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22.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Blur bei den Brit Awards & Gallagherisms: Noel Gallagher trinkt Friedensbier mit Damon Albarn und empfiehlt Radiohead ihren Drummer zu feuern

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In seinem jüngsten Interview mit dem NME begräbt Ex-Oasis-Mastermind Noel Gallagher nicht nur das Kriegsbeil mit dem alten Britpop-Rivalen Damon Albarn (für die Hintergründe der alten Britpop-Schlacht siehe auch hier), sondern ist gar voll des Lobes. Nicht so gut kommen dagegen Radiohead weg, auch wenn sich Noel noch zu einer Relativierung durchringt:





NME: Damon Albarn or Thom Yorke: which of the two would you rather collaborate with?

Noel Gallagher: Oh, Damon. We’d never been in the same room for maybe 10 or 15 years. And I always said to myself that if I ever was, I’d go and say “Fucking hell, alright man?” and shake his hand and let bygones be bygones. So, anyway, we were out at some nightclub a couple of months ago, and I was going to the bar. Turned the corner and bumped… weiter lesen

22.02.2012
Aus aller Welt

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Rami ist tot. Tribut an einen syrischen Youtube-Helden

aus mini_icon_blogname Arabesken

Es ist schwer bis unmöglich sich ein Bild zu machen, was in Syrien derzeit los ist. Ausländische Journalisten können sich nicht frei im Land bewegen. Die Berichterstattung hängt zum großen Teil davon ab, was die Aufständischen selbst filmen und nach Draußen schmuggeln.

Es gibt viele kaum bekannte Helden dieser gefährlichen Dokumentationsarbeit. Einer von ihnen war Rami al-Sayed, der sein Leben dafür riskiert hat, auf seinem Youtube-Kanal Syriapioneer der Welt zu zeigen, was in Syrien und in seiner Heimatstadt Homs passiert.  Seine Videos wurden immer wieder von großen Fernsehsendern wie BBC oder Al-Jazeeera ausgestrahlt

 

Am Dienstag kam er bei einem Granatbeschuss der syrischen Armee selbst ums Leben. Er hat dieses Ende vorausgesehen. In diesem Video spricht er während der ersten Angriffe auf Homs und erklärt, dass er jederzeit erwartet selbst zu sterben.

 

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Hier eines seiner mutigen Videos in dem er die Angriffe dokumentiert hat.… weiter lesen

29.12.2010
Kultur & Unterhaltung

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Die zehn besten Songs 2010

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10. Belle & Sebastian: I Want The World To Stop

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Ach wie groß waren die Hoffnungen auf eine Rückkehr zu alter Klasse, als Belle & Sebastian ihren Northern-Soul-Knaller “I Want The World To Stop” als erste Single des neuen Albums veröffentlichten. Nicht einmal die melodische Ähnlichkeit zu Gigi D’Agostinos “La Passion” konnte unsere Füßlein still bekommen, tanzen wollten wir, in unseren schönsten Anzügen!

9. CEO: Come With Me


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Wer in den letzten Jahren nach krediblem Pop, der überhaupt nicht erwachsen sein wollte, sondern Riot! schrie, ausschau hielt, musste zwangsläufig über die beiden Schweden von Tough Alliance stolpern. Als mit Eric Berglund die eine TA-Hälfte nun 2010 sein erstes Solo-Album unter dem Namen CEO veröffentlichte, war die Spannung groß und tatsächlich, “Come With Me” war eine der besten Singles des Jahres und hatte ein wunderbares, verstörendes Video.
Der beste Nummer 1 Song des Jahres, der nie in den Charts war. Bitte liebe Fernsehmusikredakteure: einmal “Come With Me” bei Germanys Next Top Models Wok-WM im Hintergrund laufen lassen und wir haben endlich wieder einen Nummer 1 Hit aus einer besseren Welt.

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12.04.2011
Kultur & Unterhaltung

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Sons Of Anarchy: When Villains become Heroes.

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Auch im Jahr für Jahr progressiver werdenden US-Fernsehen war Sons Of Anarchy eine Besonderheit – waren hier die Helden doch tatsächlich nach allen moralischen Standards Bösewichter: eine Rockerbande nach Art der Hell’s Angels, die ihr Auskommen mit Waffenschmuggel und Pornoproduktionen betreibt und dabei über Leichen geht (und um Tyler The Creator zu zitieren: it’s not a figure of speech…). Ein Anführer, der “für den Club” bereit ist, eigene Mitglieder umzubringen. Ein Polizeichef, der sich von der Rockerbande bezahlen lässt und offen korrupt ist. Ein Bundespolizist, der seine Exfreundin vergewaltigt. Gut und Böse sind in Charming, dem Ort, in dem Sons Of Anarchy spielt, nicht vertauscht, sondern gar nicht mehr als Gegensätze vorhanden.

“If you love the man, you learn to love the club”

Dass es Serienerfinder Kurt Sutter dennoch gelingt, Empathie für die einzelnen Figuren zu erzeugen, ist natürlich umso bewundernswerter, weil Sons Of Anarchy nicht den semi-ironischen Ton der Sopranos pflegt, sondern bitterernst ist (was man der Serie auch am ehesten vorwerfen kann – andererseits: bei Jack Bauer hat man auch nie gelacht und dennoch war “24″ die Serie der Nullerdekade).

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Nach einem etwas mauen Start, in dem ein Vater-Sohn-Konflikt Haupttreiber der Handlung ist, entwickelt … weiter lesen

21.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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notyourpresident

aus mini_icon_blogname Wortistik

Wenn Disskussionen heiß laufen, kommt meist jemand leicht genervt dazu und sagt: “Hier ist schon alles gesagt worden, aber eben noch nicht von allen.” In der aktuellen Debatte um Gauck ist es genau umgekehrt: Es ist schon von allen gesagt worden, aber eben noch nicht alles. Dem Möbchen, das sich einen daran abtwittert, Joachim Gauck mit Zitatfetzen als herzlos, faschistisch, antisemitisch, neoliberal, revisionistisch oder gar Stasi-Spitzel zu entlarven (keine Links dazu – don’t link the trolls), wurde zwar vielfach anhand des jeweiligen Zitatkontextes nachgewiesen, dass das so nicht stimmt (am bislang besten von Patrick Breitenbach), doch an den meisten prallen alle Appelle an wenigstens halbrationales Argumentieren und mehr oder weniger ordnungsgemäßes Zitieren (am bislang besten von Sascha Lobo) ab: #notmypresident, basta (am bislang unappetitlichsten und bedauerlichsten, weil in einem von mir sehr geschätzten Qualitätsmedium, bei Deniz Yücel).

Ich wollte es… weiter lesen

22.02.2012
Aus aller Welt

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Justiz-Drama: Richter will ungeborenes Kind nicht vor “Ehrenrache” schuetzen

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Das Gericht in Dordrecht will eine junge Schwangere nicht vor ihrer Familie schuetzen, obwohl die Jugenamt befuerchtet, dass ihre Verwandten ihre Abtreibung auferzwingen wollen. Motiv: sogenannte Ehrenrache.

Die Behörden wollten sie an einem geheimen Ort wenigstens so lang verstecken, bis das Kind geboren ist. Der Richter sagte, dass der Fötus mindestens 24 Wochen alt sein muesse.

Jetzt befürchten die Behörden, dass das ungeborene Kind mit Tritten oder einer anderen Gewalt-Methode entfernt werde.

21.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (478): Joachim Gauck

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“Als Pfarrer mit Reiseprivilegien begann Gauck ziemlich genau zu dem Moment lautstark gegen die DDR zu protestieren, als dies nichts mehr kostete, um sich hernach mit umso größerem denunziatorischen Eifer an die Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu machen. (…) Freilich hat sich Gauck nicht erst nach seiner gescheiterten ersten Kandidatur ideologisch zwischen Martin Walser, Erika Steinbach und Stefan Effenberg verortet. Ein reaktionärer Stinkstiefel war er schon vorher.


So mag der künftige Bundespräsident keine Stadtviertel mit “allzu vielen Zugewanderten und allzu wenigen Altdeutschen”, will das “normale Gefühl” des Stolzes aufs deutsche Vaterland “nicht den Bekloppten” überlassen, missbilligt es, “wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird”, besteht darauf, dass der Kommunismus “mit ausdrücklichem Bezug auf die DDR als ebenso totalitär eingestuft werden muss wie der Nationalsozialismus”, trägt es den SED-Kommunisten nach, das “Unrecht” der Vertreibung “zementiert” zu haben, indem “sie die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten”, und fragt – nicht ohne die Antwort zu kennen –, “ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen”.

Einem Apparatschik wie Wulff hätte man es hundertmal um die Ohren gehauen, Leichenberge mit Aktenbergen zu verwechseln oder alleinerziehenden Stützeempfängerinnen mangelnden Schwung vorzuhalten.
(…)

Deswegen merkt auch kaum jemand, wie viel antidemokratisches Ressentiment im Gerede vom “Konsenskandidaten” steckt, das Gauck ins Amt tragen wird; wie viel von der autoritären Sehnsucht wenn nicht nach dem Führer, so doch wenigstens nach dem Kaiser, der mit sonorer Stimme und nachdenklicher Miene vermeintlich tabubrecherische, in Wahrheit aber gefällige Ansichten zum Besten gibt.
(…)

Schade ist nur, dass er nicht gleich am Donnerstag auf der Gedenkfeier für die Opfer der Nazimorde anstelle von Wulff in die Bütt gehen wird. Andererseits: Der nächste Dönermord oder eine andere Gelegenheit, um Ausländern die Meinung zu geigen, Verständnis für die Überfremdungsängste seiner Landsleute zu zeigen, die Juden in die Schranken zu weisen und klarzustellen, dass Nationalsozialisten auch nur Sozialisten sind, findet sich ganz bestimmt.”

(Deniz Yücel wettert in der TAZ mit verlässlichem Furor gegen den neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck)

Edit: Hier übrigens eine ausführliche Analyse der oben genannten Zitate, die inhaltlich vielleicht erwähnt werden sollte.

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20.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Berlinale (7): This Ain’t California über die Skateboard-Szene der DDR und Young & Wild aus Chile

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This Ain’t California

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1. Der Film in einem Satz:

Skate Or Die.


2. Darum geht‘s:

Unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit hatte sich auch in der DDR in den 80ern eine kleine, aber feine Skateboard-Szene etabliert. Mehr noch als ihre Sportskameraden im Westen war Skaten ein subversiver Akt, mit dem der kommunistische Staat so seine Probleme hatte. Erst versuchte man die Skater zu verbieten, später zu domestizieren – beides gelang nie wirklich. This Ain’t California erzählt die Geschichte der DDR-Skate-Szene und entwickelt sich von einem generellen Überblick zu einem sehr persönlichen Portrait des Skaters mit dem Spitznamen “Panik”.
Als er – nach verschlungenen Nach-Wende-Wegen – in Afghanistan als Bundeswehrsoldat stirbt und sich die ehemaligen Skate-Kumpels auf seiner Beerdigung wieder treffen, bietet das den Rahmen, um die Geschichte von Panik und des DDR-Rollbrettfahrens nachzuerzählen.

This Ain’t California beeindruckt nicht nur mit seinen skurillen,… weiter lesen

24.08.2008
Kultur & Unterhaltung

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7 Ways to Shield Bees

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Leider können wir das Lied nicht hochladen, da unser Speicherplatz beschränkt ist.


Katinka Schröder schickte uns das neue ›Biene Maja‹-Lied und folgenden Text:

***

Neither Government Nor Farmers Are Looking Out for Bees. Someone Has To
by Kim Flottum

***
The Colony Collapse Disorder front has been more quiet than not for the past few weeks, plus, beekeepers are scrambling to get late summer work done before the crush of fall harvesting takes over their lives and some summer things don’t get done at all. Like making hay, it’s best to get bee work done when the sun shines and the weather cooperates. But commercial operations often must ignore that rule since they don’t get make-up days, do-overs or time-outs. … weiter lesen

17.02.2011
Aus aller Welt

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Polizei räumt „Platz der Perle“ in Bahrain

aus mini_icon_blogname Arabesken

Die Szenen erinnern sehr an den Tahrir-Platz in Kairo. Um drei Uhr morgens griff die Polizei den Platz der Perle in Manama, der Hauptstadt von Bahrain an, auf dem sich die Demonstranten gestern mit Zelten eingerichtet hatten. Nach Angaben der Demonstranten soll es mindestens zwei Tote gegeben haben. Hier ein Video, das den Beginn des Angriffs zeigt.

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Hajj Ali, einer der Toten

Ein Sprecher des Innenministeriums in Bahrain lies verlauten:

Die Versammlung auf dem Platz der Perle war nicht legal, führte zu Verkehrsproblemen und schadete dem Interesse der Menschen”

Wie in Ägypten scheinen die arabischen Führungen nur eine Antwort auf die Proteste zu kennen und wie in Ägypten wird es ihnen am Ende nichts helfen.

Heute muss man auch die Lage in Libyen genau beobachten. Dort ist ein Tag des Zorn ausgerufen.



22.02.2012
Aus aller Welt

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Amerigo, America

aus mini_icon_blogname Latin@rama

Ein bedauerlicher Irrtum? Eine Ironie der Geschichte? Oder doch mehr als ein Zufall? Noch immer streiten sich manche Gelehrte, ob der amerikanische Kontinent seinen Namen zu Recht nach Amerigo Vespucci (1451-1512) trägt – jenem Kaufmann und Seefahrer, der heute vor 500 Jahren gestorben ist.

Fest steht: Wie sich die Europäer in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts die “Neue Welt” vorstellten, geht maßgeblich auf die in vielen Variationen erschienenen Reiseberichte Vespuccis zurück.

1507 veröffentlichte der Freiburger Kartograf Martin Waldseemüller seine Weltkarte, auf der sich zum ersten Mal die Bezeichnung “America” findet – dort, wo heute Brasilien liegt. Begleitet wurde die kunstvoll gestaltete Weltkarte von 2,28 mal 1,25 Metern Größe von einer Einführung in die neue Weltkunde des Entdeckungszeitalters und einer kleinen Globus-Segmentkarte. Die gedruckten Einzelteile ergaben – ausgeschnitten und auf eine Holzkugel geklebt – einen Globus.

Waldseemüller und sein Kollege Matthias Ringmann begründen in dieser… weiter lesen

06.02.2012
Aus aller Welt

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“Besoffene Oma” auf Terrorfahrt in Alkmaar

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Es war einer dieser kalten Winter, als sich im nordholländischen Alkmaar – Stadt von Rudi Carell! - ein kleines Drama vollzog. Eine 72jährige Frau wurde von Ordnungshütern dabei ertappt, wie sie gegen 10:00 sturzbetrunken mit ihrem Auto einen Bus rammte. Nun hätten die Polizisten es ja gern gesehen, wenn die “besoffene Oma” (Website PowNed) ausgestiegen wäre. Dann hätte man ihr bsw. den Führerschein wegnehmen können.

Aber das nichts für die Dame, die sofort auf den Straßen des ansonsten beschaulichen Käsestädtchens Amok fuhr. Sie rammte einen Pfahl, flog fast aus der Kurve und auch als die Polizei sie einkesselte, wollte sie von ihrer Terroraktion nicht lassen! Sie raste nach Hause.

Als die atemlosen Polizisten sie dann dort endlich zur Rede stellen wollten, saß sie schon wieder an einer Flasche Jenever. Doch noch bevor der weiter lesen

22.02.2012
Medien

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Literatur Limarisch…

aus mini_icon_blogname Der Datenscheich

Ein Debüt, das aufgeht wie eine Nova – und die gelungenste Kombination von SF und Fantasy, die mir bislang untergekommen ist. Dieses junge Mädchen schreibt wie ein alter Sack – die Koryphäen der Literaturgattungen sollten sich warm anziehen…!

Mag sein, daß man meine Begeisterung als überschwänglich empfindet, doch der erste Teil der “Chronicles of Limarå”, der unter dem Titel “2044 – Deine Seele, Dein Blut” im ChaWila Verlag erschienen ist und die ersten drei Tage dieses Epos umfaßt, hat mich davon überzeugt, daß mit Katrin Weiland ein neues Talent die Szene betreten hat, welches Maßstäbe setzt.

Rasante Action-Szenen wechseln sich ab mit einer liebevoll-sanften und fast spirituellen Sicht auf den Planeten und das Universum. Die kosmische Größe umfaßt dabei mehrere Galaxien, während die Einzelcharaktere von eindringlicher Individualität sind – und sich auf Anhieb einen Platz im Herzen von Leserin und Leser erobern.

Und wie sieht es 2044 auf unserer… weiter lesen

06.09.2010
Kultur & Unterhaltung

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Eindrücke der ReclaimYourCity-Ausstellung im Neurotitan

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Ich war nun endlich in der ReclaimYourCity-Ausstellung im Neurotitan mit dem Untertitel “urban art? streetart? stadtkollektivierung!” …Es hat mir dort echt gut gefallen. Hier sind die fotografischen Eindrücke meiner persönlichen Highlights (heute endlich mal wieder ein Artikel mit vielen, vielen bunten Bildern!):

Die von “Brainsen Comix” gestaltete Ecke…mit sehr witzigen Details. Wie zum Beispiel der Opi mit dem tätowierten Herzen auf’m Po, wo das Inge durchgestrichen ist…und nun Uschi bleibt.

…oder das “Google Beach View”-Mobil … weiter lesen

27.10.2010
Aus aller Welt

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Schnellste Achterbahn der Welt wird heute in Abu Dhabi eröffnet: Ist das noch auszuhalten?

aus mini_icon_blogname Arabesken

Eine Geschwindigkeit von 240 km/h soll sie erreichen und das Gefühl eines Formel 1 Fahrers während des Rennens imitieren. Die Formula Rossa Achterbahn  wird heute im Ferrari World, dem größten In-Door-Vergnügungspark der Welt eröffnet. Von 0 fast 100 beschleunigen deren Wagen in nur zwei Sekunden. Die G-Force, also die physikalische Größe der Beschleunigung relativ zum freien Fall erreicht 1,7 Gs.

Adrenalin pur.

Hier ein kleiner Werbefilm in dem sich die Schaffer der Achterbahn selber feiern.

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Offensichtlich hat auch die letzte Finanzkrise die Golfemirate nicht in ihrer Gigantonomie gebremst. In Dubai war im Januar das höchste Gebäude der Welt eröffnet worden und jetzt im benachbarten Abu Dhabi die schnellste Achterbahn. Am Golf  träumen sie immer noch vom Übermorgenland, in einer Zeit in der das Übermorgen eigentlich von einem weiseren Umgang mit den knappen Ressourcen gekennzeichnet sein müsste. Es wird wahrscheinlich nicht mehr… weiter lesen

12.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Berlinale (2): Formentera von Ann-Kristin Reyels und Mondnazis in Iron Sky

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Iron Sky (Regie: Timo Vuorensola)

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1. Der Film in einem Satz:

Stillgestanden, die Mond-Nazis kommen!



2. Darum geht‘s:

1945 gründeten die verbliebenen Nazis eine Kolonie “on the dark side of the moon”. Nachdem sie eine Mond-Expedition von US-Präsidentin Sarah Palin als Angriff verstanden haben, entsenden sie einen Expeditionstrupp auf die Erde. Die PR-Beraterin von Palin weiß natürlich, dass nichts so sehr eine Wiederwahl sichert, wie ein zünftiger Krieg – am besten noch gegen Nazis, waren die doch “die Einzigen, die wir Amerikaner jemals in einem fairen Kampf besiegt haben”.

Die Skandinavier haben ein Faible für kuriose Nazigeschichten, man denke nur an den Nazizombiehorrorfilm “Dead Snow”. Das Beste an “Iron Sky” ist tatsächlich auch die Absurdität der Grundgeschichte. Ansonsten ist er eigentlich schon zu gut gemacht, um noch den Trash-Connaisseur in uns anzusprechen. Die Lacher sind dann doch eher dünn gesät und die Zeichnung der… weiter lesen

18.10.2010
Kultur & Unterhaltung

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“Im Osten was Neues”

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

DDR-Arbeiterporträt 1

Übermorgen findet eine Vorstellung des Buches von Annette Jensen über die Ostbetriebe nach der Wende statt: am 20.10 also um 19 Uhr 30 im taz-café. In der Vorankündigung heißt es: “Politisch war die Deutsche Einheit schnell unter Dach und Fach – wirtschaftlich nicht. Einen erheblichen Anteil daran hatten Währungsunion und Treuhand. Wie haben die Menschen in den Betrieben Wende und Absturz erlebt? Was ist aus ihnen geworden? Annette Jensen hat eine Geschichte von unten geschrieben. ”

Mit der Autorin diskutieren werden dabei der letzte Betriebsratsvorsitzende des Ostberliner Werks für Fernsehelektronik (WF) Wolfgang Kibbel und die Wirtschaftsredakteurin der taz Ulrike Herrmann.

DDR-Arbeiterporträt 2

1996 berichtete ich über das Werk für Fernsehelektronik in Oberschwöneweide:

Oberschweineöde, so nannten die Arbeiter das Industriegebiet Oberschöneweide im Berliner Bezirksteil Köpenick zu DDR-Zeiten. Heute ist es dort noch öder: Viele Läden stehen leer, Häuser sind “ausgewohnt” und vernagelt. Das Fabrikgelände an der Spree… weiter lesen

22.02.2012
Medien

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Photo Guide Februar

aus mini_icon_blogname Photo Guide

Diesmal mit Fotos von Hannes Kilian , Bertien van Manen und Gewinnern des World Press Photos Awards aus Amsterdam..

Eine Frau hält einen verwundeten Verwandten in ihren Armen,

Saana, Jemen 2011 © Samuel Aranda

Winner World Press Photo 2012

18 Oktober 1977. Andreas Baader Gerhard Richter : Panorama.

Neue Nationalgalerie Berlin 2012 … weiter lesen

19.12.2011
Kultur & Unterhaltung

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Lieblingsrezept: Seitan

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

In Südafrika, bei 35 Grad, hat Tischgespräch-Autorin Anke es mitunter nicht leicht, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Doch wenn sie an den leckeren, veganen Rollbraten vom letzten Mahl denkt, klingen die Glöckchen. Ein Rezept zum Fest.

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17.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Kairo-Virus 138

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

 

Tahrirplatz -  Januar 2012

Libyen-Veranstaltung

Heute zeigt das Kino Babylon Mitte um 20 Uhr den Film »Win or Die – Voices from the Libyan Revolution«. Im Rahmen dieser Premiere soll auch eine Diskussionsveranstaltung stattfinden, an der unter anderem der 29jährige Muhamed Ben Dala, der als Unfallchirurg in Berlin arbeitet, sowie Miftah Saeid (26), der in Bengasi Wirtschaftswissenschaften studiert, teilnehmen werden. Beide haben am Aufstand gegen Gaddafi teilgenommen.

Die Jungle World sprach mit ihnen über ihre Einschätzung der aktuellen Lage:

Wie lebt es sich in einem Libyen ohne Muammar al-Gaddafi?

Ben Dala: Die Leute protestieren jetzt gegen alle möglichen Dinge. Sie demonstrieren gegen Korruption, für Frauenrechte, gegen die unkontrolliert im Umlauf befindlichen Waffen, gegen den Nationalen Libyschen Übergangsrat. Sie wollen, dass ihre Stimmen gehört werden. Das ist etwas völlig Neues.

Saeid: Früher war es eine Frage von Leben und Tod, Gaddafi zu gehorchen. Tatest du das nicht, konntest du… weiter lesen

22.07.2008
Kultur & Unterhaltung

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Chris Martin: Coldplays Viva La Vida = Michael Jackson

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02.01.2010
Kultur & Unterhaltung

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TATORT: Weil sie böse sind

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds


Wer am morgigen Sonntag, 3.1.2010, um 20.15 Uhr zur Reformbühne Heim & Welt (mit Ahne, Jakob Hein, Uli Hannemann, Falko Hennig, Uli Hannemann, mir sowie den Gästen Jacinta Nandi und Marco Tschirpke) ins Kaffee Burger kommt, sollte den Video-, DVD- oder Online-Rekorder vorher scharfstellen, um den sehenswerten TATORT “Weil sie böse sind” nicht zu verpassen, den ich vorab für den Tatort-Fundus besprochen habe:

Was für ein Jahreswechsel! Hatte letzte Woche der SWR mit dem Fall „Altlasten“ des Stuttgarter Teams noch einen echten Höhepunkt des TATORT-Jahres 2009 gesetzt, folgt nun der HR mit dem nächsten Paukenschlag und eröffnet den TATORT-Reigen 2010 mit einer Folge, bei der die kommenden Filme des Jahres Schwierigkeiten haben dürften, mitzuhalten.

Denn der vorletzte Fall für das einerseits mit reichlich Preisen und Kritikerlob bedachte Frankfurter Team um die immer leicht an der Borderline tanzende Kommissarin Sänger und dem raubeinigen Kommissar Dellwo,… weiter lesen

25.12.2010
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (382): Lil Wayne

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Auf der anderen Seite des Atlantiks wurde vor allem Lil Waynes Ausflug in das Rockbusiness als einer der niederschmetternden Momente des Jahres wahrgenommen. Unter anderem die Village Voice und AV Club im Folgenden:

“Yet the hottest label around also released one of the year’s biggest flops in Rebirth, a long-threatened, shockingly awful attempt at a rock album by Lil Wayne, who has no business singing or banging away at the few chords he’s learned on electric guitar. Rebirth is an album of fantastic miscalculation, a lobotomized slab of ’80s hard-rock cheese from an artist who seems to have gotten most of his ideas about rock ’n’ roll from David Lee Roth-era Van Halen music videos.”

(AV Club über das Rockalbum des Hip-Hop-Stars Lil Wayne)

“Lil Wayne’s rock album was as “eagerly anticipated” as tax season, a divorce court hearing, or the icy embrace of death itself. Watching the gifted rhymer

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27.10.2011
Aus aller Welt

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Verona geht ins Porno-Business – bizarre Wendung im Leben einer Turnerin

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Verona van de Leur geht zum Gericht

Verona van de Leur gewann bei den Turn-Europameisterschaften im Jahr 2002 fünf Medaillien – danach gings abwärts. 2008 beendete sie ihre Sport-Karriere – und jetzt beginnt sie eine neue. Und zwar in der Porno-Industrie, schreibt das Algemeen Dagblad.

Ihre Geschichte erinnert mich an der amerikanischen Eiskunstläuferin Tonya Harding, die ihren Ehemann mit einer Eisenstange zu ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan schickte. Sie wurde gesperrt und machte danach allerlei Blödsinn, bsw. boxte sie. Sie konnte den Mangel an sportlichem Erfolg nicht verkraften – und so geht es Verona van de Leur wohl auch.

Im Mai diesen Jahres wurde sie veruteilt, weil sie versucht hatte, ein Paar zu erpressen. Sie wollte 2000 Euro haben, oder sie würde verraten, dass diese fremdgehen würden. Auch von Kinderporno war die Rede, weiss das Algemeen Dagblad, aber es gab keine… weiter lesen

08.02.2011
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (392): Christiane Rösinger über Til Schweiger und die “romantische Komödien”

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“Ein sehr nützlicher Imperativ bei der Gruppendiskussion “Welcher Film?” lautet dabei: “Meide die romantische Komödie!”
Hier trennt sich auch im Freundeskreis die Spreu vom Weizen. Bislang einigermaßen vernünftige, geschmacksichere Menschen finden plötzlich warme Worte für dieses zutiefst ungute Genre und überraschen mit Insiderwissen zu “Notting Hill”, “Pretty Woman”, “Haben sie das von den Morgans gehört?” und Bridget Jones Teil 1-17. Dabei ist die romantische Komödie der Trivialroman des 21. Jahrhunderts, die scheußlichste Unterabteilung des Hollywood-Films. Selbst die Familienkomödie ist noch leichter zu ertragen, weil da wenigstens meistens ein verwuschelter, schlecht erzogener Hund mit spielt.

Die romantische Komödie hingegen zementiert die heterosexuell-paarnormative Zwangsmatrix. Schon Jugendliche werden so darauf abgerichtet den Irrglauben zu übernehmen, der Sinn des Lebens … weiter lesen

18.02.2011
Kultur & Unterhaltung

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Berlinale (6): Submarine, Made In Poland

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Submarine

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1. Der Film in einem Satz:

Harold & Maude meets Hallam Foe unter der Regie von Wes Anderson.

2. Darum geht‘s:

Der 15jährige Oliver Tate ist ein Sonderling, der selbst in seiner an Neurosen reichen Familie noch hervorsticht. Er führt Buch über das Sexualleben der Eltern, entwirft Schlachtpläne, um seine Unschuld zu verlieren, schleppt sein dazu erwähltes Opfer in Carl-Dreyer-Filme und schenkt ihr Nietzsche-Bücher. Die Eltern sind derweil beinah der Katatonie verfallen und dass im Nebenhaus die Jugendaffäre (Paddy Considine) der Mutter einzieht, führt zu weiterer Beunruhigung…

Regisseur Richard Ayoade wurde durch seine Rolle als Computer-Geek in IT Crowd bekannt und präsentiert mit “Submarine” seinen ersten eigenen Kinofilm – der ihm fabelhaft gelungen ist. Ein wunderbares Drehbuch, eine hervorragende Besetzung sowie ein eigens dafür geschriebener Soundtrack von Alex Turner (Arctic Monkeys) tun ihr Übriges. Viel besser war Wes Anderson damals bei “Rushmore” auch nicht!

3. Der beste Moment:

Wenn Oliver in der Schulklasse tagträumt und sich seinen eigenen Tod vorstellt – die Reaktionen der Mitschüler, die brüchige Stimme des Direktors beim Verkünden seines Dahinscheidens, die Lichterketten durch ganz Wales… oder das Aufklärungsgespräch zwischen Mutter und Sohn, bei dem Sohn Oliver mehrere Anläufe benötigt, um die Mutter davon zu überzeugen dass er tatsächlich eine Freundin hat!

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Wer die schrägen Außenseiter-Komödien schätzt, mit denen Wes Anderson seit Jahren das Publikum verzaubert und dabei auch morbide Szenen akzeptieren kann.

* Regie: Richard Ayoade
* imdb

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Made In Poland

made in poland

1. Der Film in einem Satz:

I fought the law, ich weiß nur nicht, warum und wozu.

2. Darum geht‘s:

Bogus tätowiert sich “Fuck You” auf die Stirn, zerschlägt Autos und kocht vor Wut. Eine Wut, die er selbst nicht definieren kann, aber … weiter lesen

12.10.2006
Aus aller Welt

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Student sein heisst nach Leben dursten

aus mini_icon_blogname Wien-Blog

Die Stadt- und Programmzeitung »Falter« ist unverzichtbar für jeden Wienbenutzer, der mehr Ansprüche an das Leben stellt als Arbeiten & Schlafen. Die Hälfte der Leserschaft besteht dort seit jeher aus angehenden Akademikern, weshalb die Ausgaben dieser Wochen seitenweise Studentenfutter für die Erstsemestrigen enthalten. Diesmal ein Studentenmagazin in Augenhöhe: von Studierenden für Studierende.
Im der Falter-Beilage »Durst« (41/06) stellt eine sechsköpfige Redaktion mit Zeichnungen von Tom Mackinger acht Studenten-Typen nach streng wissenschaftlichen Kategorien vor – acht Wiener Studiosi, respektive vier Studentenpaare, die nichts als der planke Lebensdurst in die Hörsäle treibt.
Wie muss man sich also den Wiener Studenten heute vorstellen?
Da ist zunächst der Typus HIPPIE, der mit dem Flower-Power der Sixties allerdings nur mehr die Umhängetasche gemein hat. Der neue Hippie studiert Publizistik oder Politikwissenschaften, er trägt die aktuelleste David-Beckham-Frisur, besitzt einen orginal I-Pod und treibt sich in seiner Freizeit in Flagshipstores herum. Die dem Hippie… weiter lesen

07.08.2008
Kultur & Unterhaltung

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Olympia: Ich freue mich!

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

Der Bär flattert munter in nördlicher Richtung.

Auf dem Weg zum Volkspark kommen wir an einer Parterrewohnung mit geschmückten Fenstern vorbei. Zweimal im Monat wird gewechselt, zur Weihnachtszeit sieht man einen Adventskalender, einen Nikolaus und eine Kerze. Während der Osterzeit sind die Fenster mit Ostereiern und Hasen drapiert. Einmal stand Mecki der ›Hörzu‹-Redaktionsigel drin … Aber immer gibt es eine Uhr als Service für die Passanten. Diese Woche sieht man … weiter lesen

28.11.2006
Kultur & Unterhaltung

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Tildengruß

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von Wolfgang Wilhelm:

Wenn ich beim Wortwart (der ist wohl für alles offen) einen neuen Wortvorschlag reinstelle (und das tue ich oft), beende ich den Beitrag (wie in der Wikipedia) immer mit einem Tildengruß. Ein Tildengruß sieht so aus: ~~~~

Dieser wandelt sich automatisch in das Datum (Voreinstellung) um und sorgt somit für eine zeitliche (oder wie auch immer geartete) Nachvollziehbarkeit und/oder Ordnung. Es verhält sich so ähnlich, als wenn man in Word »mfg« schreibt und sich diese Abkürzung in »Mit freundlichen Grüßen« umwandelt. Komisch, dass sich nach 500k deutscher Wikipedia-Lemmata immer noch kein Wort dazu gebildet hat.

Doch was noch nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt stellt sich die Frage, ob man den Tildengruß nur für die Tilden im Speziellen oder sogar im Allgemeinen verwendet, was auch Grußstaben ( ;) ) ( weiter lesen

03.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Hü und Hott – die rästelhafte Strategien der Aufpasser

aus mini_icon_blogname Prinzenbad-Blog

Eigentlich hätte man ja erwarten dürfen, dass mit dem Ende der Hitzperiode auch im Prinzenbad wieder ein bisschen Ruhe einkehrt. Was die Besucherzahlen angeht, ist das durchaus auch der Fall. Es war schon faszinierend, wie selbst am letzten Wochenende, wo es dann eben mal 29 Grad hatte statt 36 wie an den Tagen zuvor, gerade mal höchstens ein Drittel der Besucher kam.

Die, die sowieso immer kommen – egal ob bei 13 Grad oder bei 33 Grad waren ganz schnell wieder fast unter sich – und jetzt, wo man bei 22 Grad sich tatsächlich auch mal ein T-Shirt überziehen muss, wenn einen Wolke an der Sonne vorbeiwandert, sind sie es erst recht.
Aber auch dieser harte Kern würde sich natürlich freuen, wenn das Prinzenbad erst um 21 Uhr schließen wurde, wie letzte Woche ganz offiziell und in allen Medien angekündigt wurde. Zwei Tage lang war das dann auch der… weiter lesen

27.11.2007
Kultur & Unterhaltung

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Tip & Zitty sourcen ihre Kernkompetenz aus

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

“tip Berlin” und “zitty Berlin” heißen die beiden Berliner Stadtmagazine, die in Konkurrenz zueinander stehen sollten. Beide leben in erster Linie davon, dass sie ein umfassendes Programm für Berlin veröffentlichen, von Kino über Konzerte bis Lesungen und Theater. Und egal, wie sehr man sich auch immer mal wieder ärgert, was da so empfohlen wird und vor allem was nicht, ist der Programmteil der beiden Magazine tonangebend in der Stadt. Eine Veranstaltung, die hier nicht auftaucht, hat es schwer.

Das haben sich wohl auch die Verantwortlichen von Zitty und Tip gedacht, von denen man ja guten Gewissens behaupten kann, dass sie zusammen ein Monopol innehaben.
Denn ein Heft zu machen, das viele Leute kaufen, um darin Veranstaltungshinweise zu finden, ist schön. Noch schöner aber ist es, wenn man ein Heft macht, sich aber nicht selbst mit den lästigen Veranstaltungshinweisen herumschlagen muss, weil das doch eine externe Firma, die das gleich… weiter lesen

06.04.2011
Kultur & Unterhaltung

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Die tägliche Verwirrung (II): Aspartam

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

Auf meinem Schreibtisch liegt ein Päckchen Kaugummi – ungeöffnet. Nicht dass der Bedarf nach der letzten knoblauchhaltigen Mahlzeit nicht groß war, aber meinen letzten Kaugummi habe ich vor genau 22 Tagen gekaut. Warum ich das so genau weiß?

Vor drei Wochen lief die Dokumentation „Unser täglich Gift“ auf Arte, in der es unter um den Süßstoff Aspartam ging. Im Film wurde der Lebensmittelzusatzstoff als stark gesundheitsgefährdend und krebserregend beschrieben. Im „echten“ Leben versüßt er zahlreiche Diätprodukte, Light Softdrinks und Kaugummis. Naive Verbraucher werden mit Signalwörtern wie „zuckerfrei“ in die Süßstofffalle gelockt, während kritische Forscher und Medien den Beinamen „süßes Gift“ prägten.

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04.06.2010
Kultur & Unterhaltung

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Vier Sätze zu einem ganz anderen Thema

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Dirk von Gehlen, den ich seit meiner Zeit bei jetzt.de kenne und beruflich wie persönlich sehr schätze, hat in seinem privaten Blog wieder einmal die sich weiterhin entwickelnde, also unklare Stoßrichtung von Journalismus unter den Bedingungen des Internets thematisiert.

Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen:

Es gibt immer, immer, immer einen Leser der sich besser auskennt.

Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn …

Wenn Journalisten sich nicht nur als Dozenten, sondern auch als Moderatoren verstehen – und wenn Leser von den Kommentarspalten mehr wollen, als bloß Dampf abzulassen.

In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte …

… so wenig über den Preis von journalistischer Qualität gesprochen wird – wer nicht bereit ist zu zahlen oder zu spenden, der darf sich über Boulevardisierung, Google-hörige Überschriften, die zunehmende Verwischung von Kommentar und Bericht  und anderen journalistischen Populismus nicht wundern.

So könnte ein Geschäftsmodell für den

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02.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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Target-Krise

aus mini_icon_blogname Wortistik

Es mag vielleicht ein bisschen verfrüht scheinen, wenn ich hier den Namen für eine Krise vergebe, die es noch gar nicht gibt. Aber erstens ist sie eigentlich schon da, zweitens wird sie sich nach meiner Einschätzung mit Herdentriebsdynamik in den nächsten Wochen entwickeln, und drittens ist der Jahresanfang ohnehin eine gute Zeit, um das eine oder andere vorwegzunehmen, was in diesem Jahr noch so passieren wird. In diesem Fall also die Prognose, dass es im ersten Quartal, also ab jetzt, zum Endgame um den Euro kommt, weil die Banken auf Teufel komm raus auf den Zusammenbruch der Eurozone spekulieren und am Ende Deutschland mit ein paar hundert Milliarden Euro oder D-Mark Verlusten hängen bleibt. Es sei denn natürlich, man verstaatlicht vorher eurozonenweit die Banken…

Kurz zusammengefasst, was ich anderswo deutlich länger aufgeschrieben habe: Die Kapitalmärkte im allgemeinen und die Eurozonen-Banken im besonderen spekulieren in rapide steigendem Ausmass auf… weiter lesen

12.10.2011
Kultur & Unterhaltung

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Kairo-Virus 122

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

“Film Socialism” von Jean-Luc Godard. Photo: cinemadrome.yuku.com

“Film Socialism” von Jean-Luc Godard. Photo: meinkino.ch

Selbstaufklärung und -medikamentierung via Facebook und Twitter

“Mit den randomisierten kontrollierten Studien finden wir nicht zwangsläufig das Richtige für unsere individuellen Patienten, wir mitteln damit nur ihre individuellen Differenzen,” mit diesem Satz des “weltweit führenden” Krebsforschers Volker Diehl, den dieser in seinem Referat auf dem Europäischen Kongreß für integrative Medizin äußerte, charakterisierte die FAZ in ihrem heutigen Kongreßbericht “Tugendhafte Medizin” die schon fast gelungene Synthese (Vereinnahmung) von alternativer Medizin und Schulmedizin. In der Tat scheuen sich  immer weniger Ärzte, den einen oder anderen ihrer Patienten auch schon mal zu einer Hexe oder einem Heiler bzw. Homöopathen zu schicken. Im übrigen haben sich die Patienten selbst angewöhnt, nicht nur einer Diagnose zu vertrauen. Kontrolle ist besser als Vertrauen – der Glaube an den Arzt weicht dem Wissen über das, was man im weitesten Sinne sein… weiter lesen

25.01.2009
Kultur & Unterhaltung

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Mentee

aus mini_icon_blogname Wortistik

Sitze gerade an einem Text über Mentoren-Beziehungen und stürze in ein Sprachloch: Wie heißt derjenige, der vom Mentoren mentoriert wird? Wikipedia schlägt Mentee oder Protegé vor, und beides mag ich überhaupt nicht. Protegé ist etwas völlig anderes, der Mentor protegiert ja nicht, sondern mentoriert. Und Mentee sieht furchtbar aus und klingt genauso furchtbar.

“Mentee”??! Uaaarrghhhh ##%%&&§§

sagt dazu ein Diskutant im Leo-Forum, bei dem die Beteiligten aber auch keinen ordentlichen Übersetzungsvorschlag zustande bringen. Der Schützling, der ins Spiel gebracht wurde, ist einen Hauch besser als der Protegé, aber so richtig trifft er es auch nicht.

Fürs erste behelfe ich mich mit der/die Mentorierte, aber ich denke nicht, dass das schon der Wortistik letzter Schluss sein kann. Bessere Vorschläge?

13.03.2008
Aus aller Welt

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Sex mit Tieren soll in Holland verboten werden

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Der sozialdemokratische Abgeordnete Harm Evert Waalkens hat im Haager Parlament einen Gesetzesvorschlag eingedient, wonach es Niederländern künftig verboten sein soll, Sex mit Tieren zu haben. Sie dürfen auch nicht mehr Pornos anschauen, auf denen es Menschen mit Tieren treiben. Bis jetzt ist das alles in den Niederlanden nur dann verboten, wenn das Tier sichtbar dabei leidet.

Die Mehrheit der Zweiten Kammer des niederländischen Parlamentes steht dahinter. Wer sich erwischen lässt, kann ein halbes Jahr Gefängnis bekommen und dazu noch eine Geldstrafe. Das Parlament möchte allerdings noch gern von Polizei und Justiz hören, ob die dem Thema überhaupt Priorität geben wollen. Die “Partei für die Tiere” findet das Gesetz “besser als gar nichts”, die postmaoistische Sozialistische Partei meint, dass die Niederlande das “Walhalla auf dem Gebiet des Tier-Pornos” geworden sei. In 80 Ländern der Welt sei das verboten, nun also endlich auch in den Niederlanden.

28.01.2009
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik extra!: Bands schlachten heilige Kühe

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Dieser Artikel aus dem britischen Guardian ist zwar schon etwas älter, aber Idee und Ausführung gut genug, ihn dennoch hier einmal ausfürlich zu zitieren.

Ever get the feeling you’ve been cheated? It’s meant to be a classic album, but all you can hear is a load of boring tripe… titelte der Guardian und bat Künstler, ihre liebste heilige Kuh zu schlachten: eine jener Platten, die normalerweise außerhalb jeder Diskussion stehen.

Dass sich mancher hier auf dünnes Eis begibt (Hallo, Luke Pritchard von den Kooks!), liegt in der Natur der Sache und erhöht den Lesespaß nur noch. Andere, wie der große Billy Childish, begründen dagegen völlig nachvollziehbar, warum ein “Meisterwerk” eben doch nicht mehr als ein aufgeblasenes Ereignis war. Einige schöne Stellen:

Billy Childish über The Beatles: “Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band”

“Sgt Pepper signalled the death of rock’n'roll. Rock’n'roll is meant to be full of vitality and energy, and this album isn’t. It sounds like it took six months to shit out. The Beatles were the victims of their success. This is middle-of-the-road rock music for plumbers. Or people who drive round in Citroens – the sort of corporate hippies who ruined rock music. … weiter lesen

15.12.2008
Kultur & Unterhaltung

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Album des Monats November / Platz 2: Fucked Up – The Chemistry Of Common Life

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Wer Fucked Up einmal live gesehen hat, vergisst das nicht mehr. Sänger Pink Eyes, ein Koloss vor dem Herrn, pflügt die Bühne und den Zuschauerraum im Selbstzerstörungsmodus, einem Iggy Pop im Fettwanst gleich.

fucked up
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18.08.2010
Kultur & Unterhaltung

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Zwei Katzen

aus mini_icon_blogname November 07

In Treptow

Im Görlitzer Park

23.08.2007
Kultur & Unterhaltung

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Blogser

aus mini_icon_blogname Wortistik

Ein nettes Stürmchen im Wässerchengläschen, das sich da um das Wort Blogser austobt. Medienjournalist Peter Turi hat es vor einem halben Jahr mal als Bezeichnung für alle die vorgeschlagen, die in Blogs weder schreiben noch kommentieren, sondern nur lesen – Blogser als die Zusammenfassung von Blog und Leser.

Jetzt hat bild.de bei einem Blogger-Quiz diesen Vorschlag als bare Neuwortmünze genommen, weswegen sich die einen darüber aufregen, dass bild.de Turi auf den Leim gegangen sei, und der wiederum sich natürlich riesig freut, dass er auf diese Weise der Aufnahme in den Olymp der Neuwortschöpfer einen Riesenschritt näher rückt: “Okay, wenn Sie die Geschichte jetzt verlinken, erwähnen oder sonstwie verbreiten, tun sie einiges für mein posthumes Seelenheil. Und reden Sie sich bitte nicht darauf raus, Sie seien nur ein Blogser.”

So sehr ich Turi den Olymp gönne: Mit dem Blogser wird es nicht dahin… weiter lesen

18.11.2008
Kultur & Unterhaltung

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Wurzelprogramm

aus mini_icon_blogname Wortistik

Um 15.30 Uhr mit Anja zur Themenbesprechung verabredet. Der Weg ist nicht weit – ihr Büro liegt meinem dieswöchigen Arbeitsplatz genau gegenüber. Aber sie hatte mich schon vorgewarnt, erst muss sie den Text fertig schreiben, der eigentlich heute mittag fertig sein sollte. Um 16.10 Uhr schneit sie dann herein. Um einen Termin für morgen früh auszumachen – “jetzt geht`s nicht mehr, jetzt ist Wurzelprogramm.” Und weil ich nicht sofort begreife, hält sie die flache Hand auf Hüfthöhe neben sich. Na klar: Es geht weder um eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt noch um ein Computerprogramm zur Berechnung von Quadrat- und anderen Wurzeln, noch um ein von Pflanzengenen abgefeuertes Programm zur Verwurzelung am augenblicklichen Standort – es geht um Kinder! Abholen, bespielen, Hausaufgaben, Abendessen, Gutenachtgeschichte und der ganze Stress dazwischen. Hätt` ich auch gleich drauf kommen können.

Und weil die sofortige Google-Suche ergab, dass zumindest im Internet vorher noch niemand das… weiter lesen

13.07.2007
Kultur & Unterhaltung

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Escalivada – Salat aus geröstetem Gemüse

aus mini_icon_blogname Dieta mediterránea

tapa-pimiento.jpgIn allen Ländern des Mittelmeerraums kursieren Geschichten, die Aufschluss über die Entwicklung ihrer Esskultur geben, denn nicht wenige Poeten nahmen sich gastronomischer Themen an, die den jeweiligen Stand in Küchendingen vermittelten. Waren dies im Spanien des 16./17. Jahrhundert etwa Lope de Vega, Cervantes oder Quevedo, so ist in heutiger Zeit vor allem der katalanische Schriftsteller und Gastronom Manuel Vázquez Montalbán (1939, Barcelona – 2003, Bangkok) zu nennen, der seine Leidenschaft für die spanische und besonders katalanische Küche nicht zuletzt in seinen Kriminalromanen durch die Figur des Privatdetektivs Pepe Carvalho zum Ausdruck brachte. In den „Elogis desmesurats“ (in etwa: Maßlose Loblieder, Empúries, 1997), die zuerst in der katalanischen Tageszeitung AVUI veröffentlicht wurden, schreibt er: „Wenn der Mittelmeerraum irgendwann als administrative, politische, kulturelle und gastronomische Einheit existierte, müsste, wenn es nach mir ginge, die Flagge violett sein und kein anderes Symbol tragen als eine glatte, glänzende, pralle Aubergine.“
In einem… weiter lesen

18.12.2010
Aus aller Welt

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Bürgermeister Enschede will kein Coffeeshop-Verbot für Deutsche

aus mini_icon_blogname Meine Güte
Enschede will weiter Hasch für Deutsche

Enschede will weiter Hasch für Deutsche

Nee, Peter den Oudsten will nicht mitmachen. Der Bürgermeister von Enschede, meldet die Zeitung Grafschafter Nachrichten (die Zeitung von Bad Bentheim, wo man schon mal mit dem Zug stranden kann), will kein Coffeeshop-Verbot für Ausländer, sprich für Deutsche (Enschede liegt schliesslich an der Grenze).

Der Europäische Gerichtshof erlaubt es nach einem Prozess gegen die Stadt Maastricht zwar, den Verkauf in Coffeeshop exklusiv für Niederländer zu machen – aber sogar die Stadt Maastricht will das nicht wirklich.

Den Oudsten sagt, wenn man den Verkauf in den Coffeeshops nur noch Niederländern erlaube, würde sich der ganze Handel mit den Ausländern auf die Straße verlagern. Außerdem gebe es sowieso keine Probleme mit den ausländischen Rauschgiftkonsumenten in Enschede, jedenfalls nicht wie in Maastricht.

24.12.2009
Kultur & Unterhaltung

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Kohl & Pinkel

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

…So nennt man in der Wesermarsch das, was anderswo “Grünkohl mit Kassler”, “Kohl & Speck” oder auch “Grünkohl mit Brühwurst” heißt. In Bremen, wo die Betriebe und Behörden im Winter “Kohl & Pinkel”-Ausflüge  aufs Land unternehmen, schmeißt man all diese obengenannten Fleischsorten in den Grünkohl, den man hier auch “Braunen Kohl” nennt, dazu kommen dann noch viel Schmalz, kurz angebratene Zwiebeln und halbierte, kurz gekochte Kartoffeln sowie etliche Pinkel- und Brühwürste.

Damit habe ich im Grunde bereits das ganze Rezept mitgeteilt. Das Gericht soll es sogar in Schlesien geben. Wie man es dort ißt weiß ich aber leider nicht, obwohl ich sonst überall dieses Gericht wähle, wenn es von irgendwelchen Restaurants angeboten wird – an der Ostseeküste, in Brandenburg, in Berlin (z.B. im “W.Prassnick”), in Norddeutschland und vor allem in Friesland, wo es meiner Meinung nach am Besten schmeckt. In Bremen kenne ich das Gericht nur quasi privat zubereitet. Der… weiter lesen

16.12.2011
Kultur & Unterhaltung

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My Favourite Records mit El Vez

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Es mag kitischig klingen, wenn man von einer Weihnachtsshow eines mexikanischen Elvis-Imitatoren spricht, aber glaubt mir: der Besuch einer EL VEZ – Christmasshow ist das beste Weihnachtsgeschenk diesseits von Phil Spector, das ihr euch selbst machen könnt!


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Vor zehn Jahren war EL VEZ das letzte mal mit seinem Weihnachtsprogramm auf Tour und ich hatte damals ein Konzert in Nürnberg erlebt, das spätestens bei einem halbnackt in einer roten Lackhose präsentierten “I Wanna Be Your Dog”- Cover mein Herz gewonnen hatte.

* Your three favourite Punk singles/songs?

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** NEAT NEAT NEAT- The Damned
** EVER FALLEN IN LOVE – The Buzzcocks
** PRETTY VACANT – The Sex Pistols

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* A record that will make you dance?

Most JAMES BROWN




* “Fairytale Of New York” (The Pogues), “Santa Claus Is Coming To Town” (The Crystals) or “Merry Xmas Everybody” (Slade) – which one do you prefer and why? … weiter lesen

17.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Absinth

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.

Nach dem Besuch eines freundlichen Teufels in Menschengestalt, der uns eine Flasche besten Schweizer Absinths mitbrachte, sind wir der grünen Fee verfallen. Das Zeug ist gut zu Magen und Darm, macht frisch wie Kokain, steigert die Arbeitslust und die Libido. Victor der Zivilisationsästhet kam vorbei, ließ sich jedoch nicht missionieren: »Macht ruhig so weiter, werdet blind, schneidet euch das Ohr ab und marschiert zum Radetzkymarsch. Aber Picasso werdet ihr nicht mehr, da hättet ihr früher anfangen müssen.«

(BK / JS)

05.07.2006
Kultur & Unterhaltung

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Soper! … In der Tat, das äst verlockend …

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

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„Einen Ruch des Verbotenen“ macht Wiebke Brauer aktuell auf Spiegel Online anhand eines neuen Walter-Moers-Comic titels „Der Bonker“ bezüglich der allgegenwärtigen Hitlerlei aus und versteht dies als Kritik. Ausgerechnet! Denn dass nun eben auf Spiegel Online der Versuch einer Dekonstruktion Hitlers und seiner medialen Konstruktion Platz findet, ist selbst fast alberner als der besprochene Walter-Moers-Comic. Denn wo Brauer versucht, allein Guido Knopp für die Allgegenwärtigkeit Hitler in den Medien der letzten zehn Jahre verantwortlich zu machen, das betätigte sich vor allem der Spiegel als „Sutrmgeschütz der Hitlerei“. Gab es seit Mitte der 90er einen Spiegel-Jahrgang ohne Hitler als Titelheld?

Doch zu Moers. Wenn da Walter Moers Geschmacklosigkeit attestiert wird, geht das meilenweit an der Sache vorbei: Geschmacklos, als moralisch-ästhetische Kategorie, ist vielleicht, Hitler immer dann auf das Cover eines Magazin zu bringen, wenn die Auflage im Sommerloch zu verschwinden droht (siehe Titanic, siehe Spiegel). Geschmacklosigkeit wäre gegeben, wenn… weiter lesen

08.02.2012
Aus aller Welt

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Von Gebetsrufen, parlamentarischen Tagesordnungen und der Frage, welcher Abgeordnete der bessere Muslim ist

aus mini_icon_blogname Arabesken

 

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Es ist ein kurioser Wettbewerb, von dem wir in den nächsten Monaten noch einiges, mitunter auch recht Unterhaltsames hören werden. Wer sind die islamischeren Politiker im ägyptischen Parlament und wer ist frömmer: die Muslimbrüder (47 Prozent der Sitze)  oder die Salafisten (24 Prozent)?

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Diese Woche bekamen wir einen ersten Vorgeschmack bei einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Parlamentspräsidenten, dem Muslimbruder Saad al-Katatny und dem schillernden salafistischen Abgeordneten Mamdouh Ismail.

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Ismail, der gerne seine Frömmigkeit nicht nur durch seinen Bart zur Schau stellt, stand mitten in der Debatte über die Straßenschlachten rund um das Innenministerium auf und  lies, zum Erststaunen der anderen Abgeordneten, seinen persönlichen Gebetsruf im Saal erklingen. Schließlich war es Zeit für eines der fünf Gebete am Tag.

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Katatny, der ohnehin schon die ganzen letzten Tage seine liebe Mühe hatte, im Parlament mit 80 Prozent Erst-Parlamentarier eine geordnete Diskussion zu gewährleisten, flippte aus,… weiter lesen

29.05.2007
Kultur & Unterhaltung

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Beim besten Willen: kein Hakenkreuz

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

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Frank Gensing, dessen beeindruckendes NPD-Blog derzeit für den Grimme Online-Preis nominiert ist, berichtet auf Tagesschau.de vom Versteckspiel und vom semiotischen Sowohl-als-auch der NPD, die sich mal linksautonom, mal bürgerlich, mal reaktionär und militaristisch, dann wieder sozial gibt. Bizarr in diesem Zusammenhang auch das oben zu stehende Emblem, das bei der Antifa geklaut ist – und auf die Hakenkreuzfahne verweist. Man darf also besten Gewissens von Nationalsozialismus sprechen.
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Derweil tun russische Nazis und Faschisten, was Nazis und Faschisten weltweit bestens beherrschen: Sie dreschen auf friedliche Demonstranten ein, die für Menschenrechte eintreten. Dass das semiotischen Multikulti aus russisch-othodoxem Kreuz, ebensolchen Gesängen, eigentlich englischer Skindhead-Aesthetik, russischem Nationalismus und nazideutscher Symbolik absurd bis höchst albern ist und der behaupteten Reinhaltung diamentral entgegensteht (was übrigens auch in Deutschland ständig zu beobachten ist – merken die Nazis eigentlich nie wie lächerlich sie sich da machen?) – geschenkt.

27.04.2009
Kultur & Unterhaltung

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Der FC Bayern feuert Klinsmann oder Back to the future: Heynckes vs. Daum

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Der Komödienstadl aus Süddeutschland hat wieder zugeschlagen: nicht nur entlassen die Bayern Jürgen Klinsmann bei drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer, nein, noch besser, sie verpflichten Jupp Heynckes als Ersatz. Die zwei wichtigsten Fragen vorne weg: Was ist los, hatte Udo Lattek keine Zeit? Und bringt Jupp wenigstens die Buddha-Figuren zurück?

Die Wiedervereinigung von Heynckes mit Hoeneß ist eine schöne Gelegenheit, an eine der Sternstunden des deutschen Fernsehens zu erinnern, als der junge Christoph Daum mit seinem 1. FC Köln Hauptkonkurrent (die ganz alten werden sich vielleicht noch ungläubig erinnern…) des FC Bayern war und Daum versuchte, die Hoeneß’sche Taktik der verbalen Gegnerzermürbung einmal auf den FC Bayern anzuwenden. Am Ende des Tages hatten zwar Hoeneß, Heynckes und Bayern die Nase vorn, aber dennoch zieht man noch heute den Hut vor Daum, der wie niemand vor oder nach ihm gewagt hatte, sich wildsaugleich an der bayrischen Eiche zu schaben. Schade, dass Daum in diesem Jahr bereits gegen Bayern gewonnen hat, so dass eine Neuauflage dieser legendären Gesprächsrunde leider nicht stattfinden wird:

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08.05.2011
Kultur & Unterhaltung

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„Veganismus macht nicht behindert“

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

Unser Interview mit Christian Opitz hat viele Veganer empört. Denn er sagte, Veganer hätten vermehrt behinderte Kinder und dass diese Ernährungsform auf Dauer nicht durchzuhalten sei. Die Vegane Gesellschaft Deutschland nimmt nun Stellung zu seinen Aussagen. … weiter lesen

22.01.2008
Kultur & Unterhaltung

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Lightzins

aus mini_icon_blogname Wortistik

Nachdem die US-Notenbank Fed ihre Fed Funds Rate gerade eben gleich um 0,75 Punkte auf 3,5 Prozent gesenkt hat, handelt es sich nicht mehr um einen Leitzins, sondern nur noch um einen Lightzins. Also hat es die Märkte wohl doch ganz schön heavy getroffen.
Lightzinsen können übrigens eine Rezession nicht verhindern. Also zumindest diese nicht mehr.

24.01.2009
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (155): Ryan Adams über R.E.M.

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

“The answer should be, “Hey Michael [Stipe] what would happen if you sat down and actually thought this shit out for 10 minutes?” I mean, no offence but there’s a slight difference between Monster and Fables Of The Reconstruction and we all know what that is; it’s a level of giving a fuck. $80m will do that to anyone who has a credit card and access to a Barney’s. I have seen the band since and I say all this as a fan, by the way.”
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27.01.2011
Kultur & Unterhaltung

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Liebestrank aus dem Schuh

aus mini_icon_blogname O Sohle mio!

Man nimmt den Schuh der Geliebten, setzt den ledernen Schaft an die Lippen, und trinkt mit tiefen Schlucken aus ihm: So wurde vor Jahrhunderten wahre Liebe bewiesen.

Im Mittelalter war der Schuh sehr eng mit der Liebe verknüpft. Das lag nicht zuletzt an der Mode der Schnabelschuhe, die durch ihre langen Spitzen männliche Potenz symbolisierten. Kein Wunder, wenn man sich vorstellt, wie die bis zu fünfzehn Zentimeter* langen Spitzen beim Zusammenstehen unter den langen Rock der Angebeteten glitten. Das machte die Schnabelschuhe zum Symbol für Fruchtbarkeit.
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19.09.2011
Kultur & Unterhaltung

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Bis dahin, Komplize!

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Foto: Peter Alberts

Ein wenig wirkte Roger Trash wie aus der Zeit gefallen, mit seinen schulterlangen Haaren, den weißen, lang ausgezogenen, spitz zulaufenden Schuhen und dieser pelzigen Russenmütze, die er, wenn das Wetter es eben erlaubte, also grob geschätzt bei Temperaturen, die signifikant unter 30 °C lagen, stets trug. Seine Lieder waren die Form von Rockmusik, die man wohl bald in den Kanon der Klassik aufnehmen wird, dazu mit deutschen Texten, was manch einen reflexhaft zur gedankenleeren Schmähvokabel „Deutschrock“ bewegte. Nein, dem Zeitgeist, das kann man schon mal festhalten, rannte Roger Trash nicht hinterher. Er sah höchstens mal kurz nach ihm auf, um ihm ein paar Zeilen hinterherzurufen. „Lebst du noch oder wohnst du schon?“, fragte er schon vor Jahren, als sich noch nicht jeder Schülerjournalist an dem Ikea-Spruch abgearbeitet hatte, oder auch: „Es gibt immer was zu feiern, ständig ein Event / kommen deine besten Freunde wenn dein Dachstuhl brennt?“
Roger Trash, 1959 im niedersächsischen Diepholz geboren, schildert seinen Werdegang selbst wie folgt: „Klein-Trash spielt in der Kaserne oder sitzt im Kino und träumt von der weiten Welt. Die Russen greifen einfach nicht an. 1966 Flucht nach Münster. Die Karriere auf dem Wilhelm-Hittorf-Gymnasium endet vorzeitig ohne Abitur. Zivildienst mit geistig behinderten Kindern, Gelegenheitsarbeiter. Fensterputzer, Sex-Shop-Verkäufer, Möbelpacker, Kirmesboxer bei der Schlütertruppe sowie kleine Exkursionen als Frauenheld.“ Dann aber fand er zur Musik. Als Jazz-, Pop- und Rockmusiker auf der Bühne, unter Vertrag bei verschiedenen Bands, schließlich auch mit der eigenen. Sein wohl bekanntestes Engagement war als Bassist bei Peter Burschs Bröselmaschine, eine der ersten wichtigen Rockbands im Nachkriegsdeutschland (und ja: genau jener Peter Bursch, den unzählige Gitarrenschüler von ihren Lehrheften kennen). Er zog durch die Republik und spielte, spielte, spielte. War das die weite Welt, von der Klein-Trash geträumt hatte? „1996 dann Boxenstopp, nach 1.500 Konzerten endet die Rock`n`Roll-Odyssee auf der Reeperbahn. Die Batterien sind leer, die Plattenverträge futsch. Das jahrelange Vagabundenleben fordert seinen Tribut. Es gilt, die letzten Reste von Energie und Ambition zu bewahren.“
Trash erfindet sich neu. Er schreibt nun Geschichten und Romane, auf der Bühne sattelt er um vom Rockstar zum, wie es idiotischerweise immerzu heißt, Singer/Songwriter, dabei macht er doch einfach nur Lieder und wäre mit dem Substantiv Liedermacher gut beschrieben. Schöne Lieder. Direkte Lieder. Gern dicht am Gefühl, immer im Bemühen um klare Worte, vor allem aber mit Haltung und Humor und einer Liebe zu schönen Einzelwörtern, die er sich gerne selbst zusammenbastelt oder für seine Zwecke kapert.
Eine meiner Lieblingsnummern von ihm ist eine eher schlichte Ballade über den Gang der Welt mit einem schönen, aber durchaus pathetischen Refrain, seltsamerweise auf Italienisch, „Trebbiano del Rubicone“ heißt sie. Irgendwann fragte ich ihn, was der italienische Text um Himmels Willen eigentlich bedeuten sollte? Berühmte Zeilen eines italienischen Dichters oder Revolutionärs? Das Zitat eines bedeutenden Denkers, der vielleicht vor meiner Zeit in der Alternativszene schwer angesagt war? Nö, antwortete Roger, das sei einfach nur das, was auf dem Etikett der Weinflasche gestanden habe, als er das Lied schrieb. Ich war bezaubert.
Nebenbei spielt er in Theaterstücken und Filmen mit, bringt eine Rio-Reiser-Revue auf die Bühne, schreibt Musik für den chinesischen Staatszirkus und … weiter lesen

29.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Weitere Landkollektive

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Grad traf ich mich im taz-café mit zwei “Wildcat”-Redakteuren, von denen der eine auf der Suche nach Kollektivierungsprozessen in Ostelbien unterwegs war. Mich wollten sie sprechen, weil ich in der Wende in einer LPG gearbeitet hatte und auch noch lange danach, eigentlich bis heute, mich für das Schicksal der umgewandelten LPGen interessiert habe. Zunächst sprachen wir jedoch über westdeutsche Landkommunen, wobei wir auf den “Vogelsberg” kamen. Dort entstanden in den Siebzigerjahren besonders viele. Es gab in den frühen Achtzigerjahren sogar mal eine Suhrkamp-Studie über die Revitalisierung der hessischen Dörfer – einmal durch reiche Selbständige, die aufs Land zogen und zum anderen durch die gebildete aber eher arme Jugend, die sich dort in Bauernhäuser einmietete. Die hessischen Dorfsoziologen erwarteten sich gerade von dieser “Scene” eine Wiederbelebung der “ländlichen Strukturen”. Damals mußte in jeder Sozialstudie das Wort “Struktur” auftreten, so wie heute das Wort “Projekt”.

Gestern war hier bereits von zwei Vogelsberger… weiter lesen

06.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Von Blog zu Bloch

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Mein Blog-Kollege Bernd Pickert schreibt in seinem neuesten Beitrag: “Unser Aushilfshausmeister… hat unglaublich viel zu sagen.

Anhand des Wikipedia-Stichworts “Hausmeister” einnert er mich gleichzeitig aber noch einmal an das Wesentliche:
“Ein Hausmeister oder eine Hausmeisterin (auch: Hauswart, Portier, in Frankreich der oder die Concierge) ist jemand, der vom Hauseigentümer beauftragt worden ist, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Seine üblichen Aufgaben sind beispielsweise das Reinigen der Korridore, das Auswechseln durchgebrannter Glühbirnen, das Ablesen des Strom- bzw. Wasserzählers und einfach “nach dem Rechten sehen”.”

Abschließend bemerkt er noch: “In der taz ist eben alles anders besser.”

Nun bin ich zwar nur Aushilfshausmeister, insofern gilt das alles nur bedingt für mich, aber über das “Auswechseln durchgebrannter Glühbirnen” habe ich mir nun wirklich – und… weiter lesen

28.10.2009
Medien

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Urheberrecht gilt auch für Penisvergrößerungen!

aus mini_icon_blogname Das Blogwart-Tagebuch

Nachdem Autor Gerhard Henschel am 8. Mai 2002  auf der „wahrheit“-Seite der taz behauptet hatte, Kai Diekmann habe sich einer Penisvergrößerung unterziehen wollen, klagte der Bild-Chef  auf 30.000 Euro Schadenersatz. Das Berliner Kammergericht entschied in zweiter Instanz, dass Diekmann als Chefredakteur der Bild „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht“ und daher „weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird“. Er müsse „davon ausgehen, dass diejenigen Maßstäbe, die er anderen gegenüber anlegt, auch für ihn selbst von Belang sind“. Daher befand das Gericht, dass ein Schmerzensgeld nicht angemessen sei – verbot aber der taz, den satirischen Beitrag über die mißlungene Untenrum-Operation weiter zu verbreiten.
Jetzt aber verbreitet der Neu-Blogger den Beitrag selbst – und hat sich deshalb soeben eine weitere Klageandrohung von Anwalt Jony Eisenberg eingefangen. Der taz die Veröffentlichung verbieten, vor dem Kadi erfolglos um Schmerzensgeld dafür klagen – und dann das Ganze selbst… weiter lesen

16.12.2008
Kultur & Unterhaltung

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Der beste Bond aller Zeiten!

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Schwarmintelligenz? my ass!

Es ist eine akademische, überflüssige und dennoch immer wiederkehrende Frage: wer war denn nun der beste Bond? Und welcher Film der beste der Serie?

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Die Bond-Geschichte kann man tatsächlich anhand der Hauptdarsteller einteilen. Erstaunlicherweise scheint eine Bond-Produktion unweigerlich mit ihrem Schauspieler verknüpft zu sein – seltsam genug, wo doch die Schauwerte soviel in einem Bond-Film ausmachen. Lediglich die Sean-Connery-Phase teilt sich in zwei Abschnitte, was aber mehr der Tatsache geschuldet ist, dass sich Bond wie wir ihn kennen (oder besser: kannten) erst finden musste.

Phase 1: die frühen Connery-Bonds (Erster Einsatz: 1962 bei „Dr. No“). Die Superschurken waren noch Schurken und der Agententhriller noch ein Agententhriller und kein Actionmovie.
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12.12.2009
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (278): Richard David Precht

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

“Prechts wichtigstes Anliegen darin (Anm.: in seinem Buch “Liebe”) ist es, die Evolutionspsychologie und ihre Erklärungen menschlicher Sexualität und der Geschlechterbeziehungen zu verwerfen. In diesem Zusammenhang erklärt er auch gleich, weshalb die gesamte etablierte Evolutionsbiologie und Verhaltensbiologie falsch liegt – oder jedenfalls das, was der Autor dafür hält. Dies ist ein großer Unterschied, denn Richard David Precht kennt sich auf diesen Gebieten kaum besser aus als Oliver Pocher. (…)

Man macht sich nicht leicht eine Vorstellung von dem Bild, das Richard David Precht in “Liebe” abgibt; vom schieren Ausmaß an Inkompetenz und großspuriger Besserwisserei, das dieses Buch durchsetzt. Es ist eine pseudowissenschaftliche Blamage. Pausenlos höhnt und spottet Precht gegen Theorien aus der Evolutionsbiologie und der evolutionären Psychologie, die er nicht einmal ansatzweise verstanden hat, und sonnt sich im Triumph rhetorischer Fragen, die seine eigene Ahnungslosigkeit unerbittlicher offenlegen, als es jeder Kritiker könnte. Nicht einmal eine kurze Erklärung der Theorie der natürlichen Selektion mag dem Autor gelingen, ohne eine kognitive Mehrfachkarambolage hinzulegen. … weiter lesen

28.12.2010
Kultur & Unterhaltung

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Die zehn besten Popsongs 2010

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Bevor wir in den folgenden Tagen die Liste der zehn besten Songs des Jahres veröffentlichen noch einmal ein Blick zurück in das Reich der Hitparaden: welche zehn Songs waren gut und erfolgreich?
Im letzten Jahr riefen wir noch überrascht “kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut” aus, was sich 2010 leider nicht ganz bestätigte, aber dennoch waren neben einem immer weiter wachsenden Song aus dem Vorjahr (ehrenvolle Verneigung ganz am Ende dieses Textes) doch zehn, zwanzig kleine Goldstückchen in den Charts vertreten.

10. Kylie Minogue: “All The Lovers”

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Beginnen wollen wir mit einer Altmeisterin, die im Gegensatz zu Madonna nach den frühen Teenie-Jahren nie wieder peinlich wurde, sondern seit gut 15 Jahren nun konstant krediblen Pop produziert. Zwar war “All The Lovers” nicht mehr auf dem Dekaden-Song-Erfolgsniveau wie “Can’t Get You Out Off My Head” aber im besten petshopboys Sinne erwachsener Pop!

Charts:
D: 10 / UK: 3

9. The Ting Tings: Hands


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Die Ting Tings waren vor drei Jahren eine der überraschenderen Poperfolgsgeschichten mit dem brillanten “What’s My Name” (2007 unsere #4) und dem nicht minder überzeugenden “Shut Up And Let Go” (2008 unsere #4). Für ihr zweites Album zogen die beiden Tings für ein halbes Jahr nach Berlin und produzierten ihre erste Single “Hands” in der deutschen Hauptstadt – kurzzeitig spielten sie den Gedanken, aufgrund ihrer deutschen “Herkunft” die Single “Hans” zu nennen, wie sie dem NME augenzwinkernd erzählten. Im Vergleich mit dem recht ähnlich klingenden Mark-Ronson-Versuch “Bang Bang Bang” der bessere 80ies-Pop-Pastiche.

Charts:
D: – / UK: 29

8. Kanye West: Monster … weiter lesen

14.09.2011
Kultur & Unterhaltung

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Problematische Wahlplakate (XI): Das Bildungsdesaster der FDP

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Ich würde sogar noch weiter als Freund und Kollege Jakob Hein gehen und von äußerst problematischen Wahlplakaten sprechen.

Der Fairness halber vorangestellt: Generell wäre es ja zu begrüßen, dass die FDP nicht mitmacht bei der ebenso inhaltsleeren wie langweiligen Köpfe-Plakatiererei. Was natürlich damit zusammenhängen mag, dass sie einfach über keine Köpfe verfügt, die irgendeinen Wählerstimmenzugewinn erhoffen ließen, weil eben niemand sie kennt. Also aus der Not eine Tugend machen und es mal mit Inhalten versuchen, haben sich die verbliebenen Strategen der FDP da wohl gedacht. Das Problem: Vermutlich sind einfach auch nicht mehr viele Strategen verblieben auf dem ja praktisch schon abgesoffenen Kahn, und wenn, dann jedenfalls nicht die besten. Um es unangebracht freundlich zu formulieren.

Fangen wir mal mit diesem hier an:

Das soll sicher witzig sein. Nur – wenn man von Witz und Humor nichts versteht, lässt man besser die Finger… weiter lesen

19.02.2011
Kultur & Unterhaltung

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Kairo-Virus – Chronik seiner Ausbreitung/Eindämmung (12)

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Libyen heute 1. Photo: ddinews.gov.in

Fast könnte man sagen: Es ist erreicht! Denn von nun an kann man ohne zu übertreiben von einem – einem! – “Arabischen Aufstand” sprechen:

AFP meldete gestern um 22 Uhr:

“In den arabischen Ländern geht der Aufstand gegen die autoritären Regierungen ungeachtet des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte weiter. In Libyen eskalieren die Konflikte. In Bahrain und im Jemen schossen Sicherheitskräfte auf Demonstranten, dabei gab es mehrere Tote und dutzende Verletzte.

In der libyschen Oppositionshochburg Benghasi zündeten Demonstranten nach Angaben von Augenzeugen den Sitz des örtlichen Radiosenders an. Die vor dem Gebäude abgestellten Sicherheitskräfte hätten sich zurückgezogen, daraufhin hätten Demonstranten das Gebäude gestürmt und es angezündet, sagte ein Augenzeuge. Ein Behördenvertreter bestätigte die Angaben. Der Zeitung “Oea” zufolge erhängten Demonstranten am Freitag zwei Polizisten in der Stadt El Baida.

Aus einem Gefängnis in Benghasi brachen zahlreiche Häftlinge aus. Nahe der Hauptstadt Tripolis wurden drei Häftlinge… weiter lesen

19.04.2007
Kultur & Unterhaltung

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Nullverschuldung

aus mini_icon_blogname Wortistik

In grünkonservativen Kreisen wurde gerne darüber gemäkelt, dass der real existierende Kapitalismus so auf seine Droge Wachstum fixiert ist, dass er sich schon wortistisch eine Welt ohne Wachstum gar nicht vorstellen kann, und sogar eine Schrumpfung der Wirtschaft nur als “Minuswachstum” zulassen, womit klar bezeichnet ist, dass es sich nur um einen kurzen Ausrutscher handle. So berechtigt diese Kritik auch ist, eine nachhaltig nichtwachsende kapitalistische Wirtschaft ist bislang nicht konstruiert worden.
Jetzt stellt sich das Problem erneut, mit der Droge der real existierenden Politik, der Staatsverschuldung. Seit mehreren Jahrzehnten können wir uns es gar nicht mehr anders vorstellen, als dass Jahr für Jahr mal mehr, mal weniger auf den Schuldenberg draufgepackt wird. Jetzt stellt das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen für das Jahr 2008 eine Netto-Neuverschuldung von Null Prozent in Aussicht, und wir wissen weder, ob wir das glauben noch wie wir das nennen sollen. Netto-Nullverschuldung?
Noch hakliger… weiter lesen

24.07.2006
Kultur & Unterhaltung

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Worst Case

aus mini_icon_blogname Wortistik

Ein schwieriger Fall. Das Wort sieht scheußlich aus (allenfalls die Nähe zu Wurst-Käse mag überzeugen), und vor allem in der häufigen Verbindung mit dem Szenario spricht es sich auch schrecklich. Aber dennoch wird es häufig verwendet, zum Beispiel regelmäßig in Business-Plänen, weil es bislang kein elegantes deutsches Pendant gibt, das nicht nur sagt, was im schlimmsten Fall passiert, sondern auch ein Schwesterwort für den Best Case bilden kann.
Für die erste Runde geben wir uns drei Versuche. Zuerst den donaldistischen Weg: Schließlich geht bei Donald Duck immer alles schief, und bei seinem Onkel Dagobert klappt immer alles. Also ginge Donald-Szenario (Worst Case) und Dagobert-Szenario (Best Case). Für New-Economy-Businesspläne könnte das möglicherweise angehen, insgesamt fehlt allerdings der für schlimmste Fälle nötige Ernst.
Der zweite Versuch führt ins Märchenland. Da gab es doch die Geschichte von Frau Holle, in der zwei Maries mitspielten, die auf genau die passenden Namen hörten:… weiter lesen

07.02.2012
Aus aller Welt

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Video von Schrotgewehr-Einsatz der ägyptischen Polizei. Gegenbeweis II

aus mini_icon_blogname Arabesken

Vor zwei Tagen hatte ich hier Fotos der  Aktivistin Salama Said im Krankenhaus mit  ihrem Gesicht und Bein voller Schrot durch den Einsatz von Schrotgewehren seitens der Polizei gepostet. Gedacht war das als Gegenbeweis für die Behauptung des ägyptischen  Innenministers, dass die Polizei keine Schrotgewehre bei den Straßenschlachten vor dem Innenministerium benutzt.

Einigen Lesern war das Foto Salmas nicht Beweis  genug.

 

Well ….

hier ist nun ein neues Video, das den massiven Einsatz von Schrotgewehren seitens der Polizei zeigt.  Zu sehen der Einsatz ganz am Anfang und dann in einer längeren Frequenz in der Mitte des Videos.

 

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Salma wurde übrigens angeschossen, genau als sie eine solche Szene mit ihrer Kamera dokumentieren wollte.

 

Zum Fall des Schrottgewehr-Einsatzes gab es auch eine wilde Debatte im Parlament. Interessant ist dabei, dass sich ein guter Teil der Muslimbrüder und Salafisten hinter das Innenministerium… weiter lesen

12.01.2007
Medien

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Energieeffizienz (8)

aus mini_icon_blogname Der Datenscheich

Ich werde bald mal über neue Energieformen schreiben, z.B. Wassermotoren und ähnliches. Nicht Wasserstoff, nein, einfach nur Wasser. Damit lassen sich Motoren nämlich auch betreiben. Und das Resultat könnte dann so aussehen wie dieses tolle kubanische Fluchtfahrzeug:

036 kuba auto boot1.jpg

03.04.2010
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (316): Eckart von Hirschhausen (2)

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Christian Zaschke in der Süddeutschen Zeitung über den vergeblichen Versuch, ein Interview mit dem Komiker Eckart von Hirschhausen zu führen:

“Schon die Anbahnung des Treffens war dann schwierig verlaufen, weil Hirschhausen zunächst — anders als zum Beispiel Hollywoodstars, Nobelpreisträger oder die Kanzlerin — auf Monate keinen Termin finden konnte. (…) Dann schickte Frau H., seit mehr als zehn Jahren seine Managerin (…) die Bedingungen – und diese Bedingungen sind allerdings im Gegensatz zum deutschen Fernsehen wirklich spektakulär. Sie zeigen die Hybris einer Branche und zugleich einen angstgesteuerten Kontrollwahn, der, lassen wir Diktaturen außen vor, international einmalig erscheint. … weiter lesen

10.04.2010
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (317): Tocotronic

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

“Dirk von Lowtzow findet die komplett angetretene Generation Praktikum jedenfalls klasse ‘Leute, es macht sehr, sehr viel Spaß euch zuzusehen’. Meint der uns?

Im leichten Trab geht es durch die Songs von der neuen Platte “Schall & Wahn”, und man kann die Gedanken problemlos ein wenig Gassi führen, ohne viel zu verpassen: Da oben steht eine der besten Bands in diesem Land – und wir bekommen sowas wie ein Rock-Konzert light?
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19.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Erschöpfungsgeschwindigkeit

aus mini_icon_blogname Wortistik

Frank Schirrmacher wäre nicht Frank Schirrmacher, wenn er nicht den Abgang Christian Wulffs zu irgendetwas Größerem verquacksalbern würde. In diesem Fall nimmt er ihn gleich für den unrühmlichen Abschied der gesamten Babyboomer-Generation:

Diese Generation ist damit, im Westen, die erste Generation, die im klassischen Sinne nichts „durchsetzen“ musste. Der Markt regelte das für sie. Gleichzeitig geschah aber noch etwas: Die Boomer sind die erste Generation in Deutschland, die zahlenmäßig der jüngeren Generation überlegen ist – sie hatte deshalb über einen viel längeren Zeitraum als in der Vergangenheit auch nicht den Aufstand der Jungen gegen ihr Lebensmodell zu befürchten. Dadurch fehlte der Zwang zur Regeneration. Beides zusammen erklärt die unglaubliche Erschöpfungsgeschwindigkeit dieser politischen Generation, in dem Augenblick, da sich die Dinge radikal ändern.

Und noch vieles mehr, von Larmoyanz und Selbstmitleid triefend. Wir werden noch viel davon lesen können in den nächsten Tagen, Generationenquark wird ja jederzeit gerne breitgetreten.… weiter lesen

07.02.2011
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (391): Arcade Fire

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Independent- und Musikvideo-Regisseur Vincent Moon schießt gegen die Allerweltslieblinge Arcade Fire:

“They’re not good people, that’s it. And I don’t mean the whole band—I mean the leaders of the band and their management. What I hate about the band now is that people call them an indie band and they’re not an indie band, they are a mainstream band. Maybe they’re on an indie label but that doesn’t mean anything. Those guys are just making things on a very big level, a very mainstream way of thinking. The way they deal with their business is really disgusting for me. The way they deal with things is awful. Their management are awful, … weiter lesen

19.12.2006
Kultur & Unterhaltung

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Spex und hopp

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Die Vorgeschichte 

Schon seit längerem hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass mit der Kölner Zeitschrift Spex eine Institution der deutschen Independent-Landschaft, die wie wohl keine andere in den letzten 25 Jahren deutsche Musikzeitschriften geprägt hatte, 2006 das zeitliche segnen würde.
 Ende letzter Woche nun die offizielle Pressemitteilung des Spex-Eigners Piranha Medien, die zunächst aufatmen lässt, denn Spex wird definitiv nicht eingestellt werden. Dennoch kündet die Pressemitteilung von der größten Zäsur in der Spexgeschichte: sowohl eine Trennung von der kompletten alten Redaktion inklusive ihres Chefredakteurs Uwe Viehmann als auch die Zusammenlegung der Piranha-Musikredaktionen am Standort Berlin steht an, was wohl einer der entscheidenden Gründe für das Zerwürfnis der Redaktion mit dem Eigner war.
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17.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Das Recht auf Memoiren

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert munter in östlicher Richtung.
***
Im Januar bestellte der Schweizer Schauspieler Max Rüdlinger die Jubiläumskassette von ›Schröder erzählt‹, fünfzig Folgen auf einen Streich. Solche erfreulichen Order gehen nicht alle Tage ein! Auf seiner Website erfuhren wir, dass Rüdlinger ein Buch mit dem Titel ›Das Recht auf Memoiren‹ geschrieben hat. Wir waren neugierig und bestellten es nach dem bewährten Motto: Wir sind für dich, wenn du für uns bist.

Ein Treffer! Als Experten für Ich-Literatur sagen wir: Max Rüdlingers Buch ist eines der besten des Genres. Selten hat uns eine Lebensgeschichte so reingezogen wie ›Das Recht auf Memoiren‹, dieses lakonischen Reisenden durch innere und äußere Gefilde. Unsere Empfehlung: Lest diese vergnügliche Tour de force – darunter auch Rüdlingers Fahrrad-Abenteuer rund um die Welt.

* * *

Ein Zitat aus dem Buch:

»Damals in Flums erschien die ›Neue… weiter lesen

01.04.2009
Medien

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Bob Dylan als Zeichentrickfigur

aus mini_icon_blogname Meistersteins Doppel-Pack

Heute ist ja der Altmeister wieder mal in der Stadt, da werde ich mich hüten Musikvideos abzuspulen. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, das Augenmerk auf zwei nette Trickfilmchen zu lenken, als da sind: Backstage mit Bob Dylan (komisch- mit Gastauftritten von Popeye, Tom Waits und Ali und ebensolchen Stimmen) und Bob Dylan meets the Beatles. Bob trifft 1964 die Fab 4 in einem Hotel in New York und verführt sie mit Marihuana. Wo das wieder alles hinführt…

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Besuchen Sie auch meine neue Webseite: www.meisterstein.de

24.12.2008
Kultur & Unterhaltung

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Heiligmorgen

aus mini_icon_blogname Wortistik

“Papa, jetzt ist Heiligmorgen, oder?” – “Ja, Lucie.”

18.04.2007
Kultur & Unterhaltung

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Tarnfabrik

aus mini_icon_blogname Wortistik

Ein böser Vorwurf, aber ein schönes Wort, das Hans-Joachim Selenz in seiner Strafanzeige gegen Ferdinand Piech verwendet: “Insbesondere das Touareg/Cayenne-Projekt, an dem Herr Piech als Mitgesellschafter der Porsche AG ein überragendes Interesse hatte, wurde am VW-Auslandsstandort Bratislava realisiert. Die Porsche AG sparte auf diese Weise neben einem  Großteil der Entwicklungskosten auch die Investition für die Karosseriefertigung sowie  nahezu die komplette Montagelinie. In Leipzig baute man zur Täuschung der Öffentlichkeit und der Kunden lediglich eine Tarnfabrik für die Reifen- und Motor-Montage.”

Das würde wenigstens plausibel erklären, warum Porsche-Chef Wendelin Wiedeking so großherzig auf Subventionen für das Leipziger Werk verzichtete: Wer Subventionen zahlt, darf schließlich auch prüfen, was in so einem Werk passiert – oder eben nicht passiert…

16.02.2012
Aus aller Welt

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EINE ROSE FÜR CHRISTIAN IDE HINTZE

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Ein Geisteskrankheit hat unsere Welt befallen: die Herrschaft der bunten Gratisnichtigkeiten, aufgestapelt in jeder U-Bahn-Station, ausgehängt auf der Straße zur freien Entnahme an Sonn- und Feiertagen, stündlich, ja minütlich online aktualisiert, … und man muss sich erst stundenlang müde laufen, um noch geheimnisvolle Namen auf den Straßenschildern Wiens zu entdecken.

 

Diesen historischen Tiefstand des Humors und der Fantasie, diese Färbung und Formung der Welt mit geräuschvollen Sendungen von Nichts immer schwerer an seiner Schreibtischkante ertragend verstarb letzte Woche der österreichische Lyriker und Begründer der ersten europäischen Poetenschule Christian Ide Hintze im 59. Lebensjahr.

 

Als mir Ide zum ersten Mal begegnete, überrasche er mich mit dem ehrlichen Wunsch, die Sätze eines seiner Manuskripte verbessert sehen zu wollen. Das war in der linksintellektuellen Redaktion, der ich Ende der 1980er-Jahre angehörte, alles andere als selbstverständlich. Jeder noch so kleine Autor und jede noch so kleine Autorin der Wochenzeitschrift Falter schien die… weiter lesen

02.01.2012
Medien

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Best of You Tube 2011

aus mini_icon_blogname Meistersteins Doppel-Pack

Zwei der Most Viewed Videos 2011 auf You Tube möchte ich hier vorstellen- zum einen das Musikvideo The Creep von “Lonely Island” featuring John Waters und zum anderen den Volkswagen Werbeclip The Force. Beide Videos zusammen wurden fast 100 Millionen mal geklickt….

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31.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Ausgerechnet Til Schweiger

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Franco.jpg

Wäre dies Spanien, dieses Blog trüge den Namen “Franco-Blog” und es hätte wirklich alle Hände voll zu tun. Auch fast dreißig Jahre nach dem Tode des “Caudillo” hält die Entfaschistisierung in Spanien nur sehr bedächtig Hof.

Die gigantische Kapelle in der Valle de los Caídos ist noch immer ein beliebter Ort für Hochzeiten, auch wenn die sozialdemokratische Regierung Spaniens zunehmend Geschichtsbewusstsein fördert und Distanz fordert. Gerade letzte Woche erst wurde wieder ein Franco-Denkmal vor der Militärakademie in Saragossa entfernt, drei weitere dieser Art gibt es allerdings noch in Valencia, Toldedo und Ferrol, eine weitere, öffentlich sichtbare Franco-Statue gibt es in Santander. Die bürgerliche Partei Spaniens, die bis 2004 die Regierung stellte, spricht bereits von “linksradikalen Umtrieben”.

Nein, auch Deutschlands Entnazifizierung ging nicht schön von statten, erst derletzt – wird kolportiert – wurde Hitler einmal mehr aus dem Ehrenbürgerbuch einer Stadt gestrichen. Auch hierzulande zogen die alten Eliten… weiter lesen

27.07.2011
Kultur & Unterhaltung

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Jean Ziegler / Joachim Gauck

aus mini_icon_blogname Vollands Blog

Salzburger Festspiele

Gestern ging ich wieder einmal zu meinem Frisör. Nachdem die Haare nass waren und er anfing, mir mit der Schere die Haare zu kürzen, fragte ich ihn.
„Was macht denn eigentlich Herr Gauck?“
„Der war heute auch hier. Hat ja eine Einladung zu den Salzburger Festspielen. Soll morgen die Eröffnungsrede halten. Der Bundespräsident kommt auch.“
„Wissen Sie, was er sagen wird?“ fragte ich meinen Frisör.“
„Das weiß ich nicht, er hat nichts gesagt, nur, dass er eingeladen ist.“
Vor einigen Wochen traf ich Jean Ziegler. Ich hatte im BE eine Karte für das Stück von Mark Ravenhill „Freedom and democracy – we hate you“ gekauft und wollte mir auch eine Karte für den nächsten Abend besorgen. Die morgige Veranstaltung, auf der Jean Ziegler sein Buch vorstellen wollte, „Der Hass auf den Westen“, war bereits ausverkauft. Vor dem Theaterplatz warteten die Besucher für das… weiter lesen

25.01.2010
Kultur & Unterhaltung

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ANT-Anklänge

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Power to the Bauer

Das könnte das Motto der Grünen Woche sein, wobei die “Power” durchaus amerikanisch mittels neuer Technik, Anbauverfahren, Versammlungen  (bis hin zu Blasmusik von Trachtenkapellen) und kollektiven Belehrungen durch Weißkittel aller Art kommen soll. Heuer gab es eine ganze Biowaren-Halle von “Fair Trade” (in der es genauso gut roch wie in einem Bioladen), aber daneben hatten sich auch Nestlé, Coca-Cola und Mc-Donald’s ins Zeug gelegt – und lockten die Jugend mit Fitnessgeräten. In der Halle des Deutschen Bauernverbandes, der dort 2009 noch mit Lidl kooperierte, lagerte nun eine komplette Kuhherde in einem modernen Stall. Ab und an stand eine auf und ließ sich vom Melkroboter “Lely Astronaut” (der natürlich “Agronaut” hätte heißen müssen) 10 Liter Milch abzapfen.

Noch intellektueller ging es in der “Halle der Landwirtschaftsministerin” zu. Dort begeisterte mich am Stand des staatlichen Julius-Kühn-Instituts für Pflanzenanalytik in Klein-Machnow ein Lehrfilm aus einem Kieler Schädlingsforschungsinstitut über… weiter lesen

03.08.2009
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik-Rückschau: wer disst wen?

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Neben all den wohlgesetzten Worten, die die hauptberuflichen Kritiker tagein tagaus verfassen, um in der Schmähkritik-Rubrik zitiert zu werden, gibt es natürlich auch Prominente und Stars, die den Wadenbeißer geben. Ein unerschöpflicher Quell der Freude für unsere Sparte ist natürlich Noel Gallagher, mit dem man monatlich hier glänzen könnte, auch wenn Nicky Wire von den Manic Street Preachers sein bestes gibt, um mit Monobrow aus Manchester mithalten zu können.

Hier also eine Übersicht aus Schmähkritiken von Stars über Stars aus den letzten zwei Jahren:

1. Bands und Musiker teilen aus…

Justus Koehncke: “Für kleine, versteckte Verweise ist da kein Platz – schon gar nicht auf “Bauhaus”, die ich für eine der unerträglichsten, pubertär-prätentiösesten Dreckscombos aller Zeiten halte.”

1000 Robota über die deutsche Musikszene
Ryan Adams über R.E.M. … weiter lesen

09.10.2008
Kultur & Unterhaltung

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Mp3-Blog: Tomte

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Nachdem wir alle gespannt auf das neue Tomte-Album warten und uns fragen, was glückliche Vaterschaft und heftige Bandumwälzungen für Auswirkungen auf das Tomte-Werk haben, ein Rückblick auf einen Song aus den frühen Momenten der Karriere 1996.

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30.12.2010
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (383): Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Thilo Sarrazin

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

“Thilo Sarrazin möchte aber nicht nur die Anerkennung des Volkes, sondern die der Menschen, die man die Eliten nennt. Die bleibt ihm versagt. Denn so weit hält der zivilisatorische Konsens in diesem Land bislang, dass die Eliten einem Rassisten und Kulturchauvinisten die Anerkennung versagen. Die FAZ will diesen Konsens durchbrechen. Ihre Entscheidung am Weihnachtstag die Aufmacherseite des Feuilleton einem Rassisten zu übergeben, ist eine Provokation. Die Zeitung geht dabei weit unter ihr eigenes Niveau. (…) Der Journalist Jan Fleischhauer hat im Spiegel eine Geschichte über Sarrazin und seinen furchtbaren Erfolg geschrieben, die diesem Schrifttäter näher kommt als alles, was man bisher lesen konnte. Man liest diese Geschichte und begreift: Sarrazin ist ein böser Mann. Vom Ehrgeiz zerrissen und von der Sucht nach Anerkennung. (…) Sarrazins scharfer Verstand in Verbindung mit dieser kalten Verachtung und seinem kurzschlüssigen Ausländerhass machen den Mann zu einem gefährlichen Demagogen. Er bedient sich der Argumentationstechniken, die man von Rechtsradikalen kennt oder von Scientologen. … weiter lesen

11.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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Immer wieder, auf und nieder: Hundert Tage Alkohol

aus mini_icon_blogname Auf der Borderline nachts um halb eins.

Im ‘Tagesspiegel’ erschien gestern eine aufwendig erstellte Rezension (9.500 Zeichen) des Romans ‘Hundert Tage Alkohol’, auf die man einmal und erstmals grundsätzlich eingehen könnte. Ich sonne mich ja seit Ewigkeiten in dem Bewußtsein, radikal mißverstanden zu werden. Das ist ein Gefühl echter Freiheit. Und es entsteht auf jedem Niveau. Also dann, wenn ich böse angegriffen werde, und auch dann, wenn ich – wieder aus fundamentalen Mißverständnissen heraus – gefeiert werde, wie jetzt bei Gerrit Bartels. Ich fragte mich gestern beim Einschlafen, ob ich eigentlich jemanden seine falsche Sicht ausreden könne, ob das überhaupt möglich sei, ganz abgesehen davon, daß es für mich natürlich geschäftsschädigend wäre. Denn meine Wirkung hat sicherlich mit diesen vielen falschen Bildern zu tun, die meine Texte hervorrufen. Bartels zum Beispiel hat nun schon den dritten Langtext über mich im ‘Tagesspiegel’ geschrieben. Wohlweislich haben wir es beide vermieden, uns jemals zu treffen oder wenigstens zu telefonieren. Seine… weiter lesen

10.01.2008
Medien

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Zille und Busch zum zweihundertfünfzigsten Geburtstag!

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Kaum hat das Jahr richtig angefangen, geht es schon wieder los mit den Gedenkdoppelblocks.
Heute vor genau 150 Jahren wurde der Berliner Zeichner Heinrich Zille (Sein Milljöh) geboren. Tja, da hätte ich als alter Fan natürlich gerne ein paar Videos gezeigt, habe aber leider nichts gefunden.
So weiche ich denn auf Wilhelm Busch aus, der erst gestern vor genau 100 Jahren geboren wurde.
Und bei Busch bin ich fündig geworden. Ein kleiner Trailer (Diehl Film) zeigt eine verschollene Puppenanimation von Max und Moritz und eine kleine Gruppe junger Menschen tragen Gedichte des Meisters mit musikalischer Begleitung vor.
Das kann ja heiter werden.

[swf]http://www.youtube.com/v/6CJFN5-k0bY&feature=related,450, 370, 6, #fff[/swf]

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15.06.2011
Aus aller Welt

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Madlic: 8.000 Tote, sechs Zähne weniger

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Neues vom “Kriegs-Held” Ratko Mladic! Der Mann, der in Srebrenica an einem Tag 8.000 Moslem-Männer getötet hat, liess sich in Den Haag an einem Tag sechs Zähne ziehen. Inzwischen, so berichten niederländische Medien, spielt er im Gefängnis Schach. Dann muss er nicht so viel reden.

30.01.2012
Aus aller Welt

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Grünen-Politikerin: “Alle Frauen sollen Burka tragen”

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Karin Dekker, 51jährige Politikerin der Partei GrünLinks, hat sich mit einem seltsamen Vorschlag landesweit in die Schlagzeilen bringen können. Die Beigeordnete der Stadt Groningen will, dass künftig alle Frauen in den Niederlanden eine Burka tragen sollen. Grund: die Regierung in Den Haag hat nämlich beschlossen, dass das Tragen einer Burka (und anderer Vermumungen) künftig verboten werden soll.

Daraufhin schrieb Karin Dekker auf Twitter, dass sie noch Mitstreiterinnen suche, die wie sie selbst in einer Burka herumlaufen werden. Wahrscheinlich sieht sie darin einen Akt der Solidarität mit den ungefähr 200 Frauen in den Niederlanden, die zum Tragen einer Burka gezwungen werden. Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass sie sich damit lächerlich macht.

02.09.2010
Kultur & Unterhaltung

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Regionalkrimis (12): Spurensicherungs-Kommandos

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Das komplette Spusi-Kom Weimar verabschiedet sich vom (historischen) Tatort  (ganz vorne im Bild Staatsanwalt Dr.Weber)


“Wie die Heiligen sollen wir das Spurensicherungskommando Jesu in unserer Welt sein.” (Kardinal Meisner 2008)


Die Spurensicherung, abgekürzt: Spusi, ist Teil einer polizeilichen Ermittlungstruppe, der – wie der Name schon sagt – die Spuren sichern soll. Und zwar an einem “Tatort”. Die Spusi – “ein Kommando von Experten”, wie es Regionalkrimi-Autoren gerne nennen, folgt dabei der “Locard’schen Regel”. Diese besagt, dass kein Kontakt zwischen zwei Objekten hergestellt werden kann, ohne dass diese wechselseitige Spuren hinterlassen. “Nur menschliches Versagen diese zu finden, zu studieren und zu verstehen kann ihren Wert zunichte machen,” so der Lyoner Mediziner und Jurist Edmond Locard. Damit genau das nicht passiert, vor allem nicht ausgerechnet durch die polizeilichen Ermittler, deswegen werden diese nach seiner  “Regel” ausgebildet. Wikipedia veranschaulicht diese Spusi-”Regel” mit folgender Graphik:

Diese erste “Regel”… weiter lesen

21.10.2010
Aus aller Welt

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Mit jeder Tankfüllung ein Stück Kampfjet

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Wirtschaftskreisläufe haben etwas Aufregendes. Nehmen wir zum Beispiel den neusten Waffendeal zwischen den USA und Saudi Arabien, den das Außenministerium in Washington jetzt bestätigt hat. Umfang:  60 Milliarden Dollar.

Amerikanische Waffenschmieden sollen dafür 84 F-15 Kampfjets, 70 Apache Kampfhubschrauber, 36 AH-6M Little Bird Leichthelikopter und 72 Black Hawk Hubschrauber und noch alle möglichen anderen tödlichen Kleinkram liefern.

Der amerikanische Autofahrer füllt seinen Tank mit dem Rohstoff aus Saudi Arabien, das wiederherum gibt die gewonnenen Petrodollars für amerikanische Waffen aus. Am Ende bleibt das Geld also in der Familie, nur dass es ein wenig vom Autofahrer zu den Rüstungskonzernen umgeschichtet wird, deren Arbeiter (der Deal soll 75.000 neue Arbeitsplätze schaffen) dann wieder zur Tankstelle fahren ….. Weltwirtschaft pur.

F-15 In der Wirklichkeit kein Spielzeug

Mit einem wunderbaren Nebeneffekt: Saudi Arabien wird im gleichen Atemzug für einen möglichen Waffengang gegen den Iran aufgerüstet. Der Staatsekretär… weiter lesen

02.07.2010
Kultur & Unterhaltung

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“Winnetou” – ein deutsch-deutsches Indianerschicksal

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Drei Dresdnerinnen inkognito im Garten des Karl-May-Museums in Radebeul (“Zwei Welten – ein Erlebnis”). Photo: Peter Grosse

Jörg Schröder ließ sich, noch als März-Verleger, in der taz einmal über Karl May, Arno Schmidt und Fußball aus – und darüber, wie er diese drei Dinge in den Sechzigerjahren hassen lernte. “Maggi Pur” hieß seine 1983 veröffentlichte Suada: “Und Karl May war endlich auch durchschaut: was für ein widerlicher, blöder, verkappter protofaschistischer deutscher Autor er ist. Und prompt kommt dieser Arno Schmidt in den frühen Sechzigern mit seinem ekelhaften Blick und den grässslichen Augen in dem schrecklichen Gesicht – und seiner Karl-May-Analyse angewackelt und erklärt mir, daß  die Appalachen eigentlich Arschfalten sind. Na, das brauchte der mir doch nicht auszudeuten, das haben wir gelebt als Kinder, was die Karl-May-Werke für Wichsvorlagen sind. Glücklich davon entwöhnt und ebenso von den rennenden Menschen auf den Fußballfeldern, ruckt jetzt  alles wieder hoch.”  Und wie!… weiter lesen

16.01.2007
Medien

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Israelis auf den Mond?

aus mini_icon_blogname Der Datenscheich

Es war mir wirklich nicht möglich, zwei aktuelle Meldungen nicht miteinander zu verknüpfen: Zum einem den Bericht der ‘Haaretz’ über geheime Friedensverhandlungen zwischen Syrien und Israel (!) – und zum anderen die Nachricht der ‘Jerusalem Post’, der zufolge Israelis inzwischen schon rund 10 % des Mondes aufgekauft hätten…!!

037 mond.jpg

Ich begrüße und lobe allen Ernstes die weise Vorausschau der Siedler (und gebe freimütig zu, auch selbst schon vor langen Jahren eine Parzelle auf dem Mond erworben zu haben… grins). Denn wenn der Golan am Syrien zurückgegeben wird, muß man sich ja neu orientieren!

Und so, wie es dort oben aussieht, würde es hier unten ja auch schnell aussehen …wenn wir nicht aufpassen.

Links:

Friedensverhandlungen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,459907,00.html

Mondgebiete-Kauf: http://peacepalestine.blogspot.com/2007/01/israel-bought-10-of-moon-rest-belongs.html


14.11.2011
Kultur & Unterhaltung

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Schatz, es gibt Plazenta-Lasagne!

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

Die Geburt meines zweiten Sohns hat mich auf ein Tabuthema gestoßen, das im Eltern-Untergrund brodelt, aber in den Köpfen von Kinderlosen keinen Platz hat: Plazenta. Als Lebensmittel. … weiter lesen

09.06.2011
Kultur & Unterhaltung

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Selbsttest: Sind Sie ein Nazi?

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Jetzt, da jeder Idiot sich Nazi nennen lassen muss und da sich keiner mehr für Geschichte jenseits von Hitlerwitzen und History Channel-Dokumentationen interessiert, kommt ein solcher Test natürlich sehr gelegen:

So großer Unsinn das natürlich ist, werden doch zwei wichtige Punkte angesprochen: Nationalismus und Antisemitismus. Wer kein Nationalist ist und kein Antisemit, kann ja tatsächlich kein Nationalsozialist sein. Zumindest, ehem, kein guter.

(via)

13.11.2011
Kultur & Unterhaltung

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Radio Eins schafft sich ab

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Herz und Rückgrat beim Pförtner lassen und dann ab ins Studio: Das neue Radio Eins

Die See des RBB-Rundfunks ist im Moment äußerst stürmisch. Während sich Ken Jebsen für bestenfalls unbedachte Äußerungen in seiner Sendung in “Fritz” rechtfertigen muss, wird  der Sender für die etwas älteren Hörer (ehem.: “Nur für Erwachsene”) ordentlich umgekrempelt. Da es im März sehr schlechte Hörerzahlen hagelte und im Juni dann wieder bessere, wollte man sich Sicherheit verschaffen und sorgt jetzt für ein durchgehend schlechtes Programm.

Dabei gibt es einerseits kleine, feine Änderungen, dass man zum Beispiel die morgendlichen Werbeblöcke so weit nach vorn zieht, dass man jeweils nach X Uhr 15 und nach X Uhr 45 den Sender abschalten kann und sich bald fragt, ob denn die Sendungsreste dazwischen wertvoll genug zum zurückschalten sind, denn nach den dämlichen Werbeblöcken kommt eh nur noch Musik und die Nachrichten sind nicht selbsttragend.

Als große Änderung… weiter lesen

19.12.2011
Medien

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Photo Guide Dezember

aus mini_icon_blogname Photo Guide

Der Photoguide für Dezember, heute mit Bildern von Josef Koudelka, Don McCullin und einigen ausgezeichneten Fotos des Jahres 2011

Tahrir Square, Kairo, Ägypten, 1. Februar 2011 ©Yuri Kozyrev/NOOR TIME Magazine Top Ten Photos 2011

Jugendliche Plünderer rauben einen Supermarkt in Hackney aus. LONDON RIOTS 8. August 2011 © Olivia Harris, REUTERS 100 Best 2011

Midland Bank mit eingemauertem cash point von William Eckersley; aus dem Buch: Dark City bei Stucco Press

© in der grünen Minna, 1946. WEEGEE Retrospektive 1932-1960 Westlicht, Schauplatz für Fotografie bis 12. Februar 2012 © Sascha Weidner, Stiftungspreis für Fotokunst 2011
Kunstwerk
, Sammlung Allison und Peter Klein bis 15. Januar Jean, Whitechapel, London, 1980 von Don McCullin. Aus DonMcCullin in der Tate Britian. London bis 4. März 2012 © Pedro Pardo, Acapulco, Mexiko, 9. Januar 2011

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14.12.2011
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (466): Dietmar Dath über die Internetbemühungen etablierter Parteien

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

“Seit dem Berliner Wahlerfolg für die Piraten am 18. September schicken parlamentserfahrene Parteien ihre Leute forciert an die Twitter- und Social-Media-Front, wo sie mitunter die Anmut einer Hyäne mit gebrochenem Rückgrat entfalten, die sich mit heraushängender Zunge zum nächstgelegenen Wasserloch schleppt.”

(Dietmar Dath in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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20.02.2012
Aus aller Welt

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Was ist mit Kabila?

aus mini_icon_blogname Kongo-Echo

Es mehren sich die Mutmaßungen und Gerüchte über Kongos Präsident Joseph Kabila, der seit seiner höchst umstrittenen Wiedereinführung ins Amt des Präsidenten am 20. Dezember 2011 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Diverse Gerüchte zirkulierten in jüngster Zeit: Er sei auf einer Farm in Katanga; er sei in Behandlung im Ausland. Fest steht, daß er sich immer wieder in der Öffentlichkeit vertreten läßt, zum Beispiel bei der jüngst erfolgten Offenlegung seiner persönlichen Besitztümer, wie es für gewählte Amtsträger im Kongo Pflicht ist; dies unternahm ein Parteifreund an seiner Stelle.

Jetzt meldet der gewöhnlich bestens informierte Nachrichtenbrief “Africa Intelligence”, Kabila sei tatsächlich krank. Hier der Wortlaut:

“Nach Informationen aus dem engsten Kreis des Präsidenten war der Staatschef Mitte Januar Opfer eines leichten Gehirnschlags. Er sei in Katanga von südafrikanischen Teams behandelt und dann zur Genesung nach Kinshasa zurückgebracht worden. Dies würde seine Abwesenheit bei Anlässen in den letzten Wochen erklären,… weiter lesen

12.06.2009
Kultur & Unterhaltung

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Nur dreimal im Monat

aus mini_icon_blogname Prinzenbad-Blog

Während ich unter der Dusche stehe, höre ich ein Gespräch, das vom Männerduschbereich zu uns herübertönt:

“Morgen soll das Wetter schön werden.”

“Nein, morgen nicht. Nur dreimal im Monat. Morgen ist es noch nicht wieder so weit!”

11.04.2010
Medien

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Nachlese vom Pictoplasmafestival

aus mini_icon_blogname Meistersteins Doppel-Pack

Gestern ging das kleine ”Pictoplasma-Festival im Babylon” zu Ende. Dort lief der Animationsfilm Skhizein von Jérémy Clapin, der die absurde Geschichte eines Mannes erzählt, der von einem Meteoriten getroffen wurde. Und auch der argentinische Animationsfilm Mama Luchetti von Tomas Garcia lief dort mit seinen komischen, singenden pictoplasmischen Figuren.

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18.11.2010
Politik & Wirtschaft

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90 Milliarden Euro – wer hat sie den Iren geliehen?

aus mini_icon_blogname Frau Prokop hätte gesagt

Frau Prokop hätte seit Tagen nach der wichtigsten Detailinformation der Woche gesucht: Wer in Deutschland hat eigentlich den Iren mehr als 100 Milliarden Euro geliehen. In der Press ist immer nur die Rede von 103 Milliarden Euro, mit denen die Iren in Deutschland in der Kreide ständen – aber keine Details.
In der Donnerstagsausgabe hat das Handelsblatt einen ersten Versuch gemacht, die Gläubiger zu identifizieren. Auf Seite 6 der Zeitung gibt es eine Liste, aus der die Gläubiger für rund 13 Milliarden Euro hervorgehen. Vorneweg die Hypo Real Estate mit über zehn Milliarden Euro. Ihre Tochter Depfa, die sie ins Verderben gerissen hat, hatte ihren Sitz in Dublin.

Die Deutsche Bank ist mit gut 300 Millionen dabei, die Commerzbank mit unter hundert Millionen Euro, einige Landesbanken mit jeweils einigen hundert Millionen Euro.

Doch 90 Milliarden Euro fehlen.

Auf der Titelseite des Handelsblattes heißt es: “Banken und Versicherer fürchten… weiter lesen

22.06.2010
Kultur & Unterhaltung

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Jetzt! & Blumfeld – Kommst du mit in den Alltag

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Download-Link: Jetzt! – “Kommst Du Mit In Den Alltag”

Es war eine Sensation als vor etlichen Monaten unter den Fanatikern der vergessenen Band Jetzt! ein Link die Runde machte, der das für alle Zeiten verschollen geglaubte Tape „Liebe in GROSSEN Städten“ zugänglich machte.

Die deutsche Musik ist tot

Warum Freudenschreie durch die entlegenen Winkel des Netzes hallten, wird vielleicht klar, wenn wir einen kleinen Blick zurück auf die Band und ihr Umfeld werfen. Es ist Mitte der 80er Jahre und nachdem die deutsche Popmusik Ende der 70er, Anfang der 80er in Düsseldorf, Berlin und Hannover eine eigene Sprache und die wilde Lust am Experiment gefunden hatte, wartet man vergeblich auf Nachfahren der Fehlfarben und anderer großer Bands.

Das Dorf am Ende der Welt

Die nächste Generation findet sich ausgerechnet in dem kleinen Örtchen Bad Salzuflen unter dem Dach des Fast Weltweit Labels zusammen. Fast Weltweit veröffentlichte Kassettensampler und Bandtapes von Künstlern, die das folgende Jahrzehnt beeinflussen sollten wie niemand sonst: eine frühe Inkarnation der Sterne um Frank Spilker, Bernadette La Hengst, Bernd Begemann und Jochen Distelmeyers Blumfeld-Vorgänger-Band Die Bienenjäger haben alle bei Fast Weltweit eine Heimat gefunden. Später stehen sie exemplarisch für die Hamburger Schule, die zum ersten Mal seit der Düsseldorfer Ratinger Hof Szene wieder in deutscher Sprache Politik und Liebe besingen wird.

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Liebe in kleinen Städten

Doch trotz eines Spilker, Begemann oder Distelmeyer ist es die Stimme von Michael Girke, … weiter lesen

10.02.2010
Kultur & Unterhaltung

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Das deutsche Las Vegas – Versuch über die Kultfabrik

aus mini_icon_blogname Männer mit Spielplan

Die sog. Kultfabrik ist gar keine Fabrik, sondern ein Gelände, sie ist Europas größtes Party-Areal, ein Vergnügungszentrum, bestehend aus unzähligen Clubs, Discos, Kneipen, Imbissen, Restaurants usw. Sie ist Nachfolgerin des sog. Kunstpark Ost. Hier steht die auch Tonhalle, in der wir neulich schon und heute abend wieder spielen.
Die Kultfabrik, die von vielen immer noch Kunstpark Ost genannt wird, weil sie ja die Nachfolgerin ist, so wie ja auch ältere Menschen oft noch “Brenninkmeyer” sagen, wenn sie C&A meinen, und auch damit nicht unrecht haben, die Kultfabrik hat bei vielen Leuten keinen guten Ruf, weil sie trashig und billig daherkommt, aber das tun Coney Island und Las Vegas auch; manche Leute finden es doof, dass hier die ganzen Menschen aus dem Umland herkommen und am Wochenende einen draufmachen, dass es scheppert. Aber das gilt für Coney Island, Brighton und Las Vegas auch. Saufen bis zum Kontrollverlust? Bei Nicholas Cage… weiter lesen

07.04.2011
Politik & Wirtschaft

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Drug-Checking – Instrument der Gesundheitsvorsorge oder Repressionshilfe?

aus mini_icon_blogname Drogerie

Drug-Checking ist eine Interventionsstrategie zur Erhaltung der Gesundheit, da die genaue Kenntnis von Dosierung und Wirkstoffzusammensetzung einer Droge den potentiellen Gebrauchern derselben das objektiv bestehende Gefahrenpotential vergegenwärtigt und somit eine klare Grundlage für die subjektive Risikoabschätzung vor der eventuellen Einnahme schafft. Drug-Checking fördert somit den Lernprozess zu einem verträglichen Risikomanagement.

Beim Drug-Checking werden Partydrogen im Labor qualitativ und quantitativ auf Wirkstoffgehalte und auf die Gesundheit gefährdende Verunreinigungen hin getestet, um im Falle des Auftauchens extrem gefährlicher Schwarzmarktprodukte die Konsumenten mit einer entsprechenden Warnung zu informieren. Drug-Checking ist in erster Linie ein Instrumentarium zum Schutz von Gesundheit und Leben. Die gewonnenen Daten werden natürlich auch von der Polizei für die Strafverfolgung genutzt.

Die UNO und Drug-Checking

In der Zeit vom 21. bis 25. März 2011 tagte in der UNO-City in Wien die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (Commission on Narcotic Drugs, CND). Die Suchtstoffkommission wollte eine bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die wissenschaftliche und medizinische Nutzung ermöglichen. Diese Substanzen benötigt man zum eichen der Apparaturen zur Analyse von auf dem Schwarzmarkt kursierenden Drogen – dem sogenannten Drug-Checking. Bei der Beratung gab eine kurze Diskussion welche Organisation, der Suchtstoffkontrollrat (International Narcotic Control Board, INCB) oder das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC), diese Substanzen zur Verfügung stellen und die Qualität kontrollieren solle.

Der Vorschlag kam aus Finnland mit der Argumentation, dass Drogentestlabore immer eine gewisse Menge von den kontrollierten Substanzen benötigen um ihre Analysen durchzuführen. Auch wenn diese Labore ihre Arbeit im Auftrag der Regierung durchführen, sei es schwierig, an diese Substanzen zu gelangen. Somit sei es nötig, die Verteilung von Testproben für Qualitätskontrollen international zu organisieren.

Angedacht war ursprünglich eine Ermöglichung von Drug-Checking für »Medizinische Zwecke« wie auch für »wissenschaftliche Zwecke«. Die Formulierung »Medizinische Zwecke« wurde in der Folge aus der Vereinbarung entfernt, es verbleiben somit nur noch die »wissenschaftlichen Zwecke«. Vergl. hierzu den Artikel auf der Hanfplantage von tribble: »Suchtstoffkommission möchte bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die Wissenschaft«.

UNO-Behörden und nationale Regierungsstellen behaupten immer wieder, dass Betäubungsmittelgesetze dem Gesundheitsschutz dienen sollen. Doch im Falle von Drug-Checking engagierten sich bei der Suchtstoffkommission nur ganz wenige Regierungsvertreter für die medizinischen Zwecke. Einen Beitrag Deutschlands bei dieser Diskussion sucht man vergeblich in den Protokollen des CNDblogs. Es zeigt sich hier deutlich, dass bei der Suchtstoffkommission und den zugeördneten UNO-Behörden wie auch bei den meisten Regierungen die Repression vorrangig bedacht wird und der Gesundheitsschutz nachrangig behandelt wird. Hier offenbart sich wieder einmal mehr die schier grenzenlose Bigotterie nationaler und internationaler Behörden in Sachen Drogenpolitik.

Drug-Checking in Deutschland

Die erste etablierte Drogenberatungsstelle in Deutschland, die den Nutzen eines solchen Drug-Checking-Programms erkannte und in der Lage war, dieses System auch partiell mit zu nutzen, war die DROBS in Hannover, die ab 1995 Pillenidentifikationen in Verbindung mit Schnelltests durchführte. Die DROBS war, was den Bereich Drug-Checking anbelangte, eine Art Satellitenstation des niederländischen Systems, da die Ergebnislisten für die Pillenidentifizierung regelmäßig aus den Niederlanden bezogen wurden. Die DROBS führte keine eigenen Laboranalysen durch. Aus rechtlichen Gründen mußte die DROBS diesen Service im Jahr 2005 einstellen. … weiter lesen

23.04.2008
Kultur & Unterhaltung

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Drölf

aus mini_icon_blogname Wortistik

Und nochmal meldet sich Wortistik-Leser Stefan zu Mail: Ihm ist erstmals in seinem Leben die Drölf begegnet – die Zahl zwischen 11 und 14. “Heute scheint irgendwie Tag der mir unbekannten Allgemeinwörter zu sein”, meint er, immerhin meldet Google bereits 58.500 Treffer für Drölf. 

Keine Sorge, Stefan, sooo verbreitet ist dieses Wort denn doch nicht. Und schon die ersten Blicke in die Google-Ergebnisse zeigen, dass es für Drölf durchaus mehr als nur eine allgemeine Bedeutung gibt:

- Die Uncyclopedia hatte es zum Welt-Wort des Jahres 2006 gekürt, da es “in keiner Zivilisation der bekannten Spiralarme der Milchstraße eine Bedeutung” habe und deshalb “kulturneutral und nicht diskriminierend” sei.

- Die Kamelopedia hingegen sieht Drölf als “eindrucksvolle Alternative zu heutigen, exakt definierten Zahlwerten”, mit entsprechenden Einsatzmöglichkeiten: Drölf könne ”als Zeitangabe für das Erscheinen auf Partys (zwischen den Uhrzeiten 11 Uhr abends und 2 Uhr morgens)” gebraucht werden.

- der User Hype im Board… weiter lesen

24.12.2009
Kultur & Unterhaltung

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Die zehn besten Popsongs 2009

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

2009 war das beste Popjahr seit Ewigkeiten. Kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut. Was hatten wir dieses Jahr nicht alles? Einen Altmeister der mit einem 1-2-3-Punch zurück kam und endgültig der Elvis des Hip-Hop wurde, ein freches Gör, das bewies, dass mehr als Nacktfotos und große Fresse in ihr steckte, den ersten Hip-Hop-Superstar der Insel und natürlich den größten Popstar des Jahres…

10. Emiliana Torrini: Jungle Drum

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Spätestens “Jungle Drum” war der Beweis, dass Fernsehshows das neue Musikfernsehen UND Radio sind. Emiliana Torrini, schon länger unterwegs und komplett unter dem Radar des normalen Musikhörers, hatte das Glück, mit “Jungle Drum” im Background einer “Germany’s Next Topmodel”-Folge zu laufen – die Folge waren acht (!) Wochen auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Wahrscheinlich die größte Hitparadensensation in diesem Jahr.

Charts:
D: 1 / UK: -

9. Lenka – The Show

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22.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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wulffen

aus mini_icon_blogname Wortistik

Gerade in der Diskussion bei Günther Jauch: Was ist die korrekte Bedeutung des Verbs wulffen? Zur Auswahl stehen:

a) Anrufbeantworter vollquatschen

b) nicht wirklich lügen, aber auch nicht wirklich die Wahrheit sagen

c) irgendetwas mitgehen lassen, ohne dafür zu bezahlen

Das ist doch nun wirklich keine Frage, meine Damen und Herren. NUR b) kann die richtige Antwort sein. Denn das mit dem Anrufbeantworter ist sehr speziell und bald vergessen, das mit dem Klauen braucht kein neues Wort, da gibt’s schon genügend; aber die Konsequenz und Penetranz, mit der sich unser Noch-Bundespräsident sich an der Wahrheit vorbeilaviert hat, ist ziemlich einzigartig, sogar für Politiker.

Und Einzigartiges hat schon mal ein eigenes Wort verdient. Und wenn Wulff unbedingt an seinem Stuhl kleben bleiben will, sollte man ihm gleich noch sein eigenes Verb dazukleben.

28.10.2008
Aus aller Welt

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Lock-Huren in Rotterdam

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Mit einem cleveren Trick haben die Ordnungshüter im niederländischen Rotterdam im Nieuwe Binnenweg (Delfshaven) bislang verhindert, dass die Gegend ein neues Zentrum für Strassen-Prostitution wird. Mit einer sogenannten “Lock-Hure” wurden 37 potentielle Freier aus dem Verkehr gezogen, bevor sie sozusagen am Verkehr teilnehmen konnten.

Es handelt sich bei der Lock-Hure um eine weibliche Polizistin, die keineswegs anders als “normal” gekleidet sei. Polizeisprecher Huub Veeneman sagte dem Algemeen Dagblad: “Sie hat keinen superkurzen Rock an oder so, dass wäre Anstiftung zu einer Straftat.” Naja, sie würde dann halt von Männern aus vorbeifahrenden Autos angesprochen. Dann schnappt die Falle zu!

Die Möchtegern-Freier bekommen eine Geldstrafe und einige Tage später flattert ihnen auch noch ein Brief vom Bürgermeister ins Haus. Da wird sich die Familie aber freuen!

08.10.2008
Kultur & Unterhaltung

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Schmähkritik (118): 1000 Robota über die deutsche Musikszene

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Feindbilder? “Tomte, Kettcar, Herrenmagazin, die Kilians. Trost suchende Gewohnheitstypen, die sich ab und an dazu entschließen, mit ihrem kleinen Reclam-Heftchen in Bars abzuhängen, St.-Pauli-Fans und Freund von allem und niemandem zu sein.”

(Anton Spielmann, 1000 Robota, in der ZEIT)

1000 Robota im Popblog:
* Album des Monats September: Platz 2
* Schmähkritik Nr. 110 über 1000 Robota

24.09.2010
Kultur & Unterhaltung

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Volker Surmann: Ich will kein Homo-Autor sein

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Mein Kollege Volker Surmann von den Brauseboys hat einen Roman geschrieben. “Die Schwerelosigkeit der Flusspferde“, heißt er, und das ist nicht nur ein schöner Titel, es ist vor allem ein außerordentlich gelungener Roman, einer der besten, den ich in den letzten Jahren las. Eine bitter-melancholische Geschichte über das Elend des Kleinkunst- und Comedy-Betriebs. Ein Blick in den Abgrund hinter der Bühnenkomik. Das einzig Ärgerliche an dem Buch: Es musste im Querverlag erscheinen. Gegen den ist an sich nichts zu sagen, es handelt sich um einen recht großen, etablierten und dem Vernehmen nach guten spezialisierten Verlag für Bücher, die sich an Homosexuelle richten. Nur: Surmanns Roman ist mitnichten ein Buch, dass irgendwie speziell schwul ist, was immer das sein mag. Surmanns Roman ist einfach ein guter Roman, dessen Autor und Protagonist eben schwul sind. Da ihm mit einer Kurzgeschichtensammlung nun offenbar ein ähnliches Schicksal droht, hat Volker Surmannweiter lesen

19.02.2007
Kultur & Unterhaltung

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Scheiß’ Nazis

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

hitler_scheisse.jpg

“Scheiß’ Nazis” war bislang vor allem eine legitime, politische Äußerung. Scheint, als wäre sie durch den Düsseldorfer Karneval auch als Imperativ in einem sinnvollen Kontext zu verstehen. Oder, frei nach Helmut Kohl: Wichtig ist, was hinten rauskommt.

06.06.2010
Kultur & Unterhaltung

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Super-GAUck

aus mini_icon_blogname Wortistik

Dass es sich beim “besseren Präsidenten” um einen Super-Gauck handelt, ist eh klar.

Aber für wen ist die Kandidatur von Joachim Gauck eigentlich der Super-GAUck? Zwei Jungpolitiker, die beide bereits am Donnerstag (vermutlich unabhängig voneinander) in ihren Blogs diesen Begriff verwendet haben, sehen das sehr unterschiedlich:

- Für den kreuzkonservativen Philipp Freiherr von Brandenstein, 2008/09 kurzzeitig Leiter Strategie und Kommunikation in der CSU-Landesleitung, handelt es sich um einen Super-GAUck für die Linke: Wer Neues Deutschland und junge Welt regelmäßig liest, weiß darum, welcher Hass Gauck seitens der DDR-Nostagiker entgegenschlägt. Er steht für alles, was sie bekämpft haben. Gauck steht gegen das Vergessen und für die Präsenz der verschränkten Themenkomplexe SED-Staat, Stasi und roter Totalitarismus. Nicht zuletzt daher stimmen wir bereits heute für den Kandidaten von Einigkeit und Recht und Freiheit, den würdigen Repräsentanten der friedlichen Revolution und deutschen Einheit- Joachim Gauck!

- Und für den querliberalen… weiter lesen

23.11.2008
Aus aller Welt

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DAILY SOUP – 6. LIEFERUNG

aus mini_icon_blogname Wien-Blog

Die Herbstausgabe des Diplomatenmagazins Society (3/08) widmet einen Schwerpunkt des Hefts der Slowakei. Darin interessante Fragen: »Wussten Sie, dass Bratislava die einzige Hauptstadt der Welt ist, die unmittelbar an zwei Staaten (Österreich, Ungarn) grenzt? Wussten Sie, dass Wien und Bratislava die geringste Entfernung zwischen zwei Hauptstädten auf der ganzen Welt haben?« – Nur, was bitte nützt mir die geographische Nähe, wenn ich als Wiener zum Grenzübertritt immer noch Personalausweis oder gültigen Reisepass brauche, um die Nachbarn zu besuchen?

21-11-08
Die F.A.Z.-Beilage »Piazza« versieht das Foto einer spanischen Markthalle mit dem flott-tönenden Bildtext: »Wer den Mercado Central ohne Leckreien verlässt, ist selber schuld«. – Nein, Armut ist weder eine Schuld noch eine Sünde! Die Arroganz der Wohlhabenden beruht auf der Täuschung, sie hätten etwas geleistet, was ihnen kraft ihrer Klasse zugefallen ist.

In den USA veranstalten Hausbesitzer so genannte garage sales, und zwar nicht bloss, um alles Gerümpel loszuwerden, sondern auch,… weiter lesen

10.06.2011
Kultur & Unterhaltung

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Restaurantkohortenstudie

aus mini_icon_blogname Wortistik

Geil! “Die belastenden Indizien für den Sprossenverdacht aber brachte ein neues Ermittlungsverfahren”, das “erstmals zum Einsatz kam”– offenbar ein richtiges Wundermittel, diese “rezeptbasierte Restaurant-Kohortenstudie”.

Nein, völliger Bullshit, diese Erklärung. Unsere ach so korrekten Behörden haben nichts anderes gemacht als die klassische Ermittlungsarbeit, die sie in der Ehec-Angelegenheit von Anfang an hätten machen sollen. Ich hatte das hier vor elf Tagen mal beschrieben:

Da sind in Frankfurt 19 Leute erkrankt, die alle in der gleichen von einem Gross-Caterer betriebenen Kantine gegessen haben. Das allein müsste doch schon ausreichen, um dem Täter auf die Spur zu kommen: Was haben die Leute da gegessen, wann haben sie da gegessen, viele potenzielle Verursacher können da nicht übrig bleiben. Und weil der Caterer auch so etwas wie Lieferscheine hat, müsste für die Verdächtigen doch auch die Herkunft ziemlich weit zurückverfolgt werden können. Zumindest bis zum Grossmarkt, und jede Wette, der Grossmarktweiter lesen

11.03.2011
Kultur & Unterhaltung

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Die tägliche Verwirrung. Teil 1: Milchsäure

aus mini_icon_blogname Tischgespräch

Milchsäure

Für den bewussten Einkauf im Supermarkt müsste man immer einen Lebensmittelchemiker dabei haben. Überall sind Zutaten drin, von denen wir noch nie gehört haben oder deren wahre Herkunft sich hinter sogenannten E-Nummern verbirgt. Und manchmal glauben wir auch nur zu wissen, worum es sich bei einem Inhaltsstoff handelt. Oder wissen Sie es: Was ist eigentlich Milchsäure?

… weiter lesen

05.09.2008
Kultur & Unterhaltung

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Exklusiv, weit gereist – und so cool

aus mini_icon_blogname Dieta mediterránea


Wenn uns tatsächlich jemand von „oben“ beobachten könnte, wie wir Wasser von einem Ende der Welt zum anderen, von einem Land zum anderen transportieren und dafür auch noch zahlen, der würde uns doch für verrückt halten!  – Verrückt oder geschäftstüchtig? Mit Mineralwasser ist heute wie mit Öl und Kaffee enorm Geld zu machen. Zugute kam dem Nass der Wellness-Trend, der schier unendlich viele Möglichkeiten auf dem Markt bietet – in Flaschen abgefülltes Wasser hat auf dem Getränkesektor jedenfalls den größten Zuwachs erfahren. Was einerseits die großen Multis auf den Plan ruft, denn nur die können die entsprechenden Vertriebswege aufbauen, und andererseits zusätzlich Probleme bringt, denn die meisten Mineralwässer sind in Plastikflaschen, so genannte Pets, abgefüllt. Und auch die Glasfabriken boomen – nur nicht die Rückgabe oder der Wurf in den entsprechenden Container – zumindest hier in Spanien.
Begonnen hat die neue Modeerscheinung in Paris, sie sollte sich… weiter lesen

16.09.2011
Medien

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Crowd-Finding Wimmelbild mit Gewinnspiel

aus mini_icon_blogname Wir Wollen Wenig Aber Von Vielen

In meinem letzten Beitrag habe ich ja über die geplante 6-teilige Cartoon-Serie zum Thema “Crowdfunding” berichtet, die Comic-Autor Peter Wiechmann begleitend zu seiner Kampagne auf mySherpas machen wird. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, haben sich er und sein Art-Director etwas einfallen lassen und ein Crowdsponsoring-Wimmelbild kreiert. Peter Wiechmann selbst beschreibt es folgendermaßen:

“Das komplette Ur-Bild (6 Puzzle-Teile) der wimmelnden Menge – in der die Spur fördernder Sponsoren aufzunehmen ist – schuf mein Freund und Art-Director Ramon José Ferré Elies in Barcelona speziell für die Versinnbildlichung meines Primo-Projektes bei MySherpas.

Sozusagen als “Massenspektrum”!

Aber wie sieht die Kapital-fördernde Konstruktion des Projektes aus, mit dem Kult-Serien des legendären Comic-Magazins PRIMO aus dem Archiv-Koma geweckt werden sollen?

Da haben wir zum einen die bewährte Projekt-Plattform MySherpas. Auf ihr präsentiere ich meine Buch-Idee der Titanen Trilogie und verdeutliche die unausweichliche Notwendigkeit

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04.09.2011
Kultur & Unterhaltung

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Die “Happy Holocaust”-Würstchen der NPD MV

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Die Kollegen von Vice waren samt Kamera in Mecklenburg-Vorpommern, im notorischen NPD-Nazi-Dorf Jamel.

Die NPD und ihr nahestehende Organisationen haben dort die Macht über die Köpfe und Straßen erobert und betreiben in aller Öffentlichkeit einen Lager-ähnlichen Treff, samt eines Grilles mit der Aufschrift “Happy Holocaust”. Der Video-Beitrag von Vice ist bedrückend und erschreckend.

Außerdem wird heute in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dort wohnen: gehen Sie wählen. Und: Wählt keine Nazis.

(Danke Xander und Felix/auch via NPD-Blog.info)

28.01.2011
Kultur & Unterhaltung

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Vegan essen – aber Lederschuhe tragen?

aus mini_icon_blogname O Sohle mio!

Sich vegan oder vegetarisch zu ernähren ist voll im Trend –gesund essen und nachhaltig konsumieren wollen plötzlich sehr viele. Und ja nichts zu sich nehmen, was einmal Augen hatte. Ob Modeerscheinung oder Lebenseinstellung – von Kopf bis Schuh tierfrei ist leichter gesagt als getan.

Sie sind vom Dioxinskandal aufgeschreckt, von Bestsellern wie Jonathan Safran Foers „Tiere essen“ oder Karen Duves „Anständig essen“ inspiriert: Fünf Freunde von mir starteten vor zwei Wochen ein Experiment. Sie versuchten, eine Woche lang ganz auf tierische Produkte zu verzichten, also auch auf Milch und Käse, wollten vegan leben. Zuvor aßen die einen immerhin gelegentlich Fleisch, andere waren leidenschaftliche Verfechter des Genusses von Steak und Bratwurst.
… weiter lesen

07.12.2011
Kultur & Unterhaltung

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in eigener Sache

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Liebe Leser_innen dieses Blogs, heute mache ich ausnahmsweise mal Werbung für mich! Wer sucht noch nach einem schönen und speziellen Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einer Fotolampe von Caro?

Es gibt die Lampen in 3 verschiedenen Ausfertigungen: … weiter lesen

26.12.2010
Kultur & Unterhaltung

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Die zehn besten Alben 2010

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

10. Christiane Rösinger: “Songs Of L & Hate” (Indiepedia)

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Von Kleinkunst-Pastiche (der Song “Berlin”) bis zu Dylan-Hommage (das Albumcover) reichte Christiane Rösingers überraschendes Spätwerk “Songs Of L & Hate” (das im Titel wiederum Leonard Cohen zitierte). Andreas Spechtl, Mastermind der österreichischen Wahlberliner und letztjähriger Album-Des-Jahres-Gewinner Ja, Panik, unterstützte in den Arrangements, gibt Rösingers Ein-Mann-Backing-Band und verheiratet so die Scheitern-als-Kunst-Texte Rösingers mit der zart antreibenden Energie seiner Hauptband.

Höhepunkte:
* Berlin
* Desillusion
* Es Ist So Arg

Charts:
D: – / UK: -

9. Television Personalities: “A Memory Is Better Than Nothing” (Indiepedia)

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Die selbst für TVP-Heads unübersichtliche Diskographie der britischen Do-It-Yourself-Legende Dan Treacy erfuhr in diesem Jahr einen Neuzugang, den wir – ehrlich gesagt – nicht mehr erwartet hatten. Das konziseste Werk, das Treacy seit den 80ern veröffentlicht hat, erstmals seit langem wieder mit einer durchgängig überzeugenden Band und einer ausgefeilten Produktion, die dennoch nie Treacys Verrücktheit zu verstecken sucht. Wahrscheinlich das beste Album des Jahres, das von niemandem gehört wurde. Brillant.

Höhepunkte:
* The Good Anarchist
* Walk Towards The Light
* A Memory Is Better Than Nothing

Charts:
D: – / UK: -

8. Laura Marling: “I Speak Because I Can” (Indiepedia)

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Man muss sich immer wieder bewusst daran erinnern: Laura Marling ist 1990 geboren. Gerade 20 Jahre alt geworden. Und hat trotzdem schon das zweite hervorragende Album ihrer Karriere veröffentlicht. Die unprätentiöse Göttin der britischen Folkszene, die von wirklich allen nur mit Bewunderung betrachtet wird, die selbst einen Jack White um Worte ringen lässt (und eine ebenfalls bemerkenswerte kleine Single spontan bei ihrem Studiobesuch aufnimmt), die mit “I Speak Because I Can” den minimalistischen Sound von “Alas I Cannot Swim” behutsam erweitert ohne ihn gleich der Stadion-Folk-Behandlung des Lebensabschnittpartners Marcus Mumford (& Sons) zu unterziehen.

Höhepunkte:
* Goodbye England (Covered In Snow)
* Alpha Swallows
* Devil’s Spoke … weiter lesen