vonSchröder & Kalender 09.07.2009

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in nordöstlicher Richtung.
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Jetzt haben wir endlich einmal die Spandauer Zitadelle  mit dem Juliusturm besichtigt, in dem nach 70/71 der den Franzosen geraubte Reichskriegsschatz lagerte. Aber Preußens Gloria war nicht Ziel unseres Besuches. Die Konzertagentur Berthold Seliger hatte zum Citadel-Music-Festival eingeladen, für das sie Lucinda Williams, Lambchop und Calexico verpflichtet hatte. Auf dem Weg dorthin lasen wir in der U-Bahn Bertholds Aufsatz ›Dissidenz und Melancholie‹ über die elende Kulturindustrie in ›Persona non grata # 77‹ und einen weiteren Leitartikel, den er für die Berliner Zeitung geschrieben hat: ›Nachruf auf eine Funktionärsmesse‹ – sehr interessante Lektüre!

Es nieselte, Lucinda Williams– »America’s Best Songwriter« (Time) – rockte los. Leider stand nur das Publikum aus dem Vorverkauf auf dem grauen Splitt. Das war schade, denn diese Künstlerin ist eine ganz große, und ihr verregneter Auftritt in Spandau ist hoffentlich nicht ihr letzter in Berlin. Um halb acht kam Lambchop mit ihrem Frontman Kurt Wagner auf die Bühne, sie spielten ihrem sophisticated Country. Der Regen hörte auf, und es kamen schätzungsweise fünfhundert Leute dazu. Mit Calexico und ihrem Mix aus TexMex, Mariachi- und Country-Rock war dann richtig gute Stimmung auf der Zitadelle. Mehr zu diesem schönen Konzert von unserem Freund H.P. Daniels im Tagesspiegel.

PS Heute spielt Calexico in München inder Muffathalle.

(BK / JS)

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kommentare

  • Es ist schon ein tolles Konzert-Gelände – die Zitdelle Spandau.
    Letztes Jahr durfte ich als Wochenend-Berliner (immer mal wieder vom Niederrhein) NEIL YOUNG & HIS ELECTRIC BAND geniessen.
    Es war toll – umgeben von altem Gemäuer und Bäumen -gute Sicht – dank Rollstuhl-Tribüne.
    Lucinda Williams hätte ich gerne auch erlebt…. vielleicht demnächst – wo auch immer.
    In diesem Zusammenhang sei auch noch das ergreifendste Konzert der letzten 10 Jahre für mich erwähnt:

    LEONARD COHEN am 01.07.09 in Köln – zum Niederknien wunderbar.
    Dank Dir, lieber Jörg, waren seine Texte früh in deutscher Sprache verfügbar. Danke dafür – nachträglich :))

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