Archive for September, 2009

30.09.2009 von Schröder & Kalender
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Müllstück (1)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert leicht in östlicher Richtung.
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Aus gegebenem Anlass, morgen wird in Mülheim ›Der Müll, die Stadt und der Tod‹ von Rainer Werner Fassbinder aufgeführt, erzählen wir in unserem Blog die Geschichte der ›Notausgabe‹ im eigens dafür gegründeten April, April! Verlag:

Es fing mit der falschen Entscheidung an, die eigentlich eine richtige war, uns in die Kontroverse wegen Fassbinders ›Der Müll, die Stadt und der Tod‹ einzumischen. Bereits Ende Oktober 1985 hatten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zusammen mit ihrem Vorstand Ignatz Bubis die Uraufführung des ›Müllstück‹s in den Frankfurter Kammerspielen verhindert, weil darin das Klischee vom ›reichen Juden‹ kolportiert wird.

Anschließend retteten sich der Intendant Günther Rühle und der Kulturdezernent Hilmar Hoffmann mit einer juristischen Finte in die neutrale Ecke: Sie ließen das Stück als sogenannte ›Wiederholungsprobe‹ aufführen, die nicht öffentlich war und nur mit einer Pressekarte ausgestatteten Kritikern den Eintritt erlaubte. Danach zog der Intendant das Stück ›vorläufig‹ zurück, woraufhin Karlheinz Braun, der Geschäftsführer des Frankfurter Verlags der Autoren und Inhaber der Verlagsrechte, erklärte, er betrachte die ›Wiederholungsprobe‹ als Uraufführung.

Hintergrund dieser für juristische Laien verwirrenden semantischen Spitzfindigkeiten: Erst nach einer Uraufführung, der Premiere, kann ein Stück auf anderen Bühnen nachgespielt werden. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Der Verlag der Autoren wollte das skandalisierte Stück ohne Rücksicht auf die Proteste durchsetzen. Jetzt war nicht nur von Frankfurt die Rede, sondern von Aufführungen weltweit. So sah es Anfang Januar 1986 aus, das kulturpolitische Skandalon sorgte für Schlagzeilen, nur vergleichbar mit der ›Spiegel‹-Affäre, der Ausspähung und dem Rücktritt von Bundeskanzler Brandt, den Flick-Parteispendenprozessen oder eben Kanzler Kohls schwarzen Konten.

Man fragt sich zu Recht, warum ausgerechnet der März Verlag in diese Sache verwickelt wurde, schließlich hatten wir anfänglich nichts damit zu tun. Und auch wir hielten zunächst den Bubis-Protest für eine Überreaktion und waren wie fast alle Intellektuellen der Meinung: Dieses Stück muß aufgeführt werden nach dem Motto: Die Kunst ist frei, eine Zensur findet nicht statt. Wir wußten, dass Gerhard Zwerenz mit Fassbinder befreundet gewesen war und nicht nur in seiner ›Alexanderplatz‹-Verfilmung, sondern auch in anderen Fassbinder-Filmen mitgespielt hatte. Er schrieb auch einen Roman nach dem Film ›Die Ehe der Maria Braun‹, den der ›Stern‹ abdruckte. Was nun das ›Müllstück‹ angeht, wußten wir: Fassbinder wollte den Zwerenz-Roman ›Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond‹ verfilmen, dieses Vorhaben lehnte die Filmförderungsanstalt jedoch ab. Auch eine Dramatisierung des Stoffs durch Fassbinders Schauspielkollektiv scheiterte, daraufhin schrieb er eine eigene Bearbeitung, eben das ›Müllstück‹. Sofort gab es im Römer Proteste, und Fassbinder kündigte kurz darauf am Frankfurter Theater am Turm. Danach erschien das Stück bei Suhrkamp und wurde nach Polemiken von Helmut Schmitz in der ›Frankfurter Rundschau‹ und Joachim Fest in der ›Frankfurter Allgemeinen‹ vom Suhrkamp Verlag zurückgezogen. Wir wußten also ziemlich viel, hatten das Stück aber nicht gelesen, auch den Roman von Zwerenz nicht.

Es ist ja eine weitverbreitete schlechte Angewohnheit von Leuten, die in der Literatursuppe rühren, über Bücher zu reden, die sie nicht gelesen haben, aber irgendwie doch zu kennen glauben. Da sprießen exquisite Stilblüten, wenn zum Beispiel Marcel Reich-Ranicki im ›Literarischen Quartett‹ über Bernward Vespers ›Reise‹, tönte: »Na ja, schon literarisch sehr schwach, der Vesper, glaube ich. Ein Zeitdokument, ja gewiß.« Eben: Glaube ich! Keine Zeile von der ›Reise‹  hatte der Quasselkopp gelesen! Und so ging es mir bei Fassbinders Stück und Zwerenz’ Roman. Ich wußte, genau gesagt, nichts Genaues, hatte aber eine Meinung.

Da geschah etwas Banales, das unser vorgefertigtes Urteil ins Wanken brachte. Barbara kam vom Einkauf im Dorfladen nach Hause, den führte die wortkarge Frau Klein. Ihr gehörte auch die danebenliegende Kneipe, in der Horst Tomayer als Betriebsprüfer sein Bier trank; dieses maulfaule Mensch schmiss fast eine Szene im ›März-Akte‹-Film, das ist so schön peinlich! Tomayer redete auf sie ein, und die stand hinter ihrer Theke still wie ein Stein. Ein grandioser Dialog, bei dem diese Wirtin fast nur »hmmm« sagte. Dieser zustimmende Laut ist bekanntlich modulationsfähig, die größte Bandbreite hörten wir eines Morgens in Bayern, wir lagen noch im Bett. Der Bayerische Rundfunk dudelte weckdienstmäßig ins Halbbewußte, zwischen der Muzak liefen die Berichte vom Tage. Diesmal hatte eine Moderatorin Eltern aufgefordert, beim Sender anzurufen, damit deren Kinder etwas über den ersten Schultag nach den Ferien erzählen. Die Musik wurde runtergezogen, die Frauenstimme fragte: »Na, wie heißt du denn, und wie war dein erster Schultag gestern?« Eine helle Stimme antwortete:

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26.09.2009 von Schröder & Kalender
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Mammut (2)

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.

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Aus einer Besprechung des ›März-Mammut. März-Texte 1 & 2‹ von Diedrich Diederichsen aus dem Jahr 1984, die der ›Spiegel‹ bestellt, aber nicht abgedruckt hatte, ebenso wenig wie die von Rainald Goetz. Aus dem Diederichsen-Text veröffentlichen wir hier eine kurze Passage:

»Herausragend in ‘Mammut’ sind dennoch nicht nur die Schröder-Texte. Der Komplex Terrorismus mit Vespers und Gudrun Ensslins Reisefotoalbum und Wolfgang Pohrts Amnestie-Kampagne und einem Brief über Vesper von Jugendfreund Henner Voss, Gunnar Heinsohns erste materialistische Beschreibung der Hexenverfolgung, der Komplex Psychoanalyse/Otto Groß, Franz Jung etc., der Komplex Upton Sinclair / Henry Ford / U.S.-Anti-Semitismus der 30er Jahre. Man könnte noch viel mehr saugute Texte aufzählen, fast ebensoviel Mystik-Unsinn und moderne Literatur – die den Kampf gegen die Post-Literatur von Schröder, Warhol, Schröders Halbwelt-Spezi Hamlet Kuper, Tom Wolfe etc. so niederschmetternd verliert. Je neuer sie ist, desto schrecklicher ihre Niederlage. Wie peinlich so ein Essay, der fordert, die Literatur möge sich doch überall bedienen und ihre Scheu vor der Trivialität verlieren – ganz neu, hab ich noch nie gehört -, gegen das wirkliche Leben, egal ob es in ‘Mammut’ von einem Aufsatz Charles Darwins oder einer Dummheit Hubert Burdas, aber von der Gestalt wie ein eigener Beitrag behandelt, vertreten wird.

Da Schröder Lebensgeschichte betreibt, betreibt er automatisch auch Wirkungsgeschichte. Gegen Ende von ‘Mammut’ dokumentiert er ein paar Reaktionen auf ‘Cosmic’. In diesem Zusammenhang bringt er, ebenfalls erstmals in Deutsch, einen Ausschnitt aus Tom Wolfes ‘The Electric Kool-Aid Acid Test’, ein Buch, das auch schon fast 20 Jahre alt ist, ‘Die gefrorene Friedensversammlung’. Wolfe erzählt darin, wie Ken Kesey und seine Merry Pranksters in den 60er Jahren absolut punkmäßig eine Friedensversammlung sprengen, absolut aktuell, absolut richtig. Die, die in den 60ern wirklich weit vorn waren, sind es bedauerlicherweise immer noch. Eine Alternative zur liberalen Dummheit hat sich nicht durchsetzen können. Am Ende von ‘Mammut’ steht eine alte Utopie (aus den 60er Jahren) ’1994′, die die Hippies als Agenten des Establishments ausweist. Auch das ist leider wahr geworden/geblieben. Der Weg dahin, dadurch und daran vorbei, die Geschichte der letzten 20 Jahre als Geschichte des Scheiterns steht in ‘Mammut’. Schröder, Warhol und Wolfe haben ihren Humor nicht verloren.«
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Die vollständige Version der beiden Besprechungen druckten wir in unseren ›Vorinformationen für Buchhandel und Presse Juni bis November 1985‹ ab und erlebten eine Überraschung. Die Auflage von 10.000 war sofort vergriffen, wir mußten 10.000 nachdrucken. Diese gingen – kostenlos versteht sich – wieder weg wie die warmen Semmeln. Seitdem sind die März-Vorinformationen 1985 ein Rarum, der seltene Fall einer Werbedrucksache, die heute Geld kostet. Den vollständigen Text von Diedrich Diederichsen kann man auf der Seite der Filmzentrale lesen, als Anhang zur Rezension der ›März-Akte‹, also bitte runterrollen.

›März Mammut. März-Texte 1 & 2. 1969 bis 1984‹. Herausgegeben von Jörg Schröder. Leinen, 1.276 Seiten mit zahlreichen Illustrationen, März Verlag, 1984. 

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Die Mäzenatenausgabe ist noch lieferbar: › März Mammut. März-Texte 1 & 2. 1969 bis 1984, Vorzugsausgabe der Erstausgabe 1984 in 150 numerierten und vom Herausgeber und MÄRZ-Verleger Jörg Schröder dem Mäzen handschriftlich gewidmeten Exemplaren. 1274 S. m. zahlr. Abb. Säurefreies, alterungsbeständiges, 60 g/qm-Papier von Schoeller & Hoesch, Gernsbach. Fadenheftung. Gelber Seidentafteinband mit Blindprägung des Schriftzuges ›Mammut‹ und rote Rückenprägung des Schriftzuges ›MÄRZ‹. Rotes Kapital- und Lesebändchen. 150,00 Euro
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Zum 15jährigen Bestehen von März erschien ›März-Mammut‹. Titel und Themen: Initiation, Vanille, Rote Horizonte, Tiere, Schulkampf, Kernzonen, Kindheiten, Mlle. Brigitte Bardot, Aggression und Widerstand, Hamlet-Chiffren, Schwarze Musik, Gewissensbisse, Wirte und Parasiten, Gott als Frau, Existenzfeste, Terror, Opfer, Rausch, Blutsterne, vom Spiralismus zum Neo-Banalismus, Taubnesseln, Postmoderne, Kokain und Mutterrecht, Joviale Russen, Eingemachtes u.v.a.

›Mammut‹ ist ein dickes Buch. Die erste Vorstellung in den ›März-Zitaten‹ findet man hier, einige weitere werden folgen.

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24.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (11)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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23.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (10)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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22.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (9)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heute nicht
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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19.09.2009 von Schröder & Kalender
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Wenn auch zwei Cover nicht helfen

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
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Günter Seuren wurde 1932 in Düsseldorf geboren und starb 2003 in München. Er  schrieb zahlreiche Hörspiele und Drehbücher für Filme und veröffentlichte u. a. die Romane Lebeck‹, Das Kannibalenfest‹ und ›Die fünfte Jahreszeit‹. Mitte der sechziger Jahre gehörte Günter Seuren zu den Genies des jungen deutschen Films. Nach seinem Roman ›Das Gatter‹ schrieb er für Peter Schamoni das Drehbuch zu dem Film ›Schonzeit für Füchse‹, der in jeder Kulturgeschichte der Republik zum Stichwort ›Bewußtseinswandel Mitte der Sechziger‹ zusammen mit Volker Schlöndorffs ›Der junge Törless‹ und Ulrich Schamonis ›Es‹ auftaucht. Dann, Ende der Sechziger, war bei Günter der Lack etwas ab, er wollte wieder in die erste Reihe, hatte meinen kometenhaften Aufstieg verfolgt, erinnerte sich an unsere alte Freundschaft und signalisierte im Frühjahr 1969 nach der März-Gründung, daß er mit seinem nächsten Roman nicht mehr bei Kiepenheuer und Witsch, sondern bei mir erscheinen wolle. Zur Buchmesse 1970 kam ›Der Abdecker‹ heraus, ein Flop. 1983 wurde der Roman noch einmal bei März veröffentlicht, dieses Mal mit einem anderen Cover.

›Abdecker‹ ist Seurens bestes Buch, darin erzählt er in paranoischer Ernsthaftigkeit, deshalb schreiend komisch, eine Geschichte über eine alte Villa in Zürich, die er in Wirklichkeit bewohnte. Mit seiner Freundin war er dort bei zwei alten Damen untergekommen, die reiche Schwester war die Hausbesitzerin, die arme spielte die Magd. Zwei irre Alte, von mieterquälerischem Wahn besetzt, einer Mischung aus Alterssexualität und Glauben an Außerirdische. Mit diesen imaginierten »Aschtraliern« machten sie das junge Paar kirre. Für uns hatte das einen Überhumor, weil wir wissen, daß Günter seine Geschichten nicht erfunden, sondern genau so erlebt hatte, wie er sie beschrieb.

Ich besuchte ihn 1969 in dieser Villa in Zürich, und mir wurde klar, daß hier kein Autor arbeitete, der sich mit einem irren Stoff beschäftigt, sondern daß er selbst ein Verrückter ist: »Gestern sagte die Alte, sie hätte mich schon im vergangenen Winter mit dem elektrischen Kabel, unter Schnee versteckt, umbringen können.« Du bepißt dich vor Lachen bei dem Buch, typisch für die Muffkaiser – bis auf Adolf Muschg, da muß ich ihn mal loben, er war der einzige, der entdeckte, was für ein großartiges Buch das ist – von Kritikern, die es nicht taten, weder als der ›Abdecker‹ im ersten März Verlag erschien, noch als ich im Verlegerwahn versuchte, ihn im zweiten Anlauf durchzusetzen. Ich Idiot dachte auch noch, daß es am Umschlag gelegen hätte, denn für die erste Ausgabe hatte ich mir etwas Besonderes einfallen lassen und wollte ein Foto von einer nackten Alten. … weiter lesen

18.09.2009 von Schröder & Kalender
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Das reine Lachen

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heute nicht.
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In Karl Marx’ ›Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie‹ findet sich eines seiner meistzitierten Zitate:  »Es gehört zu den geschichtlichen Erfahrungen, dass alle ›überstandenen‹ Phasen der geschichtlich-gesellschaftlichen Entwicklung früher oder später als komisch empfunden werden, mögen sie noch so tragisch gewesen sein. Die erste Form der Erledigung ist die satirische Form, die zweite das reine Lachen. Der tiefere Grund dafür ist, dass Menschen zu der Überzeugung gelangt sind oder immer mehr gelangen, dass die bloßgestellten Zustände überwindbar sind.«

von Susanne Klippel
Foto: Susanne Klippel

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Allerdings bleibt uns gegenwärtig das Lachen im Halse stecken, denn es wiederholt sich in grotesker Aufblähung ein Geschehen, welches die Weltwirtschaft vor ziemlich genau hundert Jahren  bereits einmal an den Rand des Abgrunds  geführt hat. Das Komische an diesem Geschehen ist lediglich: Der Akteur bzw. seine Nachfahren sind identisch. Es handelt sich um den Magnaten John Pierpont Morgan und die heutige… weiter lesen

17.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (8)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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16.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (7)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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15.09.2009 von Schröder & Kalender
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Die spannendste Geschichte unserer Zeit (6)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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Vor 48 Jahren brachte die CDU eine Wahlkampfbroschüre heraus, die heute wie eine Realsatire wirkt. Wir veröffentlichen die rare Drucksache über »den Geist der Gründerjahre« (Angela Merkel) in Fortsetzungen.
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