Archive for November, 2010
Kurt hat alle Tassen in der Kiste.
Der zukünftige Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung empfiehlt sich hiermit:
Deutscher Alltag
Ein Männlein steht im Walde
Von Kurt Kister
Nachdem nun auch der “Spiegel” die Grünen zur Volkspartei erklärt hat, ist es an der Zeit, an ein vergessenes grünes Identitätsmerkmal zu erinnern: Die Rede ist vom Schrat.
Nachdem nun auch der Spiegel die Grünen zur Volkspartei erklärt hat, ist es an der Zeit, an ein grünes Identitätsmerkmal zu erinnern, das von coolen Postmaterialisten wie Cem und Renate gerne übersehen wird. Die Rede ist vom Schrat. Historisch gesehen ist der Schrat ein stark behaarter Naturgeist, der isst, was er sammelt und zwischen den Wurzeln großer Bäume wohnt. Manchmal erschreckt er Wanderer, zu denen er eigentlich nur freundlich sein will.
Viele Schrate verließen in den siebziger Jahren die Wälder respektive die soziologischen Seminare, um Nicht-Politik in einer Nicht-Partei zu… weiter lesen
Klaus Volland, Ansprache zur Einweihung der Gedenktafel am Bremervörder Rathaus am 9. November 2010
Liebe Gäste!
Im Januar 2009 fragte mich Susanne Morgenstern, damals Vorsitzende des Kultur- und Heimatkreises Bremervörde, ob ich Interesse hätte, das Projekt „Ein Schabbattisch für Bremervörde“ der Berliner Judaistikstudentin Sylke Schumann zu betreuen. Nach kurzer Überlegung und nachdem ich mich der Unterstützung meiner Vorstandskollegen im Gedenkstättenverein versichert hatte, sagte ich zu. Eines der satzungsgemäßen Ziele des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel ist die Aufarbeitung der regionalen Geschichte des Nationalsozialismus. Von Sylke Schumann war geplant, dass junge Handwerker aus unserer Region ein jüdisches Wohnzimmer und das 1938 zerstörte Betgestühl des Synagogenraums der Zevener Familie Neugarten rekonstruieren sollten. Durch gemeinsame Überlegungen entwickelte sich dann das Konzept, sich auf die Rekonstruktion des Betsaals zu konzentrieren und eine Erinnerungstafel mit den Namen der 1933 bis 1945 verfolgten Juden der Stadt Bremervörde zu erstellen. Für die Zevener Juden war kurz… weiter lesen
„Wir wollen anonym bleiben und nennen nicht unsere Namen, auch nicht unsere jeweilige Fächerkombination. Wir leben und arbeiten in Berlin, aber die Probleme existieren auch in Hamburg, München, Gelsenkirchen oder Köln.
Ich L1, bin Realschullehrerin (jetzt neue Sekundarschule) und ich L2, bin Hauptschullehrer, der Schultyp wird auch als Oberschule bezeichnet. Wir sind beide seit seit 1975, bzw. 1978 als Lehrer in Berliner Schulen tätig. In zwei, drei Jahren ist Schluss.“
Volland : „Wir Lehrer sind die Fußabtreter der Nation!“ So lautet eine Schlagzeile in der Berliner Boulevardpresse. Ist das so?
Lehrer 1 : Nein, ich seh’ mich nicht so, aber das Gesellschaftsbild des Lehrers ist so. Gerhard Schröder hat uns als faule Säcke bezeichnet, also unseren Beruf diskreditiert.
V.: Als Lehrer hat man doch viele Ferien.
Lehrer 2 : Die tatsächliche Arbeit sieht wie folgt aus: Es fängt bei den unterschiedlichen Schultypen an; psychische Belastung; zeitintensive Korrekturfächer. Lehrer haben… weiter lesen







