„Ein Ozean aus Glas“.
Trinität Spieß, Richter und Kölner Dom heben ab.
…..„Hinter der Veränderung, die Gerhard Richters Arbeit im Kölner Dom zustande bringt, steckt so besehen die Rekapitulation der eigenen Entwicklung und die Dialektik einer Kunst, die pausenlos verlangt, das Kontingente der narrativen Leinwände mit Symbolen für das Immaterielle, mit der Verwendung von Glas oder monochrom bemalten Flächen zu kämpfen. Diese Verdrängung von Bildern ist nicht unschuldig.“….
…..„Als wir am 4. August zusammen für kurze Zeit das eben eingebaute Fenster unverhüllt sehen, wird es offenbar: Im Mittagsläuten und Mittagglast zeigt sich etwas, was auch Richter nicht erwartet haben konnte. Denn nach der melancholischen, giftig bleiernen Aufreihung von Strontium-Kristallen, die er in seinem letzten großen Auftrag für San Francisco präsentierte, darf man von Auferstehung, von Erlösung sprechen.“….
Werner Spieß in der FAZ vom 25. August 2007 über das von Gerhard Richter gestaltete Fenster für den Kölner Dom.