Archive for Dezember, 2009

25.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (12): In Hölderlins Turm

von Detlef Berentzen

Das Rettende wächst. Still. Ganz still. Nur wenig Schatten.
Und dann wieder Licht.

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21.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (11): “Ralau” in Neukölln

von Detlef Berentzen

Warum nicht auch in Berlin?,…haben sie sich gedacht: was im oberschwäbischen Biberach (Riss) Jahr für Jahr am Heiligen Abend auf dem Marktplatz zur Aufführung kommt, kann doch auch im Neuköllner Exil funktionieren. Dort, wo die Karl-Marx-Straße zum Nahen Osten mutiert, wo in malerischen Hinterhöfen Refugien wie die “Rue Bunte” existieren – eine Künstlerkolonie mit Biberacher Beteiligung. Also wird auch hier ein “Chrischtkindl Ralau” veranstaltet, sprich: ein verpupptes Christkind vom Dach des Nachbarhauses heruntergelassen, um Alt wie Jung, die das Kind singend erwarten, zu beglücken. Dazu dann Punsch, Glühwein, Lebkuchen und kleine Geschenke für jedermann, jedefrau und jedeskind.

Allerdings: Biberacher in Berlin ticken anders. Das Christkind, das am letzten Samstag im Nahen Osten Neuköllns vom Dach herabgelassen wurde, war ein tiefbraunes Jesulein, mit extrem blonden Haaren – eine Puppe eben, drappiert in einem funkelndem Zauberquadrat. Kein Wunder, daß alle auf die Knie fielen und die Kinder mit großen Augen… weiter lesen

14.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (10): Gebrauchte Dichter

von Detlef Berentzen

“AUF DEM TRÖDELMARKT/Bietet einer die Liebe an/Für kein Geld und keinen Betrug….” Eines von Kerstin Hensels (s. Foto) Gedichten beginnt genau und so. Eines von zehn. Man kann sie lesen. Und hören. Auf der virtuellen Bühne von “lyrikline.org”. Und dort liest nicht nur Frau Hensel. Auch Herr Kroetz, Herr Rühmkorf und Frau Erb stehen an der HörBar. Und nicht nur Alte, Ältere machen dort in Dichtung, sondern auch Junge. Und nicht nur deutschsprachige Dichter. Sondern italienische, bosnische, gern auch chinesische AutorInnen zeitgenössischer Poesie……Dichter aus aller Welt. Und seit mehr als zehn Jahren werden es jeden Tag (und jede Nacht) mehr. … weiter lesen

09.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (9): Fakes, Versöhnung und andere Vertriebene

von Detlef Berentzen

Das “Zentrum für politische Schönheit” hat mal wieder die Wirklichkeit korrigiert, einen aufklärenden Fake in die Welt gesetzt und alle, alle kamen: Diesmal geht es Frau Steinbach und den anderen Vertriebenen an den Kragen: “Wir versuchen, die Stiftung in die Gegenwart zurückzukatapultieren. Hier wird gerade die Chance verpasst, an die Verfolgungen im Stalinismus, an die systematischen Vertreibungen in Bosnien-Herzegowina, Ruanda, Kosovo, Darfur und an die Millionen Flüchtlinge zu erinnern, die bis heute unter Vertreibung leiden. Wenn wir aus der Geschichte etwas lernen wollen, dann, dass Flucht und Vertreibung nicht nach Nationalitäten geordnete Anteilnahme und Aufarbeitung erfahren darf”…

Philipp Ruch (Initiator des “Zentrums” und irgendwie schön genug,s. Foto), sein angeblicher “Stiftungssprecher” Dr. Robert Eckhäuser, sowie deren “KomplizInnen” haben namens der gegenwartsresistenten “Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung” eine Pressemitteilung verschickt, die eine radikale Änderung von Kurs und Struktur der Stiftung publizierte – ins global Offene und raus aus der piefigen Enge.… weiter lesen

08.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (8): Poesie im Untergrund

von Detlef Berentzen

“Lieber einen Anzug nach Maß, als eine Gesinnung von der Stange” – wie recht er doch hat, nach wie vor, …der alte Kurt Tucholsky, nach dem sie im Brandenburgischen Rheinsberg ein ganzes Literaturmuseum benannt haben – mit Peter Böthig an der Spitze, der, immer frisch gelockt, dafür sorgt, daß Ausstellungen von Gestanzten und Genormten außen vor bleiben. Installiert stattdessen Opposition, ganz im Sinne “Theobald Tigers”, stellt aus, was querdenkt, sich der Norm verweigert,…präsentiert also auch (außerhalb vom Prenzlauerberg): die “Poesie des Untergrunds”. Damals war’s. In Ostberlin. 1979 bis 1989.

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04.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (7): “Die Untoten reiten wieder”

von Detlef Berentzen

„Zeit für eine andere Gesellschaft!”, “Kapitalismus abwracken!“, „Eat the Bankers!“ – Freunde der Nacht,  da braut sich was zusammen, da sind manche ganz schön wütend, wollen die Welt nicht länger nur interpretiert sehen, sondern sie verändern: Ob der globalen Finanzkrise wird tatsächlich einmal mehr die „Systemfrage“ gestellt. Der untote Marx steht wieder auf, die „Kritische Theorie“ wird reanimiert, selbst die Neoliberalen betreiben das Geschäft der Anpassung an die neuen Verhältnisse. Das Denken ändert scheinbar die Richtung: Mit der Renaissance der Kapitalismuskritik ist allemal viel Neues, viel Bedenkenswertes unterwegs. Man muss nur neugierig genug sein. … weiter lesen

02.12.2009 von Detlef Berentzen
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GoodNewz (6): “tazGeno9000″

von Detlef Berentzen

Mir geht es in meinen “Good Newz” um Menschen und Projekte, die sich gegen den immergleichen Alltag stellen, ihn verändern, Anfänge wagen, sich für Land und Leute engagieren. Es geht um Träume und Visionen. Um Mut und Phantasie. Es  geht darum zu zeigen, daß autoritäre Enge nicht alles ist und radikale Experimente möglich sind.
Als aktuell klammheimlicher Sympathisant der taz, altersmilder Ex-tazzler und ständiger Beobachter der Damen und Herren in der Dutschke-Straße ist das Unternehmen “taz” für mich ein Projekt, das oft genug fröhlich experimentiert und dabei seine Anfänge nicht verraten, sondern sich nur immer wieder nachholend modernisiert hat. Die Entscheidung für die “taz Genossenschaft” war so ein Schritt in die nachholende Moderne. Und als mich neulich mein alter Freund Bernhard Brugger, Steuerberater der taz, anrief, mich auf die Erfolge dieser Genossenschaft aufmerksam machte, haben wir uns, aus aktuellem Anlass, entschieden, gemeinsam die GoodNewz “tazGeno9000″ zu platzieren. Voilà. … weiter lesen