Archive for Januar, 2007

31.01.2007 von Schröder & Kalender
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Tigerinnen sind etwas heller

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

PLG Friesländer hat mir Blogger-Gerechtigkeit widerfahren lassen. Danke!

tigerin1.jpg

tigerin2.jpg

(PLG / BK)

30.01.2007 von Schröder & Kalender
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Die Entstehung der März-Akte (3)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.

Die ›März-Akte‹ lief vor wenigen Tagen im Berliner Kino Central. Aus diesem Anlaß bringen wir die Produktionsgeschichte des Films in vier Fortsetzungen. Der Film (mit Bonustracks) erscheint im Spätsommer als DVD bei absolut medien.

Stichwort ›Spiegel‹: Damals schon trieb das Blatt im Meer der Beliebigkeit, und einer der letzten Mohikaner des zynischen Moralismus, der das Magazin einst groß machte, war Christian Schultz-Gerstein. Ich hatte ihn Ende der Siebziger kennengelernt, er sollte über die Zeit mit Zweitausendeins und die Wirkung meiner Geschichten auf die Medien reden. Für den Film ließ Christian noch mal den Weißwein stehen und berichtete ruhig und konzentriert über unsere erste Begegnung am Bahnhof in Fulda und die verschiedenen Schröder-Bilder. Aber länger als ein paar Stunden hielt er es ohne Stoff nicht mehr aus. Christian ging bald darauf vom ›Spiegel‹ weg, und es dauerte nicht mehr lange bis… weiter lesen

29.01.2007 von Schröder & Kalender
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Geheimnisvolle Schlüssel

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Gestern Nacht nach der März-Akte im Central Kino und einigen Bieren machten wir diesen geheimnisvollen Schlüsselfund auf der Rosenthaler Straße.

schlüssel.jpg

Hatte sie jemand wütend weggeschmissen?

Verloren gegangener Hausschlüssel:
Werden dem Mieter im Zuge der Vermietung einer Wohnung Schlüssel übergeben, so hat er bezüglich dieser Schlüssel eine Obhutspflicht. Verletzt er diese Obhutspflicht durch Verlust des Schlüssels, so haftet er auf Schadensersatz, wenn ihm ein Verschuldensvorwurf gemacht werden kann. Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 26.8.1999, Aktenzeichen 47 C 178/99.

·
Oder waren Sie geklaut?

Wer kann das Schlüsselgeheimnis lösen?

(BK / JS)

28.01.2007 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography: Lucys Lustbuch (8)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Die ›Making of Pornography‹-Folge endete mit dem Wort ›Lucys Lustbuch‹. Diesen Comic von Alfred Demarc (d.i. Alfred von Meysenbug) ließ der Frankfurter Generalstaatsanwalt 1971 bei unserer damaligen Auslieferung Franz Müller-Rodenberger in der Goethestraße beschlagnahmen, da sich Personen aus Politik, Presse, Gesellschaft und Sangesleben wiedererkannt hatten. Wie die Staatsanwaltschaft so schnell von dieser Buchuntat Wind bekommen hatte, weiß ich nicht, mein Verteidiger durfte »wegen Gefahr im Verzuge« die Akten nicht einsehen. Die gesamte Auflage von zehntausend Exemplaren wurde dann nach einem späteren Verfahren eingestampft. Es handelte sich um einen Deal. Meine Zustimmung zur Makulierung wurde mit der Einstellung aller laufenden Strafprozesse wegen »Verbreitung unzüchtiger Schriften« belohnt. Es waren zwanzig Verfahren.

Das bedeutet aber auch: Es gibt von diesem März-Titel nur zwanzig Exemplare bei Sammlern und im Antiquariat. Entsprechend teuer ist das Buch, je nach Zustand wird Lucys Lustbuch für 600 bis 800 Euro gehandelt. Da Blogger aber alles umsonst tun und bekommen, stellen wir nun diesen lustigen skankalösen Comic aus dem Jahr 1971 in Fortsetzungen komplett ins Netz. Und so geht’s weiter: … weiter lesen

27.01.2007 von Schröder & Kalender
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Die Entstehung der März-Akte (2)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert auf halbmast in östlicher Richtung.

Im Rahmenprogramm zu ›Brinkmanns Zorn‹ läuft am heute um 18:00 Uhr im Berliner Kino Central die Spieldokumentation über den März Verlag.

Aus diesem Anlaß bringen wir die Produktionsgeschichte des Films in vier Fortsetzungen:

Schön wäre es gewesen, wenn nun noch Joseph Melzer etwas über mich als Verlagsleiter seines maroden Unternehmens hätte sagen können, aber Melzer war kurz zuvor gestorben. Deshalb mußte sein Sohn Abraham ran, obwohl er damals erst zwanzig Jahre alt gewesen war und im Melzer Verlag noch gar nicht mitgearbeitet hatte. Erst nach der Sezession Melzer/März übernahm er meinen Posten als Verlagsleiter. Egal, so gab es wenigstens einen Berichterstatter über diese Phase. In der ›März-Akte‹ dreht Abraham seine alte Leier: Schröder raubte den Melzer Verlag aus, das Diebesgut bestand aus Autoren, Bleistiften und Radiergummis. Gleich nach dem Interview ließ Abi sich mit Blaulicht von der Messe… weiter lesen

26.01.2007 von Schröder & Kalender
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Die Entstehung der März-Akte (1)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.

Im Rahmenprogramm zu ›Brinkmanns Zorn‹ läuft am Samstag, den 27. Januar 2007 um 18:00 Uhr im Berliner Kino Central die Spieldokumentation über den März Verlag.

Aus diesem Anlaß bringen wir die Produktionsgeschichte des Films in vier Fortsetzungen:

Die dicken Ohren des Moderators Martin Schulze erglühten, während ich die Philippika gegen den Papst Johannes Paul II. abließ. Die Grünen-Politikerin Waltraud Schoppe riß sich vor Aufregung fast ihren großen Ohrring ab. Die Funktionärinnen dieser Partei tragen ja aus nicht nachvollziehbaren traditionellen Gründen keine Stecker oder Perlen, sondern immer nur den einen Dumpfklunker, so auch diese Gunda Röstel, ewig jenes Perpendikel am Ohr! Sogar Graf Lambsdorff – natürlich ohne Ohrring –, der sonst die Gelassenheit gepachtet hat, war perplex, als ich gegen Karol Wojtyla loslegte. Aber womit ich nicht gerechnet hatte: Die Bildregie mixte mich wie der Blitz weg, als ich das ›Mammut‹ hochhielt,… weiter lesen

25.01.2007 von Schröder & Kalender
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Tigerin & Tiger

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.

Der Objektkünstler, Mail-Artist und Buchkünstler PLG Friesländer (Peter Loyd Grosse) hat mir per Post diese Karte geschickt:

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Ich danke für die schöne Karte, muß aber gleich wieder etwas berichtigen: Unser tazblog heißt Schröder & Kalender. Wir BERICHTIGERN also gemeinsam.

(PLG / JS)

24.01.2007 von Schröder & Kalender
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Zum Tod von Uwe Nettelbeck

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.
Am 17. Januar starb Uwe Nettelbeck im Alter von 67 Jahren. Für ›Die Republik‹ Nr. 55 bis 60 vom Juni 1982 erzählte Jörg Schröder Uwe Nettelbeck ›Cosmic‹, später erschien der Text als gelbe März-Ausgabe.

In als »Wasserwerke« getarnten, aber frei zugänglichen Depots lagerte die US-Army jahrelang MiniNukes. Mit diesen atomaren Sprengköpfen sollte ein Vormarsch der Truppen des Warschauer Pakts begegnet werden. Die atomare Zerstörung und Verseuchung Mitteleuropas war als strategisches Mittel eingeplant. Jörg Schröder veröffentlichte diese Ausgeburt militärischen Irrsinns in Enzensbergers und Salvatores Transatlantik sowie in der taz (November 1980). Die Geschichte, die sich daraus entwickelte, einschließlich der Anfänge der zweiten Friedensbewegung stehen in ›Cosmic‹, eine Kollaboration von Uwe Nettelbeck und Jörg Schröder.

Wir bringen zum Tod von Uwe Nettelbeck eine Passage aus ›Cosmic‹:

Toll ist aber, daß zwei Leute wie Enzensberger und Salvatore sich offenbar eine Weile tatsächlich in dem Wahn befunden… weiter lesen

22.01.2007 von Schröder & Kalender
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Making of Pornography: Lucys Lustbuch (7)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.
Die ›Making of Pornography‹-Folge endete mit dem Wort ›Lucys Lustbuch‹. Diesen Comic von Alfred Demarc (d.i. Alfred von Meysenbug) ließ der Frankfurter Generalstaatsanwalt 1971 bei unserer damaligen Auslieferung Franz Müller-Rodenberger in der Goethestraße beschlagnahmen, da sich Personen aus Politik, Presse, Gesellschaft und Sangesleben wiedererkannt hatten. Wie die Staatsanwaltschaft so schnell von dieser Buchuntat Wind bekommen hatte, weiß ich nicht, mein Verteidiger durfte »wegen Gefahr im Verzuge« die Akten nicht einsehen. Die gesamte Auflage von zehntausend Exemplaren wurde dann nach einem späteren Verfahren eingestampft. Es handelte sich um einen Deal. Meine Zustimmung zur Makulierung wurde mit der Einstellung aller laufenden Strafprozesse wegen »Verbreitung unzüchtiger Schriften« belohnt. Es waren zwanzig Verfahren.

Das bedeutet aber auch: Es gibt von diesem März-Titel nur zwanzig Exemplare bei Sammlern und im Antiquariat. Entsprechend teuer ist das Buch, je nach Zustand wird Lucys Lustbuch für 600 bis 800 Euro gehandelt. Da Blogger aber alles umsonst tun und bekommen, stellen wir nun diesen lustigen skankalösen Comic aus dem Jahr 1971 in Fortsetzungen komplett ins Netz. Und so geht’s weiter: … weiter lesen

21.01.2007 von Schröder & Kalender
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Ein Vorschlag für die Verbrecher

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.

Must see: Heute abend im Central Kino Berlin, Rosenthaler Straße 39, um 20:15 Uhr. Cut-Up Connection. Die Algebra des Überlebens. Ein Film über den Schriftsteller Jürgen Ploog. Dokumentation mit Jörg Fauser, Wolf Wondratschek u. a.

Gestern haben wir dort nun auch ›Brinkmanns Zorn‹ gesehen. Alle Elogen in den Feuilletons wurden zu recht verteilt. Die beste und informierendste Besprechung mit dem Titel ›Die Ausnahmeerscheinung‹ von Peter V. Brinkemper steht bei heise online.

Nach dem Film saßen wir zusammen mit dem Regisseur Harald Bergmann, der Cutterin Ludivine van Gauer, Andreas Döhler vom Central Kino, dem Fauser-Biograph Matthias Penzel und Jürgen Ploog.

ploog.jpg
v.l.n.r. Andreas Döhler, Jürgen Ploog, Jörg Schröder

Jürgen Ploog hätte wie Jörg Fauser 1969 eigentlich bei März erscheinen müssen. Warum das damals nicht geschah, ist eine längere, verwickelte Geschichte aus dem literarischen Intrigentheater, die wir hier… weiter lesen