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vonSchröder & Kalender 13.06.2015

Schröder & Kalender

Seit 2006 bloggen Schröder und Kalender nach dem Motto: Eine Ansicht, die nicht befremdet, ist falsch.

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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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Mittwoch, den 10. Juni 2015

Balkon-Juni-2015, Bundesplatz, tazblog Schröder & Kalender

Nur noch ein Tisch und zwei Stühle passen auf den Balkon, der Rest gehört den Pflanzen und unseren Erzählungen. Trotz strenger Klausur, wir arbeiten an der neuen Folge von ›Schröder erzählt‹, machen wir heute aber früher Feierabend. Im Kino am Bundesplatz sehen wir den Film ›Une Jeunesse Allemande‹ von Jean-Gabriel Périot.

Danach sitzen wir auf der Terrasse, trinken Rotwein, reden über den Deutschen Herbst und den Film. Wir empfehlen: Ansehen, die O-Töne – speziell von Ulrike Meinhof – hört man sonst nicht.

Donnerstag, den 11. Juni 2015

Volkspark-Dürre-Juni-2015, Foto: Barbara Kalender

Während unserer morgendlichen Runde im Volkspark sehen wir den trockenen Rasen, so sieht es doch sonst erst im August aus. Zuhause forschen wir nach und stellen fest: Nach Angaben des Wetterdienstes MeteoGroup fiel im März, April und Mai deutlich weniger Regen, als im langjährigen Mittel. Im Schnitt seien es in diesem Jahr ungefähr 75 Liter pro Quadratmeter gewesen, normal wären in diesem Dreimonatszeitraum 130 Liter.

Die Pressemeldung des Umwelt-Bundesamtes vom 23.05.2015 lautet: »Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Das ist das Ergebnis des bislang umfassendsten Berichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel. Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen. Die Zahl der so genannten „Heißen Tage“ pro Jahr, mit Temperaturen über 30 Grad, ist in Deutschland von drei auf acht gestiegen …«

Die Presse hat kaum etwas dazu berichtet, deshalb mehr zum Thema hier oder im Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel hier.

Freitag, den 12. Juni 2015

Till schreibt uns, dass Gruner + Jahr ein Frauenmagazin starten wird, verantwortlich dafür ist ein Team rund um ›Brigitte‹-Chefredakteurin Brigitte Huber. Es soll ›Barbara‹ heißen und im Herbst auf den Markt kommen.

Schon ‪Evelyn Künneke sang wenig korrekt: ‬»Barbara, Barbara, komm mit mir nach Afrika…«

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=aB6F-FF4Yt8[/youtube]

Und im Osten gab es 1971 auch einen Barbara-Song. »Die Stadt wäre ohne dich, Barbara, nicht halb so schön, Barbara«, sang Michael-Tilo Amft.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=i29fxRY5w84[/youtube]

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Eine wichtige Nachricht ist heute der offene Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller.

Natürlich haben wir die Petition Büchervernichten in Berlin? Bibliotheken werden kaputt rationalisiert unterschrieben.

Merke: »Es ist abgeschmackt, ein hochnotpeinliches Richtmaß anzulegen, was man lesen sollte, und was nicht. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.« (Oscar Wilde)

Samstag, den 13. Juni 2015

Nach dem Frühstück gehe ich (B) einkaufen. Der Laden ist brechend voll, alle hatten wohl die Idee möglichst früh diese lästige Arbeit zu erledigen. Während ich die Tasche packe, höre ich eine Frau neben mir genervt auf ihren Vater einreden, die beiden kleinen Kinder umspringen sie: »Opa, wo hast du die Kartons hingeräumt?!« Er: »Die habe ich weggeworfen.« Sie schimpft mit ihm und kommandiert: »Opa hilf mir mal …!« Ihre Kinder dürfen um sie herum hüpfen und nerven, aber die Frustration lässt sie an ihrem Vater aus, den sie Opa nennt. Der erträgt alles mit stoischer Ruhe.

Beim Einräumen fällt eine Ölflasche aus dem Küchenschrank und zerbricht in viele Teile. Nachdem die Glasscherben weggeräumt sind, ist der Boden natürlich immer noch ölig. Aus dem Supermarkt kenne ich die eklige Methode Mehl auf den Fleck zu streuen, das macht den Dreck nur größer. Im Netz erfahre ich: »Einfach zwei Spülmaschinentabs in heißes Wasser auflösen, dieses Konzentrat auf das Öl gießen, danach mit einem Schwamm oder mit Küchenpapier den Fleck aufsaugen,  mit heißem Wasser nachspülen.« Danke für den Tipp! Jetzt donnert es, es wird also endlich regnen.
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(BK / JS)

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