vonHans Cousto 02.12.2013

Drogerie

Aufklärung über Drogen – die legalen und illegalen Highs & Downs und die Politik, die damit gemacht wird.

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Am 6. Dezember ist Nikolaustag. Traditionell fragt der Nikolaus die Kinder, „ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien“ und überreicht ihnen dann Leckereien und Geschenke. Am 6. Dezember spielt auch das Hanf Museum Nikolaus. Jeder – auch wenn er nicht brav und fromm gewesen ist – erhält an diesem Tag als Geschenk einen Gratiseintritt. Und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Am 6. Dezember 1994 eröffnete das Hanf Museum im Nikolaiviertel in der Mitte von Berlin. Somit hat das Hanf Museum am Nikolaustag Geburtstag. Der Tag war weise gewählt, ist er doch nach Nikolaus von Myra, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien wirkte und Wunder vollbrachte, benannt. Das Hanf Museum liegt unweit der Nikolaikirche, eine Kirche mit dem Patrozinium des Nikolaus von Myra. Der Name Nikolaus bedeutet im Griechischen „Sieg(reich)er des Volkes“.

Als nach dem Fall der Alkoholprohibition in den USA eine Hetzkampagne gegen Marihuana (mexkanisch für Hanf) iniziiert wurde, verloren die meisten Menschen das Wissen um die alte Kulturpflanze und der „Mythos des Mörderkrauts“, der Einstiegsdroge, wurde geschaffen. Um diesem Mythos zu begegnen und um das Wissen über den Hanf zu sammeln, zu ordnen und an Interessierte weiterzugeben, wurde das Hanf Museum eröffnet. Möge es für dieses Anliegen erfolgreich respektive siegreich sein!

Tu nix ohne Liebe… Nikolaus ist Museumsgeburtstag

Tu nix ohne Liebe… Nikolaus ist Museumsgeburtstag

Eine Sonderausstellung im Hanf Museum lässt das Leben von Wolfgang Neuss Revue passieren. Der deutsche Schauspieler und Kabarettist wäre am 3. Dezember 90 Jahre alt geworden. Das bewegte Leben des Schauspielers, Musikers und Kabarettisten wird dazu auf drei Ebenen nachvollzogen – biografisch, mit Zitaten aus seinem umfangreichen Werk sowie mittels Erinnerungen neussscher Zeitgenossen. Die Sonderausstellung wird bereits am 3. Dezember 2013 eröffnet. Drei Tage nach Ausstellungseröffnung, am Freitag, 6. Dezember, wird Wolfgangs Neunzigster dann gebührend nachgefeiert. Schließlich hat auch das Museum Grund zur Freude, nimmt es doch an diesem Tag das 20. Jahr seines Bestehens in Angriff. Die beiden Jubiläen verschmiltzt das Museum mit dem Nikolausfest zu einem Freudentag für alle Sinne. Im Museumscafé wird es zu günstigen Preisen hanfige Leckereien, Kaffee, Hanftee und Hanfkuchen geben.

Programm (Filme im Café)

11:00 Uhr Das Neuss Testament

Die Dokumentation von Rüdiger Daniel, die im Jahr 2009 erschien, zeigt Neuss wenige Tage vor seinem Tod und lässt zahlreiche Zeitgenossen zu Wort kommen.

12:30 Uhr Das jüngste Gerücht

Der als „Der Mann mit der Pauke“ bekannt gewordene Wolfgang Neuss zeigt in dieser Fernsehaufnahme seines Kabarettprogramms aus dem Jahr 1964 sein ganzes Können.

13:00 Uhr Genosse Münchhausen

Deutscher Spielfilm von Wolfgang Neuss aus dem Jahr 1962, der sich mit der deutschen Teilung und dem kalten Krieg beschäftigt.

14:30 Uhr Macky Pancake: Die Abenteuer eines Unwahrscheinlichen

Episode der Fernseh-Miniserie aus dem Jahr 1961 rund um den von Wolfgang Neuss gespielten Kriminalkommissar.

16:30 Uhr Wolfgang Neuss über die Kellerkinder

Anläßlich einer Aufführung seines wichtigsten Filmes in der UFA-Fabrik im Mai 1985 äußerte sich Wolfgang Neuss zum Entstehen des Werkes und gibt einen augenzwinkernden Rückblick auf sein Leben.

17:00 Uhr Wir Kellerkinder

Deutscher Spielfilm von Wolfgang Neuss aus dem Jahr 1960, der sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Deutschland beschäftigt. Der Film gilt als Erfindung des filmischen Kabaretts.

Verleihung des Berliner Kunstpreises 1964

In Vertretung des Senators für Wissenschaft und Kunst verlieh am 18. März 1964 der Senator für Schulwesen, Carl Heinz Evers, im Kammersaal des Rathauses Schöneberg den diesjährigen Berliner Kunstpreis. v.l.n.r.: Prof. Hans Chemin-Petit, „Berliner Kunstpreis“ für Musik; Willian Dooley, Bariton, Preis „Junge Generation“ für Darstellende Kunst, Wolfgang Neuss, „Berliner Kunstpreis“ für Film und Fernsehen; Rolf Henniger, Staatsschauspieler, „Berliner Kunstpreis“ für Darstellende Kunst; Peter Lilienthal, Regisseur, Preis „Junge Generation“ für Film und Fernsehen; Lothar Koch, Solo-Oboist, Preis „Junge Generation“ für Musik. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-P086980 / CC-BY-SA

Man quält mich, ich soll mal einen positiven Witz über die CDU-Regierung machen. Also gut: Sie regieren sozialdemokratisch. Mehr hab ich nicht drauf. Und wer nicht haargenau wie die CDU denkt, fliegt glatt aus der SPD.

Wolfgang Neuss: Das jüngste Gerücht, Hamburg 1965, S. 48

Auf deutschem Boden darf nie mehr ein Joint ausgehen!

Wolfgang Neuss in der Talk-Show Leute am 5. Dezember 1983

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