vonSigrid Deitelhoff 20.08.2018

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Wespenplage, überall – auch im Prinzenbad. Die Stammgäste probieren in der Cafeteria alles Mögliche aus, um die brummenden und stechenden Monster vom Frühstücksbrötchen fernzuhalten. Die verschiedensten Theorien kursieren. Zum Beispiel „keine Wurstbrote essen“ sagt die eine Fraktion, die andere warnt vor Süßigkeiten, weil diese Lebensmittel angeblich von den Plagegeistern favorisiert werden. Andere setzten auf Knast bzw. sogar auf Isolationshaft – das bedeutet, eine Wespe wird in einem Glas gefangengenommen und den übrigen Wespen gezeigt. Mit dieser Inhaftnahme soll den restlichen Wespen-Clanmitgliedern vor Augen geführt werden, was mit ihnen passiert, wenn sie nicht das Weite suchen – so zumindest die Theorie.

Dann gibt es PrinzenbadlerInnen, die schwören auf Kupfermünzen, die die Wespen fernhalten sollen. Na, ja – habe ich ausprobiert -, klappt nicht immer…

Die RaucherInnen unter den Badegästen haben jetzt natürlich die perfekte Rechtfertigungsstrategie für ihr „Kette-rauchen“. Manche stellen ihre Nikotinsucht nun sogar als heilbringende Gewohnheit für die Prinzenbadgemeinde dar.

Während ich gestern mit einer Freundin im Gespräch vertieft war, bemerkte ich einen Brandgeruch. Ich suchte die Ursache und sah vor meinem geistigen Auge schon die Friteuse in der Cafeteria brennen. Aber nein, es brannte unter dem Nachbartisch. Ich also dahin und machte die Gäste auf das schwelende Feuer unter ihrem Tisch aufmerksam. Die erklärten mir jedoch, dass sie gerade ein Experiment gestartet hätten. Brennendes Kaffeepulver soll angeblich Wespen vertreiben. Das würden sie gerade ausprobieren. Na ja, es hat geklappt, aber leider stank nach dem Experiment unsere Kleidung erbärmlich. Immerhin hielten sich die Wespen noch stundenlang  von meiner Kleidung fern.

Foto oben: ©Sigrid Deitelhoff
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