Seit 24 Jahren ist Andeas Willy Schneider mit dem Prinzenbad verwachsen. “Verwachsen”, dieses Wort wird er im Gespräch mit mir öfters verwenden. Verwachsen mit dem Schwimmbad, mit dieser speziellen “Kreuzberger Mischung” und einer Freibad-Atmosphäre, die es nur hier gibt. Während er versucht, es zu erklären, gleitet sein Blick zuerst in Richtung Hochbahn, dann schaut er sich in der Prinzenbad-Cafeteria um und beschreibt mit seinen kräftigen, aber feingliedrigen Händen einen großen Kreis.
Seit 25 Jahre zeichnet er kontinuierlich und leidenschaftlich – gerade auch im Prinzenbad: Freibad-Szenen, PrinzenbadlerInnen und diese besondere Freibad-Stimmung. Vor ein paar Jahren habe er oft abends unbeobachtet auf den Steintreppen in der 2./3. Reihe gesessen und gezeichnet. Die Gesichter auf seinen Bildern sind nicht wirklich zu erkennen. Die verschiedenen Typen von PrinzenbadlerInnen, die hier aufeinander treffen, hat er in überspitzter Form dargestellt. Die entstandenen Karikaturen entblößen jedoch nicht, sondern lassen eine Vertrautheit, eine Nähe zu den dargestellten… weiter lesen
Archive for Juli, 2010
Eine Schwimmkollegin empfahl mir gestern nach einem mitleidigen Blick auf meinen immer noch etwas geschwollenen Fußknöchel, mit einem Pull Buoy zu kraulen. Da hätte ich natürlich auch selbst ‘drauf kommen können. Wer Pull Buoys erfunden hat und in welchem Land, habe ich letztendlich nicht herausbekommen. Eventuell war es WR Master Ron Johnson aus Arizona, ehemaliger Trainer an der Arizona State University. Im Zweifelsfall wurde der Pull Buoy sowieso in den USA erfunden (schon allein wegen der Überschrift zu diesem Beitrag).
Pull Buoys als Schwimmhilfen für verschiedene Trainingsmethoden sind nicht wirklich neu, auch wenn sie mir als Möglichkeit entfallen waren. Und sie eignen sich hervorragend zum Schwimmen mit einem verstauchten Fußknöchel. Die Beine lassen sich damit ruhigstellen, indem so eine Art Schaumstoffteil zwischen die Oberschenkel geklemmt wird. Die Beine gleiten ohne aktive Kraul-Bewegung durchs Wasser. Nur die Kraularme müssen intensiv arbeiten, sie schaufeln den Körper nach vorn. Das trainiert natürlich enorm… weiter lesen
Im Prinzenbad ist ein neues Projekt entstanden. Es handelt sich um ein Kindertheater-Projekt. Freibad-Kids im Alter von 8 bis 12 Jahren können beim Prinzenbad-Dschungelbuch als Schauspieler, Musiker, Tänzer mitmachen. Der dreiwöchige Theaterspass (Montags bis Freitags) ist kostenlos und beginnt am Montag, den 26.7.2010 (von 11 bis 14 Uhr). Treffpunkt: Prinzenbad-Cafe am grossen Sonnenschirm.
Ari, vielen PrinzenbadlerInnen bekannt durch seinen Auftritt mit seiner Band “Ashen Lady & the Ship of Fools” auf der Saisonabschluss-Party 2009, hatte die Idee zu diesem Projekt. Darüberhinaus besaß er auch das nötige Durchhaltevermögen, dieses Theaterprojekt voranzutreiben.
Foto: Sigrid Deitelhoff
Ich ruhte mich am Beckenrand des Sportbeckens aus, als eine meiner Mitschwimmerinnen laut anmerkte, ich hätte mir in der letzten Zeit einen grauenhaften Schwimmstil angewöhnt. Was denn mit mir los sei? Wieso Schwimmstil, konterte ich, das ist die neue Trainingsmethode aus den USA. Ob sie die noch gar nicht kennen würde? Was, wirklich, fragte meine Kritikerin, jetzt schon wesentlich interessierter. Ja, klar – mit diesem “Ein-Bein-Kraulschlag” läßt sich sowohl die Koordination der Armbewegungen als auch der Rhythmus der Kraulbeinbewegung verbessern, fuhr ich fort. Oh, das ist ja spannend. Das mußt Du später auf der Cafeteria-Terrasse aber mal etwas ausführlicher erzählen, regte sie an.
Dort habe ich mich dann als ungeduldige Schwimmerin geoutet, die sich vor ein paar Tagen den Fußknöchel verstaucht hat und nun nur noch mit einem Bein den Kraulschlag ausführen kann.
Nein, also keine neue Trainingsmethode. “Oh, wie schade. Diese neue Methode klingt eigentlich überzeugend”, kommentierte meine Schwimmkollegin.… weiter lesen
Jetzt haben wir PrinzenbadlerInnen wieder den Durchblick. Letzte Woche gab es so eine Art Speed-Dating im Sportbecken. Die Farbe des Wassers war öfters morgens schon kurz nach 7 Uhr dermaßen trüb und undurchsichtig, daß wir die entgegenkommenden SchwimmerInnen immer erst im aller letzten Augenblick sahen. Die Kollisionen waren so natürlich vorprogrammiert. Den Grund für die Eintrübung kennen wir ja inzwischen. So viel ist klar, es lag nicht an dem speziellen Einfallwinkel der morgendlichen Sonnenstrahlen. Und auch nicht daran, daß wir unsere Schwimmbrillengläser mal wieder hätten reinigen müssen. Von der Wasseraufbereitungsanlage soll jetzt hier nicht die Rede sein.
Algen waren auch nicht der Grund. Mal davon abgesehen, daß in Schwimmbecken keine wachsen (das vermute ich zumindest mal), sollen diese auch erst ab Ende Juli/Anfang August die Badeseen und Strandbäder trüben.
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat übrigens 38 Badestellen in Berlin getestet und 33 davon eine super… weiter lesen
Nach den Prügeleien in den Bädern wollen die Bäderbetriebe nun prüfen, ob die Räumungsstrategie die sinnvollste war. Auf jeden Fall sei sie zunächst die erfolgreichste gewesen, weil niemand verletzt worden sei, sagte Sprecher Matthias Oloew am Samstag. Laut Oloew räumten die Sicherheitskräfte in diesem Jahr erstmals Bäder. “Wir wollen jetzt in Gesprächen mit dem Sicherheitspersonal und der Polizei herausfinden, ob die Räumungen der Weisheit letzter Schluss waren”, sagte Oloew.
Schlägereien in Bädern seien vor allem an heißen Tagen ein Problem im ganzen Stadtgebiet, betonte Oloew.
“Auch in Wilmersdorf haben sich schon junge Leute geprügelt.” Vor einigen Jahren habe es dort eine Auseinandersetzung zwischen Zuwanderern aus der Mittelschicht gegeben. “Auch die kriegen sich in die Haare”, sagte Oloew. In einem Pankower Bad seien ebenfalls vor einigen Jahren Jugendliche aneinandergeraten. Damals kämpften Weddinger gegen Pankower Jugendliche.
“Die Bevölkerung lebt normalerweise offenbar in Parallelgesellschaften”, sagte der Sprecher. In Freibädern kämen im Sommer… weiter lesen
Nach einer Schlägerei unter Badegästen ist am Freitag abend das Prinzenbad vorzeitig geschlossen worden. Mehrere Jugendliche hätten sich zunächst untereinander geprügelt und dann Mitarbeiter des Wachschutzes angegriffen, sagte ein Sprecher des Freibades auf ddp-Anfrage.
Um 18.45 Uhr befanden sich noch rund 5000 Gäste in dem Bad. Die Sicherheitskräfte alarmierten die Polizei und veranlassten die Räumung des Prinzenbades. Die Polizeibeamten sorgten mit für einen friedlichen Abzug der Badegäste. In dem Gedränge wurde jedoch offenbar ein Kind verletzt. Deswegen erstattete die Polizei Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Das Bad wurde gegen 19.00 Uhr für Besucher geschlossen, eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit.(ddp-bln/dpa/bb/si)
Mit Besorgnis hat der Vorstand der Berliner Bäderbetriebe, Klaus Lipinksy, auf die Schlägerei am Freitag im Kreuzberger Prinzenbad reagiert. “Wir sind besorgt und alarmiert und appellieren an unsere Badegäste: Behalten Sie trotz der Sommerhitze einen kühlen Kopf”, sagte Lipinsky am Samstag in Berlin.
Laut Lipinsky handelte es sich bei… weiter lesen
Jedes Jahr das gleiche: Sobald in Berlin die sommerliche Hitze länger anhält, beginnen die Diskussionen um eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Berliner Freibäder. Auch diesmal, wie in den Jahren zuvor, werden die Öffnungszeiten nicht verlängert.
Matthias Oloew, der Sprecher der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), wies darauf hin, daß jetzt schon die Mitarbeiter in den Freibädern bis zu zehn Stunden am Tag in der brütenden Hitze arbeiten würden. Weitere zwei Stunden könnten nicht mehr an eine Arbeitsschicht angehängt werden. Eine komplett zweite Schicht müsse für eine zweistündige Verlängerung der Öffnungszeiten eingerichtet werden, die dann zulasten der Steuerzahler ginge.
Schon jetzt werde zusätzliches Personal aufgrund der hohen Besucherzahlen (am Wochenende wurden rund 200 000 Besucher in den Berliner Freibädern registiert) hinzugezogen. Mehrkosten fallen momentan außerdem für die Beseitigung der größeren Müllmengen, die Reinigung der Bäder und die größeren Chlormengen an. Inwieweit das durch die höheren Einnahmen an Eintrittsgeldern abgedeckt werde, könne… weiter lesen




