In der Operball-Woche bietet das Wiener Feuilleton drei sehr gute Artikel, und zwar in jeder seiner konkurrierenden Ausgaben einen.
1. Platz: ALBUM der Tageszeitung »Der Standard«, Redaktion: Christoph Winder
Aus der Feder von Tobias MOORSTEDT stammt das Intelligenteste, was wir bisher über Spam-Mails gelesen haben. Unaufgeregt, theoriefest, visonär.
Michael FREUDs Beitrag über das soziale Netzwerke wie Facebook widmet sich bloss der alten Frage nach der Privacy.
Der Krisenkolumnist Christoph WINDER hat zu einer routinierten Form gefunden: er widmet sich diesmal dem TV-Wahnsinn in den Wartezimmern von Arztpraxen.
Auf der Architekturseite begeistert sich Ute WOLTRON für die stimmungsvolle Set-Wahl von Götz Spielmanns Kinofilm Revanche: Resopaltisch, Schablonenmalerei – lauter »Projektionsräume der österreichischen Seele«.
Rezensionen: Zwei Lincoln-Biographien; weiters Gedichte Ilse Webers aus Auschwitz (»Rira, rirarutsch/ wir fahren in der Leichenkutsch«). Und beim Kinderbuch wird nun tatsächlich das empfohlene Lebenalter genannt – Bravo! (Siehe Album, 7. Woche)
Schwach: Der Programmleiter der Alten… weiter lesen