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vonSchröder & Kalender 04.02.2008

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.

Im letzten Jahr schickte uns der Renault-Pressechef Thomas May-Englert eine CD von Alich & Becker. Die können sich alle, die jemals über den Kölschen Karneval gemeckert haben, in die Pfeife stopfen und rauchen.

Das schönste Lied:
Adorno hatte recht, die Welt ist schlecht, die Welt ist schlecht.
Und auch der alte Brecht, der hatte recht, diese Welt, so wie sie ist, ist einfach schlecht.
Es gibt kein richtiges Leben in der falschen Welt, das hatte uns der Theodor gesagt,
und was die Welt im Innersten zusammenhält, ja mein Gott, das weiß man nicht, das hat schon Faust beklagt.
***
Adorno hatte recht, die Welt ist schlecht, die Welt ist schlecht.
Und auch der alte Bertold Brecht, der hatte recht, diese Welt, so wie sie ist, ist einfach schlecht.
Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral, davon war der Brecht überzeugt,
Aber daß man nach dem Essen eher müde ist, zu dem Gedanken hat er nicht geneigt.
***
Adorno hatte recht, jawoll! Die Welt ist schlecht, die Welt ist schlecht.
Und auch der alte Brecht, der hatte recht, diese Welt, so wie sie ist, ist einfach schlecht.
Nur der Ernste Bloch, der hatte Hoffnung noch, der hatte Hoffnung noch,
jedoch nur im Prinzip, denn der Mensch so wie er ist, er ist nicht lieb.
***
Adorno hatte recht, die Welt ist schlecht, die Welt ist schlecht.
Und auch der alte Brecht, der hatte recht, diese Welt, so wie sie ist, ist einfach schlecht. Jawoll!

Hier kann man das Lied von Alich & Becker hören.

(A&B / BK / JS)

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kommentare

  • große Klasse – ich hab das Lied letzten Freitag zum erstenmal gehört und mich weggeschrien – DANKE !!

  • Liebe Leute,
    bitte genau hinsehen. Ich habe zwar mit Jürgen Becker zusammen das Lied „Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin“ geschrieben, aber die anderen Lieder, die auf gleichnamiger CD erklingen, stammen aus unseren jeweils solistischen Federn d.h. das Adorno-Lied ist ausschließlich von mir geschrieben worden. es freut mich, dass es gefällt.
    Liebe Grüße
    Norbert Alich

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