30.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Die im März Verlag erschienene Sammlung der theoretischen Schriften, Manifeste, Wortdichtungen und Fotos der Aktionen ist die erste Ausgabe der Arbeiten von Hermann Nitsch auf dem Buchmarkt.
Der Klappentext aus dem Jahr 1969: »Hermann Nitsch ist der exponierteste Vertreter des Wiener Aktionskreises. Sein Abreaktions-Theater hat ihm in Österreich Prozesse, Gefängnisstrafen wegen Beleidigung, Blasphemie, Erregung öffentlichen Ärgernisses eingebracht. Orgien Mysterien Theater gibt einen Überblick über die Arbeiten von Nitsch. Es enthält Manifeste, theoretische Texte, frühe Arbeiten. Außerdem sind Texte und Bildtafeln zu aufgeführten Aktionen sowie die Konzeption der Hauptarbeit von Nitsch ›das 6 tage spiel‹ aufgenommen worden. Nitsch ist 1938 in Wien geboren. Seit 1957 beschäftigt er sich mit dem Projekt des Orgien Mysterien Theaters. 1966 wurde das 5. Abreaktionsspiel in London mit großem Erfolg aufgeführt. 1968 von Jonas Mekas in die USA eingeladen, in ›Village Voice‹ interviewt und an der Cinematheque New York aufgeführt, fand Nitsch Anerkennung beim amerikanischen Underground als einer der wichtigen neuen Dramatiker. Seit 1966 lebt Nitsch vorwiegend in Deutschland; in Wien war ihm eine weitere Fortführung seiner Tätigkeit unmöglich gemacht worden.« … weiter lesen
28.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert kräftig in südlicher Richtung.
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Zu unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
25.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heute nicht.
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Auf dem Spaziergang im Volkspark hörten wir sie schon von weitem, eine alte Dame im Rollstuhl, mindestens neunzig Jahre alt und vermutlich schwerhörig, die ihren beiden jungen Verwandten – sicher nicht zum ersten Mal – ihre Geschichte erzählte: »Ich hatte zwei Männer. Der erste trank zuviel Alkohol. Der zweite trank nicht, aber betete zuviel. Man kann nicht alles haben im Leben.
(BK / JS)
23.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Nach fünfzehnjähriger Gemeinschaft (2 Kinder), eröffnet eine Frau (37) ihrem Mann (38) das Ende ihrer Liebe und Ehe. Der Mann beginnt mit der Aufzeichnung der Ereignisse, seiner Empfindungen, Erwartungen und Befürchtungen; unter dem Eindruck der Zerstörung einer scheinbar gefestigten Beziehung. Es sind die ungeschönten Dokumente einer Katastrophe. Die Gedanken des Autors sind nicht nur auf sich gerichtet, sondern gleichermaßen auf die neue Beziehung seiner Frau.
In zehn erzählerischen Episoden, die in die Chronik dieses »Endens einer Ehe« eingebettet sind, macht Uve Schmidt sich ein Bild davon, »wie es zwischen ihr und dem anderen ist.« In diesen gegen sich und »sie« mitleidlosen Szenen offenbaren sich Sinn und Sein dieser privaten banalen Tragödie als Psychodrama. Es ist ein Buch von der vergeblichen Liebesmühe eines Mannes, dem am Ende nur bleibt, »sich in einen tragischen Punk zu verwandeln.«
Uve Schmidt ist in seiner Lage ehrlich bis zur Selbstentblößung: Er ist verwirrt, wütend, trotzig, verzweifelt, rachsüchtig und selbstgerecht, voller Selbstmitleid, Zweifel, Ängste und Phantasien. Er erlebt, was längst zu einem exemplarischen Fall geworden ist: Die Bedrohung durch eine Frau, die gegen Regeln und Rollen kämpft. Und er beschreibt, wie wenig die Betroffenen in der Lage sind, die sich daraus ergebenden seelischen Verwicklungen zu lösen.

Schmidt, Uve: ›Ende einer Ehe‹. Leinen, 160 Seiten, (8°). Umschlaggestaltung: Typographie von Jörg Schröder mit einem Foto von Gunter Rambow. März Verlag, Jossa 1978
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21.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert kräftig in nördlicher Richtung.
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Zu unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
18.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
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Was braucht man zum Spargelessen? Frisch gestochene Stangen – gerade, nicht zu dick – und ein wenig Mühe beim Schälen zur Erhöhung der Vorfreude. … weiter lesen
16.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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In unserem Teil der Welt, der überquillt vor Opulenz, ist dieses Kochbuch, das 1977 bei März erschien ein Fausthieb in die vollen Mägen. »Gott hat die Nahrung erfunden, der Teufel die Zutaten«, schrieb James Joyce. In der Küche der Armen sind Gott und Teufel stets weiblichen Geschlechts, denn bei den Armen gibt es nur die Kochkunst der Frauen.
Das Buch wendet sich nicht an die Liebhaber der Haute Cuisine, sondern an Leser mit ethnologischem Interesse. Was den Band, über die 300 Rezepte hinaus, auszeichnet, ist der umfangreiche Textteil, der den Hintergrund dieser aus Mangel geborenen Rezepte beleuchtet. Die Bedeutung der Nahrungsmittel von der Kokospalme bis zur Meeresalge wird erläutert, Anbaumethoden und Speisegewohnheiten der armen Völker werden geschildert. … weiter lesen
15.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Zu unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
09.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Sexfront war ein Bestseller, insgesamt wurden von den Original- und Lizenzausgaben im Taschenbuch vierhunderttausend Exemplare verkauft. Über diesen kommerziellen Erfolg hinaus ist Sexfront einer der wichtigsten MÄRZ-Titel, weil dieses emanzipative Buch – anders als traditionelle Sexualaufklärungstraktate – mit Vorurteilen und Verboten aufräumte. Salopp gesagt: Sexfront machte die Achtundsechsziger-Generation etwas glücklicher als es die Generationen davor waren.
Zur Entstehungsgeschichte des Buches haben wir bereits vor zwei Jahren Blogs veröffentlicht:
http://blogs.taz.de/schroederkalender/2007/08/07/sexfront-1/
http://blogs.taz.de/schroederkalender/2007/08/08/sexfront-2/
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07.05.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Wenn es die Situation erfordert, handeln wir gern mal als Gutmenschen. Leider sind die Resultate dann oft paradox. Zum Beispiel, wenn ein Dreikäsehoch die Frau, die ihm zur Hilfe eilt, als Vogelscheuche und Hure beschimpft. Über eine solche groteske Begebenheit berichtet unsere heutige Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)