19.01.2012 von Christian Ihle
Quentin Tarantino ist nicht nur Regisseur, sondern vor allem auch Filmfan. Das ist einer der Gründe, warum Filmempfehlungen von Tarantino immer zu den interessantesten der Filmindustrie gehören. Ein zweiter Aspekt ist seine scheuklappenfreie Herangehensweise: aufgewachsen mit b-Movies, Nouvelle Vague, asiatischem Kino und dem New Hollywood der 70er kann sich Tarantino für Action wie Arthouse gleichermaßen begeistern.
Seine 2011er Top-Ten-Liste ist allerdings tatsächlich in Teilen verblüffend. Wer hätte erwartet, dass Tarantino tatsächlich die beiden allseits verrissenen grünen Superheldenfilme Green Lantern & Green Hornet zumindest lobend erwähnt? Ansonsten finden sich Altmeister (Woody Allen), Brüder im Geiste (Kevin Smith), Superhelden (X-Men) und, ja, b-Movies neuerer Machart (Attack The Block, Planet Der Affen) wild durchmischt in Quentins Filmwelt wieder. Während man bei seinem Hass-Filmen durchaus das eine oder andere mal zustimmen kann, wundert doch die Nennung von Francoise Ozons “Das Schmückstück” und des allseits gefeierten Feministen-Western “Meek’s Cutoff”.
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02.01.2012 von Christian Ihle
Mixtape 2011 – Vol 3: Etc.

Zum Anhören: Playlist auf Grooveshark
1. Space Is Only Noise If You Can See – Nicolas Jaar
2. Good Day Today – David Lynch
3. Midnight City – M83
4. The Bay – Metronomy
5. How Deep Is Your Love? – The Rapture
6. Gabriel – Joe Goddard feat. Valentina
7. Loud Mouths – Wise Blood
8. Peso – A$AP Rocky
9. No Church In The Wild – Jay-Z & Kanye West ft. Frank Ocean
10. 212 – Azealia Banks
11. Billig – Mediengruppe Telekommander
12. Yonkers – Tyler, The Creator
13. Make Some Noise – Beastie Boys
14. Michael Jackson – Das Racist
15. I Am Your Man – Planningtorock
16. Wildfire – SBTRKT feat. Little Dragon
17. Repetition – The Soft Moon
18. Warm In The Winter… weiter lesen
01.01.2012 von Christian Ihle
10. Die Heiterkeit: Die Liebe eines Volkes hat mich zur Königin gemacht

Es gibt sie also doch noch, die schönen Geschichten aus dem Untergrund. Die Heiterkeit sind drei junge Damen aus Hamburg, die auf ihrer herausragenden Debüt-EP gleich vier gute Songs veröffentlichen, die irgendwo zwischen Britta, Lassie Singers, Velvet Underground und Marlene Dietrich ihr Plätzchen finden. Neben “Alles ist so neu und aufregend” ist vor allem das nonchalante “Die Liebe eines Volkes hat mich zur Königin gemacht” von dermaßen viel Charme, dass die Hamburgerinnen geradewegs in unsere Top Ten gestürmt sind. Mangels Youtube, Soundcloud etc Videos hier wenigstens ein Gastauftritt mit den Freunden von der Gruppe Ja, Panik:
9. Noah & The Whale: L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.
Noah & The Whale haben auch eine erstaunliche Transformation durchgemacht. Zuerst Folklieblinge,… weiter lesen
30.12.2011 von Christian Ihle
Die traditionellen Mixtapes für britische und amerikanische Acts zum Nachbasteln… und erstmaligem Direktanhören. Es findet sich je ein Link zu einer Playlist (hier USA, dort British Pop)auf Grooveshark, die im Netz durchgehört werden kann (einbetten des Widgets hat leider nicht funktioniert…)
Vol. 1 – USA:

Direkter Link zur Playlist (Grooveshark)
1. California – EMA
2. Stilyagi – Puro Instinct feat. Ariel Pink
3. Video Games – Lana Del Ray
4. Rave On – Cults
5. All Die Young – The Smith Westerns
6. Honey Bunny – Girls
7. Punk’s Pajamas – The Strange Boys
8. Screws Get Loose – Those Darlins
9. Bone Marrow – Black Lips
10. Undercover Of Darkness – The Strokes
11. Mazes – Moon Duo
12. Run Right… weiter lesen
29.12.2011 von Christian Ihle
10. Josh T Pearson: Last Of The Country Gentlemen
Bei aller Ähnlichkeit (monströser Bart, minimalistischer Folk) ist Josh T Pearson auf eine Art der Anti-Will-Oldham: während Oldham als Bonnie Prince Billy in geradezu manischer Arbeitswut ein Album nach dem nächsten herausfeuert (so auch in diesem Jahr wieder mit “Wolfroy Goes To Town”), war Pearson für Jahre in der wilderness verschwunden. Doch sein Rückkehralbum war phänomenal: nur sieben Songs, die Hälfte davon aber zwischen 10 und 13 Minuten lang und äußerst spartanisch instrumentiert. Pearson, eine Akustik-Gitarre und Texte, von einer Heftigkeit und Offenheit, die einen erschaudern lassen. Sollte jemand ein zweites Sequel zum Alten Testament schreiben wollen, bitte unbedingt Josh T Pearson mit einbeziehen.
9. The Rapture: In The Grace Of Your Love
Natürlich wird auf diesem Album alles von “How Deep Is Your Love” überstrahlt, aber auch ohne diesen Überhit sind The Rapture nach fünf Jahren Pause mit einem guten Album zurückgekommen, das die schmutzigen Gitarren diesmal in die Ecke stellt und stattdessen deutlich mehr Discokugelgeilheit besitzt. Sicher kein “Sound Of Silver”, aber wie immer bei Rapture mit mehr Hits als Fehlschüssen.
8. Black Lips: Arabia Mountain … weiter lesen
26.12.2011 von Christian Ihle
Zuvorderst: es war ein relativ enttäuschendes Filmjahr, dieses 2011. Besonders deutlich wird das beim Blick zurück auf die letztjährige Film-Top-Ten, ist doch dort auf Platz 4 dank einer Berlinale-Aufführung „Winter’s Bone“ vertreten, der in diesem Jahr seinen offiziellen Filmstart hatte – und die Jahreswertung 2011 gewonnen hätte…
Nichtsdestotrotz, die empfehlenswerten Filme des Jahres:
10. Rabies (Israel, Regie: Aharon Keshales, Navot Papashado)
Die große Überraschung beim diesjährigen Fantasy Film Fest war eine israelische No-Budget-Horror-Komödie, die geschickt mit den Erwartungen des Publikums spielte und konsequent seinen gesamten Cast niedermetzelte – allerdings nicht wie anfangs gedacht durch den durch den Wald irrenden Serienmörder, sondern aufgrund der vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen und der sich daraus ergebenden Verwicklungen der sonstigen Protagonisten! Wie eben auch Polanski später wusste: der Gott des Gemetzels, das sind wir alle selbst.
9. The Future (USA, Regie: Miranda July)… weiter lesen