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03.03.2007
Kultur & Unterhaltung

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Drinni

aus mini_icon_blogname Wortistik

von Christian Dombrowski (inspiriert von Bill Kaulitz, Tokio Hotel):
Für Leute, die sich draußen am wohlsten fühlen und ihre Freizeit am liebsten an der freien Luft verbringen, hört man gelegentlich die Bezeichnung „Outdoor-Typen“. Thomas Mann war gewiss nicht „outdoor“, sondern meist innerhalb des Hauses anzutreffen – er nannte sich selbst scherzhaft eine „alte Zimmerlinde“. Der Frontsänger von „Tokio Hotel“, Bill Kaulitz, wurde nach dem jüngsten Video der Gruppe befragt, das überwiegend unter freiem Himmel spielt – eine schlimme Erfahrung offenbar für die Jungs: „Wir sind nämlich totale Drinnis – das ist unser Wort für Leute, die unberührte Natur einfach nur hassen. Und ausgerechnet das Video war total draußimäßig.“
Drinni und Draußi – Wörter mit Zukunft. Oder?

Drinni = jemand, der am liebsten innerhalb geschlossener Räume aktiv ist und nicht unter freiem Himmel; Gegensatz: Draußi

13.02.2012
Aus aller Welt

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Ein folgenschwerer Flugzeugabsturz

aus mini_icon_blogname Kongo-Echo

Einige der wichtigsten Politiker der DR Kongo sind am Sonntag 12. Februar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden. Augustin Katumba Mwanke, einer der engsten Vertrauten von Staatspräsident Joseph Kabila, ehemaliger Provinzgouverneur von Katanga und in den Augen vieler die faktische Nummer Zwei des Kabila-Regimes, starb am frühen Nachmittag beim fehlgeschlagenen Landeanflug eines Privatflugzeuges aus Goma nach Bukavu. Mit ihm an Bord und mehr oder weniger schwer verletzt: der bisherige Finanzminister Matata Ponyo, der Diplomat Antoine Ghonda sowie der bisherige Gouverneur der Provinz Süd-Kivu, Marcellin Cishambo. Alle drei zählen zum engsten Kreis von Kabilas Vertrauten. Cishambo ist weniger schwer verletzt als die anderen beiden. Der Pilot ist ebenfalls ums Leben gekommen.

Wie zu hören ist, waren sie aus Kisangani nach Goma geflogen und dann in eine kleinere Maschine nach Bukavu umgestiegen. Als die Maschine auf dem Flughafen Kavumu am Kivusee landete, überschoss sie die Piste, raste in… weiter lesen

16.01.2012
Aus aller Welt

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Bundestag will Plünderung Zentralamerikas absegnen

aus mini_icon_blogname Latin@rama

Presseerklärung

Der Bundestag wird sich übermorgen mit der Unterzeichnung und vorläufigen Anwendung des Abkommens zur Gründung einer Assoziation zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Zentralamerika andererseits befassen. Es ist absehbar, dass sich mit Inkrafttreten dieses Assoziierungsabkommens die wirtschaftliche, soziale und menschenrechtliche Lage in den zentralamerikanischen Ländern für die Mehrheit der dortigen Bevölkerung dramatisch verschlechtern wird.

Es wäre deshalb wünschenswert, wenn der Bundestag dem weiteren Ratifizierungsprozess des EU-Zentralamerika-Abkommens nicht zustimmen würde. Voraussichtlich werden die Parlamentarier den Abschluss der Verträge jedoch mehrheitlich durchwinken – weitgehend ohne öffentliche Diskussion und ohne zu wissen, worum es eigentlich geht.

Die unterzeichnenden Organisationen arbeiten seit vielen Jahren mit Partnern und Selbsthilfeorganisationen aus dem sozialen, gewerkschaftlichen und kleinbäuerlichen Bereich in Zentralamerika zusammen und lehnen wie diese das Assoziierungs- und Freihandelsabkommen EU-Zentralamerika ab.

Freihandel darf kein Dogma werden – Freiheit für wirtschaftliche Alternativen und Wirtschaftsformen

Gemeinsam… weiter lesen

30.03.2011
Medien

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AKWs in Ihrer Umgebung

aus mini_icon_blogname Open-Data
Akw-Karte auf taz.de

Akw-Karte auf taz.de

Im Anti-AKW-Schwerpunkt auf taz.de haben wir eine Karte veröffentlicht, auf der Sie zum einen sehen können, wie ein Evakuierungsradius – orientiert an den Evakuierungszonen des AKW Fukushima – in Deutschland um die jeweiligen AKW-Standorte aussehen würde.

Zum anderen können Sie auch sehen, wie weit Sie von einem AKW entfernt wohnen. Um sich den jeweiligen Radius anzeigen zu lassen, müssen sie in dem Eingabefeld am oberen Kartenende Ihren Wohnort eingeben bzw. den Standort des jeweiligen AKWs. Den erfahren Sie, in dem Sie auf das entsprechende AKW klicken.

Der kleine Kreis hat einen Radius von 30 Kilometern. Das entspricht der evakuierten Zone in Fukushima (20 Kilometer) plus der weiteren zehn Kilometer, in der die Bevölkerung die Häuser nicht verlassen soll. Der nächste Ring auf der Karte entspricht der von den USA für ihre Bürger empfohlenen 50-Meilen-Zone (80 Kilometer Radius). Ganz außen dann die 250-Kilometer-Zone –… weiter lesen

22.09.2010
Politik & Wirtschaft

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Gesetzeskonform agieren, Embargolisten verstehen

aus mini_icon_blogname Sauerländische Erzählungen.

Es gibt viele Sanktionen und Sanktionslisten. z.B. die gegen den Iran wegen der Verletzung des Non-Proliferationsabkommens zur Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen, Listen gegen sogenannte “Schurkenstaaten”, und die sogenannten Anti-Terrorlisten des UN-Sicherheitsrates, der EU und der USA.  

Eine schöne Übersicht über die wichtigsten Listen findet sich in der Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Sanktionslisten  

Nehmen wir mal die Anti-Terror-Liste der EU, über die wird in diesem Blog noch mehr berichtet werden. Wer befugt ist, Personen oder Organisationen nach welchen Kriterien auf dieser EU-Terrorliste zu listen, ist völlig unklar. Klar sind hingegen die Risiken, wenn Firmen oder Personen mit solchen Leuten oder Organisationen, die auf einer dieser Listen geraten, wissentlich oder unwissentlich Geschäfte macht. Da die Bösen sich aber gern tarnen, zudem die Listen ständig geändert werden und manchmal ungenau sind, haben listige Geschäftemacher ein neues Betätigungsfeld entdeckt: Software und Dienstleistungen zum Abgleich von Kunden- oder Mitarbeiterdaten mit den Terrorlisten und den diversen Embargo- und anderen Sanktionslisten. Wenn man nach… weiter lesen

13.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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My Favourite Records mit Daniel Erk (So viel Hitler war selten)

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

hitler


Diese Woche ist das Buch “So viel Hitler war selten: Die Banalisierung des Bösen oder Warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist” von Daniel Erk erschienen. Da bereits im Untertitel eine Pop-Referenz gezogen wird (nämlich die erste Zeile aus Jan Delays www.hitler.de zitiert wird), wollten wir gemeinsam mit Herrn Erk unsere My Favourite Records – Rubrik in dieser Woche auf Hitler bürsten:

Die drei besten Punksongs/-singles?


* Anal Cunt: Hitler was a sensitive man


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* Die Ärzte: Eva Braun


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* The Exploited: Hitler’s in the charts again


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Ein Song, der Dich immer zum Tanzen bringt?
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12.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Berliner Streetart in der Presse

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Evol in einer Reportage auf Arte zu sehen (noch 6 Tage)

 

Sweza im nachtmagazin der tagesschau in der ard (rechts in der Navigation: Straßenkunst mit QR-Codes)

 

und auch sehr schön und interessant das Foto-Portfolio von just:

http://portfolio.justtakingpictures.net/  [mit Bildern von ZEVS, NOMAD, MARC JENKINS, BOXI, JR & BLU, ESCIF, MCITY, DOLK, CZARNOBYL, ROA, KR, ARMSROCK, VARIOUS & GOULD, ABOVE, KLONE, OVNI, L'ATLAS, OTHER, TILT, VICTOR ASH, LONDON POLICE...]

 

Viel Spaß beim Gucken!

02.09.2010
Kultur & Unterhaltung

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Regionalkrimis (12): Spurensicherungs-Kommandos

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Das komplette Spusi-Kom Weimar verabschiedet sich vom (historischen) Tatort  (ganz vorne im Bild Staatsanwalt Dr.Weber)


“Wie die Heiligen sollen wir das Spurensicherungskommando Jesu in unserer Welt sein.” (Kardinal Meisner 2008)


Die Spurensicherung, abgekürzt: Spusi, ist Teil einer polizeilichen Ermittlungstruppe, der – wie der Name schon sagt – die Spuren sichern soll. Und zwar an einem “Tatort”. Die Spusi – “ein Kommando von Experten”, wie es Regionalkrimi-Autoren gerne nennen, folgt dabei der “Locard’schen Regel”. Diese besagt, dass kein Kontakt zwischen zwei Objekten hergestellt werden kann, ohne dass diese wechselseitige Spuren hinterlassen. “Nur menschliches Versagen diese zu finden, zu studieren und zu verstehen kann ihren Wert zunichte machen,” so der Lyoner Mediziner und Jurist Edmond Locard. Damit genau das nicht passiert, vor allem nicht ausgerechnet durch die polizeilichen Ermittler, deswegen werden diese nach seiner  “Regel” ausgebildet. Wikipedia veranschaulicht diese Spusi-”Regel” mit folgender Graphik:

Diese erste “Regel”… weiter lesen

05.04.2007
Medien

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Syrische Innovationen

aus mini_icon_blogname Der Datenscheich

Wer denkt, daß ein Schwellenland wie Syrien nicht in der Lage ist, selber Flachbildschirme ‘herzustellen’, der hat sich geschnitten.

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Sich geschnitten? Na ja – oder die Wand aufgeschnitten… um den Rest der Technik zu verbergen. Trotzdem: Flach ist flach, oder?! ;-)

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(Mit Dank an Lina)

10.11.2006
Kultur & Unterhaltung

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Außerordentlich und obszön – Bildertausch (10)

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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›Gunni‹ ist eine Arbeit von Karolus Lodenkämper. Die vier Siebdrucke auf durchsichtiger PVC-Folie sind in der Manier der Zerlegung einer farbigen Vorlage in die vier Grundfarben gelb – rot – blau – schwarz angelegt. So ergibt sich das farbige ›Gunni‹-Motiv. Der Künstler Karolus Lodenkämper illustrierte Rolf Dieter Brinkmanns Gedichtband ›Standphotos‹, der 1969 als Hundertdruck VI bei Hildebrandt in Duisburg erschien.

Für die Zeit, in der die Leihgaben in Berlin an den Wänden fehlen, hat uns der Fotograf Martin Eberle einige Arbeiten ausgeliehen. Diese werden wir in den nächsten Wochen in einer ›blog exhibition‹ vorstellen, kontrastiert von unseren Kölner Exponaten.

hi-schatz367.jpg
Hi Schatz! ist Martin Eberles nächste große Arbeit: »Es geht um kommunikative Aspekte, um Beobachtungen, um Botschaften. Interessant, wie die Stadtoberfläche als Kommunikationsraum benutzt wird. Mädchen machen Fanbekundungen, anonyme Liebesbriefe. So viele Liebesbriefe auf einer… weiter lesen

05.08.2011
Aus aller Welt

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BREIVIK-KOMMENTARE: WIR WOLLEN VON NÜRNBERG 2.0 ANGEKLAGT WERDEN (8)

aus mini_icon_blogname Wien-Blog

Ich kann Ihnen jetzt schon versichern, dass das deutsche Unwort des Jahres 2011 »Hassblog« heißen wird. Das schließt sich nahtlos an die Selbst- und Fremdbezeichnung der Taliban und al-Qaida-Terroristen von 2001 an: an den Gotteskrieger, und es macht die dazwischen liegenden »notleidenden Banken«, die »Ich-AG« und das »Humankapital« vergessen.

Was ist ein Hassblog? Zunächst nichts als die Steigerung eines nicht moderierten Internetforums, das unter dem Vorwand der freien Meinungsäußerung bewusst oder fahrlässig bedenkliche Kommentare zulässt. Dazu zählen auch alle Blogs, die sich als Aggregate verstehen, also nur Beiträge von anderen sammeln und publizieren.

In der gestrigen Ausgabe der Berner Zeitung fand sich ein Artikel über Breviks Lieblingsautorin Bat Ye’or, die in der Schweiz lebt. Die Kommentare auf der dazugehörigen Website des Mediums hielten sich keine sieben Zeilen beim Gegenstand des Berichtes auf.

Ein gewisser Andy Meier behauptete zunächst: Bevor die Schiesserei auf der Insel begonnen hat, haben mehrere führende Politikerweiter lesen

23.11.2011
Kultur & Unterhaltung

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Kairo-Virus” 130

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Pfefferspray und Tränengas: die neuen Staatspolitiken im Kampf gegen soziale Netze

 

Washington

 

New York

 

Portland

 

Toronto

 

Kairo

 

Stuttgart

 

Seattle

 

Paris

 

Karatschi

 

Rom

 

Bahrain

 

Basel

 

Thessaloniki

 

Santiago de Chile

 

Berlin

 

San Francisco

 

Athen

 

Gorleben

 

Ein Teilnehmer des taz-panther-workshops, Valentin Niebler, schreibt derzeit einen blog aus und über Kairo: http://auscairo.tumblr.com/?mid=53. In einer seiner Eintragungen heißt es:

Ich habe eben ein Tränengas-Projektil in die Hand bekommen, das auf dem Tahrir abgefeuert wurde (siehe Photo unten). Es ist etwa 12 cm lang und liegt verdächtig gut in der Hand. Das Projektil ist „Made in USA“ und soll nicht auf Menschen abgefeuert werden, so die Aufschrift. Genau das ist auf dem Tahrir passiert. Das hier… weiter lesen

15.05.2007
Kultur & Unterhaltung

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…und weiter…

aus mini_icon_blogname Auf der Borderline nachts um halb eins.

 

  • Nach diesem fulminanten Schriftsatz mußte ich nun auch etwas zur causa Meese in die Zeitung geben. Irgendwann muß jeder Mann in seinem Leben seinen Meese-Artikel schreiben (nach dem gepflanzten Baum, dem gezeugten Kind und dem geschriebenen Buch), und ich schrieb ihn gleich am nächsten Tag. Er erschien wenig später in voller Länge in der Welt am Sonntag. Maxims Volte hatte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gestanden. Die beiden Sonntagszeitungen lieferten sich einen interessanten Zweikampf um den deutschen Markt. Die F.A.S. hatte in nur zwei Jahren so viele Leser gezogen – ohne dass die WamS welche verlor – dass nun auch alle anderen Großkonzerne Sonntagszeitungen planten. Gespannt wartete die Branche zum Beispiel auf den Ableger der SZ. Was konnte die SZ noch bieten, was die anderen beiden nicht schon hatten? Meiner Meinung nach nichts; aber sicher würde Alexander Gorkow mich wieder überraschen. Der große Gorkow! Der Heinrich George

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25.11.2011
Politik & Wirtschaft

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WLAN des Nachbarn gehackt

aus mini_icon_blogname Sauerländische Erzählungen.

Der Koblenzer Prozess ist mit technischen Details gespickt.  Die Anklage versucht, H. nachzuweisen, dass er es war, der die Videos und Textbotschaften ins Netz gestellt hat. Die Ermittlungsbehörden sind sich ihrer Sache sicher. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden eine WLAN-Antenne mit großer Reichweite, ein Notebook, ein Laptop, eine externe Festplatte und ein PC  sowie CDs, ein USB-Stick beschlagnahmt.

Als H. in  eine eigene Wohnung gezuogen war, hatte er keinen eigenen Internetanschluss und soll sich in die WLANs von Nachbarn eingehackt haben. Man fand auf seinem Rechner Dateien, die Informationen zu Themen wie Passwort-Knacken und Verschlüsselungsfragenenthielten. Die können aber auch während seines Informatik-Studiums angefallen sein, müssen nicht zwingend im Zusammenhang mit dem Hacken stehen, finden die Verteidiger.  Damals fanden schon TKÜ-Maßnahmen statt. Die ersten Nachbarn ahnten nichts, weder vom Hack noch von der technischen Überwachung. Da der Bundesgerichtshof die TKÜ-Maßnahmen nach dem Umzug des Verdächtigen in eine andere Stadt nicht weiter genehmigte, weil sie in die Rechte des… weiter lesen

22.06.2006
Kultur & Unterhaltung

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Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Dornschwanzleguan

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Die meisten Europäer machen sich vollkommen falsche Vorstellungen vom tropischen Regenwald. Denn der ist keineswegs der undurchdringliche Dschungel, an den viele denken, eher im Gegenteil: Der stockwerkartige Aufbau des Waldes bedingt, dass die Baumriesen mit ihren gewaltigen Kronen den Großteil des Lichtes abfangen, sodass am Boden kaum etwas wachsen kann. In gesunden Primärwäldern spaziert man völlig ungehindert einfach zwischen den Stämmen hindurch, sofern man nicht gerade auf einen Buschmeister tritt. Aber, und das ist das zweite große Missverständnis, genau diese Giftschlange wird man normalerweise ebenso wenig antreffen wie all die anderen Vertreter der tausenden Arten, die die sagenumwobene Biodiversität ausmachen. Zwar bewohnt eine unerreichte Artenfülle die Wälder am Amazonas, doch ist es gut, wenn man ein ordentliches Bestimmungsbuch dabei hat, damit man die Tiere auch mal sieht – als Abbildung, immerhin. Denn der Durchschnittsregenwaldbewohner denkt gar nicht daran, sich dem Besucher zu zeigen. Er liegt gemütlich in irgendwelchen Höhlen, sitzt in Blattachseln oder Astlöchern, hangelt sich durch das Kronendach oder gammelt auf dem Grund schlammiger Wasserlöcher herum. Wohl dem, der sich für Botanik interessiert, die kann wenigstens nicht weglaufen.  Trotzdem hofft man als Reptilienforscher immer wieder auf eine Begegnung. Viele Tiere kann man finden, wenn man nachts und bei Regen loszieht, oder man dreht Steine oder Totholz um und guckt, wer es sich darunter bequem gemacht hat. Frösche, Schlangen und Spinnen kann man auf diese Weise dann doch mal zu Gesicht bekommen.

 Uracentron2.jpg

Mich reizte aber ein ganz anderes Tier, nämlich der Dornschwanzleguan Uracentron azureum, eine etwa 15 cm lange, poppig neongrün-schwarz gestreifte Echse, die so platt gedrückt aussieht, als sei gerade ein Jaguar versehentlich draufgetreten, und die ein bizarres, heftig bedorntes Stummelschwänzchen aufweist. 

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04.09.2011
Kultur & Unterhaltung

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Die “Happy Holocaust”-Würstchen der NPD MV

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Die Kollegen von Vice waren samt Kamera in Mecklenburg-Vorpommern, im notorischen NPD-Nazi-Dorf Jamel.

Die NPD und ihr nahestehende Organisationen haben dort die Macht über die Köpfe und Straßen erobert und betreiben in aller Öffentlichkeit einen Lager-ähnlichen Treff, samt eines Grilles mit der Aufschrift “Happy Holocaust”. Der Video-Beitrag von Vice ist bedrückend und erschreckend.

Außerdem wird heute in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dort wohnen: gehen Sie wählen. Und: Wählt keine Nazis.

(Danke Xander und Felix/auch via NPD-Blog.info)

14.04.2011
Kultur & Unterhaltung

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UEFA Cup Finale: FC Schalke 04 – Interpol

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Gewinnfragen der Fernsehsender bei Fußballspielen sind ein Graus, weil man das Gefühl nicht los wird, vom Sender für total doof gehalten zu werden. Doch gestern hatte Sat1 für alle Indie-Fans ein besonderes Schmankerl bereit gestellt.

Muss man normalerweise Fragen wie “Wer wurde 2010 Deutscher Meister? a) Bayern München b) Real Madrid” beantworten, hatte sich Sat1 beim gestrigen Champions-League-Spiel zwischen Schalke und Inter Mailand an das große UEFA-Cup-Finale von 1997 angelehnt, das die beiden Mannschaften ebenfalls bestritten hatten.

Schalke Interpol

Als Antwort-Alternative wurde dieses mal aber nicht Borussia Dortmund oder der FC Barcelona ins Spiel gebracht, sondern die Indierocker von Interpol – was natürlich auch die Songs auf deren Debütalbum endlich in einem anderen Licht erscheinen lässt. So wird klar, warum die Demoversion eines ihrer besten Songs den kryptischen Titel “Schalke was a diver and she was always down” hatte und wer mit den Liedern “Obstacle 1″ (Yves Eigenrauch) und “Obstacle 2″ (Johan de Kock) wirklich gemeint war…

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22.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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Daniel Erk: So viel Hitler war selten – Die Banalisierung des Bösen oder Warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

erk


„Denn die Quoten sind im Keller
es ist längst nicht mehr schön
und “Der Stern” gibt uns:
’Hitler – menschlich gesehen’“


…sang Bernd Begemann schon vor etlichen Jahren und es hat sich immer noch nichts daran geändert, dass Hitler auf Spiegel- und Stern-Titelbildern seinen Stammplatz hat, dass Guido Knopp auch noch die xte Nazi-Doku im ZDF unterbringt. Ja, „Hitler’s in the charts again“, um es mit The Exploited zu sagen. Daniel Erk, Autor des Hitlerblogs der TAZ, hat nun sein erstes Buch veröffentlicht und analysiert die mediale Faszination und „warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist“ (so der Buchuntertitel, natürlich eine Anspielung auf Jan Delays Song www.hitler.de). Dabei gelingt es ihm einerseits, Kuriositäten und Fundstücke rund um Hitler zu präsentieren, diese aber immer mit klarer Meinung zu kommentieren, um gerade die Verharmlosung der Geschichte, die dabei unweigerlich geschieht, in den Mittelpunkt… weiter lesen

23.09.2009
Kultur & Unterhaltung

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Die Wahlversprecher, äh, -versprechen der Annette

aus mini_icon_blogname M29 Kreuzberg

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Überall Wahlzirkus – im Fernsehen, in den Zeitungen, auf den Straßen.Damit dieser Blog nicht ganz ohne aktuelles Tagesgeschehen auskommen muss, habe ich mich heute auf den Weg zu Annette gemacht.

Annette ist die parteilose Direktkandidatin für Neukölln. Ihre Plakate hängen seit ein paar Wochen im Reuterkiez und heben sich, aufgrund ihrer Machart, definitiv von der Masse an Wahlplakaten der großen und kleinen Parteien ab. Sie zeigen eine illustrierte Annette, die den Erhalt und die Schaffung von kreativen Freiräumen, gelebtes Multikulti, „MeinGeld“ (bedingungsloses Grundeinkommen), den Erhalt der Bäume am Maybachufer, einen kinderlieben Kiez, den Ausstieg aus der Atomkraft oder gleichen Lohn für Männer und Frauen fordert.

Um 14:00 Uhr stehe ich unangemeldet in der Musenstube – Atelier, Galerie, Wahlkampfzentrale. Annette Köhn, wie sie mit vollem Namen heißt, sitzt am Computer und… weiter lesen

07.01.2010
Kultur & Unterhaltung

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2010 – I Predict A Riot (Teil 2: Pop)

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Die interessantesten neuen Popkünstler der nächsten zwölf Monate? Bittesehr…

Rox (MySpace)

rox

Zugegeben, die auf dem Reißbrett fantastisch klingende VV Brown hat überhaupt nicht funktioniert. Kein Grund für die Industrie nicht doch noch mal zu versuchen, den Amy-Bandwagon durchs Dorf zu schieben. Diesmal allerdings gelingt mit Rox eine erheblich authentischere Version als die Comicbook-Variante VV Brown. Unfassbar wie gut “My Baby Left Me” schon als Demo klingt – und nun mischt auch noch Mark Ronson mit. Man sieht sich dann in den Jahrescharts im Dezember wieder!

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Anhören:
* My Baby Left Me

HURTS

hurts … weiter lesen

02.01.2012
Medien

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Best of You Tube 2011

aus mini_icon_blogname Meistersteins Doppel-Pack

Zwei der Most Viewed Videos 2011 auf You Tube möchte ich hier vorstellen- zum einen das Musikvideo The Creep von “Lonely Island” featuring John Waters und zum anderen den Volkswagen Werbeclip The Force. Beide Videos zusammen wurden fast 100 Millionen mal geklickt….

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22.11.2010
Kultur & Unterhaltung

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Mit Nazis spielt man nicht

aus mini_icon_blogname Hitler-Blog

Max Minus von “Zeitschrift – das Magazin” weist mich auf eine hübsche Debatte im Nachwuchs-Nazi-Forum Altermedia hin, die sich dort rund um das ebenfalls von Minus veröffentlichte “Minderheiten-Quartett” dreht.

Das “Minderheiten-Quartett” ist, der Name lässt es erahnen, einmal mehr ein Kartenspiel mit humoristischem Ansinnen – in diesem Fall sollen in Deutschland lebende Minderheiten “gegeneinander ausgespielt” werden, wie es die Werbung für das Quartett, haha, formuliert.

Und zu diesen Minderheiten gehören, neben Juden, Schwulen, Adipösen und Pädophilen, selbstverständlich auch: Nazis. Davon abgesehen, dass man ja mal fragen kann, ob so ein satirisches Kartenspiel mit den korrekten Begrifflichkeiten (statt: Fette, Kinderficker, Schwucken) nicht an der Sache vorbeigeht, hat das Spiel schon einen recht feinen Humor. Und mit Humor und Feinheit und Nazis ist das ja bekanntlich so eine Sache.

So also schlug einer der Kameraden auf Altermedia eben dieses “Minderheiten-Quartett” für den deutschtümmelnden Spieleabend vor – im festen Glauben,… weiter lesen

21.07.2008
Kultur & Unterhaltung

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Nun reicht es aber mit dem Regenwetter!

aus mini_icon_blogname Prinzenbad-Blog

Wir schließen uns der Meinung des kleinen Prinzenbad-Philosophen an:

02.08.2009
Kultur & Unterhaltung

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Fleisch für Vegetarier

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heute nicht.
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Esteban López, ›Fleisch für Vegetarier‹. Originaltitel: Vlees voor Vegetariërs‹. Aus dem Niederländischen Teil I von Helmut Homeyer, Teil II von Jürgen Hillner, Teil III von Johannes Werres und Heinz Liehr. Vom Verfasser autorisierte Bearbeitung von Jörg Schröder. Leinen, 406 Seiten, März Verlag, 1979 (nur noch antiquarisch erhältlich).
***
Eine Passage aus ›Lebenslänglich‹ (24. Folge von ›Schröder erzählt‹) :
Er hatte sich in Positur gestellt: Standbein – Spielbein, jeder Zoll ein Spanier. Ein schwarzgelockter Mann mit Vollbart und Hornbrille, um ihn herum scharrten ein paar Hühner. Ich mußte lachen, denn er wirkte nicht gerade wie Miguel de Unamuno, der auf der Freitreppe seiner Villa den Verleger begrüßt, und ich sah in meinem verschwitzten T-Shirt nicht aus wie ein solcher. Esteban begriff die Komik seiner Inszenierung und mußte nun ebenfalls lachen. Kein schlechter Anfang für eine lange Freundschaft.

Seine Finca lag auf einem Hügel, ein Pfad wand sich zwischen den von Steinwällen umsäumten Terrassenfeldern zu ihr hinauf, und von oben sahst du das Meer. Das Haus war aus Natursteinen auf den gewachsenen Boden gebaut, der Fußboden aus Tonplatten, die Innenwände weißgekalkt, der Dachstuhl offen, du gucktest von unten auf Sparren und Hohlziegel. Über drei Deckenbalken lagen Bretter, dort hinauf führte eine Leiter – eine Galerie als Schlafplatz für die beiden Söhne. Es gab keine Elektrizität, nur Gasfunzeln, vor dem Haus war ein Brunnen. Wenn ich später zuweilen über das einfache Leben in südlichen Ländern mit kleinstem Geldbedarf nachdachte, fiel mir immer diese Finca ein. López lebte seit Anfang der sechziger Jahre in San Carlos auf Ibiza. Der Ort selbst, zu dem einige verstreute Gehöfte gehörten, bestand nur aus einer Kirche, davor ein Platz, begrenzt von drei einstöckigen Häusern, eins davon mit einem gemalten Schild ›Almacén de ultramarinos‹, neben dem Kolonialwarenladen gab es eine Bar.

Esteban war mit Irene verheiratet, sie hatten zwei Söhne, Waling und Ramon. Zur Familie gehörte aber seit einiger Zeit noch Carla, ein junges Mädchen von zwanzig Jahren; sie führten eine ménage à trois. Von diesem Dreiecksverhältnis wußte ich bereits aus ›Pijnlijke Vertellingen‹. Auf das Buch war ich gestoßen, als ich mit der Uitgeverij De Bezige Bij über ›Ich bin ein Provo‹ verhandelte. Ich kaufte die López-Rechte, dazu seine später erschienene Novelle ›Als Broer en Zuster‹, in der er über das Liebesverhältnis zu seiner fünf Jahre älteren Schwester Mercedes erzählt. Seine holländische Mutter hatte Ende der Zwanziger einen Spanier geheiratet, nach der Scheidung lebte Mercedes mit ihrem Vater in Barcelona, der Sohn blieb bei der Mutter in Den Haag. Als Esteban sechzehn war, besuchte Mercedes die Familie in Holland und verführte ihren Bruder. Später traf er sie in Barcelona wieder; eine Zeitlang war sie dort die Kokotte eines Geschäftsmannes und rutschte dann langsam vom Luxusleben ins Milieu ab. … weiter lesen

16.01.2012
Kultur & Unterhaltung

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Believe The Hype (Gastautoren-Edition): Kraftklub, Ecke Schönhauser, Lauren Talbot, Messer, Cro

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Joachim Hentschel vom Rolling Stone nominiert:


Lauren Talbot


Die Quoten der aktuellen „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel stehen mittel, der Gewinner der ersten Serie verdingt sich mittlerweile als Tarzan-Darsteller, der legendäre Daniel Küblböck posiert mit Oberarmtattoos auf seinem 2012er-Kalender „Daniel im Wunderland“. Anders gesagt: maue Bilanz! Integre Indierocker, die die RTL-Show wenigstens ab und zu „so vorm Ausgehen“ gesehen haben, erinnern sich dennoch an die besonderen Momente – als es 2007 plötzlich eine Kandidatin gab, die süß wie Schneewittchen und deep wie eine Märchenversion von Siouxsie Sioux war, die singen und flüstern konnte wie eine nicht-nervende Björk und eine pechschwarzhaarige Nina Persson. Und die im Wettbewerb sogar weit kam, obwohl Dieter Bohlen sie am liebsten schnell in eine dunkle Pianobar gesperrt hätte.

Lauren Talbot, damals 16, tauchte nach der Show niemals in Mallorca oder bei Heimwerker-Dokusoaps auf, ist jetzt 21 –… weiter lesen

27.03.2010
Kultur & Unterhaltung

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Die Glühbirnen-Verschwörung (32)

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Glühbirnen-Regal in einem Istanbuler Lampenladen (Photo: Antonia Herrscher). So sah es früher in den entsprechenden Läden der EU-Länder ebenfalls aus. Heute gibt es hier jedoch fast nur noch diese Scheiß-Energiesparlampen, die die Schweinekonzerne Osram und Philips auch noch so camoufliert haben, dass sie für sehschwache Omas wie Glühbirnen aussehen.

Die Photographin schreibt zu diesem Bild:

Ich war auf der Suche nach Glühbirnen. In der Nacht war ein grünes Ufo über der Strasse aufgetaucht und hatte mein Zimmer taghell erleuchtet, um dann irgendwann unverrichteter Dinge zurück zur Großbaustelle zu schwenken. Am nächsten Morgen hatten 3 Birnen den Geist aufgegeben. Doch nirgends ein Glühbirnengeschäft. Irgendwann habe ich zwei gammlige Dinger erstanden, die in einem Regal eines Elektroniklädchens rumlagen und die drei Angestellten mussten erst mal rumtelefonieren, um herauszufinden, dass die eine 75 Kurus und die andere 1 Lira kostete. Eigentlich wollten sie mir eine viel teurere und klimafreundliche Energiesparlampe andrehen, die… weiter lesen

26.03.2011
Kultur & Unterhaltung

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Prozesskosten-Soli-Lesung: Falko Hennig vs. Charité (Sa 26.3. Alte Kantine)

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Die Berliner Charité wurde 1710 als Pesthaus gegründet, doch die Pest erreichte Berlin gar nicht. Und das war nur der Auftakt für 300 Jahre voller Pleiten, Pech und Pannen, über die der Schriftsteller Falko Hennig in seinem Buch “Der Eisbär in der Anatomie” ebenso fundiert wie amüsant berichtet. So gesehen beweist das Haus Traditionsbewusstsein, als es auch sein 300-jähriges Jubiläum ordentlich versemmelt hat. Durch die Herausgabe einer Chronik, die Plagiate enthält und daher von der Charité wieder vom Markt genommen wurde. Verantwortlich für das Desaster sind nach Meinung der Charité aber keineswegs die Herausgeber des Werkes, sondern eben jener Falko Hennig, den sie als eine Art Ghostwriter engagiert hatten. Unter Umständen, über die seitdem heftig gestritten wird, inzwischen auch vor Gericht. Hennig jedenfalls besteht darauf, dass er keine Plagiate verfasst habe, die Charité wiederum will ihm auch seine Darstellung der Geschehnisse gerichtlich untersagen lassen. Mein taz-Artikel über die… weiter lesen

26.11.2011
Kultur & Unterhaltung

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Eurogeddon

aus mini_icon_blogname Wortistik

Ganz neu ist der Begriff natürlich nicht. Schon vor vier Jahren etwa wurde in einem Nutzer-Forum des Computerspiel-Entwicklers Paradox Interactive ein Eurogeddon-Spiel diskutiert – als Strategiespiel auf der Basis des Europas im 16. Jahrhundert. Varianten dazu gab es zwei Jahre später unter dem gleichen Namen auf der Basis des Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das ja in der Tat einige der furchtbarsten Ereignisse in der Geschichte des Kontinents versammelte.

Aber jetzt kommen wir gerade aus der Spiele-Welt in die Realität. “Death of a Currency as Eurogeddon approaches” meldet der Daily Telegraph mit vielen Worten, wofür Paul Krugman vor zehn Tagen nur einen Chart und zwei Sätze brauchte:

“ECB bailout or bust. And it’s looking like bust.”

Die Financial Times und der Economist vergleichen den Euro mit der Titanic (mit Deutschland als einzigem Passagier der Ersten… weiter lesen

10.03.2007
Aus aller Welt

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Griechisch-türkischer Videokrieg in You Tube

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Stavraetos hat dafür gesorgt, daß die Türkei tagelang keinen Zugang zu You Tube hatte. Der griechische User hatte ein Video namens “Kemal Gay Turk” (für Atatürk) hereingestellt, das er inzwischen herausnehmen mußte. Aber für Ersatz ist gesorgt.  

Der Youtube-User “Navarino1827″ ist seit 4.3.07 registriert und gibt als Herkunftsland United Kingdom an. Offensichtlich ist er einer der fleißigen griechischen Jungmänner, die derzeit Schmiervideos ins Netz stellen, um einen pubertären antitürkischen Kampf auszufechten, dem sich türkische User allzu gern stellen.

In “German vs. Turk” läuft ein Deutscher im Anzug, offenbar ein Geschäftsmann, über eine Straße und erzählt der Kamera etwas über die Häuser. Da kommt ihm ein Türke entgegen, bleibt stehen und guckt. Der Deutsche sagt “Hast du ein Problem?”, holt aus und knallt dem Türken eine ungeheure Ohrfeige, so daß der Mann auf dem Boden landet. Der Film ist wohl älter, denn da ist noch von D-Mark die Rede. Das Ganze ist schon bizarr und erinnert an rassistische… weiter lesen

08.06.2011
Kultur & Unterhaltung

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Die Schlümpfe – ganz üble Faschisten

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Sind die Schlümpfe Faschisten, Nazis, Stalinisten? Abwegig? Doch schon vor Jahren vermutete die Smurf Conspiracy genau das:

Nun hat, passend zur Veröffentlichung des neuen 3D-Schlumpf-Films der an der Pariser Science Po lehrende Wissenschaftler Antoine Buéno ein Buch mit eben dieser These veröffentlicht, wie der Guardian schreibt. Interessanter ist, was René auf Nerdcore dazu schreibt:

Seit ein paar Tagen verfolgen mich bereits Meldungen um ein neues Buch von Antoine Buéno, Politikwissenschaftler aus Paris, „Le Petit Livre Bleu: Analyse critique et politique de la société des Schtroumpfs“. Darin findet er Nazi-Symbolik in den Cartoons und Comics der Schlümpfe. Was er nicht erzählt: Keine dieser Ideen sind auf seinem Mist gewachsen (…)

Die ganze Geschichte: auf Nerdcore.

Ps. Der erste Satz im Feature über Buéno: “So lieben wir sie: die Schlümpfe” ist ungefähr die blödeste Art, in einen solchen Beitrag einzusteigen. Ach, Journalismus.

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08.10.2011
Aus aller Welt

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Es ist was faul in Puebla, Mexiko

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Über die Zustände an der Deutschen Schule Puebla erreichen uns folgende Informationen mit der Bitte um Veröffentlichung. Vor kurzem war die Korruptionsaffäre Thema einer Reportage im angesehenen Wochenmagazin Proceso.

Ein Gericht in Mexiko hat ein Verfahren gegen zwei ranghohe VW-Manager eröffnet. Dabei geht es um Unterschlagung und die illegale Auflösung eines Treuhandfonds  von 24 Millionen Pesos (rund 1,4 Mio Euro). Thomas Karig, Vizepräsident von VW Mexiko, und Eric Merkel Reyes, Generaldirektor für Nutzfahrzeuge, wird vorgeworfen, einen Treuhandsfonds, den die Deutsche Schule in Puebla für Witwen und Waisen eingerichtet hatte, widerrechtlich aufgelöst und das Geld abgezogen zu haben.  Klage erhoben hat der Elternbeirat der Schule. „Davon betroffen sind über tausend Schüler“, so der Vorsitzende des Elternbeirats, Augusto Galván.

Die Vorfälle datieren aus den Jahren 2003 und 2005, als der damalige Elternbeirat widerrechtlich und ohne demokratische Wahl in der Hand von Angestellten und Lieferanten der Schule sowie Verwandten und

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25.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Schwan im Arm

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Im Zuge der Geflügelpest-Hysterie, die nur ein kleines Aufschäumen  in einer ununterbrochenen Kette von von oben inszenierten Hysterien war – nach Rinderwahnsinn, Sars, 11.9.,  Anthrax, Saddam-Hitler, Irak-Atombombe und vor den Propangasflaschen-Bombern – kam es in einer Charlottenburger Parkanlage nächtens zur Tötung von drei Schwänen. Wahrscheinlich hatten zwei oder mehr junge Leute unter dem Einfluß von Alkohol sie mit Stöcken erschlagen. Sie verknüpften dabei ihre eigene  Gesundheitsvorsorge mit dem Schutz des ganzen Gemeinwesens vor einer tödlichen von Vögeln übertragbaren Seuche. Sie handelten also ebenso gewissenhaft wie nachhaltig. Und das genau machte sie zu kleinen miesen faschistischen Drecksäcken!

Gestern stieß ich beim Spazierengehen am Urbanhafen auf einen toten Schwan, keiner beachtete ihn, ich auch kaum, nur dass ich kurz kuckte, ob auch er erschlagen wurde oder ob er eines quasi natürlichen Todes gestorben war. Die verdummungsfördernde Hysterie hatte sich bereits anderen vermeintlichen “Gefahren”  für Volk und Nation zugewandt. Noch vor acht Wochen… weiter lesen

08.11.2006
Kultur & Unterhaltung

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Liebe, Liebe über alles

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Es ist ein Kreuz mit der Liebe, ein Hakenkreuz. Nazideutsche Symbolik dagegen ist ganz einfach, die erkennt man immer. Wie eine gute Marke, wie diese unglaublich witzig gemeinten T-Shirts in den späten 90ern, auf denen “Fuck” statt “Ford”, “Kiffers” statt “Snickers” oder “Adihash” statt “Adidas” stand. Das Spiel mit nazideutscher Symbolik ist sogar so einfach, dass solche, zu deren originären, kulturellen Sprachschatz das eigentlich nicht gehört, damit locker-leicht umgehen können. Wie zum Beispiel die in Berlin lebenden, aber aus San Fransisco stammende Musikerin Little Miss Luzifer (auch: da). Wie deren Musik klingt? Keine Ahnung. Aber seit wann muss man Ahnung haben, um sich popkulturell zu äußern? Ist Ahnung bei derartigem Spiel mit Oberfläche und Inhalt nicht eher überflüssiger Ballast? Eben.

17.01.2010
Kultur & Unterhaltung

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Judith Luig!

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Es ist ja nicht so, dass ich bei einem herzhaften Berlin-Bashing nicht immer auch gerne mittäte, aber was Sie in Ihrem Artikel „Berlin, die Hauptstadt der verspielten Chancen“ da so aus der „Welt“ herausschreiben, das lässt ja doch etwas stutzen. Ich fasse mal zusammen: Alles kaputt, alles pleite, überall Ausländer, und dann auch noch: „Dass sich das so bald ändern wird, steht nicht zu erwarten. Laut Studie rangiert Berlin bei der wirtschaftlichen Dynamik, also der Entwicklung in jüngster Zeit, auf Platz sechs – als letztes der ostdeutschen Bundesländer.“ Aber eben auf Platz 6 von 16, also noch vor allen Westländern. Und ist denn Berlin eigentlich so ein klassisches „ostdeutsches Bundesland“? Oder könnte da womöglich auch die Sache mit der Teilung … West-Berlin, Sie erinnern sich? Nein? Das wundert mich nicht. Denn für solche Kinkerlitzchen haben Sie keine Zeit, Sie wenden sich Wichtigerem zu: „Die illegalen Partys sind längst durchorganisiert,… weiter lesen

20.03.2007
Aus aller Welt

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Ein Film im Istanbuler Frühling: “Mutluluk” / “Das Glück” von Zülfü Livaneli

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Die Sonne scheint. Die ausgetrockneten, den Katzen der Nachbarschaft als Toilette dienenden Töpfe auf der Terrasse zeigen die ersten, unumkehrbaren Lebenszeichen: Der Wein hat winzige Blätter bekommen, die Rosen tragen Knospen. Auch der Birnenbaum vor der Haustür hat jetzt, wo der Schnee ausblieb, schöne, dicke, weißgrüne Blüten. Und oben auf dem Hügel, unweit der muslimischen und jüdischen Friedhöfe des Bosporus blühen schon alle Obstbäume.

Bei diesem Wetter geht man nicht ins Kino, aber der Film wird von den Kritikern hoch gelobt: “Das Glück” oder “Mutluluk” von Zülfü Livaneli begann so schrecklich, daß ich kurzzeitig daran dachte, aus dem Kino in die Sonne zurückzuflüchten. Aber ich blieb – wie gut, daß ich blieb.

Zülfü Livaneli kennt man, wenn überhaupt, als Musiker und Komponisten. Seine Karriere begann in den 1970ern in Istanbul – er war das musikalische Haupt der revolutionären Linken. Mit der Saz in der Hand spielte er Lieder, die man auswendig lernte und auf Märschen sang. Dann ging er nach Europa und “verbürgerlichte”… weiter lesen

16.03.2008
Kultur & Unterhaltung

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Der Bart ist ab

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Beim Barte des falschen Propheten: Definitiv eine der besseren Werbeideen mit Adolf Hitler.

(Vielen Dank, Friederike Sinning!)

03.09.2010
Politik & Wirtschaft

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Muschi, Ficken und Arschgeweih

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Diese Worte fand ich nicht in Überschriften von Artikeln in der Boulevardpresse, nein, sie krönten eine Pressemitteilung der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren e.V (DHS) vom 12. August dieses Jahres. Der ganze Titel der Pressemitteilung lautet: »Muschi, Ficken und Arschgeweih – Deutscher Werberat versagt!«

Deutscher Werberat versagt!

Beim Deutschen Werberat weiß die rechte Hand nicht was die linke tut. Ein ums andere Mal wird deutlich, dass die so genannte »freiwillige Selbstregulierung der Werbewirtschaft« bei Alkoholwerbung nicht funktioniert. Sexistische Alkoholwerbung, auf Jugendliche gerichtetes Produktdesign neu erfundener Alkoholgetränke, Nutzung des positiven Images des Sports zur Verkaufsförderung – all dies ist in Deutschland unter dem Deckmantel der freiwilligen Selbstregulierung möglich. Offensichtlich ist der Werberat mit seinen Aufgaben völlig überfordert und wird der Flut neuartiger Werbemethoden und kreativer Werbestrategen nicht mehr Herr.

Unfähigkeit, Zufall oder bewusstes Verwirrspiel? Einige Beispiele für das heillose Durcheinander beim Deutschen Werberat: Auf der einen Seite rügt der Deutsche Werberat die Verwendung des Begriffs »Muschi« in der Alkoholwerbung für ein von den Herstellern selbsternanntes »Kultgetränk« und verkündet, »damit würden Frauen in unerträglicher Weise auf ihre sexuelle Funktion reduziert«. Auf der anderen Seite lehnt er eine Beschwerde der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) gegen die Verwendung desselben Begriffs in einer anderen Alkoholwerbung ab. Originalzitat: »Schließlich ist die Bezeichnung „Kalte Muschi“ unseres Erachtens auch nicht diskriminierend in Bezug auf Frauen.« Frage: Was gilt nun?

Der Hersteller des Likörs »Ficken« wird öffentlich gerügt mit der Begründung, die Bewerbung seines Produktes verstoße gleich mehrfach gegen die Grundsätze des Deutschen Werberats. Ist aber scheinbar nicht so schlimm, denn die Internetseite, über die das Getränk vermarktet wird, existiert weiter. Konsequenzen – Fehlanzeige!

»Pussywunder« bewarb auf Flyer und Internetseite eine Produktpalette verschiedener Spirituosen mit besonders sexistischen und geschmacklosen Namen. Zur Hintergrundgestaltung wurden nackte Frauensilhouetten verwendet. Auf Beschwerde von mehreren Seiten nahm der Deutsche Werberat Kontakt zum Betreiber auf, woraufhin dieser sich bereit erklärte, die Werbung zu ändern oder nicht mehr zu schalten. Die Seite ging tatsächlich vom Netz – aber nur, um die Produkte auf anderen Websites zu vermarkten. Nachhaltigkeit – für den Werberat ein Fremdwort!

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11.02.2010
Politik & Wirtschaft

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web-tip: Interkulturelle Gartenlust

aus mini_icon_blogname Save Our Seeds

Schon mal einen interkulturellen Garten gesehen? Allein in Berlin gibt es mittlerweile 20 davon, 10 weitere sind hier im Aufbau. Deutschlandweit wird das Netzwerk interkultureller Gärten demnächst sein 100. Mitglied begrüssen. In einem Satz gesagt bewirtschaften hier Mitglieder unterschiedlicher Kulturen gemeinsam einen Garten und kommen sich so praktisch und vielfältig näher, mehren ihren materiellen wie kulturellen Wohlstand und ihre Genüsse, erweitern den gärtnerischen wie geistigen Horizont und sind darauf dann gemeinsam stolz. Die Stiftung Interkultur fördert deren Aufbau und Vernetzung, sorgt auch dafür, dass solches Treiben jenseits der Gärten schon mal “kosmopolitan und transkulturell” genannt wird und hat für alle, die sich dem erdigen Subjekt erst mal virtuell nähern wollen, eine tolle Webseite gebaut.
(die Bilder stammen von der empfohlenen Webseite) … weiter lesen

06.08.2006
Kultur & Unterhaltung

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Von Blog zu Bloch

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Mein Blog-Kollege Bernd Pickert schreibt in seinem neuesten Beitrag: “Unser Aushilfshausmeister… hat unglaublich viel zu sagen.

Anhand des Wikipedia-Stichworts “Hausmeister” einnert er mich gleichzeitig aber noch einmal an das Wesentliche:
“Ein Hausmeister oder eine Hausmeisterin (auch: Hauswart, Portier, in Frankreich der oder die Concierge) ist jemand, der vom Hauseigentümer beauftragt worden ist, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Seine üblichen Aufgaben sind beispielsweise das Reinigen der Korridore, das Auswechseln durchgebrannter Glühbirnen, das Ablesen des Strom- bzw. Wasserzählers und einfach “nach dem Rechten sehen”.”

Abschließend bemerkt er noch: “In der taz ist eben alles anders besser.”

Nun bin ich zwar nur Aushilfshausmeister, insofern gilt das alles nur bedingt für mich, aber über das “Auswechseln durchgebrannter Glühbirnen” habe ich mir nun wirklich – und… weiter lesen

20.02.2009
Kultur & Unterhaltung

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“One thing, and one thing only – killing Nazis!”

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Ein Gastbeitrag von Rochus Wolff*.

Wahrscheinlich war es wirklich nur eine Frage der Zeit, bis Quentin Tarantino sich auch der Nazis annehmen würde. Schließlich gehört der Mann zu den großen Aufbereitern von Filmgeschichte: Jeder seiner Filme ist so dicht mit Verweisen auf sein persönliches filmisches Universum gespickt, dass es zu den Lieblingsbeschäftigungen seiner Jünger und Fans gehört, diese möglichst minutiös und bis ins kleinste Detail zu verfolgen.

Welche Filme sich in Inglourious Basterds wiederfinden lassen werden, seinem neuesten Werk, das im August in Deutschland starten soll und dessen erster Trailer in der vergangenen Woche publik gemacht wurde, kann man jetzt natürlich noch nicht absehen; es werden aber wohl einige Streifen darunter sein, in denen reichlich Nazis ihr Leben lassen mussten.

Und schon allein weil Tarantino ein so unermüdlicher Wiederverwerter ist, macht es stutzig, dass Tobias Kniebe im vergangenen August, als das Drehbuch zu Inglourious Basterds im Internet… weiter lesen

14.05.2009
Kultur & Unterhaltung

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Buried in concrete

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Auf meiner kleinen Reise bin ich auch in Hamburg vorbeigekommen. Da war ich schon ein paar Jahre nicht mehr…und musste feststellen, dass sie in der Zwischenzeit die hübsche Beton-Glas-Hafencity gebaut haben…dort wo früher die Brache mit dem Astra-Turm war. “Buried in concrete” in der Hafenstraße. … weiter lesen

21.09.2009
Aus aller Welt

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Frauenhändler im Knast-Urlaub – da ist er gleich geflüchtet

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Seit einigen Tagen gibt es in den Niederlanden helle Aufregung, weil der 38jährige Kriminelle Saban Baran in einem Hafturlaub geflüchtet ist. Im vergangenen Jahr wurde der Mann in Almelo zu einer Gefängnisstrafe von 7,5 Jahren verurteilt. Die von ihm angeführte Bande soll mehr als 100 Frauen zur Prostution gezwungen haben, um sie als “Eigentum” zu claimen wurden die Frauen mit Tätowierungen “gekennzeichnet” und wenn sie sich wehrten mit Baseball-Schlägern misshandelt.

Baran hat von sechs Richtern in Arnheim einen Hafturlaub bei seiner Familie genehmigt bekommen. Promt nahm er die Beine in die Hand. Wie “De Telegraaf” berichtet, bekam er also Hafturlaub, obwohl er auch noch eine Geldstrafe von 19 Millionen Euro zu bezahlen hat. Die sechs Richter in Arnheim werden in diversen Medien kritisiert. Laut Elsevier.nl hat das “Burgercomité tegen Onrecht” des Lokalpolitikers Joost Eerdmans gefordert, dass der Hoge Raad (Oberster Gerichtshof) die sechs Richter entlässt.

08.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Blind Date (3): Die Sterne über Ja Panik, Chuckamuck, Ecke Schönhauser und andere

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spilker

Normalerweise ist ja Sinn und Zweck dieser Rubrik, ausländischen Künstlern deutsche Acts vorzuspielen. Für Die Sterne machen wir eine Ausnahme – da Ende Januar das Album “Für Anfänger” erschienen ist, auf dem die Sterne eigene alte Songs noch einmal neu einspielen, wollten wir Die Sterne zu ihrer Meinung über fünf “Anfänger”-Bands fragen – wobei Anfänger hier von nochüberhauptnichtsveröffentlicht (Ecke Schönhauser, die neue Band des Herpes-Sängers) bis zu eigentlichschonetabliert (Ja, Panik) geht… Frank Spilkers Antworten:


Chuckamuck – Gestern traf ich Dan Treacy (2011)



Soundcloud-Link



Neulich habe ich auf Facebook ein frühes Interview mit Pink Floyd gepostet, wo die Repräsentanten der Band, Syd Barret und Roger Waters, einem reaktionären Musikjournalisten gegenübersitzen. Während dieser auf jede verbale Falle des Journalisten eingeht, meint man bei jenem zu erkennen, wie er sich vor laufender Kamera in die innere Emigration verabschiedet. Nur noch mal zur Erklärung: Pink… weiter lesen

25.01.2011
Aus aller Welt

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Rote Karte für Fußball-Pinkler

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Fußballer beim Pinkeln

Fußballer beim Pinkeln

Die niederländischen Fußballer! Scheinbar machen ziemlich viele von ihnen Ärger. Ruud van Nistelrooy ist bockig und will beim HSV nicht verlängern, Nigel de Jong spielt eigentlich lieber Karate als Fußball und dann taucht wie aus dem Nichts ein Mann namens Willem Semler in den Schlagzeilen auf! Der 40jährige aus Kwadijk hat nämlich aus sensationellen Gründen eine Rote Karte bekommen.

Er hat nämlich während es Spieles gepinkelt. Semler ist sauer. Seiner Meinung nach gibt es nämlich keine Regel, die das Pinkeln während des Spiels verbietet, sagte er dem Noordhollands Dagblad. Selbst wenn es so wäre, dann: “Ich stand im Feld und – um es nett zu sagen – das Körperteil, mit dem ich pinkel, hing über der Kette, die das Feld abgrenzt.” weiter lesen

22.08.2008
Kultur & Unterhaltung

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Kiwi – Kleine Frucht ganz groß

aus mini_icon_blogname Dieta mediterránea

Wenn die Kiwi nicht existierte, müsste man sie neu erfinden. Nichts anderes machten die Neuseeländer, als sie als Erste die Früchte auf ihren Pazifikinseln kultivierten und zu dem machten, was wir heute unter einer Kiwi verstehen.
Der Ursprung der Frucht liegt in China, genauer gesagt in den Hochwäldern der Gebirgsregion Chang Jiang, die den Yangtse-Fluss säumen, wo die wild wachsende Frucht Yangtao genannt wurde und eine Delikatesse am Hof der großen Khans darstellte. Damals war sie allerdings noch klein, nicht sehr süß und mit ihrer behaarten Schale eigentlich wenig ansprechend.
Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert kannte man die Frucht zwar schon in Ländern außerhalb Chinas, ein paar Exemplare und Samen gelangten sogar nach England. Aber nichts tat sich. Auch nicht, als Ableger der Pflanze aus China in die Vereinigten Staaten geschickt wurden, sondern erst, als Miss Isabel Fraser, Lehrerin am neuseeländischen Wanganui Girls’ College, 1904 ihre Schwester… weiter lesen

28.09.2011
Politik & Wirtschaft

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Heute vor 100 Jahren: italienische Kolonialherrschaft in Libyen

aus mini_icon_blogname Sauerländische Erzählungen.

Beim Stöbern im Internet fiel mir ein Text des Autors Gerd Bedszent in der Jungen Welt vom 26. 9. 2011 auf.

http://www.jungewelt.de/2011/09-24/018.php?sstr=libyen

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Begeisterung über die Beseitigung von Gaddafi zu empfehlender Artikel über die blutige italienische Kolonialherrschaft in diesem Land. Insbesondere die Jüngeren unter uns sollten etwas über die Geschichte dieses Landes wissen.

Ich enthalte mich hier jeglichen Kommentars, was diesen  Artikel betrifft. Aber: glaubt tatsächlich irgendjemand, dass die Italiener aus reiner Menschlichkeit die Speerspitze der NATO in Libyen sind? Oder wollen sie nur ihre verlorene Einflußsphäre wiederhaben und den Franzosen nicht das ganze Spielfeld Nordafrika und Mittelmeerallianz allein überlassen?

14.03.2010
Aus aller Welt

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Sha-la-li, sha-la-la

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Seit Freitagabend ist es offiziell: unsere Frau in Oslo wird Lena Meyer-Landrut. Der Name ist Programm, könnte man sagen – nicht dass sie jetzt voll emanzenmäßig den Doppelnamen hinter sich herschleifen würde, nein, dafür ist sie viel zu jung – mit ihren süßen 18 ist sie schlichtweg so geboren. Allerdings ist sie weder blond noch auf den Kopf gefallen, kommentierte sie ihren Sieg beim deutschen Stefan-Raab-Finale zum Eurovision Song Contest doch mit einem herzhaften „verdammte Scheiße“. Richtig, das ist es, denn sie muss ja auch noch nebenbei Abi machen.

Allerdings muss man als leidgeprüfter Grand-Prix-Fan mal sagen: mit der Lena und ihrem Song „Wie ein Satellit bin ich immer in deiner Umlaufbaaaaahn..“ (frei übersetzt) hat Deutschland tatsächlich Chancen in Oslo. Stefan Raab umschwänzelte den originellen Angry-Young-Woman-Pop à la Adele, Lily Allen und Björk mit einem „Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger (Mischwesen)“. Ein einfaches… weiter lesen

17.07.2011
Kultur & Unterhaltung

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Kriemhilds Lache

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

***
Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
***
Freitag, den 15. Juli

Am Vormittag  Besuch von F. W. Bernstein, er wird unser Buch ›Kriemhilds Lache‹ illustrieren. Wir stellen auf etwa 260  Kolumnen und  andere Texte zusammen, darunter auch Beiträge aus dem Tazblog. Das Buch soll demnächst in der März-Edition in der Büchse der Pandora erscheinen.

Fritz zeigte uns seine ersten Zeichnungen. Wunderbar! Und weil uns Bernsteins Zeichnungen und sein hintersinniger Humor so gut gefallen, baten wir ihn gleich um eine Coverillustration. Allerdings möchten wir diese erst im Blog zeigen, wenn das Buch erschienen ist.

Samstag, den 16. Juli

Vor dem Standesamt im Schöneberger Rathaus:

Die Braut trug rot.
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13.05.2008
Kultur & Unterhaltung

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Der gestalterischen Strenge kontern (1)

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Schier permanent (Trotzki) muß man sich gegen die gestalterische Strenge von Kommunismus/Kapital/Faschismus bzw. von Planern/Politikern/Machern überhaupt wehren. Über die Bürgerinitiative  Keine Erdgasverdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen war hier bereits am 28.11.2007 die Rede.

Dort gibt es mittlerweile schon vier BIs, die sich gegen die Verlegung der Northstream-Gaspipeline von Gazprom mitten durch ihre Vorgärten wehren. Inzwischen hat sich eine griechische BI bei ihnen gemeldet, die allerdings gegen den geplanten Verlauf der Southstream-Pipeline von Gazprom kämpft. Und kürzlich meldete sich auch noch eine BI aus Mecklenburg-Vorpommern, die ebenfalls gegen die Ostsee-Pipeline zu Felde zieht – und dazu folgende Pressemitteilung verschickte:

 

Biologen und Umweltschützer machen Front

gegen Erdgasfernleitung OPAL und

Kompressorenstation Lubmin

 

Im Kampf um die Bewahrung der Natur am Greifswalder Bodden hat sich eine neue Front gebildet. Biologen und Naturschützer setzen nicht nur ihren Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk bei Lubmin unvermindert fort. Sie… weiter lesen

30.10.2009
Aus aller Welt

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Empire Strikes Back

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Seit gestern stehe ich im Mittelpunkt eines internationalen Skandals, und unser verehrter Blogwart Matthias Bröckers hat mich gebeten, ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Die ganze Geschichte fing an, als ich vor einiger Zeit meinen Namen durch eine Suchmaschine laufen ließ, die Zeitungsartikel der letzten paar Wochen findet. Dabei stellte ich fest, dass eine Tageszeitung einen Artikel von mir, an sage und schreibe 15 andere Zeitungen verkauft hat, ohne mir Bescheid zu sagen.

Ich beschwerte mich, mir wurde bedeutet, ich könne eine Nachzahlung verlangen, dann würde man mich aber hinauswerfen. Wenn man mich hinauswirft, möchte ich gerne, dass sich das richtig lohnt. Leider gab die Suchmaschine nicht mehr her als diesen Artikel, und Google News irgendwie gar nichts. Wie der Zufall so spielt, kontaktierte mich wenig später eine Organisation, die eine Software entwickelt hat, die genau das tut: Geklaute Artikel aufspüren, auch wenn sie aus den Suchmaschinen schon wieder verschwunden… weiter lesen

17.02.2008
Aus aller Welt

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Ladendiebe müssen in den Niederlanden um ihre Privatsphäre kämpfen

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Jetzt haben es in den Niederlanden auch noch die Ladendiebe schwer! Ihre natürlichen Feinde, Ladenbesitzer, werden immer intoleranter, gemeiner und fast schon frech. Sie haben es vor allem auf eines abgesehen: die Privatsphäre von Dieben!

Die Interessen-Organisation der Händler, Platform Detailhandel, und das Centraal Bureau Levensmiddelhandel (CBL), hat den aus Sicht der Ladendiebe ungeheuerlichen Plan gefasst, in Zukunft Fotos von notorischen Ladendieben an den Schaufenstern bzw. Eingängen aufzuhängen. Der aus Sicht der Diebe fast schon läppische Grund: ein jährlicher Gesamtschaden durch Ladendiebstahl von 300 Millionen Euro! Es handelt sich übrigens nicht so sehr um Einzeltäter sondern um größere, organisierte Gruppen. Es werden inzwischen ganze Auslagen, die mit speziellen “Raubtaschen” leer geräumt werden. Die “Raubtaschen” sind mit speziellen Fächern präperiert, so dass das Diebesgut unerkannt aus dem Laden geschafft werden kann.

Nun sollen also Poster von Ladendieben, die mit Hilfe von Bildern der Sicherheitskameras angefertigt werden, die Diebe abschrecken und verjagen. CBL-Sprecherin… weiter lesen

05.02.2011
Politik & Wirtschaft

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Grüne Drogenpolitik am Abgrund?

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Im Newsletter von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin (6. Kalenderwoche) vom 4. Februar 2011 konnte man in der Einleitung lesen:

»… nun ist er da – unser Entwurf für Berlin. Wir haben vor fast einem Jahr begonnen miteinander und mit Expertinnen und Experten die unterschiedlichen Themen, die für diese Stadt relevant sind, zu diskutieren. Viele der Anregungen und Beschlüsse sind bei der Erstellung in diesen Entwurf eingeflossen. Am 5./6. März 2011 werden wir auf der Landesdelegiertenkonferenz unser Wahlprogramm beschließen.

Es ist unser gemeinsames Ziel: Eine Stadt für alle. Wir wollen ein Berlin für alle, eine Stadt, die jede und jeden mitnimmt und in der alle gut leben können. Unser Programm soll unsere Leitlinien, Ideen und die Wege zur Umsetzung beinhalten.«

Klingt ja erstmal ganz gut, doch wenn man die Aussagen zum Thema Drogen liest, kommen einem erste Zweifel, und wenn man dann etwas recherchiert, wie die Passage zur Drogenpolitik entstanden ist, dann kommen eine wuchtige Menge an Zweifel hinzu, ob die zukünftigen Spitzenpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin (Renate Künast & Co.) eine Verbesserung der Drogenpolitik überhaupt anstreben. Der Abschnitt »Drogen« im Entwurf des Wahlprogramms der Grünen in Berlin Seite 21, Zeilen 586 ff. lautet:

»Wir wollen den Konsum illegaler Drogen, die Abhängigkeit von Alkohol und den Medikamentenmissbrauch eindämmen. Unsere Drogen- und Suchtpolitik setzt auf Prävention und Hilfe statt auf Kriminalisierung. Wir brauchen einen bedarfsgerechten Ausbau der Drogenberatungsstellen, frühzeitige Aufklärung und die Fortsetzung der bewährten Arbeit in der Prävention.«

Die Experten der Grünen, darunter weit über Deutschland hinaus bekannte Experten wie Joachim Eul (Biologe) und Tibor Harrach (Pharmazeut), treffen sich monatlich im Büro von Christian Ströbele als Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik (LAG-Drogenpolitik) von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. In diesem Gremium wurde ein differenziertes Konzept für eine vernünftige Drogen- respektive Suchtpolitik in Berlin ausgearbeitet und beschlossen. Dieses Konzept wurde der Schreibgruppe des Wahlprogramms übermittelt, doch keine der relevanten Anregungen und Beschlüsse sind im Entwurf des Wahlprogramms wieder zu finden. Im Unterschied zum Text im Entwurf des Wahlprogramms ist dieser Text jedoch gehaltvoll an interessanten Anregungen und überzeugenden Feststellungen:

»Für eine menschengerechte Drogenpolitik in Berlin

Drogenpolitik in Berlin besitzt trotz der Vorgaben durch nationales und internationales Drogenrecht zahlreiche Gestaltungsspielräume, die wir konsequent nutzen wollen. Vorrangiges Ziel für uns ist es der Entstehung von Abhängigkeiten und gesundheitlichen Schäden durch Prävention zu begegnen. Insbesondere Kinder- und Jugendliche sind vor den aggressiven Marketingstrategien der Alkohol- und Tabakindustrie und den nicht zu regulierenden Mechanismen des Schwarzmarkts für illegale Drogen zu schützen. Wir wollen auch verhindern, dass die fehlende bzw. nicht erlernte Fähigkeit einiger Menschen, den Konsum von Rauschmitteln oder den Umgang mit Glücksspielen nicht selbstständig kontrollieren zu können, von Industrie und Handel zur Erzielung von Profiten schamlos ausgenutzt wird. Abhängigen Menschen müssen möglichst frühzeitig Hilfeangebote unterbreitet werden. Es hat sich gezeigt, dass die Erreichbarkeit von Konsumentinnen und Konsumenten von illegalen Drogen für Prävention und Hilfeangebote durch die Kriminalisierung erschwert wird.

Suchtprävention stärken

Suchtprävention soll Menschen dabei unterstützen, sich bewusst für oder gegen den Konsum bestimmter Substanzen entscheiden zu können und diesen ggf. selbst bestimmt zu kontrollieren. Wichtige Voraussetzungen dafür sind das Erlernen von Selbstkontrolle und eines eigenverantwortlichen Risikomanagements.

Wir wollen substanzbezogene Safer Use Angebote zur Verringerung von Gesundheitsgefahren beim Drogenkonsum ausbauen. Wir wollen ein Konzept zur Gesundheitsförderung im Nachtleben nach dem Vorbild anderer europäischen Metropolen gemäß den „Safer Nightlife Kriterien“ auflegen. Um Drogengebraucher vor Schäden durch verunreinigte oder überdosierte Drogen zu schützen, werden wir ein Modellprojekt zur chemischen Analyse von auf dem Schwarzmarkt erworbenen Substanzen umsetzen (Drugchecking). Die wissenschaftliche Evaluation anderer europäischer Drugchecking-Programme hat ergeben, dass Drugchecking zur Verringerung der Konsumhäufigkeit und Hinauszögerung des Erstkonsums führt sowie die Reichweite des Hilfesystems erhöht.

Wir wollen die Alkohol- und Tabakwerbung in Berlin einschränken und Werbestrategien, die auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet sind, gänzlich unterbinden. Den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vor Passivrauchen werden wir konsequent umsetzen. Eine bessere Vernetzung der Landesstelle für Suchtprävention mit der bezirklichen Suchtprävention und der Drogenhilfe wollen wir fördern.

Drogenhilfe bedarfsgerecht ausbauen

Wir wollen die Qualität der Substitutions-Behandlung z.B. mit Methadon und die damit verbundene psychosoziale Betreuung  durch eine bessere Vernetzung zwischen Ärztinnen und Ärzten und dem Drogenhilfesystem erhöhen. Wir werden die landesspezifischen Voraussetzungen für die Originalstoff-Behandlung mit Diamorphin (Heroin) schaffen. Das Angebot von Drogenkonsumräumen wollen wir bedarfsgerecht ausbauen und dafür mit Gesprächsangeboten um Akzeptanz bei der Wohnbevölkerung werben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Berliner Rechtsverordnung für Drogenkonsumräumen dahingehend geändert wird, dass auch besonders gefährdete Menschen, die zu Beginn oder im Verlauf ihrer Substitutions-Behandlung einen problematischen Beikonsum entwickeln, Zutritt zu Drogenkonsumräumen erhalten.
… weiter lesen

06.09.2011
Kultur & Unterhaltung

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Eurozonenparlament

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Ich mag ja Ulrike Guérot. Die Leiterin des Berliner Büros des “European Council on Foreign Relations” (ECFR) hat schon “Sieben Strategien zur Bändigung deutscher Macht” veröffentlicht, als meine Deutschland-Beschimpfung “Entschuldigung! Ich bin Deutsch” gerade erst geschrieben wurde (über die ich wiederum dem Madrider Büro des ECFR mein erstes Interview auf Spanisch geben durfte).

Ich bin mir mit Guérot darüber einig: “Man müsste zunächst politisch Gehör dafür finden, dass Deutschland und seine Politik eben auch Teil des Problems – und nicht nur die Lösung – sind.” Und ich schätze ihre Art, europäische Wirrungen nicht nur zu Ende zu denken, sondern auch auszusprechen. Aber lesen Sie selbst:

Eurobonds  erforderten aber eine durchgreifende Parlamentarisierung Europas. Denn wer gemeinsam für die Schulden haftet, muss gemeinsam über die Ausgaben entscheiden. Die logische Konsequenz von Eurobonds wäre damit ein Eurozonenparlament – also eine Subeinheit des Europaparlaments,weiter lesen

29.05.2011
Medien

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Crowdfunding für Musiker

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Welchen Wert hat ein Song, der digital unendlich reproduzierbar ist und dadurch nicht eine Preisbildung nach den klassischen Gesetzen von Angebot und Nachfrage durchläuft? Durch Online-Streaming-Dienste ist heute nahezu jeder Song von überall zu jederzeit verfügbar, meist kostenfrei. In einer Statistik der Künstlersozialkasse wird angegeben, dass die Brutto-Einnahmen für Profi-Musiker im Durchschnitt in Deutschland bei ca. 12.000€ liegen. Das deutsche Durchschnittsgehalt liegt im Vergleich bei 42.500€ brutto laut dem Statistischen Bundesamt Deutschland. Musiker, die den Kopf frei von Geldsorgen haben sollten, um sich ihrer Musik und Kreativität zu widmen, müssen in der Praxis jeden Euro zweimal umdrehen und sich genau überlegen, ob ihre kreative Idee überhaupt bezahlbar ist.

Die üblichen Lösungsvorschläge, sich auf Konzerte und Merchandising zu konzentrieren sind nicht neu. Ein Newcomer-Künstler allein kommt vielleicht mit einer Gage von 300-500€ am Wochenende über die Runden, aber sobald zur Band mehr als eine Person gehört, geht die Rechnung nicht mehr auf.

Kann Crowdfunding bzw. Fanfunding an dieser Stelle ein langfristiges Tool für Musiker sein? Grundlegend ist diese Finanzierungsform im Musikbereich nicht neu. Der Musiker, der auf der Straße seinen Hut aufstellt oder die Band, die ihr Album einfach im Vorhinein über ihren Shop bestellen lässt, gibt es schon Jahre.  Crowdfunding setzt hier an und geht noch einen Schritt weiter. … weiter lesen

25.09.2008
Kultur & Unterhaltung

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Exoten-Angriff!

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Wir waren ja gewarnt – jetzt ist es doch passiert:

Und das Grauen nimmt kein Ende – so sah es fünf Minuten später aus:

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12.02.2009
Kultur & Unterhaltung

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KEDÜ in Istanbul

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Eine kleine bunte handgezeichnete Welt, die gar nicht immer so friedlich wirkt.

Um die Fotos vergrößert anzusehen, einfach darauf klicken (geht nur innerhalb eines Artikels, nicht in der Übersicht). … weiter lesen

31.05.2011
Medien

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Crowdfunding ist kein Wundermittel, sondern ein arbeitsreicher Prozess!

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In der täglichen Arbeit mit Projektinitiatoren zeichnet sich immer wieder ab, dass Projekte nur dann erfolgreich abgeschlossen werden, wenn sie bereit sind, Zeit in die öffentlichkeitswirksame Bewerbung ihrer Idee zu investieren. Der Aufwand verteilt sich sehr unterschiedlich. In einer Befragung der Projekte unserer Plattform VisionBakery wurde deutlich, dass jeder Projektinitiator eine andere Auffassung hat, wie viel Zeit notwendig ist, eine Idee zu bewerben. Zwischen 6 und 33 Stunden bei einer maximalen Projektlaufzeit von 55 Tagen waren die Initiatoren bereit zu investieren. Die Herangehensweise unterschied sich dabei in der Form der Marketingkanäle. Es wurden Flyer verteilt, auf Veranstaltungen geworben, Emails an bestehende Fans und Freunde gesendet und die Presse angesprochen. Facebook spielte in allen Fällen aber die Hauptrolle. Interessant ist hierbei, dass das Projekt, welches in der Außenkommunikation am Professionellsten ist, bereit war, die meisten Stunden zu investieren. Letztendlich zahlte sich der Aufwand der Initiatoren aus.

In den Gesprächen… weiter lesen

27.04.2011
Aus aller Welt

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Geburtszertifikat.

aus mini_icon_blogname Potomac Blues

Donald Trump ist ein us-amerikanischer Held: Bauunternehmer. Kasinobetreiber. Trash-Fernsehproduzent. Alleinunterhalter. Milliardär. Schürzenjäger.

Als nächstes möchte er US-Präsident werden. Als Republikaner.

Die bisherige Kampagne des Mannes gibt einen Vorgeschmack darauf, was in den nächsten Monaten zu erwarten ist. Trump tingelt von einem TV-Sender zum nächsten und spricht nicht etwa über Arbeit, nicht über Wirtschaft und nicht über Politik. Wenn er den Krieg in Libyen erwähnt, dann um zu sagen: “Ich würde da nur hingehen, wenn ich anschliessend das Öl bekäme.”

Trump geht es um Geburtszertifikate. Genau genommen, um ein einziges: das von Barack Obama.

Lange bevor Trump das Thema entdeckte, hat das Weisse Haus eine amtliche Geburtsbescheinigung vom 4.8.1961 aus Hawai veröffentlicht. Denn schon im letzten Wahlkampf haben rechte Kandidaten versucht, Obama als “Nicht-Amerikaner” zu diffamieren.

Doch von Fakten lässt Trump sich nicht beeindrucken. Seine Spezialität sind Behauptungen. Er setzt sich vor eine Kamera nach der anderen und spekuliert… weiter lesen

25.05.2010
Kultur & Unterhaltung

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Echte Nazis, echte Nachbarn, echt deutsch

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Heute in der taz: Adolf S. aus Duisburg – der SS-Mörder, den seine Nachbarn heute in Schutz nehmen.

Die Juden wurden vorerst angewiesen ihr Werkzeug abzulegen. Dann mußten sie vortreten und ihre Uhren abgeben. […] Dann mußten sich die Juden nebeneinander im Graben aufstellen. Sodann schoß der SS Unterscharführer S. mit einer Pistole, und der SS Hauptscharführer und 1 Feldgendarm mit einer Maschinenpistole die Juden nieder (…)

“Wir haben auch gelitten, wissen Sie. Wir waren in Oberschlesien, unter russischer Besatzung. Sie haben meinen Vater schrecklich behandelt; meinen Bruder haben sie beinahe nach Russland verschleppt … S. wirkte immer freundlich. Er hat mir und meinem Mann bei Umbauarbeiten im Haus geholfen. Ich kann nicht glauben, dass er das getan hat. Der Holocaust war so furchtbar. … Wissen Sie, mein Onkel war auch in einem Konzentrationslager, in der DDR, in Leipzig. (…) Sie kommen aus Israel, sagen Sie? Ich verstehe nicht,

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12.04.2011
Kultur & Unterhaltung

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Sons Of Anarchy: When Villains become Heroes.

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Auch im Jahr für Jahr progressiver werdenden US-Fernsehen war Sons Of Anarchy eine Besonderheit – waren hier die Helden doch tatsächlich nach allen moralischen Standards Bösewichter: eine Rockerbande nach Art der Hell’s Angels, die ihr Auskommen mit Waffenschmuggel und Pornoproduktionen betreibt und dabei über Leichen geht (und um Tyler The Creator zu zitieren: it’s not a figure of speech…). Ein Anführer, der “für den Club” bereit ist, eigene Mitglieder umzubringen. Ein Polizeichef, der sich von der Rockerbande bezahlen lässt und offen korrupt ist. Ein Bundespolizist, der seine Exfreundin vergewaltigt. Gut und Böse sind in Charming, dem Ort, in dem Sons Of Anarchy spielt, nicht vertauscht, sondern gar nicht mehr als Gegensätze vorhanden.

“If you love the man, you learn to love the club”

Dass es Serienerfinder Kurt Sutter dennoch gelingt, Empathie für die einzelnen Figuren zu erzeugen, ist natürlich umso bewundernswerter, weil Sons Of Anarchy nicht den semi-ironischen Ton der Sopranos pflegt, sondern bitterernst ist (was man der Serie auch am ehesten vorwerfen kann – andererseits: bei Jack Bauer hat man auch nie gelacht und dennoch war “24″ die Serie der Nullerdekade).

YouTube Preview Image
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Nach einem etwas mauen Start, in dem ein Vater-Sohn-Konflikt Haupttreiber der Handlung ist, entwickelt … weiter lesen

10.02.2011
Aus aller Welt

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Mubarak: Dr. Stur

aus mini_icon_blogname Arabesken

Dieser Tage macht eine Anekdote in Kairo die Runde, die von Muhammad Hassanein Heikal, dem Altmeister des arabischen und ägyptischen Journalismus  überliefertert ist. Die Berater des Präsidenten wollten Husni Mubarak einen neuen Minister schmackhaft machen und erklärten dem Präsidenten welche hervorragenden akademischen Auszeichnungen der Mann habe und welche Doktortitel ihn besonders für das Ministeramt qualifizieren. Mubarak wollte den Mann aber nicht im Kabinett haben und soll laut Heikal geantwortet haben:

„Mir ist egal, welche akademischen Titel der Mann trägt, ich habe auch promoviert und bin Dr. Stur“.

Das stellt er jetzt wieder unter Beweis.

Ich war heute Vormittag wieder auf dem Tahrir-Platz. Die Stimmung ist immer noch sehr gut. Dort habe ich auch dieses Foto gemacht. Ein Sattel wurde ausgestellt, der an dem Tag erbeutet wurde, an dem die Schläger Mubaraks letzte Woche den Platz mit Pferden und Kamelen attackiert hatten.

Einer der Demonstranten erklärte mir stolz, wie sie… weiter lesen

05.03.2009
Aus aller Welt

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Linda de Mol in den Schlagzeilen – Homos mit Strafe, Badehosen, Biographie

aus mini_icon_blogname Meine Güte

Linda hat ja ihr eigenes MagazinLinda de Mol lässt wieder mal von sich hören! Wie wir ja bereits berichtet haben, will sie eine Extra-Ausgabe ihres Linda Magazines herausbringen, welche speziell an die homosexuellen Mitbürger gerichtet ist. Da gab es gleich einen Skandal. Denn ein Mann namens Arie Boomsma, der im bürgerlichen Leben TV-Moderator ist, büsste die Mitarbeit an dem Magazin gleich mal mit drei Monaten Zwangs-Bildschirm-Pause.

Was war passiert? Er sieht gut aus und da schien es eine gute Idee, ihn mal in Badehosen zu fotografieren. Nicht, dass die Fotos bereits bekannt sind – aber da ist das Problem, dass er eben Moderator beim frommen evangelischen Sender EO ist. Dort wird noch Darwin verdammt, Homosexualität als Problem gesehen und Frauen tragen Röcke – und Männer keine Badehosen. Jedenfalls nicht in Lindas oder irgendwelchen anderen Schwulen-Magazinen. Die Folge: drei Monate… weiter lesen

07.06.2009
Kultur & Unterhaltung

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Der Kampf gegen Gipfel – Christiane Ensslin wird Siebzig

aus mini_icon_blogname Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Christiane Ensslin, Konfirmation März 1954
(aus ›Zieht den Trennungsstrich, jede Minute‹)

Wenn dieses Blog erscheint, sitzen wir im Zug nach Köln, um Christiane zum Geburtstag zu gratulieren. Zum ersten Mal habe ich (JS) von ihr gehört, als sie 1977 für Franz Greno die Korrektur der Druckfahnen von Bernward Vespers ›Reise‹ las, die Greno für MÄRZ herstellte. Etwa zur selben Zeit war Christiane Mitgründerin der EMMA, auf dem ersten Titelblatt schreiten vier Frauen mit entschlossenen Mienen vorwärts:

Christiane Ensslin, Alice Schwarzer, Angelika Wittlich, Sabine Schruff
v.l.n.r.: Christiane Ensslin, Alice Schwarzer, Angelika Wittlich und Sabine Schruff

Heute hört sich das auf der EMMA-Website anders an: »Alice Schwarzer ist Herausgeberin und Gründerin der EMMA.« Kein Wort davon, daß die Zeitschrift ursprünglich ein Kollektivunternehmen war. Drei Jahre nach der Gründung gehörte dann Christiane Ensslin zu den 32 ehemaligen Mitarbeiterinnen der EMMA, die Alice Schwarzer »Respektlosigkeit gegenüber der Arbeit ihrer Kolleginnen, Selbstherrlichkeit und Dogmatismus vorwarfen«. … weiter lesen

04.02.2012
Kultur & Unterhaltung

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Toleranz ist eine Frage des Könnens: Krieg der Worte auf dem Schlachtfeld Vegetarismus

aus mini_icon_blogname Reptilienfonds

Don't we all like the Wurst: Vielleicht ist nachher sogar noch Platz für ein hot dog?

Der Wissenschaftsteil der Süddeutschen Zeitung berichtet gestern über ein psychologisches Experiment zum Menschenbild von Fleischessern gegenüber Vegetariern. Die Wissenschaftler befragten Fleischesser zu ihren Assoziationen über Vegetarier. Diese wurden von 47% der Fleischesser mit negativen Begriffen wie “nervend” und “arrogant” beschrieben. Wurden die Fleischesser zum Bild der Vegetarier über sich selbst befragt, waren sie überzeugt, dass die Vegetarier ein schlechtes Bild von ihnen hätten. Die Wissenschaftler interpretieren diese Studie übrigens nur als ein Beispiel dafür, wie sich Mehrheiten durch Minderheiten moralisch bewertet fühlen können.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler könnten nicht schöner bestätigt werden als durch die Leserkommentare auf sueddeutsche.de. Der Artikel ist momentan der am meisten kommentierte und der Ton ist scharf.

So schreibt henrytheeighth: “Blöde Witzchen sind nichts gegen die verbrecherische menschenverachtende Ideologie der Hardcore-Veganer.  Im Internet finden sich widerlichste… weiter lesen

24.11.2009
Kultur & Unterhaltung

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“Tourist auslachen”

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Hehe… an der Jannowitzbrücke.

Diese kleenen, mit dem Marker gezeichneten, Characters sehe ich mehr und mehr in Berlin. Sehr nett, wie sie auch meist was zu sagen haben. Weiß jemand, wie sich der_die Künstler_in nennt?

Hier im Blog gibt’s mehr davon zu sehen: Wer bin ich? (bevor die East-Side-Gallery neu gemacht wurde) Und hier (3. Foto von oben).

06.09.2010
Kultur & Unterhaltung

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Eindrücke der ReclaimYourCity-Ausstellung im Neurotitan

aus mini_icon_blogname Fotoblog Streetart

Ich war nun endlich in der ReclaimYourCity-Ausstellung im Neurotitan mit dem Untertitel “urban art? streetart? stadtkollektivierung!” …Es hat mir dort echt gut gefallen. Hier sind die fotografischen Eindrücke meiner persönlichen Highlights (heute endlich mal wieder ein Artikel mit vielen, vielen bunten Bildern!):

Die von “Brainsen Comix” gestaltete Ecke…mit sehr witzigen Details. Wie zum Beispiel der Opi mit dem tätowierten Herzen auf’m Po, wo das Inge durchgestrichen ist…und nun Uschi bleibt.

…oder das “Google Beach View”-Mobil … weiter lesen

06.02.2012
Aus aller Welt

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Wie im richtigen Leben

aus mini_icon_blogname Latin@rama

International war er die schauspielerische Entdeckung im Kinofilm “Und selbst der Regen”: Juan Carlos Aduviri spielte einen jungen Bolivianer, der sich bei der Bewerbung um die Rolle eines Indigena-Fuehrers in einem Historienfilm ueber die Eroberung Amerikas gleich durch sein energisches Auftreten Aufmerksamkeit verschafft. Im Film geht der Regisseur das Risiko ein, einen charakterstarken Schauspieler zu bekommen, der auch Probleme machen kann. Wenig spaeter ist „Daniel“ im Film als einer der Wortfuehrer in den ebenso historischen „Wasseraufstand von Cochabamba“ verwickelt und das Filmprojekt im Film gefaehrdet.

Mag zwar die fast am Schluss liegende Szene einer rasanten Rettungsfahrt durch die brennenden Barrikaden, die die Cochabambiner Bevoelkerung gegen die Erhoehung der Wasserpreise errichtet hatte, ein wenig unrealistisch wirken – Aduviri scheint nicht nur auf der Leinwand ein Rebell. Sagte er vor gut zwei Wochen aus gesundheitlichen Gruenden noch eine Reise nach Spanien zur Verleihung der Goya-Filmpreise… weiter lesen

12.11.2009
Kultur & Unterhaltung

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Mauerfall/Glühbirnenverbot/Schiller

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Zur Erinnerung:

Just als der Treuhandchef Detlef Rohwedder erschossen wurde, lief “Der Maulwurf” mit Lino Ventura im Fernsehen. Dabei geht es um einen reaktivierten Geheimagenten mit Tötungslizenz.

Die Nachricht von Rohwedders Exekution wurde in den Film eingeblendet.

Eine Würgeschlange hat zwei Glühbirnen verschluckt. Was tun?

Sie wird operiert – und anschließend der Presse vorgeführt: Sie lebt und die Glühbirnen funktionieren auch noch.

Die taz wollte wissen, wie der Osten den Westen beeinflusst hat, seit er von diesem quasi übernommen wurde:

Angeblich kommen die Ostdeutschen besser als die Westdeutschen mit gesellschaftlichen Umbrüchen klar, weil sie bereits einen durchgestanden haben. Dies trifft, wenn überhaupt, eher auf Frauen als auf Männer zu. Weil sie sich nicht so wie diese auf eine bestimmte qualifizierte Tätigkeit festgelegt haben, trauen sie sich eher zu, auch eine ganz andere Arbeit zu übernehmen, wenn es denn sein muß. Nicht ohne Grund schickten die West-Exekutoren… weiter lesen

04.11.2010
Aus aller Welt

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Tortas, Tacos, Tortillas und die Folgen

aus mini_icon_blogname Latin@rama

Mexikos Bevölkerung wird immer dicker. Jeder und jede zweite zwischen Ciudad Juárez und Tapachula hat deutlich zu viel auf den Rippen. Das betrifft auch Mexikos Polizei. Die ist seit einigen Monaten auf Diät gesetzt.

Teniente José García steht an der Ecke des Zócola und weist den Radfahrern schwitzend den Weg. Die Trillerpfeife droht beinahe zwischen den fleischigen Lippen des Beamten zu verschwinden. Die Uniform umspannt den Leib des Mannes von Mitte dreißig und überaus eng sitzt sie auf den gut gepolsterten Hüften. Auch die Kollegin mit den bunt lackierten Fingernägeln, die mit mitleidigem Blick und Unverständnis die Fahrradfahrer an sich vorbeirauschen lässt, ist ausgesprochen proper. „Jeden Sonntag ist das so und wir werden langsam mehr“, sagt Javier Orepo, einer der wenigen passionierten Fahrradfahrer in Mexiko Stadt Der hagere Mann mit dem Pferdeschwanz fährt auch unter der Woche Drahtesel und gehört damit zu einer seltenen Spezie. Bewegung ist nicht nur unter… weiter lesen

19.05.2009
Kultur & Unterhaltung

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My Favourite Records… mit Manic Street Preachers / Nicky Wire

aus mini_icon_blogname Monarchie & Alltag

Am vergangenen Freitag veröffentlichten die Manic Street Preachers ihr schwieriges, gleichwohl hervorragendes neues Album “Journal For Plague Lovers”, das auf den Lyrics des verschwundenen/verstorbenen Bandgitarristen Richey Edwards beruht und als Rückkehr zu ihrem verstörenden Meisterwerk “The Holy Bible” gilt.

manics
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09.11.2009
Kultur & Unterhaltung

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Russland zeigen (13)

aus mini_icon_blogname Hier spricht der Aushilfshausmeister!

Der Weg zur klassenlosen Gesellschaft? Voila!

Lamarxismus

Die 1900 veröffentlichte Evolutionstheorie  “Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt” von Peter Kropotkin wird immer wieder neu aufgelegt. Sie war gegen Darwin gerichtet, der als Motor der  Entwicklung der Arten die Konkurrenz und das “Überleben der Tüchtigsten” ausgemacht hatte. Nachdem 1859  Darwins Hauptwerk “On the Origin of Species by means of Natural Selection”, erschienen war, hatten bereits Marx und Engels gewitzelt, der Autor habe dabei bloß das üble Verhalten  der englischen Bourgeoisie auf die Tier- und Pflanzenwelt projiziert, wobei er sich auch noch von der Begrifflichkeit des  unsäglichen Nationalökonomen Malthus leiten ließ. So etwa wie laut Marx umgekehrt “das Geheimnis des Adels die Zoologie” ist. Kropotkin ging in seiner Darwin-Kritik noch einen russischen Schritt weiter: Dort war Darwin in sozialistischen Kreisen überaus populär, weil es nach ihm kein begründetes Hochwohlgeboren mehr geben konnte, auch dass der Mensch  vom Affen… weiter lesen