vonSigrid Deitelhoff 02.07.2016

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Wir PrinzenbadlerInnen haben noch nicht so viel Erfahrung mit dem Schwimmen auf Bahnen mit Wettkampfleinen. Meines Erachtens klappt das im Großen und Ganzen recht ordentlich. Die meisten SchwimmerInnen takten sich tempomäßig im „Kreisverkehr“ auf diesen Bahnen gut ein. Zum Beispiel, indem sie die schnelleren SchwimmerInnen freundlich an sich vorbeiziehen oder ihnen am Beckenrand bei der Wende den Vortritt lassen.

Ausnahmen gibt es natürlich. Vor ein paar Tagen überholte eine wirklich sehr schnelle Prinzenbadlerin einen hinter mir schwimmenden Badegast und der war so erbost darüber, dass er vor der Wende am Beckenrand seine Bahn verließ, auf die Gegenrichtung wechselte und sich damit wieder vor die schnelle Schwimmerin drängelte. Da diese – welch ein Wunder! – immer noch schneller war als er, überholte sie ihn erneut. Daraufhin schubste er sie beim Überholmanöver auf die Gegenbahn. Oh, Mensch! Bei solchen Mitschwimmern befindet sich offenbar das Selbstbewußtsein diametral zum Verstand.

Später, als wir uns in der Cafeteria über diese Schwimm-Szene austauschten, schlug eine Prinzenbadlerin vor, solchen unfreundlichen Zeitgenossen den Schwimmführerschein zu entziehen und sie anschließend zum Idiotentest zu schicken. Keine schlechte Idee!

Aber von diesen unfreundlichen Mitschwimmern mal abgesehen, gibt es auch PrinzenbadlerInnen, die einfach nur nicht wissen, welches Verhalten auf den Bahnen mit Leinen für ein reibungsloses Schwimmen sorgt. Zum Beispiel treffe ich insbesondere am Wochenende immer mal wieder auf PrinzenbadlerInnen, die z.B. das System des Kreisschwimmens nicht kennen bzw. noch nicht verstanden haben…

Hier also eine kleine Anleitung 🙂

 

Circle Swim for Beginners von Chris Burton / Veröffentlicht am 24.06.2014

 

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Circle Swimming at Northwestern University Norris Aquatics Center /
Hochgeladen von 1hoseeman am 22.11.2011

 

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https://blogs.taz.de/prinzenbad/2016/07/02/schwimmen-mit-leinen-1/

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kommentare

  • Kann mir das Bad ohne Leinen gar nicht mehr vorstellen. Wo früher der pure Sozialdarwinismus im Wasser herrschte, geht jetzt alles geregelt und entspannt zu. Wunderbar. Sollten noch mehr Bahnen abgetrennt werden.

    Den paar Spinnern, die die Regeln nicht verstehen wollen und handgreiflich werden und treten, sollte vom Aufsichtspersonal der Ausgang gezeigt werden.

  • Ich habe bei meinen inzwischen ca. 15 Besuchen eigentlich ausschließlich positive Erfahrungen mit den geleinten Bahnen gemacht. Ich finde, es schwimmt sich deutlich entspannter als früher. Und wer das anders sieht, kann ja jederzeit auf reichlich ungeleinte Wasserfläche ausweichen.

    Meine Erfahrungen beziehen sich allerdings nur auf die Abendstunden.

  • Liebe Sigrid,
    vielen Dank für die schönen Videos. Mit dem Überholtwerden haben wohl so manche SchwimmerInnen Probleme. Habe vor kurzem Ähnliches erlebt – der von mir Überholte hatte zunächst wohl nichts (?) von mir bemerkt, als ich während des Überholvorgangs kurz vor der Wende auf gleicher Höhe war. Er wendet, ich wende und werde angerüffelt, abgedrängt und beschimpft, da ich ja nun meinen Überholvorgang zwangsweise rechts von ihm fortsetzen musste. Beim nächsten Überholversuch (diesmal auf links)werde ich dann massiv auf die gegenüberliegende Bahn getreten. Auf meine Frage nach dem Anlass dieses Benehmens wurde mir mit Einschalten der Polizei gedroht…glücklicherweise gibt’s ja noch eine zweite Bahn zum Ausweichen. Ein anderes Mal wurde ein Überholwilliger, der eine andere Schwimmerin auf ihr unsozial mittiges Schwimmen inklusive festem Austritt hinwies, mit den rüden Worten „Ne, falsche Uhrzeit!“ zurechtgewiesen.

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