21.06.2011 von Sigrid Deitelhoff
Wie kommentierte eine Fernsehmoderatorin vor ein paar Tagen das 3:0 der deutschen Frauennationalmannschaft gegen Norwegen: “Die Männer schreiben ein Sommermärchen, die Frauen holen die Pokale”
In Anbetracht solcher klugen Aussagen, versuchten wir vor unserer anstehenden Kanadareise, die gleichzeitig zur Frauenfußball-WM stattfinden wird, doch noch wenigstens im Vorfeld etwas zum Thema Frauenfußball mitzubekommen. Das ist gar nicht so einfach. Wenn ich bedenke, was für ein Hype zur letzten Fußball-WM in den Medien und vom DFB veranstaltet wurde. Und nun kurz vor der Fußballweltmeisterschaft der Frauen: Still ruht der See bzw. das Schwimmbecken. Für den DFB scheinen nur Fußballspiele mit männlicher Besetzung beachtenswert zu sein. Verstehe ich eigentlich nicht, so gut sind die männlichen Protagonisten im internationalen Vergleich nun auch wieder nicht. Sportnachrichten im eigentlichen Sinne finden nicht mehr statt. Der größte Teil, etwa zweidrittel der derzeitigen Fußballberichterstattung handelt von Sportverletzungen, schlechtem Benehmen und beleidigten Spielern oder davon, wer was wie und… weiter lesen
14.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
Jedes Jahr das gleiche: Sobald in Berlin die sommerliche Hitze länger anhält, beginnen die Diskussionen um eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Berliner Freibäder. Auch diesmal, wie in den Jahren zuvor, werden die Öffnungszeiten nicht verlängert.
Matthias Oloew, der Sprecher der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), wies darauf hin, daß jetzt schon die Mitarbeiter in den Freibädern bis zu zehn Stunden am Tag in der brütenden Hitze arbeiten würden. Weitere zwei Stunden könnten nicht mehr an eine Arbeitsschicht angehängt werden. Eine komplett zweite Schicht müsse für eine zweistündige Verlängerung der Öffnungszeiten eingerichtet werden, die dann zulasten der Steuerzahler ginge.
Schon jetzt werde zusätzliches Personal aufgrund der hohen Besucherzahlen (am Wochenende wurden rund 200 000 Besucher in den Berliner Freibädern registiert) hinzugezogen. Mehrkosten fallen momentan außerdem für die Beseitigung der größeren Müllmengen, die Reinigung der Bäder und die größeren Chlormengen an. Inwieweit das durch die höheren Einnahmen an Eintrittsgeldern abgedeckt werde, könne… weiter lesen
12.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
“Nach der Räumung des Neuköllner Columbiabades wegen gewalttätiger Zwischenfälle fordert die Junge Union (JU) Konsequenzen. Die wiederholte Gewalt in den Freibädern Neuköllns und Kreuzbergs sei ein Problem, das die Politik nicht länger ignorieren dürfe, sagte der Vorsitzende der Jungen Union Berlin, Conrad Clemens, am Montag. Direkt nach Gewaltvorfällen sollte das betroffene Schwimmbad eine Woche geschlossen bleiben. Nur durch eine direkte Reaktion könne es “Lerneffekte” geben”.(ddp-bln)
Fordert die Junge Union demnächst auch die Schließung von Fußballstadien? Das wäre nur eine logische Konsequenz auf die immer wiederkehrenden Ausschreitungen bei Fußballspielen.
Wie? Es würden damit aber auch die nicht gewalttätigen ZuschauerInnen bestraft… Ja, und….das geht den nicht gewaltbereiten Badegästen in Neukölln und Kreuzberg aber genauso…
Und was ist eigentlich mit den teuren Polizeieinsätzen, die bei jedem Fußballspiel immer eingeplant werden? Wer bezahlt eigentlich die?
04.07.2010 von Sigrid Deitelhoff
Das Prinzenbad ist voll, voll, voll – megavoll.
Ich mutiere bei diesen Temperaturen vom Mehrzweckbecken- zum Bergsee-Fan. Nein, ich schwimme nicht fremd, obwohl mir das zunehmend schwerer fällt (nicht nur, aber auch) in Anbetracht der Berliner Schulklassen, die inzwischen schon früh morgens unser Freibad frequentieren.
Der Bergsee ist kein wirklicher See, sondern das wunderbar kalte vordere Sportbecken im Prinzenbad. Allerdings nähert sich die Wassertemperatur recht zügig der Lufttemperatur an. Glücklich ist, der diesen Temperaturen entfliehen kann. Die “Nicht-PrinzenbadlerInnen” sind da oftmals geschickter in ihrer Freizeitgestaltung. Z.B. Angela Merkel flog vorgestern nacht ins kühle Kapstadt (nur 16 Grad Temperatur), angeblich um als Bundeskanzlerin das WM-Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien zu sehen. Vermutlich gibt es aber eine ganz simple Erklärung: Sie wollte sich in Kapstadt bei angenehmen Temperaturen vom heißen Sommer in Berlin erholen.
Nun gut. Unser Kiez-Public-Viewing in einem Kreuzberger Lokal namens Locus war wahrscheinlich lustiger – und ohne Kamera-Aufzeichnung. Ab der… weiter lesen
24.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
Ein Public Viewing zur Fußball-WM im Prinzenbad wird von der FIFA nicht erlaubt. Ich weiß nicht, ob ich darüber wirklich traurig sein soll. Wohl eher nicht! Die Vorstellung, bei einer Fußball-Liveübertragung meine Bahnen zu ziehen, finde ich auch nicht besonders prickelnd. Das stört nur die Meditation.
Stattdessen fände ich ein Public Swimming lustig. Alle paar Tage könnten wir uns ein interessantes Trainingprogramm ausdenken und zu bestimmten Uhrzeiten ein Public Swimming veranstalten.
Ein erster Vorschlag für Samstag, den 27.6. morgens um 8:30 im Sportbecken.
Eine 800 m Schwimmpyramide wie folgt:
- 50 m (also 1 Bahn) Brustschwimmen
- 100 m (also 2 Bahnen) Kraulschwimmen
- 150 m (3 Bahnen) Brustschwimmen
- 200 m (4 Bahnen) Kraulschwimmen
- 150 m (3 Bahnen) Brustschwimmen
- 100 m (2 Bahnen) Kraulschwimmen
- 50 m Brust (1 Bahn) Brustschwimmen
- Ausschwimmen! Fertig!
Wir sehen uns am Beckenrand?!
23.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
Im Sommerbad Kreuzberg wird zur Fußball-WM natürlich auch geflaggt: Bademeisterturm im Prinzenbad

hier auch: Die Aussenspiegel-Flaggen sind inzwischen schon ausverkauft

hier auch: Flaggen in Kreuzberg

und hier auch: Flaggen in Schöneberg

Alle Fotos: Sigrid Deitelhoff
15.06.2010 von Sigrid Deitelhoff
Die Fußball-WM in Südafrika ist nun fast überall präsent. In der Kreuzberger Friesenstraße gibt es ein stilles Public Viewing. Der Krimibuchladen Hammett dekoriert sein Schaufenster mehrmals im Jahr liebevoll und themenbezogen. Nun hat der Inhaber Christian Koch sein Fenster aktualisiert: South Afrika 2010 – Fußballweltmeisterschaft


Alle Fotos: Sigrid Deitelhoff
26.06.2008 von Sigrid Deitelhoff
Über die Fußball-EM-Ergebnisse debattieren schon alle anderen. Mich beschäftigt vorwiegend die Frage, warum Fußballer (egal, welcher Nationalität oder ob sie verloren oder gewonnen haben) vor, während und nach dem Spiel ständig auf den Rasen spucken. So eine prollige Angewohnheit hätte ich eher auf dem hintersten Bolzplatz sonst wo vermutet. Während der gesamten Fußball-EM wurde ich eines Besseren belehrt.
SchwimmerInnen habe ich nach einem Wettkampf noch nie ins Wasser spucken sehen. Kein Wunder, daß die Fußball-Profis so oft auf dem Rasen ausrutschen – bei dem Aquaplaning!