Posts Tagged ‘Wolfram Wessels’

08.04.2013 von Detlef Berentzen
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Radio. Ist mehr als das!

von Detlef Berentzen

Wenn wir unser Selbstvertrauen wieder gewinnen, können wir eine ganze Menge tun. Wir müssen den Hörern vertrauen. (Marie Wennersten)

Radio ist mehr als eine Summe von podcasts, die irgendwo im Netz zwecks Download Schlange stehen, allzeit bereit für den nächsten Global Player als atomisierte Möglichkeiten für das Mittelohr all der Suchenden, die wie Wasser, von Klippe zu Klippe geworfen, sich blindlings von einer postmodernen Stunde zur anderen hören, womit wir schon bei Hölderlin wären, da lande ich immer, wenn mir all das Lobgehudel auf Webradio und Zukunft zu viel wird.

Radio will gemacht werden, geplant, entworfen, skizziert, phantasiert, inszeniert werden, es braucht die Sprache, den Klang, den Atem seiner MacherInnen, der es immer wieder neu belebt, in leuchtende Zusammenhänge setzt und vor dem schlimmsten Zeitgeist bewahrt. All die Debatten um derlei Belebungen geschehen viel zu oft Backstage und da ist es gut, daß es hie und da noch Sendungen gibt, die das Radio an und für sich reflektieren, nachfragen, was Radio einmal war, was aus ihm wird, was werden könnte und ob es nicht ein wenig zu schnell gedacht ist, wenn all die irrlichternden Beschleunigungen nun auch noch festgefügtes Programm und eherne Struktur werden sollen. Prima also, daß es so mutige kleine Lowest-Budget-Magazine wie “Mehrspur” (SWR2) gibt, die dem Kulturradio heimleuchten. Zumindest versuchen das Redakteur Wolfram Wessels und sein Team (s. Foto) Monat für Monat, satte (!) 30 Minuten lang – mehr gibt’s nicht, das muß reichen. … weiter lesen

29.01.2013 von Detlef Berentzen
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Die tägliche Dosis Ohrenschmaus!

von Detlef Berentzen

Die große Lüge unserer Zeit besteht aus zwei Sätzen. Der erste:  Du bist ein einzigartiges Individuum, der zweite:  Sei  genau so wie alle anderen auch. Dem Individuum zu helfen, wirklich einzigartig zu sein und das in aller Bescheidenheit, das ist die Aufgabe von Kulturradio. (Jutta Brückner)

Jetzt aber dalli! Die Preisverleihung ist schon übermorgen. Und Wolfram Wessels hat heute schon mit dem Juryvorsitzenden Christoph Buggert über den Preisträger  gesprochen. stellt ihn im Mehrspur-Podcast von SWR2 vor. Was er eigentlich gar nicht zu tun braucht. Wer liest und hört, der kennt ihn auch: Jürgen Becker. Und jetzt der Preis für das Lebenswerk! Den verleihen sie immer wieder gerne und man kann ihn diesmal auch annehmen, immerhin trägt er den Namen des Lyrikers und Hörspielautoren Günter Eich und der kannte sich aus, auch in Berlin: “Bundeseck? /Dazu kann ich nicht viel beitragen/war bloß einmal da, fand das Bier/schlecht, die Buletten dito.” Becker könnte ihn mit seinen ‘Journalsätzen” trösten: “Mittags Apfelpfannekuchen!”  oder mit Buchtiteln wie “Im Radio das Meer!”  Einfach mal zuhören. Wie gesagt, im reflektierten Radio gibt es die nötigen Sätze… … weiter lesen

15.01.2013 von Detlef Berentzen
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Neulich. An der HörBar.

von Detlef Berentzen

Das Persönliche ist eine Haltung. Und die mag ich eben auch als Zuhörer. (Helmut Kopetzky)

Es ist vielleicht schon ein bißchen spät für einen Hinweis auf das “Mehrspur”-Magazin (SWR2) vom Dezember letzten Jahres, aber was und wen Redakteur Wolfram Wessels da in seinen Gesprächen präsentiert hat, bleibt hoch, interessant und ist ja schließlich noch qua podcast zu hören: Zum Beispiel Helmut Kopetzky, der alte Featurekönig,  mit Ein- und Rückblicken auf Formen und Inhalte – eine Audienz, die man und frau nicht versäumen sollten. Dann Johannes Weiß, Wellenchef von SWR2, über das ‘Kulturradio der Zukunft”:
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25.06.2012 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Alles bleibt. Gnadenlos.

von Detlef Berentzen


Digital vorliegende Spuren sind nie wirklich weg. Sie tauchen womöglich irgendwo und irgendwann wieder auf – und explodieren im Extremfall zum Skandal. Auch das Medium der programmierten Vergänglichkeit und Flüchtigkeit, das Radio, hat sich im digitalen Zeitalter entscheidend verändert. Es ist vom gnädigen zum gnadenlosen Medium geworden. (Bernhard Pörksen)

Wieder einer, der das Radio reflektiert – “Mehrspur”, das Medienmagazin von SWR2 macht im Grunde nichts anderes. Lädt Monat für Monat immer wieder Medienprofis ein, sich hörbar zu machen, Perspektiven für die digitale Zukunft des Radios zu entwerfen. Oder auch, um das Jetzt eines längst nicht mehr runden Funks zu analysieren, der durch das Web einen Paradigmenwechsel vollzogen hat: meinetwegen eben auch den “vom gnädigen zum gnadenlosen Medium”. … weiter lesen

08.05.2012 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Erinnern. Wiederholen. Durcharbeiten!

von Detlef Berentzen

“Unablässig stürzen Informationen, Bilder und Klänge auf die Mediennutzer ein und setzen sie dauernden Schocks aus. Immer kürzer werden die Botschaften, die auf diese Weise übermittelt werden, immer fragmentarisierter die Zeiten der Wahrnehmung, und immer nachhaltiger wird ihr Vermögen zerstört, Zusammenhänge herzustellen. Dieser Entwicklung wird das Kulturradio Widerstand leisten müssen. Es muss eine perforierte Wahrnehmung aufgreifen und ihre Verletzungen durcharbeiten.” (Hans-Joachim-Lenger)

Kulturradio. Widerstand.  Voilà, dann mal ran und all die “Verletzungen durcharbeiten”! Es gibt genug davon. Das hört sich grausam an, aber irgendwie auch sensibel und hat den alten Sigmund Freud auf der zukünftigen Tagesordnung  – “Erinnern. Wiederholen. Durcharbeiten.” Wiederholt wird ja überall genug, das weiß auch Hans-Joachim Lenger: In Zeiten, in denen “Radio-Retter” die öffentlich-rechtliche Bühne entern müssen, ist Gefahr im Verzuge. Und dennoch braucht es mehr als die Sehnsucht nach dem alten Status Quo. Der Hamburger Philosoph postuliert in seinem Beitrag für das aktuelle Medienmagazin “Mehrspur” (SWR2)… weiter lesen

12.04.2012 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Endlos schleifender Unterdruck!

von Detlef Berentzen

“Also Radio. Das war immer meins. Als Kind schon. Ein Kontakt zur weiten Welt. Das Beste: Eine leichte Grippe haben. Nicht zur Schule gehen. Im Bett bleiben. Und Schulfunk hören.Man wurde sogar klüger dabei. Aber das war nicht das Wichtigste.” (Tom Schimmeck)

Jetzt werden beim Medienmagazin “Mehrspur” (SWR2) also keine “medialen Säue”  mehr durch die Dörfer gejagt, sondern Erfahrungen abgefragt. Solche, die man mit dem Radiogerät macht oder auch gemacht hat – mit irgendeinem Grundig-, Blaupunkt-, Telefunken-  oder Philipsgerät, aber gern auch actualiter mit dem iPhone oder dem webradio. Kurzum: Redakteur Wolfram Wessels lässt illustre Zeitgenossen über ihre RadioDays berichten und schafft so eine neue Rubrik für sein Magazin. Diesmal Tom Schimmeck: … weiter lesen

18.01.2012 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Alles neu! Demnächst schon!

von Detlef Berentzen


Die Qualität eines Radioprogramms wird sich in Zukunft, zumindest für ein bestimmtes Segment von Angeboten, zunehmend über die Merkmale Nischeninteressen, soziale Bindung und Selbstwirksamkeitserfahrung definieren. (Golo Föllmer)

Es hat einmal mehr Spuren hinterlassen, dieses Magazin mit Namen “Mehrspur” (SWR2). Und mal wieder Radio reflektiert. “Mehrspur” ist zwar livehaftig bereits am letzten Sonntag gelaufen, aber das hat ja im Zeitalter von Podcast und Nachhörkultur (just click the link) gar nichts mehr zu sagen. “Alles ist in Bewegung!”, verkündete Redakteur Wolfram Wessels (im Beisein seiner Kollegin Anja Brockert) im sonntäglichen Äther: “Altes bricht zusammen, vor allem aber  bricht Neues auf”, was wiederum nichts Neues ist: It’s the end of the world as we know it! Und das schon lange.

Nehmen wir also Golo Föllmer. Der firmiert im Netz und an der Uni Halle als “Onlineradiomaster” und hat für Mehrspur darüber nachgedacht, welche wesentliche Frage die Altvorderen im Radio wohl als nächste zu beantworten haben: “Wie können Radio-Professionals konstruktiv damit umgehen, dass sie in Zukunft nicht mehr allein entscheiden, was die Qualität des Radios ausmacht, sondern zusammen mit ihren Hörern?”…mit denen sie soziale Netzwerke bilden und nächtens in deren Nischen kuscheln. Warum nicht? … weiter lesen

28.12.2011 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: “Typisch deutsch”

von Detlef Berentzen

Das war nicht ihr letztes Wort: “Wir können alles. Außer deutsch.” Von wegen. Seit Mitte Dezember explorieren Badener und Württemberger das restliche deutsche Land, die deutsche Stadt, die deutsche Musik, den deutschen Witz, die deutsche Literatur, bieten den Stämmen anderer, entlegener germanischer Provinzen sogar einen deutschen Sprachkurs an – Dozent: Kevin Chen, ein ziemlich ausgewachsener Taiwanese. Kurzum: SWR2 inszeniert Deutschland. … weiter lesen

05.11.2011 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Gegen die kalte Routine!

von Detlef Berentzen

“Wer unsere Radio-Features hört, schenkt uns 40 Minuten Lebenszeit. Und wir müssen dafür sorgen, daß er dafür etwas zurückbekommt. Und das wichtigste ist, daß der Hörer es verstehen, der Geschichte folgen kann. Erst dann kommen die ästhetischen Parameter wie szenische Umsetzung, Dramaturgie, Erzähler und Musik.” ( Liam O’Brien)

Eine der neuen “Spuren” führt zum “Prix Europa”. Die seit 25 Jahren existierende Leistungsschau der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehredaktionen fand in Berlin (s. Foto) und in der letzten Woche statt. … weiter lesen

08.10.2011 von Detlef Berentzen
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RadioNewz: Alles kollektiv. Und interaktiv.

von Detlef Berentzen

„Große Treffen, aufregende Veranstaltungen, Radiomachen als Teil des Lehrplans, all das ist möglich. Aber es kann nur dann erfolgreich sein, wenn es auch wirklich inspirierend ist. Wir brauchen eine neue Radiophilosophie. Ich habe nicht die Absicht, Radio nur um seiner selbst willen, isoliert von den anderen Medien, zu propagieren. Das ist wirklich überholt.“ (Josephine Bosma)

Eindeutig “Mehrspur”. Und auf der Überholspur. Das sonntägliche,  leider nur monatlich ausgestrahlte SWR2-Medienmagazin antizipiert wieder mal neue Formen des Radiomachens. Redakteur Wolfram Wessels hat den Medientheoretiker Geert Lovink aus Amsterdam eine radiophone Zukunft entwerfen lassen, in der nicht nur jeder ein Künstler, sondern irgendwie auch ein Autor ist: per Smartphone und Skype enstehen Radionetze, in denen HörerInnen eigene Programmbeiträge liefern, die live importiert zu Elementen globaler Radioparties (s. Foto) werden – alles kollektiv und interaktiv. … weiter lesen