31.08.2012 von ernst volland
Bundeswehr-Oberst Georg Klein soll zum Brigadegeneral befördert werden. Klein hatte vor drei Jahren in Afghanistan den Befehl zur Bombardierung von zwei Tanklastzügen in der Nähe von Kunduz gegeben. Mehr als hundert Menschen starben. Die genaue Zahl ist nicht festzustellen. Sie schwankt zwischen 17 und 179 Toten. Von den Menschen, die sich unmittelbar in der Nähe der Tanklastzüge befanden, ging keine Gefahr aus. Dennoch befahl Klein, auf die Tanklastzüge zu schießen. Der Grund: Angeblich befanden sich unter den Personen Taliban. Doch niemand konnte das beweisen.

Zur Beförderung empfehle dem zukünftigen Brigadegeneral Georg Klein das Buch
Kunduz – 4. September 2009. Eine Spurensuche.
Fotografien von Marcel Mettelsiefen
Text Christoph Reuter
Beide recherchierten monatelang vor Ort. Sie haben Dokumente der Toten gesammelt und ihre Angehörigen porträtiert. Pflichtlektüre für die Bundeswehr.
Hier der Titel des Buches, zwei Dokumente von zwei Getöteten und zwei Portraits eines Angehörigen.

Abdul… weiter lesen
30.08.2012 von ernst volland
Man sollte den Kölner Karneval meiden, wenn man nicht Kölner ist oder man
sollte gerade aus diesem Grund an den „tollen Tagen“ teilnehmen. So sagen es
Experten. Es darf auch Düsseldorf sein oder Mainz oder Remagen,
Grevenbroich oder Bonn. Aber Kölle Alaf in Berlin?
Karneval in Köln hin und Düsseldorf her, ich ließ mich eines Tages
überreden, in der Friedenauer Nachbarschaft an einem Karnevalsfest
mitzumachen, für jung und alt,Verkleidung erwünscht. Karneval in Berlin,
das kann nur eine Schnapsidee sein, dachte ich, doch der Bitte mitzumachen,
folgten einige gute Bekannte und Freunde, die sogleich sich mit Verkleidungsideen übertrumpften.
„Ich geh als gestiefelter Kater“, „Ich als Schornsteinfeger„, “Blinde Schönheit“,
„Frosch“, waren die diversen Vorschläge und ich dachte an den Aufwand, der
betrieben werden musste, um in diese Rollen zu schlüpfen. Ich entschied mich kurz vor dem Fest für die Kluft eines… weiter lesen
28.08.2012 von ernst volland
Ein heißer Sommertag, ein Uhr mittags. Kein Auto auf der Straße. Man sitzt
an den Tischen im Haus und genießt das Sonntagsessen. Oder ist hinaus
gefahren ins Brandenburgische. Liegt am See, macht ein Nickerchen
unterm Dach der Veranda und geht dann in die Küche, um die Vorbereitungen für den Grillnachmittag zu treffen.
In Gedanken an einen solchen Ort am Rande eines Kiefernwaldes fährt er
mit dem Fahrrad die staubige Belziger Straße entlang. Auf dem letzten Stück
der Straße, an der Kreuzung Akazien Straße, dort, wo sie leicht ansteigt,
oben eine Biegung macht und dann auf die Hauptstraße stößt, radelt er die
zweihundert Meter auf dem Bürgersteig. Den Weg fährt er täglich. An der Kreuzung
Akazien Straße benutzt er immer den Bürgersteig, weil der Anstieg etwas mühselig ist und die Steigung noch erschwert wird durch die mit großen vierkantigen Pflastersteinen belegte Fahrbahn.… weiter lesen
23.08.2012 von ernst volland
Ausstellung Volland-Staeck im Willy Brandt Haus. Oktober /November 2012
Eröffnung: 2. Oktober 2012. !9:30.
Klaus Staeck und Ernst Volland stellen zum ersten Mal gemeinsam aus. Beide Künstler arbeiten seit Ende der 1960er Jahre mit den Mitteln der politischen Satire, Fotomontage und kritischer Grafik.
Die Ausstellung zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Künstler bis hin zu ihrer aktuellsten Produktion.
Der preisgekrönte Plakatkünstler Klaus Staeck (geboren 1938) und amtierende Präsident der Akademie der Künste, fertigte seit Anfang der 1970er Jahre mehr als 300 ironische Plakate in der Tradition der Fotomontage von John Heartfields. Er produzierte zahlreiche Postkarten für den Verkauf und betreibt seit 1965 eine Edition, die Werke bekannter Künstler wie Joseph Beuys und Gerhard Richter herausgibt. Seine grafischen Arbeiten haben oft auf provokante Weise die Politik der CDU/CSU zum Thema. Parallel zu seiner Plakatproduktion fotografierte Staeck von Anfang an Alltagsszenen in Ost und West vor und nach der… weiter lesen