Der Bär flattert schwach in südwestlicher Richtung.
Neben dem Eingang zum Markt, man muß an ihm vorbei, wenn man den Einkaufswagen holt oder abgibt und den Euro aus dem Kettenschlitten nimmt – also an strategisch günstiger Stelle –, steht unser Bettler. Ich sage »unser Bettler«, weil wir uns in Marokko angewöhnt hatten, jeden Morgen immer demselben Mann einen Dirham zu geben. Es war ein Krüppel, der auf einem Holzbrett mit vier kleinen Rollen hockte, das Brett ähnelte einem Transportroller für Möbel. Der winzige Kerl bewegte sich, trotz seiner Behinderung, mit erstaunlicher Schnelligkeit und Geschicklichkeit auf dem Gefährt. Rund um den Djemma-el-Fna gab es viele blinde, taube, aber auch körperlich unversehrte Bettler. Erstaunlich war das Informationssystem dieser Gilde. Wenn man einem etwas gegeben hatte, versuchte es kein anderer mehr bei dir. Wie sie sich verständigten, weiß ich nicht. Aber die Einheimischen waren ebenfalls an dieses Ritual gewöhnt und beherzigten die tägliche… weiter lesen