27.06.2012 von ernst volland
Fortsetzung vom 25. Juni 2012
Das rassistische Apartheid-Regime in Südafrika existiert nicht mehr, der Rassismus ist jedoch noch weltweit verbreitet. Deutschland hat seit meinem unverhofften Erdbeererlebnis in den 60er Jahren auch heute noch Handelsbeziehungen mit Staaten, in denen Rassismus und Neofaschismus herrschen und religiöse Fanatiker, Folterer und Mörder an der Spitze der Regierung stehen.

Foto: Heinz Krimmer
Vor allem Waffen (im weltweiten Export steht Deutschland auf Platz 3), aber auch Kartoffeln, Kugellager, Mohrrüben, Autos, Bier, Lastwagen, Dessous, Spielwaren, Kunststoffe, Pharmazeugnisse, Pappe, Häuser.
Und Gerling heute?
Hans Gerling stand zeitlebens im Ruf eines nicht eben zimperlichen Machers und Vollblut-Konzernchefs. Andere weniger wohlwollende Beobachter charakterisierten den Senior schlicht als intolerant, autoritär und herrschsüchtig.
Der Alleinerbe Rolf Gerling (geboren 1954) befindet sich laut Forbes Magazin auf Platz 512 der reichsten Personen weltweit. Er lebt zurückgezogen auf seinem Wohnsitz in Zürich.
25.06.2012 von ernst volland
Fortsetzung vom 20. Juni 2012.
Der ökologische Fußabdruck misst jene Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard dauerhaft zu gewährleisten. Wenn der Fußabdruck aller Erdbewohner zusammengenommen größer ist als die verfügbare Gesamtfläche an Produktivland, lebt das System Erde über seine Verhältnisse und gefährdet seine Zukunft.

Foto: Stan Fellerman
Das ist gegenwärtig der Fall. Von Land zu Land variiert dabei der Verbrauch an Raum und natürlichen Ressourcen, welche die Menschen im Alltag für Essen, Wohnen, Mobilität und Reisen sowie die Entsorgung der Abfälle beanspruchen. Während eine Person in Afghanistan für ihren Lebensstil nur gerade 0,1 Hektar Fläche benötigt, sind es in den USA 9,7 Hektar (ha), in Großbritannien 5,6 ha und in Deutschland 5,2 ha. In Brasilien sind es 2,1 ha, in der Volksrepublik China 1,6 ha und in Indien 0,7 ha für eine Person (2002). Südafrikas Fußabdruck 2010 ist 2,0 ha.… weiter lesen
24.06.2012 von ernst volland

Ernst Volland, Plakat und Postkarte 1979
Hat sich bei Bild etwas verändert? Wer weiss mehr?
Glückwunsch Hannes Wader zum 70. Geburtstag. (Abgebildet links oben)

Ernst Volland, Plakate und Postkarte 1977
20.06.2012 von ernst volland
Fortsetzung vom 17. Juni 2012
Die frischen Erdbeeren auf dem Tisch bei Gerling kamen aus Südafrika, dem Land der Apartheid.

Foto: Heinz Krimmer
Die Politik der konsequenten Rassentrennung wurde nach Gründung der Südafrikanischen Union im Jahre 1910 durch ein Bündel von Gesetzen eingeleitet, die alle Rechte der schwarzen Bevölkerungsmehrheit extrem beschnitten. Bis in die 50er Jahre praktizierte die weiße Regierung eine vornehmlich ökonomische Rassentrennung. Danach verschärfte sich die Situation für die überwiegend schwarze Bevölkerung zunehmend. Die Regierung reglementierte und kontrollierte die Privatsphäre und verbat Ehen zwischen Angehörigen verschiedener Rassen. In allen öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Verkehrsmitteln und sogar auf den Toiletten wurde die Rassentrennung eingeführt und für die schwarze Bevölkeru sogenannte Homelands eingerichtet.
Widerstand kam aus den Reihen des ANC (African National Congress). Diese legal und im Untergrund operierende Organisation, vorwiegend von schwarzen Führern geleitet, wurde 1964 verboten und ihre Führer (auch Nelson Mandela), zu lebenslanger… weiter lesen
17.06.2012 von ernst volland
Mit dem 1967 komponierten Song „Strawberry Fields forever“, einem Klassiker der Beatles, beweist John Lennon spielerisch seine künstlerische Potenz und belegt sogleich, welches Potential auch musikalisch in der Erdbeere liegt. „Strawberry Fields“ (Erdbeerfelder) ist der Name eines Waisenhauses der Heilsarmee in London, in dessen Nähe der junge John Lennon aufwuchs.

Foto: Heinz Krimmer
Let me take you down,
’cause I’m going to Strawberry Fields.
Nothing is real
and nothing to get hung about.
Strawberry Fields forever.
François Villon, der bedeutendste Dichter des französischen Spätmittelalters (geboren 1431 in Paris), sah in der Erdbeere ein Symbol weiblicher Erotik.
„Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein schöner Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
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14.06.2012 von ernst volland
Erdbeeren
Der folgende Text wird im Herbst des Jahres unter dem Titel
„Genussvoll verzichten-Sie müssen ja glücklich sein.“ gedruckt erscheinen.
Zur Zeit beginnt die Saison der Erdbeeren. Sie sind zu Beginn des Buches zentrales Thema. Guten Appetiet.

Foto: Ernst Volland
Ich besitze kein Auto, kein Handy, keinen Fernseher, keine Uhr, keinen Anrufbeantworter, keinen Schlips, keine Visitenkarte, keine Brille, keine Sonnenbrille und vieles mehr nicht, selbstverständlich auch kein Pferd, keine Jacht und kein Flugzeug.
Ich bekenne mich zu Internet, Radio und Telefon, denn irgendwie muss man vernetzt sein. Für meine Mobilität sorgen die Nahverkehrsmittel, die Bahn und das Fahrrad.
Das Leben eines Eremiten möchte ich nicht führen. Dennoch beschränke ich mich auch im Alltäglichen. Vielleicht ist es eine männliche Attitüde, ungern Kleidung einzukaufen und deshalb die Garderobe begrenzt zu halten. Einen Anzug besitze ich, aber den auch schon zwanzig Jahre, zwei Jacketts, drei Hosen, drei Paar… weiter lesen