vonSchröder & Kalender 09.07.2011

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

Mehr über diesen Blog

***
Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
***
Donnerstag, den 7. Juli

Heute hatten wir einen Termin beim Augenarzt, wir brauchen neue Brillen. Wir spazierten zur Badener Straße, Sven nahm uns in Empfang. Er  ist die erste männliche »Arzthelferin«, weil es keine entsprechenden Urkunden für Männer gibt. Ein klarer Fall von Männerdiskriminierung. Im Wartezimmer liegen Kunst- und Gedichtbände aus,  viel Lyrik, Goethe, Ringelnatz, Heine … Dr. Baumhauer untersuchte uns gründlich, und meinte: »Ich notiere für Sie beide das Stichwort ›Goethe‹.« Wir haben den gleichen Augenfehler wie Goethe. Der sah auf einem Auge normal und war auf dem anderen kurzsichtig, so konnte er nah und fern sehen ohne Gläser.

Freitag, den 8. Juli

Komisch, eine Online-Überweisung kam zurück mit der Nachricht: »Der Auftrag wurde nicht entgegengenommen. Auftrag führt zu Überschreitung des vereinbarten ZV-Tageslimits (MDC15200002003)« Nicht etwa unser Dispo war überzogen, sondern die Bank hatte stillschweigend ein Überweisungslimit von 1.000,- Euro eingerichtet wegen Phishing.

Will der Kunde täglich größere Summen überweisen, ist die Bank aus der Gewährleistung entlassen. So müssen wir jetzt Beträge über 1.000,- Euro an mehreren Tagen hintereinander überweisen, als hätten wir sonst nichts zu tun. Das sind so die kleinen Sumpfblüten des Kapitalismus: Die Bank gewinnt immer!

Abends treffen wir uns mit Sabine und F.W. Bernstein beim Griechen in Friedenau.

Samstag, den 9. Juli

Heute wird nicht gearbeitet, wir fahren nach Caputh zu unserem Freund Peter Oeltze von Lobenthal und feiern seinen 60. Geburtstag.

Die ersten Gäste

(BK / JS)

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/schroederkalender/2011/07/09/goethe-blick_und_sumpfblueten_des_kapitalismus/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • und wer in der nächsten zeit versucht im nicht-eu ausland geld mit seiner ec-karte abzuheben wird auch eine überraschung erleben (und vielleicht eine nacht ohne hotel und essen) denn die meisten banken haben die verfügungssumme für abhebungen im ausland auf null euro gesetzt.

  • Ihr Lieben,
    endlich wieder regelmäßige Meldungen aus dem Hause
    Kalender – Schröder. Wunderbar, vielen Dank

  • „..Die Bank gewinnt immer!..“

    Tatwerkzeuge:
    Der Räuber hält den Colt parat,
    Der Bänker ein Zertifikat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.