Archive for Juni, 2008

12.06.2008 von Wolfgang Koch
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Wem in Wien Freitag der Dreizehnte schlägt

von Wolfgang Koch

Man erzähle und bitte nicht, in der Millionenstadt Wien gäbe es keine sozialen Ideen. Die sind nur nicht mehr in der Rathaus-SPÖ zu suchen, und auch immer seltener bei den Grünen – immer öfter allerdings in von den östereichischen Medien total ignorierten Initiativen von unten.

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09.06.2008 von Wolfgang Koch
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Als selbsternannter Bohemien im Ausland

von Wolfgang Koch

Wir kennen den herablassenden Ton zur Genüge, mit dem deutsche Medien ihre Berichte über das Geschehen in Österreich garnieren. Seit das wiedervereinigte Deutschland mit Berlin eine international herzeigbare Hauptstadt hat, kann das zweite und zweitweilig in Segmenten dominierende deutsche Kulturzentrum Wien dem Publikum gar nicht oft genug als Provinz vorgeführt werden.

Man lesen nur mal, um diese These bestätigt zu finden, den skandalös diffamierenden Bericht, den ein junger F.A.Z.-Autor jüngst über das diesjährige Pfingstfest von Hermann NITSCH in Prinzendorf abgeliefert hat (Der Fall ist doppelt ärgerlich, da im ehemaligen Weltblatt F.A.Z. über viele Jahre der angesehene Aktionismuskenner und Ästhetikforscher Peter GORSEN über den Künstler berichtet hat).

Das beliebte Österreich-Bashing deutscher Medien ist schon absurd, wenn man bedenkt, dass noch nie so viele deutsche Studenten einen Studienplatz in Österreich gewählt haben wie heute. Man kann in Wien abends kein Jugendlokal betreten, in dem nicht junge Menschen aus Bayern oder aus der… weiter lesen

05.06.2008 von Wolfgang Koch
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Kleine Wiener Stadtgeschichte (47)

von Wolfgang Koch

Ich setze meine Kleine Wiener Stadtgeschichte mit dem vierten und letzten Block fort.

Diese Serie, ich wiederhole es, versucht einer Neuperiodisierung der kurfenreichen Wiener Vergangenheit. Ich beschreibe die grossen politischen Epochen der Stadt in vier markanten Zeitabschnitten. Nämlich:

a/ das Schwarze Wien der Habsburger

b/ das Weisse Wien der klassischen Moderne, mit einer liberalen und einer christlichsozialen Phase

c/ den Aufbruch des Roten Wien bis zur doppelten Niederlage in der Austrodiktatur und gegen den braunen Faschismus

d/ und schliesslich den Weg des Grünen Wien von seinen Wurzeln im 18. Jahrhundert bis zur Realisierung nach 1945

Keine dieser Perioden lässt sich ideengeschichtlich scharf abgrenzen, jede strahlt in die anderen aus. In den folgenden Beiträgen des Blogs geht es um das Naturverhältnis, den Beginn der Sommerfrische, das Siedlerwesen zwischen den Kriegen, das Baugeschehen nach 1945, die Bedeutung von UN-City und von Hundertwasser für das Stadtleben sowie um die gnadenlose Instrumentalisierung der Historie… weiter lesen