vonSigrid Deitelhoff 30.07.2012

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

Mehr über diesen Blog

Am Sonntag gab es so einige Überraschungen bei den Olympia-Schwimmwettkämpfen in London. Paul Biedermann wird beim Finale über 200 m Freistil dabei sein. Vor Ryan Lochte gewann er gestern das Halbfinale mit 1:45,10 Min. Auch die deutschen SchwimmerInnen Sarah Poewe (100 m Brust) und Helge Meeuw (100 m Rücken) konnten sich in ihren Schwimmdisziplinen für das Finale qualifizieren.

 

Dana Vollmer (USA) holte beim 100 Meter Schmetterling der Frauen nicht nur Gold, sondern sicherte sich darüber hinaus mit der Zeit von 55,98 Sek. einen neuen Weltrekord. Wahnsinn! Gerade auch im Hinblick darauf, dass sie unter einer chronischen Krankheit leidet. Jederzeit kann ihr Herz plötzlich stehenbleiben. Ein Defibrillator befindet sich ständig in ihrer Nähe.

 

Beim 400 m Freistil (Frauen) belegte die Französin Camille Muffat den ersten Platz, Allison Schmitt aus den USA den 2. und Rebecca Adlington (Großbritannien) den 3. Platz.

Cameron van der Burgh (Südafrika) holte sich beim Finale über 100 m Brust (58:46 Sek.)  den ersten Platz und gleichzeitig einen neuen Weltrekord.

 

Besonders spannend ging es bei der 4×100 Freistil-Staffel der Männer zu. Einige Meter vor dem Anschlag sah es zunächst nach einem Sieg der US-Schwimmer aus. Das hätte mich auch nicht weiter verwundert. Schließlich gehörten zur US-Staffel Michael Phelps und Ryan Lochte. Aber der Franzose Yannick Agnel zog auf den letzten Metern an Ryan Lochte vorbei (3:09,33 Min.). Lochte atmete ausschließlich nach rechts und bekam dieses Überholmanöver wohl nicht mit. Er hätte aber wahrscheinlich auch gar nicht mehr gegensteuern können.

Die deutsche Freistilstaffel mit Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli  erschwamm sich den 6. Platz (3:13,52 Min.) Benjamin Starke sagte vorher im Interview, dass er jeden Morgen auf dem Startblock mit einem Lächeln starten werde…  Ob das nun geholfen hat? Doch! Alle sind nun besserer Stimmung!

 

Das Finale 100 m Rücken der Frauen verspricht heute abend äußerst interessant zu werden. Missy Franklin (USA) konnte am Sonntag abend mit 59:12 Sek. das Halbfinale nur knapp vor Emily Seebohm (Australien) für sich entscheiden. Ich bin sehr gespannt!

 

Was ich mich aber noch mehr verwundert als diese ganzen Spitzenleistungen der SchwimmerInnen während der Oympiade in London, ist die Wassertemperatur der Wettkampfbecken im Olympic Park Aquatics Centre. Konstant 26,5 Grad. Das ist die Norm. Ich kann es nicht verstehen! Das ist wahnsinnig warm. Wie können diese SchwimmerInnen nur so schnell in einem so warmen Becken schwimmen? Das wundert mich eigentlich am allermeisten!

 

 

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/prinzenbad/2012/07/30/schwimmen-in-london-3/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.