30.10.2007 von Schröder & Kalender
Es ist schon dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.
Soeben wollten wir uns ziemlich ermüdet von Produktionsstrapazen mit einem Absinth in der Sofaecke niederlassen und – ja, noch nicht den Kamin, aber doch zwei Kerzen anzünden. Da machte es im Mac »pling!«, eine Mail unseres Kölner Freundes Gregor war eingegangen. Seht selbst wie perfekt die Morphogenese funktioniert:
»Liebe Barbara, lieber Jörg,
Jetzt werden die Tage wieder kürzer, die Abende länger. Kann man ja auch mal bei Kerzenlicht sitzen, näch.
Auf bald, wie immer, Gregor«

(GH / BK / JS)
30.10.2007 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
Am 24. Oktober ist der Berliner Stand-up-Poet Michael Stein gestorben. Wir lernten den radikalen Künstler 1993 bei einem Auftritt im Benno-Ohnesorg-Theater kennen. Darauf folgte am nächsten Tag eine Sendung bei Radio Fritz, es war auch die letzte dieser Art. Heiko Werning forderte in seinem tazblog dazu auf, die Welt mit Erinnerungen und Nachrufen zu Michael zuzupflastern. Was wir uns nicht zweimal sagen lassen!
Hier also ein Text aus ›Schröder erzählt: Klasse gegen Klasse‹:
Im ›Auerbach‹ auf der Köpenicker Straße trafen wir Wiglaf Droste, Gerhard Henschel und Michael Stein, alle mit ihren Freundinnen, außerdem saß noch Jürgen Balitzki, der Redakteur von Radio Fritz, mit am Tisch. Was die Qualität des Schickimicki-Lokals angeht, so bestand diese lediglich aus den langen weißen Bistroschürzen der Kellnerinnen. Das Essen war grauenvoll: Barbaras Seewolf halbroh und kalt, meine Hirschkalbskeule zäh, über die anderen Köstlichkeiten schweigt des… weiter lesen