vonLaura Vorsatz 20.01.2026

Feminismus mit Vorsatz

Feminismus mit Vorsatz ist eine Podcastreise zur erfolgreichsten sozialen Bewegung – mit mir, Laura Vorsatz.

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Podcasttipp: Punk in (West-)Berlin

Auf das Thema meines Livepodcasts hat mich der wunderbare Grenzgänger Podcast gebracht. Mark Reeder, den manche vielleicht schon aus dem “B-Movie: Lust & Sound” kennen, erzählt da in 13 Folgen von seinem musikalischen Leben und Wirken in West- und Ost-Berlin.

Ursprünglich aus Manchester kommend, fand er im West-Berlin der 80er die Freiheit, nach der er sich gesehnt hatte: Haufenweise junge Leute, sauviel günstiger (oder kostenfreier) Lebensraum und jede Menge Zeit, in der man sich gegenseitig entertainte.

Mark Reeder organisierte illegale Tote Hosen Konzerte in Ost-Berlin und gründete ein Label, später war er auch in der Techno-Szene aktiv. Doch sowohl im Podcast als auch im B-Movie fällt auf: Frauen bzw. FLINTA* Personen spielen nur eine Nebenrolle.

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DIE Doku über “She-Punks”

Aus feministischer Sicht hat also “Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute” unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdient. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

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“Die Doku porträtiert Künstler*innen, die 40 Jahre später immer noch oder wieder zusammen auf der Bühne stehen. Als Pionier*innen des deutschsprachigen She-Punk teilen Gudrun Gut, Beate Bartel, Bettina Köster, Sara Schär, Klaudia Schifferle, Martina Weith und Bettina Flörchinger ihre Erfahrungen und Geschichten.”

Ich hoffe die Doku ist bald in irgendeiner Mediathek zu sehen – ich fand sie super!

…und wer globaler auf die Geschichte der “She-Punks” schauen möchte, vergrabe sich doch in folgendem Buch von Vivien Goldman. Es ist sozusagen die “Bibel” zur Podcastfolge.

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Buchtipp: MACHEN MACHT MUT – Gegen die Gleichgültigkeit

In der aktuellsten Folge habe ich mit Cesy Leonard von Radikale Töchter über Aktionskunst gesprochen. Sie hat ein tolles Buch zum Thema geschrieben und  beschreibt den Aufbau so:

“…es geht um Aktionskunst und wie Aktionskunst Menschen inspirieren kann, ins Handeln zu kommen und vor allem dran zu bleiben.

Und wir haben es in drei Kapitel aufgeteilt:

MACHEN am Anfang, wo es darum geht, was hält uns ab vom Machen, also welche Glaubenssätze.

…es geht auch um den sogenannten Normality Bias und warum es so wichtig ist, ins Handeln zu kommen: Weil wenn wir anfangen Dinge als normal zu sehen, zum Beispiel Skinny-Talk, dass wir uns ins Private zurückziehen, dass wir rassistische Sprüche durchgehen lassen, dass das sozusagen sich einschleicht und es immer normaler wird – dann ist Handeln superwichtig. Und es geht darum, wie Aktionskunst speziell funktioniert.

MACHT im mittleren Teil: Wie können wir Macht anders denken? Warum ist Macht gerade in politischer Bildungsarbeit nicht wegzudenken?
Weil in unseren Augen braucht es einen machtkritischen Blick auf unsere Demokratie und immer wieder zu hinterfragen, was der Status Quo ist, was legal ist, darauf komme ich zu sprechen und vor allem auch wie Feminist*innen in der Vergangenheit auch schon dieses Private, dass das politisch ist, so sehr betont haben.

MUT im letzten Teil: Da spreche ich viel persönlich, also was hat mir Mut gemacht. Dass Mut etwas ist, was wir trainieren und nicht was, was wir als Mensch einfach so in die Wiege gelegt bekommen haben. Ja, ich erzähle Geschichten über Menschen, die in meinen Augen sehr, sehr mutig waren.“

Extra-Podcasttipp: Mammut

Never judge a podcast by its cover: Erst dachte ich bei „Mammut“ an Naturkunde, spätestens beim Untertitel – „Ein Mord in meiner Familie und meine Suche nach Antworten“ – an True Crime. Beides trifft nur bedingt zu. Es gibt ein Mammut(skelett) und es gibt Mordfälle, aber weder lernt man hier viel über Eiszeitfauna, noch geht es um blutrünstige Details.

„Mammut“ ist vor allem eine Familiengeschichte. Eine Geschichte zwischen Vater und Tochter, erzählt von der Tochter selbst: Lucia von Bredow. Bevor ihr Vater und ihre Halbschwester in Paraguay ermordet wurden, hatte sie kaum noch Kontakt zu ihm. Bernard von Bredow war Verschwörungstheoretiker, ein Mann, zu dem durchzudringen schon immer schwierig war – ein Lebenskünstler, berauscht von sich selbst und seinen Projekten.

Warum es zu den Morden kam, ist bis heute nicht geklärt. Der Podcast folgt stattdessen Lucias persönlicher Suche: Wie lebten ihr Vater und ihre Schwester in der deutschen Aussteiger-Community in Paraguay? Dieser Frage begegnet sie mit einer Behutsamkeit, die berührt, ohne zu beschönigen.

Ein Podcast für alle, die Familie als Zumutung kennen – und trotzdem wissen, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen.

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Viel Spaß beim Horchen!

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