Thirst (Durst)
Park Chan-Wook ist spätestens mit Oldboy sowie dem Abschluß seiner “Rache-Trilogie”, Lady Vengeance, zum aufsehenerregendsten Regisseur Asiens geworden.
Kein Wunder, dass die Erwartungen an einen Film, den Park als Lieblingsprojekt bezeichnet und an dem er seit zehn Jahren arbeitete, in den Himmel schießen. Natürlich kann ein Regisseur mit der handwerklichen Brillanz Parks keinen schlechten Film abliefern, dazu sind viel zu viele Bilder, kleine Ideen und Anekdoten, die er in Thirst verpackt, zu bestechend. Aber dennoch leidet Thirst wie bereits der bezaubernde Vorgänger “I’m A Cyborg But That’s OK” an einem ähnlichen Grundproblem: bei aller visuellen Stärke, bei all den guten kleinen Szenen bekommt Park dennoch das Drehbuch nicht so in den Griff, dass er die Geschichte stringend erzählen könnte.
