Gated Community (5)

Damit wir es nicht vergessen:In Palästina werden die Menschen auch weiterhin in engen Gebieten wie in Lagern konzentriert. Aber natürlich gibt es in Israel weder Konzentrationslager noch eine Apartheit, sondern Milch und Honig fließen für ALLE!

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Auf dem Foto sieht man noch ein paar Milchpfützen, während der Honig in Fässern hinter der Mauer aufbewahrt wird. Warum? Oh, ganz einfach: Damit die Internationale Gemeinschaft nicht auf die Idee kommt, die Hilfslieferungen an die Palästinenser zu stoppen…

OK – Spaß beiseite. Hier kommen die *richtigen* News vom 22. Februar aus Genf (AP):

Ein im UN-Auftrag entstandener Bericht vergleicht die israelische Politik in den palästinensischen Gebieten mit der Apartheid in Südafrika. Das israelische Vorgehen in den Autonomiegebieten ähnele in Aspekten der südafrikanischen Rassentrennung, schreibt der Menschenrechtsexperte John Dugard in seinem Bericht, der im kommenden Monat dem UN-Menschenrechtsrat vorgelegt werden soll und bereits auf der Website des Gremiums veröffentlicht wurde.

Der Südafrikaner Dugard wirft Israel vor, die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einzuschränken und Häuser zu zerstören. Auch eine Vorzugsbehandlung der jüdischen Siedler im Westjordanland listet der Jurist auf. «Kann man ernsthaft bestreiten, dass es das Ziel solcher Aktionen ist, die Dominanz einer Volksgruppe – der Juden - über eine andere – die Palästinenser – durchzusetzen und zu erhalten?» fragt Dugard in seinem 24-seitigen Bericht.

Israel begründet Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Palästinenser mit der Abwehr von Anschlägen. Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen protestierte gegen den Bericht und warf ihm Einseitigkeit vor (man hörte allerdings nichts von Botschaftern anderer Staaten, die gegen die Einseitigkeit des israelischen Botschafters protestierten, Anm.).

Dugard wurde 2001 von der UN-Menschenrechtskommission, dem Vorgänger des Menschenrechtsrats, mit der Untersuchung möglicher Verstöße in den palästinensischen Gebieten (also im israelische besetzten Staat Palästina, sofern er denn endlich das Licht der Welt erblicken darf, Anm.) von Seiten Israels eingesetzt. Israel und die USA weisen seine Berichte regelmäßig als einseitig zurück (was natürlich eine infame Lüge ist, weil die Berichte ausnahmslos mehrseitig waren! Anm.).

Kommentare (20)

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  1. Ach du Sch…

    Geile Diskusio bei euch. Kann nur nicht verstehen, warum ihr euch über diese ästhetische Sperreinrichtung so aufregt… Das israelische Modell ist a) sehr viel hübscher als die Ost-Mauer und b) weit effektiver als letztere. Nicht zuletzt hält das Gerät die fanatisierten Mörderbanden ganz gut draußen. Daß die palästinensische Zivilbevölkerung aufgrund des antisemitischen Terrorwahns der von ihnen zumindest geduldeten Banden etwas länger im Stau steht, ist vertragbar.

    Nutzen c) der Mauer besteht weiterhin darin, daß Antisemiten wie der Datenscheich ihre Ekelhaftigkeit offenbaren:

    “Ich bleibe trotz aller Entgegnungen dabei: Antisemitisch bedeutet Antiarabisch – und alles andere ist ein falscher Gebrauch des Wortes.”

    Traumhaft. Datenscheich, geh doch rüber und nimm dir ein gutes Buch mit.

    MfG

    —————

    Der Datenscheich:

    Oh Mann, wring mal deine Klamotten aus – die triefen ja schon, so angepisst wie Du dich hier darstellst.
    Wahrscheinlich hast Du die Berliner Mauer nie gesehen, wenn Du so einen Bockmist verzapfst. Aber da man über Geschmack nicht streiten soll, lasse ich das mal durchgehen.

    Schade, daß die Palästinenser vor 1948 nicht mit britischer Hilfe solche eine Mauer gegen die fanatisierten jüdischen Mörderbanden gebaut haben. Denn dann hätten wir im Nahen Osten heute sicherlich schon lange Frieden – und eine Arabische Union wie hier in Europa.

    Ein letztes zum ‘Antisemiten’. Du bist so blöd wie dein Pseudo: Ich bin eine Rassenschande - also ein ehrlicher Halbsemit. Oder eine reinrassige Arisch-Semitische Mischung. Ganz wie es beliebt. Jedenfalls bin ich damit wesentlich semitischer als über 50 % der derzeitigen Bewohner der sogenannten ‘israelischen Besatzungszone’.

    ‘rüber gehen? Hahaha … selten so gelacht. Der Witz ist so eingetrübt wie Deine Weltsicht…

    Trotzdem Danke für deinen Kommentar, denn ich liebe es solch abschreckende Beispiele in meinem Unterricht zu verwenden ;-)

  2. i’am really impressed!!

  3. Ich habe ihr doch geantwortet (Thema BodyCount, Thema Mandatsgebiet, Thema Manipulations-Tour…) – Was steht denn noch im Raum?

    ——-

    Der Datenscheich:

    Ok – ganz wie du meinst.

    Bin im Moment sowieso stark abgelenkt (s. neuesten Eintrag).

  4. “Und da die Israelis ihre Mauer netterweise AUF palästinensischem Territorium errichtet haben – bekommen nur letztere die Kohle.”

    Das wäre nur fair. Und ein echter Anreiz für die Palis, endlich mit dem Terror aufzuhören, der ja der einzige Grund für den Bau und die Aufrechterhaltung der Sperranlage war und ist.

    ———–

    Der Datenscheich:

    Wir kommen der Lösung mit großen Schritten näher ;-)

    Aber: Willst Du nicht mal auf Laras postings antworten?? Man läßt eine Dame doch nicht so einfach hängen. (Mann, ist DAS mal wieder zweideutig… puh!).

  5. Hier noch ein paar nähere angaben über den “Zaun”:

    http://www.vtjp.org/background/Separation_Wall_Report.htm
    Ist auch nur n’ bisschen größer als der ehemalige Zaun in Berlin.

    ———-

    Der Datenscheich:

    Dann laß’ und doch mal hochrechnen: Wie viel hat der Abriß der Berliner Mauer pro km gekostet? Und wie viel spielte der Verkauf der schön bemalten Platten sowie der ‘Mauerspecht-Steine’ (bis heute!) ein? Nehmen wir die Zahlen mal der Mauerlänge in Palästina, warten wir noch ein paar Jahre, bis auch diese (diesmal ostseitig) bunt besprüht ist – und schon können wir den Erlös berechnen, der dann mit dem Wiederabbau zu erzielen ist.

    Und da die Israelis ihre Mauer netterweise AUF palästinensischem Territorium errichtet haben – bekommen nur letztere die Kohle. Ätsch! ;-)

  6. “1,020 Israelis and at least 4,057 Palestinians have been killed”

    Es wurden im zweiten Weltkrieg auch mehr Deutsche als Amerikaner getötet. Sind die Amerikaner deswegen moralisch verwerflicher als die Nazis? Liebe Lara, auch wenn es schwerfällt zu glauben: Nicht immer ist die militärisch überlegene Partei eines Konfliktes auch die “böse”!

    Zum Thema “22% of the 100% which was originally yours”: Wie kommen Sie darauf, dass das gesamte westliche Mandatsgebiet Palästina (der östliche Teil wurde ja schon in den 20er Jahren abgetrennt und ein arabischer Staat darauf gegründet, nämlich [Trans-]Jordanien) den Palästinensern gehört? Es gab dort zu keinem Zeitpunkt einen palästinensischen Staat. Viele Araber sind, genau wie die (ost-)europäischen Juden, erst im 19. und 20. Jahrhundert in dieses Gebiet eingewandert. Mitte des 20. Jahrhunderts, als das Mandatsgebiet in die Unabhängigkeit entlassen werden sollte, lebten dort sowohl Juden als auch Palästinenser. Die UN hat entschieden, das Land in einen Teil mit jüdischer Bevölkerungsmehrheit und einen mit arabischer Mehrheit aufzuteilen. Wobei die Juden nur einen schmalen Küstenstreifen plus weitgehend unbewohnbare Negevwüste zugesprochen bekamen. Die Juden haben den Plan trotzdem akzeptiert, die Palästinenser nicht.

    Zum Thema Touri-Manipulations-Tour habe ich mich ja schon geäußert: Es war tatsächlich eine solche Tour, nur hat die Manipulation durch die palästinensischen Führer bei mir nicht so recht fruchten wollen. Wie oft waren Sie denn dort? Haben Sie andere Dinge gesehen als ich? Oder haben Sie ihr Bild über das palästinensische “Elend” auch nur aus den Medien?

    ———–

    Der Datenscheich:

    Ich verfolge euren Austausch aufmerksam.

  7. “Also, irgendwie glaube ich nicht, dass sie das gleiche gesehen haben wie die Bischöfe. Ich schätze mal, sie haben eine Führung mitgemacht, bei der sie genau das sahen, was sie sehen sollten.”

    Ich habe in der Tat eine Führung gemacht – und zwar eine Führung von offiziellen Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde, die mir genau gezeigt haben, was SIE wollten, dass ich sehe.

    ——-

    Der Datenscheich:

    …ja und weiter??! HAST Du es gesehen?

  8. Sehr gerne, Datenscheich. Ging ja echt schnell diesmal mit dem online stellen. Wieso waren eigentlich alle Blogs hier gestern leer? Naja, deins und noch eins, das ich testweise aufgerufen habe. Ich habe schon den Daten(scheich)-GAU befürchtet!

    Eine gute Nacht wünsche ich!

    ———

    Der Datenscheich:

    Dafür hat es diesmal um so länger gedauert, sorry.

    Und nein – kein GAU, sondern der martialdigitale Angriff der Spam-Robots (gibt es bestimmt bald auch im Kino!), beziehungsweise die Aufräumarbeiten der Server-Crew danach…

  9. Aha, dachte ich mir doch, dass das nur die Touri-Manipulations-Tour gewesen sein kann. Hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre – kein Mensch kommt umhin, entsetzt zu sein, wenn er das sieht.

    “Antisemitisch bedeutet Antiarabisch – und alles andere ist ein falscher Gebrauch des Wortes. Auch wenn dieser (Fehlgebrauch) sehr verbreitet ist (und ganz bewußt niemand etwas dagegen tut), bedeutet das noch lange nicht, daß man damit einverstanden sein sollte.”

    Nee, das sehe ich anders als du. Der Begriff ist zwar grottenschlecht und falsch gewählt, aber jetzt ist er so. Als W. Marr den Begriff geprägt hat, war es wohl so, daß “Semiten” eine übliche Bezeichnung für Juden war. Und man will ja so reden, daß man verstanden wird – allerdings wird der Begriff ja zunehmend sinnentleert durch die ständige Ausweitung dessen, was er bedeuten soll. Komisch auch, daßso ein falscher Nazi-Jargon bis heute so erfolgreich ist. Ich sage meistens antijüdisch(er Rassismus) oder antiarabischer R., weil ich das treffender finde.

    Albtraum? Peinlich, war mir neu. Ist gebongt!

    @euch beide: Habe ich gesagt, dass Herr Hagen etwas gegen alle Moslems hat? Wenn ja, dann ist das nicht zulässig, so genau kenne ich ihn nicht. Aber es ist in Israel seeehr verbundenen Kreisen nicht unüblich, das so zu sehen. Ich weiß nicht, ob Herr Hagen zu diesen Kreisen gehört. Tut mir leid, wenn ich in der Richtung was gesagt haben sollte.

    @M.H.: “Oder meinten Sie etwas was ganz anderes?” Ja.

    Ich antworte aber mal trotz ihrer Polemik (ist mir ja auch nicht fremd):

    ” Landraub = Zwangsräumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen”

    Da verstehen Sie was falsch. Die Siedlungen waren völkerrechtlich illegal. Nachdem die Siedler das Grundwasser versaut haben durch ihre total unökologische Wasserwirtschaft und das Land komplett zerstört haben, wurde es von den Räubern an die richtigen Eigentümer zurückgegeben. Wie ist denn das Wort für die Rückgabe eines gestohlenen Gutes? Gibt es da einen juristischen Ausdruck?

    “mit Apartheid-System das Gesetz der PA, das es verbietet, Land an Juden zu verkaufen”

    Hm. Also wenn verarmte und hungrige Menschen bedrängt werden, ihr Land zu verkaufen, welches dann einem anderen Staat zugeführt wird, soll man das hinnehmen? Und wie viel sollen sich die Palästinenser noch abpressen lassen? Hier schreibt eine Palästinenserin, wie sie das sieht:

    Definitions of “Peace”

    · United Nations “Partition Plan” to the Palestinians: You are going to have 47% of the 100% which was originally yours.

    · “Oslo Agreement” to the Palestinians: You are going to have 22% of the 100% which was originally yours.

    · Barak’s “Generous Offer” to the Palestinians: We are going to give you 80% of 22% of the 100% of the land whichwas originally yours.

    · Sharon’s “Peace Plan” to the Palestinians in 2000: We are going to give you 42% of 80% of 22% of the 100% of the landwhich was originally yours, and this 42% will remain under continuous curfew.

    · “American Zionists” to the Palestinians: According to our version of the Bible you are entitled to 0% of 42%of 80% of 22% of the 100% of the land which was originally yours.

    · The “Road Map” to the Palestinians that Bush envisions: If you stop your resistance to the occupation (which we callterrorism), and your refugees give up their right of return to theirancestral homes, and you agree to only elect officials acceptable to Bush and Olmert you agree to lock up all your resistance fighters, andyou agree to drive your cars only on roads that Olmert assignsfor your use, and you do not object to the ‘wall’ that Sharon startedbuilding & Olmert is finishing, and you agree not to claim Jerusalem as your capital, and you agree that your children’s school curriculum onlyincludes courses and books approved by the Israeli government, andyou agree not to give birth to more than three children perfamily, and stop complaining about the new law that prohibitsIsraeli Arabs from marrying Palestinian Arabs, while it allows them marry any other nationality in the world. THEN President Bush, will consider putting pressure on Olmert to consider negotiating with you on the 42% of 80% of 22% of the 100% of the land which was originally yours!!!

    http://ms-shalash.blogspot.com/

    Irgendwann muss ja mal gut sein. Und Sie haben offenkundig nicht verstanden, was Apartheid ist. Desmond Tutu schon:

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/1957644.stm

    “mit Kriegsverbrechen das mutwillige Abschlachten israelischer Zivilisten durch Hamas & Co”

    Ja, das ist auch eins. Eins von wenigen, die die Palästinenser begehen. Und lange nicht so effektiv wie Israel:

    1,020 Israelis and at least 4,057 Palestinians have been killed since September 29, 2000.
    http://www.ifamericansknew.org/

    “Menschenrechtsverletzungen den Umgang der Palästinenser mit Kollaborateuren”

    Ja, gegen die Todesstrafe bin ich auch, sogar für Hochverrat. Aber Menschenrechtsverletzung? Bei Erwachsenen? Was steht denn im amerikanischen Kriegsrecht auf Kollaboration mit dem Feind? Oder heißt das da anders? Allerdings sollten da schon Prozesse geführt werden und nicht einfach so.

    Bei den Kindern, die Israel in seine Gefängnisse verschleppt, sie foltert und dann zur Kollaboration “überredet”, würde ich allerdings von jeder Strafe absehen.

    “Oder meinten Sie etwas was ganz anderes?”

    Hm, eigentlich schon, aber ich glaube, Sie wissen das alles ganz gut. Aber sie ziehen es vor, die Augen zu verschließen. Ist eine gute Voraussetzung für einen Politiker. Sehr karrierefördernd. Nur ihr Karma wird darunter leiden, aber das interessiert Sie sicher nicht, oder etwa doch?

    “Solche Vergleiche dienen nur einem Zweck: Die Deutschen wollen ihr Gewissen beruhigen, indem sie den Juden unterstellen, sie würden sich heute genauso benehmen wie ihre damaligen Peiniger.”

    Wozu denn? Den Holocaust haben Deutsche aus dem pro-israelischen Lager doch längst erfolgreich externalisiert. Schließlich sind die wahren Antisemiten ja die Araber, so von wegen Mufti und so. Und die jungen Leute in der IDF sollen Opfer der Nazis sein? Die haben sich aber gut gehalten für ihr Alter, ich muss schon sagen!

    Und die 40.000 (so viele???) war die jordanische Armee? Nicht die Phalangisten?

    Ja, ich frage mich auch immer, wie die Deutschen zu sowas schweigen können. Denk, denk, denk… Ach. Jetzt fällt’s mir wieder ein! Ich sag nur: Bischof.

    Sorry, Datenscheich, daß der Text so lang ist, aber den Beitrag von Dana Shalash wollte ich in voller Länge zeigen. Ich hoffe, du bist nicht sauer deswegen.

    Grüße

    ———

    Der Datenscheich:

    Nein Lara, ich bin keineswegs sauer, ganz im Gegenteil.

    Mal abgesehen davon daß ich Deine Einträge überhaupt nicht zu lektorieren brauche…  ;-)

    Danke!

  10. @Datenscheich: Wie oft warst du eigentlich in den letzten Jahren in Palästina? Und was hast du dort gesehen oder erlebt, was dich an die Situation der Juden im dritten Reich erinnert hat?

    Solche Vergleiche dienen nur einem Zweck: Die Deutschen wollen ihr Gewissen beruhigen, indem sie den Juden unterstellen, sie würden sich heute genauso benehmen wie ihre damaligen Peiniger. Je schuldiger die Opfer werden, umso unschuldiger werden die Täter. Deshalb käme auch kein Deutscher jemals auf die Idee, die Lage in Tschetscheinen, in Tibet, in Kurdistan oder sonstwo mit dem Holocaust zu vergleichen. Weil dort eben keine Juden ihre Finger im Spiel haben. Die Palästinenser sind den Deutschen doch im Grunde scheißegal. Oder wie erklärst du dir, dass man sich hierzulande zwar bis heute über die israelische Militäraktion in Jenin (52 tote Palästinenser, überwiegend Kombatanten) aufregt, während man den 40.000 toten Palis die im September 1970 von der jordanischen Armee getötet wurden, keine Träne nachweint?

    War das jetzt auch wieder ein Standardtext? Von mir aus. Wahr isser trotzdem.

    ———

    Der Datenscheich:

    Mein letzter Besuch in Palästina ist schon etwas her, aber rings herum tanze ich immer mal wieder eine Runde. Außerdem habe ich einen andauernden Austausch mit Bewohnern dieses besetzten Landstriches – und erlebe die Auswirkungen des Konfliktes seit meiner frühesten Kindheit auch im nur einen Katzensprung entfernten Damaskus.

    Ich belasse es dabei dir zu wünschen, daß auch dich einmal ein Flugzeug mit seinem plötzlichen Überschall-Knall (so in 200 oder 300 m Höhe) aus dem Bett wirft, während dir die Fensterscheiben um die Nachtmütze fliegen.

    Erinnern kann ich mich auch nicht an die NS-Zeit (habe ich auch nie behauptet!) – aber meine Eltern habe sie komplett miterlebt und mir viel darüber erzählt, in der Decke des Wohnzimmers war noch bis in die 50er hinein ein nur provisorisch verputztes Bombenloch (ich rede von Berlin!) – und in der Trümmergrundstücken spielten wir mit gefundenen Patronen herum.

    Und jetzt sag mir, wo DA der Unterschied ist zur Situation in Palästina? (Um mal bei den einfachen Dingen des kindlich-täglichen Lebens zu beginnen).
    >> Die Palästinenser sind den Deutschen doch im Grunde scheißegal.

    Dann ist es wirklich schade, daß man hier noch immer nicht verstanden hat, was Gleichbehandlung heißt. Denn den Palästinensern wäre dies wirklich genau so scheißegal – wenn den Deutschen dann nur bitteschön auch die Israelis scheißegal wären…

  11. “Böse antisemitische Zungen behaupten natürlich, dass der Konflikt auf dem ungebremsten Landraub, dem Apartheid-System und den regelmäßigen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen Israels beruht”

    Mit Landraub meinen Sie vermutlich die Zwangsräumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen; mit Apartheid-System das Gesetz der PA, das es verbietet, Land an Juden zu verkaufen; mit Kriegsverbrechen das mutwillige Abschlachten israelischer Zivilisten durch Hamas & Co, und mit Menschenrechtsverletzungen den Umgang der Palästinenser mit Kollaborateuren? Oder meinten Sie etwas was ganz anderes?

    Ach ja: wie kommen Sie eigentlich darauf, dass ich generell etwas gegen Muslime hätte – ob jetzt Saudisch oder sontwas?

    ———

    Der Datenscheich:

    Diese polemischen Äußerungen reiche ich einfach durch. Dann muß ich mich darüber auch nicht aufregen…

    Und nein – ich glaube nicht, daß Martin generell etwas gegen Araber bzw. Muslime hat. Nur gegen die, die etwas gegen Israel haben. Dummerweise bleiben da nicht mehr so viel übrig… tja, ist alles nicht so einfach…

  12. (An Martin Hagen)

    Also, irgendwie glaube ich nicht, dass sie das gleiche gesehen haben wie die Bischöfe. Ich schätze mal, sie haben eine Führung mitgemacht, bei der sie genau das sahen, was sie sehen sollten. Ulrich Sahm macht ja gerne solche Irre-Führungen, waren sie mit dem unterwegs?

    Und irgendwie ist mir entgangen, dass die Bischöfe vom _Holocaust_ geredet haben. Ich habe nur was über Ghettos gehört. Oder sind Ghettos jetzt auch Holocaust? So, wie Kritik an der israelischen Politik neuerdings auch Antisemitismus ist. Gibt es eigentlich auch ein neues Wort für das, was zu Zeiten der Nazis Antisemitismus war? Kann ja nicht sein, dass alles Antisemitismus ist – oder ist Antisemitismus überhaupt kein inhaltlicher Begriff mehr?

    Aber ich finde auch, dass die israelische Politik nicht genau das gleiche ist, wie die Politik der Nazis. Das habe ich festgestellt, nachdem ich verglichen habe. Aber nur heimlich, weil man das ja nicht öffentlich tun darf. Allerdings habe ich festgestellt, dass totalitäre und rassistische Strukturen sich doch recht ähnlich sind. Der Holocaust hingegen, der war der USP der deutschen Faschisten, den nimmt uns keiner ab. Übrigens: Sie wissen ja sicher, dass sie die Todsünde des Holocaustvergleichs begangen haben, wenn sie behaupten, dass beides nicht gleich ist, oder nicht? Sie urteilen, dass es nicht das gleiche ist. Also haben sie ja wohl verglichen und das geht doch nicht. Ts ts ts. Oder fällen Sie Ihre Urteile aus dem Bauch heraus? Nein, das würden Sie nicht tun, das glaube ich nicht.

    ———-

    Der Datenscheich:

    Wenn ich mal plaudern darf: Martin machte einen Hebräisch-Kurs in Israel (und natürlich bekam er nicht alles zu sehen, wo gibt’s denn das?!)

    Und ja – ich glaube, das Wort GETTO wurde inzwischen von Israel zum alleinigen Gebrauch requiriert. Wahrscheinlich erscheint es – genau wie Holocaust – bald mit einem kleinen ‘TM’ oder dem R im Kreise …

    Über den Mißbrauch des Wortes Antisemit(ismus) habe ich mich hier ja schon häufiger ausgelassen… als leibhaftige, rassenschändliche, halbsemitische Promenadenmischung die ich bin. (Deshalb beiße ich auch so gern in zionistische Waden … wuff!).

    Ich bleibe trotz aller Entgegnungen dabei: Antisemitisch bedeutet Antiarabisch – und alles andere ist ein falscher Gebrauch des Wortes. Auch wenn dieser (Fehlgebrauch) sehr verbreitet ist (und ganz bewußt niemand etwas dagegen tut), bedeutet das noch lange nicht, daß man damit einverstanden sein sollte.

    Albtraum schreibt sich schließlich mit B, auch wenn inzwischen sogar der Duden – vermutlich von österreichischen Ski-Ort-Vereinigungen korrumpiert – eingeknickt und die Schreibweise mit P sanktioniert hat. Pah!… äh, ich meine natürlich Bah!

    Dein letzter Satz ist entscheidend: “Aber ich finde auch, dass die israelische Politik nicht genau das gleiche ist, wie die Politik der Nazis.”

    Ich denke mal – DER Vergleich reicht…

    Und dann gibt’s noch was passendes als Nachschlag:

    “Ghetto ist heute ein gebräuchlicher Begriff” Anlässlich des Streits um Äußerungen einiger katholischer Bischöfe zu den Zuständen in den Palästinensergebieten hat Evelyn Hecht-Galinski ihre scharfe Kritik am Zentralrat der Juden in Deutschland erneuert. Der Zentralrat habe sich “wieder mal als Sprachrohr der israelischen Regierung” betätigt und bezeichne “jüdische Kritiker als jüdische Antisemiten”.

  13. Den Holocaust mit der Lage in Palästina zu vergleichen ist eine Beleidigung für alle Holocaustopfer. Ich war in Palästina. Ich kenne Palästinenser. Ich habe die Mauer gesehen – von beiden Seiten aus. Die Situation in der Westbank hat mit dem, was in Nazideutschland passiert ist, rein GARNICHTS zu tun, und jeder Vergleich verbietet sich!

    ———–

    Der Datenscheich:

    Ich bin schwer enttäuscht. DAS machst du dir jetzt aber sehr einfach. Ein STANDARDTEXT hier in meinem Blog?! :-(
    Mal abgesehen davon, daß du in Nazideutschland NICHT dabei warst, also dein Argument “ich kann vergleichen” gar nicht legitim ist.

    In einem gebe ich Dir allerdings recht: Es bringt eigentlich gar nichts, eine Scheiße die HEUTE passiert, mit einer Scheiße zu vergleichen, die irgendwann, irgendwo anders mal passiert ist. Wir sehen ja (leider) – ES NÜTZT NICHTS! Die Scheiße geht heute trotzdem weiter. Und ohne den Vergleich halt auch…

    Vielleicht sollten wir an einer anderen Baustelle anfangen?

  14. Herr Hagen, wieso denn Saudi-Arabien?

    In letzter Zeit wird doch immer der Eindruck erweckt, der Islam sei so eine monolithische Angelegenheit und wenn ein Moslem kriminell oder einfach unsympathisch ist, dann liegt das doch immer “am Islam”. Und nun ist der Islam nur “Saudi”? Ts ts. Das ist doch alles recht verwirrend, muss ich zugeben. Vielleicht können Sie es mir ja erklären: Wann darf man vom Verhalten eines Moslems auf den Islam an sich schließen? Wenn der Moslem ein Saudi ist? Gehen nicht auch Pakistanis? Oder Malayen? Sind nicht-kriminelle Moslems gar keine Moslems? Oder gibt es sie nicht? Weil die ja alle Mohammed, den Kinderschänder als Vorbild haben und so eine Art putative Kinderschänder und Terroristen sind? Und wieso ist Saudi-Arabien noch der Verbündete der USA, wenn die noch nicht mal eine Frau als Regierungschefin haben? Ist das nicht antilibertär oder so?

    Und wieso wurden die tanzenden Palästinenser nach dem 11.September als so unmenschlich dämonisiert (obwohl später rauskam, dass die Reporter den Kindern und der Frau Süßigkeiten für ihre “spontane” Freude gaben, damit sie hübsche Bilder für die Agenturen kriegten), die tanzenden Israelis hingegen, die die Anschläge live beobachteten, wurden heimlich, still und leise ausgeflogen und deren Verhalten wurde natürlich auch nicht irgendwie negativ ausgeschlachtet – was ist der Unterschied? Also, gibt es irgendeine Regel, die unbeholfenen Menschen wie mir Hilfestellung bei der korrekten Ausbildung von Vorurteilen gibt? Bisher habe ich festgestellt, dass man zwar Moslems vorverurteilen darf, andere jedoch nicht. Sehr mysteriös das ganze, aber ich lerne es bestimmt noch, bin ja auch kein Moslem, sondern Deutsche, die wissen immer genau, wen sie gerade bashen dürfen und wen nicht.

    Ihre Frage nach den Gründen für die Nachbarschaftsstreitigkeiten ist jetzt etwas schwierig zu beantworten für mich. Nachdem Sie schreiben “aber passen Sie auf, die Antwort auf diese Frage kann oft sehr entlarvend für denjenigen sein, der sie gibt!” fühle ich mich etwas eingeschüchtert. Ich mein, ich bin ja viel ungebildeter als die Bischöfe und sogar die scheinen ja ihrer Larve verlustig gegangen zu sein, nachdem sie sagten, was sie dachten. Haben wohl angesichts des Elends das Falsche gedacht – schließlich ist das Elend keines und nur Antisemiten wie die Popen reagieren auf so etwas entsetzt. Das sagt zwar ziemlich viel über das gestörte Wahrnehmungsvermögen der “Nicht-Antisemiten” (der neuen) aus, aber wenn ich mich anstrenge und mir viele Bilder aus Kriegsgebieten angucke, stumpfe ich vielleicht auch soweit ab, dass die Pro-Israel-Fraktion keinen Anhaltspunkt für den nagelneuen Antisemitismus findet.

    Ich glaube, die für Sie “richtige” Antwort wäre: Israel hat keinen Streit mit seinen Nachbarn, sondern die Nachbarn sind islamische Antisemiten. Neue islamische Antisemiten, um genau zu sein. Außerdem gibt es die Nachbarn nicht, die Israelis sind die Palästinenser und das Buch der Bücher ist das erste Grundbuch aller Zeiten. Und das Land von denen gehört natürlich, G*ttOhG*ott hat es schließlich so gesagt, den Palästinensern, die nach 2000 Jahren wieder ihre Besitzansprüche angemeldet haben. Total zu Recht natürlich, nicht, dass man mir deswegen am Zeug flicken könnte. Die, die sich heute als Palästinenser ausgeben, sind ja in Wahrheit Ägypter und Syrer, die den echten Palästinensern, den Einwanderern aus Europa, nur das Land wegnehmen wollen. Und dagegen müssen sich die neuen Palästinenser, die die alten sein wollen, ja selbstverteidigen. Was aber kein Streit ist, sondern Selbstverteidigung.

    Ist es so genehm, Herr Hagen?

    Böse antisemitische Zungen behaupten natürlich, dass der Konflikt auf dem ungebremsten Landraub, dem Apartheid-System und den regelmäßigen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen Israels beruht, was aber eine perfide Lüge der neuen Antisemiten ist, die man keinesfalls glauben darf. Sonst ist man schon so gut wie verloren für die Sache der Guten gegen die Bösen und Bush wird einen zum Schurkenstaat erklären. Und was denen passiert, wissen wir ja alle. Der Vatikan sollte sich also warm anziehen, nur für den Fall, dass Israel zur Selbstverteidigung ein paar Apaches und D9er schickt, mit denen der Petersdom in Schutt und Asche gelegt wird. Gut, dass der neue Papst besser zu Fuß ist als der alte, so hat er wenigstens eine Chance, zu flüchten. Das hätte auch den Vorteil, dass dadurch die humanitäre Ader der Bomber promotet werden kann. Aber nur, wenn sie nicht auf den Flüchtlingstreck der Popen schießen, aber auch das könnte man sicher irgendwie als Selbstverteidigung oder zumindest “selbst Schuld” verkaufen.

    Ups. Habe ich mir jetzt die Maske vom Gesicht gerissen? Ich bin schockiert.

    ——

    @Datenscheich: Gab’s doch schon, zwar nicht in schöner Kalligraphie, sondern in nüchternen lateinischen Lettern (auch total antisemitisch, dieses Latein – Tätersprache der Bischöfe!):

    „Nur ein toter Araber ist ein guter Araber“ (Sharon). Seit Mitte Januar 2006 gibt es eine jüdische Gruppe: Jews against Genocide. Sie brachten am neuen Qalandia-‘Terminal’ – als ein Zeichen des Entsetzens über diesen ein Plakat an: “Arbeit macht frei”.
    http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/iran-0018.shtml

    OH NEIN!!! Jetzt habe ich mich endgültig entlarvt! Wie dumm von mir! Das sind ja alles Antisemiten, die sowas weiter erzählen. Schließlich ist doch oberste Nicht-Neuer-Antisemiten-Pflicht, so zu tun, als sei alles schön, was Israel macht. Mist. Ich bin einfach nicht schlau genug. Naja, Dhimmi halt.

    ;)

    ——–

    Der Datenscheich:

    Wunderbarer Eintrag, Lara. Dankeschön! ;-)
    Ich hoffe sehr, die nennen mal die Regel, die unbeholfenen Menschen wie uns (denn ich zähle mich auch dazu) Hilfestellung bei der korrekten Ausbildung von Vorurteilen gibt. Meine eigenen brechen nämlich regelmäßig zusammen, wenn ich sie sie mit den ‘lebendigen Menschen’ konfrontiere… so sehr ich mir auch immer wieder Mühe gebe ;-/

    „Nur ein toter Araber ist ein guter Araber“ (Sharon)

    Wie wär’s damit: “Nur ein toter Sharon ist ein toter Sharon” … oder ist das jetzt geschmacklos?

  15. Hi Datenscheich!

    Ich glaub’, das wird nichts. In letzter Zeit ist es etwas schwierig geworden, Reklame für Israel zu machen und außerdem sind doch gerade die Bischöfe in der Mangel, damit sie so tun, als sei in Palästina alles genauso, wie es hier immer dargestellt wird. Also brauchen wir mal wieder einen kleinen Aufruhr und die Pro-Israel-Komme-Was-Da-Wolle-Aktivisten sind vollständig ausgelastet, empörte Briefchen und Emails zu schreiben.

    Aber vielleicht findet Herr Hagen ja ein Sekündchen und ich muss mich überraschen lassen.

    ———-

    Der Datenscheich:

    Hey Lara, Du hast Recht … die Antwort von Martin ist tatsächlich sehr kurz ausgefallen… und eher ein Eisbeutel statt einem Zündholz.

    Vielleicht sind sie wirklich alle mit sich-über-Bischöfe-aufregen beschäftigt – wobei ich von jenen eigentlich nur den Satz gehört habe, daß sie es befremdlich finden in Holocaust-Museen geführt zu werden, wenn es eine Stunde später fast das selbe live anzusehen gibt. Was man ja auch gut nachvollziehen kann.

    Schade, daß so wenige Palästinenser Deutsch können. Sonst würden sie bestimmt über die Eingänge ihre Mauer-Enklaven in schönster Kalligrafie schreiben: Arbeitslosigkeit macht unfrei (oder so) …

  16. Lara, Sie haben vollkommen recht: Viele Politiker sind korrupt. Auch in Israel. Grade in Israel, muss man momentan wohl sagen. Nur hat das nichts mit Apartheid, sondern mit der menschlichen Natur und dem Wesen der Politik an sich zu tun. Dass es ein drusischer Politiker in Israel so weit bringen kann, freut mich trotzdem sehr, denn es zeigt den Charakter des jüdischen Staates. Auf die erste weibliche Präsidentin Saudi-Arabiens warte ich sehnsüchtig. Wenn’s soweit ist, können wir uns gerne zur Feier des Tages ein Kilo Datteln teilen ;-)

    PS: Warum hat Israel denn ihrer Meinung nach Streit mit seinen Nachbarn? Ich bin gespannt – aber passen Sie auf, die Antwort auf diese Frage kann oft sehr entlarvend für denjenigen sein, der sie gibt!

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    Der Datenscheich:

    Waaas? Israel hat STREIT mit seinen Nachbarn? Welchen Nachbarn??

  17. Und woran lag es, dass ein Druse die Regierungsgeschäfte geführt hat? Wurde er gewählt, das zu tun? Nein?

    Ach sooo. Weil fast die gesamte israelische Politiker-Kaste in halbseidene Geschäfte verwickelt ist und keine Zeit mehr für Regierungsgeschäfte hat… Na, das ist wirklich ein Fortschritt, da sieht man, wie gleichberechtigt die Drusen sind und wie sauber demokratisch Israel ist. Da werden manchmal korrupte Politiker ausgetauscht (dummerweise grassiert die Korruption, so dass die Suche nach nicht so korrupten Politikern immer damit endet, dass einer genommen werden muss, dessen Korruption nur _noch nicht_ aufgedeckt wurde, aber immerhin wird so für die Unterhaltung des Volkes gesorgt und alle paar Monate gibt es eine Fortsetzung der israelischen Polit-Posse – wäre ja auch blöd, wenn das Volk mal Zeit hätte, sich zu fragen, warum Israel eigentlich wirklich ständig Streit mit seinen Bürgern und Nachbarn hat…).

    Das ist natürlich viel besser als in den von Israel besetzten Gebieten. Die behalten die immer gleichen korrupten Gestalten und wenn sie sie mal abwählen, dann kommen die korrupten israelischen Politiker und sagen, dass sie lieber wieder ihre alten korrupten Kumpels hätten, mit denen sie zwar auch nicht reden wollen, aber irgendwie muss man ja das Ende des Kriegszustandes hinauszögern, schließlich gibt es noch immer Palästinenser in den Ländereien, die die korrupten israelischen Politiker für sich haben wollen.

    Wirklich, Herr Hagen, sie haben ja so recht mit ihrem Hinweis, dass ein Druse, der mal eine Woche die Regierungsgeschäfte in Vertretung seiner korrupten Kollegen führen darf, ein eindeutiger Beweis ist, dass es sowas wie Apartheid nicht gibt in Israel.

    Und eine Frau als – gewählte ;) – Regierungschefin ist der Beweis, dass “der Islam” nicht frauenfeindlich ist. Oder ist das wieder was anderes…?

    ——–

    Der Datenscheich:

    Hallo, Lara!

    Ich bin sicher, daß Martin gerne auf deinen Eintrag antwortet. Und bin selbst auch gespannt auf seine Antwort… ;-)

  18. Zur zweiten Antwort ein Zitat von Wahabi: “Ich verleugne meine arabische Herkunft nicht, aber man sollte zwischen Arabertum und arabischem Nationalismus unterscheiden.”

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    Der Datenscheich:

    Nun ja, arabischer Nationalismus ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei. Vielleicht sollten wir mal ein paar neue Identitäten stiften. Zum Beispiel den panarabischen Merkantilismus … oder das Internationalistische Arabertum … und Kraft aus der Vielfalt schöpfen ;-)

    Der nächste Kommentar nimmt dich ganz schön hart ran… also schmeiß’ nicht gleich mit Dattelkernen nach der Dame…

  19. Zum Thema Apartheid: Wusstest du, dass in Israel diese Woche ein Druse die Amtsgeschäfte des Staatspräsidenten geführt hat?

    http://derstandard.at/?url=/?id=2782462

    Ein Araber als Staatsoberhaupt des jüdischen Staates? Apartheid ist auch nicht mehr das, was sie mal war… ;)

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    Der Datenscheich:

    Die nette Antwort = ist doch wunderbar!

    Die zurückhaltende Antwort = frag mal den Drusen, ob er sich selbst auch als *Araber* bezeichnet (?)

    Die böse Antwort = klar, weil ja niemand anderes mehr da ist, wenn alle (bald) im Knast sitzen…

  20. Reißt die Mauer ein – hebt Gräben aus!

    http://martin-hagen.blogspot.com/2007/02/tear-down-this-wall-dig-moats-instead.html

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    Der Datenscheich:

    In einem Wassergraben kann man zumindest schön schwimmen ;-))