vonSigrid Deitelhoff 29.07.2015

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Während die Hitzewelle vor ein paar Wochen einigen Jugendlichen im Berliner Columbiabad zu Kopf stieg, blieb es im Prinzenbad trotz des großen Besucheransturms ruhig. So wurde es mir zumindest berichtet. Ich war währenddessen „Fremdschwimmen“ in Norwegen, präziser in Süd- und West-Norwegen.

Wir flogen nach Oslo, blieben dort eine Woche und erkundeten u. a. die Bademöglichkeiten im Oslofjord und in den Freibädern. Anschließend fuhren wir mit dem Zug von Oslo nach Bergen durch eine wunderschöne, teilweise in 1200 Meter Höhe gelegenene  Eis-  und Gletscherlandschaft.

In Bergen angekommen schauten wir uns ebenfalls die dortige Badekultur an, unternahmen Fjordfahrten wie die durch den Sognefjord und sahen auf einer  Flåmsbahnfahrt Wasser in fast jedem erdenklichen Aggregratzustand.

 

Oslo und Umgebung

Wie in anderen skandinavischen Ländern sind auch in Norwegen die Wege von der Kunst zum Wasser nur kurz. In der Regel dauert es nicht lange, um von einem Museum, einem Konzert- oder Opernhaus zu einem Badestand oder einem Schwimmbad zu gelangen. Das finde ich immer wieder aufs Neue faszinierend. Das neue Opernhaus in Oslo wird demnächst sogar einen eigenen Badestand bekommen.

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Das neue Operahuset in Oslo ragt wie ein Eisberg aus dem Wasser. Die Akustik ist hervorragend. Auf jedem Sitzplatz in der Oper ist sie gleich gut. Fünf Aufführungen können gleichzeitig stattfinden. Modernste Technik macht es möglich. Empfehlenswert ist die Führung durch das Gebäude und die angrenzende „Fabrikhalle“, die u.a. die Bühnenbildnerei, die Verwaltung, die Kostümherstellung und Schneiderei beherbergt. Circa 1100 Menschen arbeiten in diesem Gebäude.

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Ein kurzer Weg vom Henie Onstad Museum in Høvikodden zum Badestrand.

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Zu einem norwegischen Museum gehört oftmals auch ein Badestrand.

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Sowohl neben als auch vor dem Astrup Fearnley Museet (Architekt Renzo Piano) kann geschwommen werden. Das Eingangsfoto zu diesem Beitrag zeigt die vordere Museumsseite und den dazugehörenden Badestrand, der im Sommer gut besucht wird.

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Trotz der vielfältigen Bademöglichkeiten scheinen die NorwegerInnen aber in der Regel Frei- und Hallenbäder für ihr Schwimmtraining zu bevorzugen – so mein erster Eindruck . In Seen, Fjorden und im Meer wird eher gebadet. Aufgrund der Temperaturen natürlich nur einige wenige Monate im Jahr (von den norwegischen Eis-SchwimmerInnen mal abgesehen).

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In der Nähe des Vigelandsparken liegt das Frognerbadet. Es gehört zu den beliebtesten Freibädern in Oslo. Die Wasserqualität und auch die Temperatur (25 Grad haben alle drei Becken)  ist hervorragend. Wie üblich  in Schwimmbädern ausserhalb Deutschlands sind die Bahnen nach der Geschwindigkeit der SchwimmerInnen eingeteilt. Es gibt Bahnen für schnelle, für mittelschnelle und für langsame SchwimmerInnen. Umkleide- und Duschräume sind ohne irgendeinen „Schnickschnack“, aber sauber, praktisch und funktional.

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Skulptur von Gustav Vigeland im Frognerpark

Gut frequentiert wird auch das Hallenbad Tøyenbadet, das gleich neben dem Munch-Museum liegt. Das Wetter mit 25 Grad und Sonnenschein war uns allerdings zu schön für das Kombibad. Uns zog es dann doch zu einer Badebucht.

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An Oslos Küsten kann an unzähligen Badestränden umsonst und draussen geschwommen werden. Wunderschöne Badebuchten gibt es darüberhinaus  auf den Oslo-Fjordinseln wie z.B. Hovedøya, Langøyene, Lindøya und Gressholmen (um nur einige wenige zu nennen).

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Oslofjord: Einige Häuser sind ganz von Wasser umgeben.

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 Von Oslo nach Bergen

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Eis und Schneelandschaften in Ulvik – Finse

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Nur die EisschwimmerInnen trauen sich in die eisigen Seen und Flüsse.

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Hol – Haugastøl

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Kjosfossen

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West-Norwegen

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Sognefjord: Høyanger – Kyrkjebø

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Alle Fotos: ©Sigrid Deitelhoff

 

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