für niemanden gilt der Satz mehr als für den nun wieder mit den Pogues auf Tour befindlichen Shane MacGowan, dessen Alkoholkonsum in den letzten Jahrzehnten godzillahafte Ausmaße angenommen hat. Und, frei von der Leber weg, der erste Blick ist erschreckend. Shane MacGowan ist der weißeste, bleicheste Mensch auf dem Erdenrund. Nachdem Shane – euphorisch vom trotz miserablen Wetter zahlreich erschienenen Berliner Publikum begrüßt – auch noch die ersten Sätze zu sprechen versucht, ist es ein regelrechter Kampf, noch ein Konzert zu erwarten und nicht an die eine oder andere Szene wie diese zu denken:
Zum Glück ist die versiert aufspielende Band jederzeit in der Lage, Shane MacGowan ein musikalisches Rückgrat … weiter lesen
