Archive for Mai, 2007

25.05.2007 von Ernst Volland
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Burka

von Ernst Volland

Ralph Giordano: „Ich will auf deutschen Straßen kein Burka – Trägerinnen sehen.“

(Sie stören seine Wahrnehmung von  Ästhetik)

Einverstanden. Hier eine vorläufige Liste mit Objekten und Personen deren Ästhetik zur Disposition stehen. (Unvollständig)

Mc Donald’s (alle Filialen)

Söder

Weiße Socken in Sandalen

H. Markwort

Dunkelhäutige Männer mit langen Schwänzen

Mayer – Vorfelder

Frau Mayer  – Vorfelder

Franz Josef Wagner

Kai Diekmann

Plastikbecher

Plastikgabel

Plastikmesser

Plastikteller

Glockengeläut Sonntag 7 Uhr

Sehr dicke Kinder

Betrunkene

Menschen über 150 Kilo

Gamsbart Hut

Männer mit langen Haaren auf dem Rücken

Kümmeltürken

Katholische Nonnen

Haare unter den Achseln

Ungeschnittene Fußnägel

Tätowierungen am Kopf

Schlitzaugen

08.05.2007 von Ernst Volland
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Mehr und mehr

von Ernst Volland

Gestern rief mich eine Frau an, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte. Sie erzählte, sie folgte einer Eingebung. Am 3. Mai, abends in Murnau, erinnerte sie sich ganz deutlich an mich und gleichzeitig verspürte sie ein großes Bedürfnis, mich anzurufen. Wir kannten uns aus dem Sandkasten und waren seinerzeit Nachbarn. Ich hatte gerade das Gespräch mit einem bekannten Fotografen beendet, mit dem ich mich am nächsten Tag treffen wollte. Er fragte nach meiner Ausstellungseröffnung und ich versprach ihm, die Laudatio zu schicken. Die Sandkastengespielin schickte nach ihrem Anruf an einem Tag acht E- mails mit Fragen, die die vergangenen fünfundvierzig Jahre erhellen sollten. Ich bemühe mich. Sie glaubt an Gott, ohne Mitglied in einer Kirche zu sein. Tagsüber verkauft sie Apparaturen, die an eine normale Wasserleitung angeschlossen, heilendes Wasser spenden. Ihre ganze Leidenschaft gehört einem siebzehn Jahre alten kranken Hund, an den sie sehr gebunden ist und deshalb… weiter lesen

02.05.2007 von Ernst Volland
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Allein und schön.

von Ernst Volland

Gestern schlenderte ich bei wunderbarem Spätnachmittagssonnenschein in Bürgstadt am Main die Hauptstraße entlang. Eine Dame aus dem Hotel begegnete mir direkt vor einer langen rotweißen Fahne, die außen an der Front eines Hauses hängt und darauf hinweisen soll, dass hier eine Heckerwirtschaft geöffnet hat. Wir gingen hinein.
Bei einem 0,1 Gläschen Silvaner und zwei Rostbratwürsten (keine Würstchen) kamen wir gleich in ein Gespräch.
Wer hat den besten Wein im Dorf war das Thema des Tisches. Ich erfuhr, dass es den Besten nicht gibt, drei, vier, fünf Weingüter kämmen in Frage.
Am Tisch saßen ein pensionierter Kripobeamter (“Kaufen Sie nicht bei dem Winzer da drüben, die Frau stinkt nach Käsefüßen”), eine Sudentendeutsche mit ihrem Gatten ( “Wir sind schon 60 Jahre glücklich verheiratet”) und zwei Dauergästen aus Wolfenbüttel, sie, mit einem Minihund auf dem Arm ( “Jägermeister ist der großzügigste und sozialste Arbeitgeber in der Stadt”). Der Wein… weiter lesen