Endzeitstimmung

...aber auf der Buchmesse liest man nicht.

 

Ich wollte jetzt irgendeinen Witz machen, dass ich jetzt auch mal an einem Sonntag früh zur Messe gegangen bin, aber… egal.

Es ist gar nicht so schlimm überfüllt heute. Ab und zu stöhnt jemand, „Halle 2 ist die Hölle“, aber da bin ich gerade nicht.

Der letzte Buchmessentag ist ein komischer Tag. Diejenigen, die schon seit Mittwoch oder Donnerstag hier sind, haben heute keine Kraft mehr zum Motzen. Sie bewegen sich langsamer als sonst, sie machen kleine Maulwurfsaugen, stecken ihre Nasen in Pappbecher mit Kaffee und kuscheln sich in den Gedanken, dass heute Abend ja alles vorbei ist. Die Kaffeemaschine hier am taz-Stand zischt müder als sonst.

Natürlich hab ich viel verpasst. Ich war nicht bei Andrea Sawatzki oder Martin Walser, Gorbatschow oder Jorge González. Die Ausstellung zur Kulturgeschichte des Taschentuchs hab ich genauso wenig mitgenommen wie den psychiatriegeschichtlichen Stadtrundgang zur Buchmesse oder die Führung „Literaten und Verleger mit ihren Gräbern auf dem Südfriedhof“.

Vielleicht nächstes Jahr.

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