Es gibt sie tatsächlich noch, Moderatoren, die sich unter hohem Druck nicht klein machen lassen. Auch nicht von ihrem dummdreisten “Generaldirektor”, der sie tatsächlich (skandalös genug!) live in der Sendung anruft, um sie vor kritischen Äußerungen zu warnen.
Archive for Januar, 2011
Die “Kältehilfe Berlin” will am 29. Januar eine Elektrosausenreihe starten, im AZZZURO-Tanzwerk. Immer in Verbindung mit dem guten Zweck: ein Euro pro Ticket wird gespendet… (FZ)
Franka Ziegler hat es immer eilig. Obwohl Friedrichshagen so verdammt kurgeeignet ist… Doch da sind ihr Café mit Namen “Mahlzeit”, ihr schwer verfärbtes Atelier, ihr ambitionierter Veranstaltungskalender und nicht zuletzt ihr großes Herz, das helfen will und nicht alleine kann, also: “Nu mach mal, schreib mal auf, wir brauchen Kohle und wollen Obdachlose unterstüzen, mit Klamotten, Decken, Nahrungsmitteln und beheizbaren Flächen, was auch immer!” … weiter lesen
“Seit einem Jahr stellt die Reihe ‘Kino & Kritik’ am Ernst-Bloch-Zentrum Filme vor, die gesellschaftliche und politische Debatten abgebildet bzw. ausgelöst haben. Das können Klassiker der Filmgeschichte sein, aber auch filmische Raritäten, die ungewöhnliche Blickwinkel ermöglichen. “Filme sind die zentrale Kunstform des 20. Jahrhunderts – sie lassen uns die Welt mit anderen Augen sehen” (Frank Degler, EBZ)
Ein wenig erinnert mich die Ludwigshafener Kinoreihe an die Abende im alten Schöneberger “Arsenal: man rief am Nachmittag Freunde an, wickelte sich abends in seinen Parka und schaute dort gemeinsam und fasziniert (wie auch im Bali) extraordinaire Filme an, diskutierte anschließend vor der Leinwand und trug danach, schwer berührt, all die Bilder mit in die nächste Kneipe, nennen wir sie “Weltlaterne”, wo sie immer noch leuchteten. … weiter lesen
Es tut gut, immer ein Gedicht in der Tasche zu haben oder zwei oder hundert. Hundert Berlin-Gedichte zum Beispiel. Mit dem Titel “Berlin, mit deinen frechen Feuern!” Ein kleiner Reclam-Band, paßrecht für die Hosentasche und immer gern und schnell gezückt. In der U-Bahn, auf der Parkbank, im Café und genau wissen: “Drüben im Zwiebelfisch geht er flippern” oder daß auf “Manuskriptsäcken” gut schlafen ist. Ob seines Gebrauchswerts ist das Bändchen schon mächtig zerknautscht, denn schließlich brauche ich sie alle: Benn, Feuchtwanger, Heissenbüttel, Born, Johnson, Meckel, Erb oder eben auch Rolf Haufs. … weiter lesen
“Im Jahre 1809 zeigten sich in Europa zwei sonderbar entgegengesetzte menschliche Naturphänomene: das Eine eine sogenannte “Unverbrennliche”, namens Karoline Kopini, das andere eine ungeheure Wassertrinkerin, namens Chartret aus Courton in Frankreich.
Lene , die “Unverbrennliche”, trank siedend heißes Oel, wusch sich mit Scheidewasser, ja sogar mit zerschmolzenem Blei, Gesicht und Hände, gieng mit nackten Füssen auf einer dicken glühenden Eisenplatte umher. Alles ohne irgendeine Empfindung von Schmerz.
Die Andere trinkt, seit ihrem 8ten Jahre täglich 20 Kannen laues Wasser; wenn sie weniger trinkt, ist sie krank, fühlt Stiche in der Seite und fällt in eine Art von Betäubung – übrigens ist sie körperlich und geistig gesund und war vor zwei jahren 52 Jahre alt.” (“Berliner Abendblätter” vom 9. Januar 1811)
Mal ehrlich, wer braucht ob solcher Nachrichten noch das aktuelle Boulevard? Niemand! Vor allen Dingen deshalb nicht, weil der geneigte Leser in den “Blättern” neben solch lehrreichen… weiter lesen
“Wenn eine Erzählung in sich selber stockt, dann stockt einem auch der Atem. Und das sind Momente einer ganz merkwürdigen Bewußtlosigkeit. Man ist nicht mehr ganz bei sich, man verliert die Sache, nicht nur aus den Augen, sondern auch aus dem Kopf, hält den Atem an und erstickt förmlich dran.” (Peter Härtling)
Für ihn ist Schreiben wie Atmen. Das einstige Kriegskind Peter Härtling sucht und findet in den Figuren seiner Bücher immer wieder neue Gefährten – oft sind es Randständige, Außenseiter, die ihm zu lebenslangen Begleitern werden. … weiter lesen






