taz verpixelt Werbung auf Sportfotos

Die Werbung ist, egal wo wir hinkommen, immer schon da. Wir sind umzingelt von Slogans, Botschaften, Labels und Firmenkennzeichen. Wir sind derart daran gewöhnt, uns in einem Werbewust zu bewegen, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, wie sehr uns die Bilderwelt prägt, beeinflusst, ja vielleicht auch indoktriniert. So ist die Konsumwelt nun einmal beschaffen, auch die Welt des Sports, könnte man einwenden, wenn man sichs leicht machen will. Aber wer findet es nicht nervtötend, wenn bei Fußballländerspielen die Bandenwerbung derart flimmert, dass einem schon mal das schöne Dribbling von Mario Götze entgehen kann. Es ist nicht nur eine ästhetische Zumutung, es stört generell den Sportkonsum.

Die Professionalisierung und Durchökonomisierung des Fußballs hat dazu geführt, dass dem Zuschauer immer mehr Werbung zugemutet wird. Sie befindet sich nicht nur auf der Brust der Spieler, nein, neben dem Tor liegen Werbeteppiche, die im Fernsehen wie dreidimensionale Aufsteller aussehen. Vereine setzen auf die doppelte Werbebande, wobei die hintere bis zu drei Meter hoch sein kann. Es ist ein monströser Werbewall. Im Mittelkreis liegt vorm Spiel eine textile Werbebotschaft. Die Spieler gehen vor dem Match über eine Matte, auf dem groß ein Sponsorenname steht. Die Fifa präsentiert den „Player of the Match“, natürlich gesponsort von einem Biermulti. Alles, aber auch wirklich alles bezieht sich im Fußball auf dessen Verwertbarkeit.

Magdalena Neuner ist voller Werbung. Die taz verpixelt sie jetzt. Foto: Reuters

Magdalena Neuner ist voller Werbung. Die taz verpixelt sie jetzt. Foto: Reuters

Kein Wunder, dass der Fußballmarkt in den vergangenen zwei Jahrzehnten hitziger und hektischer geworden ist: 1992 verkauften die englische Profiklubs ihre Fernsehrechte für 11 Millionen Pfund, jetzt sind es über 1,2 Milliarden Pfund. 1992 setzten die 92 obersten englischen Klubs 263 Millionen um, heute sind es mehr als 2,7 Milliarden. „Die Erste Bundesliga stellt in allen untersuchten Erlösbereichen den zentralen Wachstumstreiber dar“, stellt das Marktforschungsunternehmen Sport + Markt fest. Die Bundesliga-Manager erwarten weiter steigende Erlöse, „vor allem im Bereich Sponsoring und Medienrechte“. Allein mit dem Trikotverkauf haben die von Sport + Markt befragten 182 europäischen Erstligisten in der Saison 2009/10 über 13,7 Millionen Euro eingenommen.

Die Werbewirkung ist umso größer, je mehr Zuschauer oder Leser das Logo vom Sponsor sehen. Es muss im Bild sein. Möglichst oft. Es muss natürlich auch auf Sportbildern drauf sein, die in der Zeitung erscheinen. Auch in der taz findet sich die Werbung von Sponsoren auf Sportfotos. Ein, zwei Logos sind fast immer auf einem Sportfoto zu finden, manchmal auch vier, fünf oder sechs. Gerade in Sportarten wie Biathlon, Handball oder Eishockey, die auf Sponsoren-Patchwork setzen müssen, weil das ganz große Geld fehlt, erscheinen die Profis oft als wandelnde Litfaßsäulen. Die Sportpresse macht sich mit dem Abdruck der Bilder zum Erfüllungsgehilfen der Vereine und Sponsoren. Sie trägt die Werbebotschaft ungefiltert zu den Abonnenten.

Am krassesten wird sichtbar, was die Fußballwelt im Innersten zusammenhält, wenn sich Fußballer zum Blitzinterview vor eine Werbetafel stellen, auf der nicht selten zehn Sponsoren zu sehen sind. Der Spieler darf sich erst dann äußern, wenn man die mobile Tafel hinter ihn geschoben hat. Das Fernsehen macht mit bei diesem Spiel, denn als Rechteinhaber haben die TV-Anstalten sich dazu verpflichtet.

Trikotwerbung? Nicht auf der Sportseite der taz! Foto: dapd

Trikotwerbung? Nicht auf der Sportseite der taz! Foto: dapd

Anders die Presse. Sie kann filtern und sortieren, kann Sponsorennamen bei der Nennung von Stadien weglassen, was auf den taz-Sportseiten schon länger passiert. Und sie könnte die Logos von Brustsponsoren auf Fotos verdecken oder verpixeln, was wir jetzt zwei Wochen lang auf den Sportseiten der taz tun wollen, um zu zeigen, wie allgegenwärtig und aufsässig die Werbung im Sport ist. Nach diesen zwei Wochen wollen wir dann möglichst jene Fotos aussuchen, die viel Sport zeigen und wenig Sponsoren. Immer wird das nicht gelingen. In diesen Fällen werden wir dann weiterhin zum Mittel der Unkenntlichmachung greifen. Es ist ein Versuch, ein Test – vielleicht auch ein Kampf gegen Windmühlen. Aber wir wollen demonstrieren, dass es auch anders gehen kann.

In den 80er Jahren war auch das Fernsehen noch anders gepolt. Für Bundesliga-Spiele, die in der „Sportschau“ nicht im Zusammenschnitt präsentiert wurden, gab es so etwas wie eine mündliche Zusammenfassung des Spielgeschehens. Dabei wurde das Standbild eines Profis eingeblendet. Und siehe da: Über dem Brustsponsor prangte ein schwarzer Balken. Lang ists her. Für Fernsehleute mag das ein putziges Zeitdokument aus der Steinzeit der Fußballpräsentation sein. Wir wollen dennoch wieder mit dem Balken oder dessen digitaler Weiterentwicklung, der Verpixelung, arbeiten.

Dass auch Fußballfans auf das sponsorenfreie Trikot stehen, steht ja außer Frage. Leibchen, die ohne Brustsponsor verkauft werden, weil der Verein zu Saisonbeginn noch keinen Geldgeber gefunden hat, sind besonders begehrt. Geradezu vorbildlich gerierte sich der FC Barcelona, der jahrzehntelang ohne Brustsponsor auskam, jetzt aber für eine katarische Stiftung wirbt. Auch der US-Sport zeigt, dass man es besser machen kann. Weder auf dem Trikot eines Basketballers der NBA, noch eines Baseballers noch eines Footballers prangt Werbung. Stattdessen: nur der Name des Klubs. Auch in diesen Ligen werden Millionen und Abermillionen von Dollar bewegt.

Letztlich ist es doch so: Nur wer dem Sirenengesang der Werbung widersteht, ist ein mündiger Bürger. Oder anders gesagt: Nur wer sich den wachen Blick für die Allgegenwart der Sportwerbung erhält, ist ein mündiger Sportkonsument.

Kommentare (87)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. Pingback: Treibgut 29.8.13 | .::: derMattn.de :::.

  2. Pingback: Niemand hat die Absicht... : Jörn Schaars feine Seite

  3. Pingback: Sportwerbung auf den “Leibesübungen”: Alle Rechnungen sind raus! | taz Hausblog

  4. Ich befürworte Eure Aktion absolut. Es hat in früheren Jahrzehnten als völlig normal gegolten, Werbung und Produktnamen unkenntlich zu machen, es geht ja schließlich um „die Sache“, nicht um die Werbung. Und bitte nicht nur zwei Wochen.

    Darüber hinaus begrüße ich es auch, wenn man mal wieder etwas mehr Zurückhaltung übt in Sachen „Blut spritzt, Knochen knacken“ – Fotos von Unfällen oder Anschlägen, bei denen in vielen Medien leider allzu detailgetreu Blutlachen, Verletzte gezeigt werden. Tut das not?….

  5. Pingback: Ich mag die TAZ | XPauljonasX

  6. Pingback: Werbung – eine Branche mittendrin im Kampf von Einstellungen und Kulturen | World-Net-News: Weblog

  7. Moin,

    wen es der TAZ ernst wäre, würde sie auf die Berichte komplett verzichten oder mindestens auf die Bilder.
    Das macht sie aber nicht, weil es Leser kosten könnte nicht mehr über DFL oder HBL zu berichten.
    Ich hoffe die Redaktion ist wenigstens so „moralisch“ und verzichtet auch auf ihre kostenlosen Pressetickets.

  8. Was für eine Heuchlerei.
    Die Anzeigen in der TAZ sind auch nicht wenige. Und die treten auch noch eher in den Vordergrund. Man sollte ja dann in der Zeit auch keine Anzeigen abdrucken. Es ist ja eigentlich lächerlich und diese Aktion führt nur dazu das ich die Taz nicht ernst nehme. (Möchtegern Idealismus)

  9. Pingback: Logo-Kult und eine Gegenwehr | christian sternberg

  10. Aus Sicht der taz, das Beste, was ihr tun könnt. Auch aus Sicht aller Verleger, die über den Rückgang der Anzeigen klagen. Für die Unternehmen ist es ja preiswerter, ihr Logo über Brustwerbung in die Medien zu schmuggeln, als für Anzeigen zu bezahlen und damit die Zeitung, beispielsweise die taz zu finanzieren.

    Und ich finde es schon merkwürdig, dass die Sportler diese Schleichwerbung inzwischen für selbstverständlich halten, selber aber auf finanzielle Zuwendungen nicht verzichten wollen, wenn sie ein Logo spazieren tragen.

    Ich habe selber mal für eine Zeitung gearbeitet und dort hat die Sportredaktion Werbung auf Fotos verwischt, wenn sie allzu aufdringlich war, selbst Werbung von guten Anzeigenkunden. Niemand hat sich darüber aufgeregt.

    Übrigens ist auch in der Hörfunk-Zusammenfassung glückliereweise die Nennung das nervige „xyz & Co Arena“ verschwunden. Für jede gesendete Namensnennung erhielt der Pressereferent der betreffenden „Arenen“ 25 Euro. Klar, dass der der bemüht war, seinen Verdienst zu maximieren und mit den Reportern mal ein Wörtchen zu reden. Ich erinnere mich an Hörfunk-Konferenzen, in denen so ein Arenen-Name zehn bis zwanzig mal genannt wurde. Das ist für den betreffenden Sponsor natürlich wesentlich preiswerter, als richtige Werbung zu schalten.
    Weg ist es und niemanden störts.

  11. Tolle Aktion. Bitte, bitte weiter so.
    Weg mit der optischen Umweltverschmutzung.

  12. Super. Aber nur eine Woche? Was soll das? Koennen Sie wenigstens eine Erklaerung dafuer schreiben, macht doch gar keinen Sinn!?

  13. Find ich richtig, richtig gut, was ihr da macht! Wird endlich Zeit, dass mal jemand ein Zeichen setzt gegen diese visuelle Gewalt des Alltags!!

  14. Trotz aller „Für und Widers“ gratuliere ich der TAZ erstmal dazu, diese Diskussion ins Rollen gebracht zu haben. Als Inhaber einer Werbeagentur sehe ich das aber auch zwiespältig und gebe zu bedenken: „Der Mensch ist, was er isst“ – im übertragenen Sinne: Jeder kriegt was er verdient!
    Wenn auf dem teuren Bayern-Trikot nicht der Name des Hauptsponsors quer über die Brust läuft, ist es halt nicht „Original“. Wenn jemand innerhalb der Aktionszeit mehr Bier säuft, um ein „Licher Bier“-Trikot „geschenkt“ zu bekommen, dann ist das normal. Wenn sich bauchlastige Freizeit-Biker nicht wie Lithfassäulen über Pässe quälen ist irgendwas faul.
    Das Thema „Markenklamotten“ könnte man hier auch vertiefen …
    Generell MUSS für Werbung IMMER bezahlt werden. Und zwar vom Werbenden und NICHT vom Konsumenten (jedenfalls nicht direkt). Vielleicht könnte man die Bildagenturen anregen, ähnlich dem Fairtrade-Gedanken, eine Sparte „FairPicture“ einzuführen. Jeder Sponsor, der auf dem Bild zu sehen ist, zahlt bei Veröffentlichung entsprechend der Werbefläche, die er auf dem Bild einnimmt und der Auflagenstärke, in einen Pool zur Förderung von verschiedenen zertifizierten, der Allgemeinheit nützenden Projekten. Gemäß dem Sponsor-Gedanken „Tu Gutes und rede darüber“. Aus der Welt bekommen wir Werbung jedenfalls nicht mehr, aber fairer könnte sie werden.

  15. Also ich hab da mal ne dumme Frage: Wieso müssen manche Sportarten eigentlich finanziert werden, brauchen Sportler Sponsoren? Ich habe auch ein sozialverträgliches Hobby, zudem die Gesundheit extrem fördernd. Ich wandere gerne im Gebirge, am liebsten in der Gruppe, fahre mit dem Zug dorthin, übernachte in Hütten und Pensionen. Ich will auch Geld dafür!

  16. Ich hoffe, im nächsten Monat wird an dieser Stelle darüber informiert werden, ob und wenn ja, wie viele Werbekunden der taz aufgrund dieser hirnrissigen Aktion abhanden gekommen sind.

    Sind die ersten schon geflohen?
    Auf taz.de scheint heute ja in erster Linie für die taz selbst geworben zu werden: Aufdringlich sprangen mir sogleich ein paar erstaunliche Fotos von überdimensionalen Dildos ins Auge. Aufregende Werbung für die nächste sonntaz.
    Demnächst kommt sicher die packende Reportage über Gummivampirgebisse.

  17. Ich wollte hier einen Kommentar schreiben, aber da ich nicht mal den Artikel ganz gelesen habe, ganz zu schweigen von den ganzen Kommentaren, hier nur ein kurzes

    Ja, toll, aber!

    Einerseits,

    Andererseits.

    Ist ja schon so, dass!

    Hast ja Recht!

    @srt10coupe
    Obwohl ich mich kaum für Fußball interessiere, bin ich schon ziemlich oft mit DB gefahren!

  18. Top Aktion, cool !

    kann nur ich das gelbe Adidas Logo noch so gut erkennen ?

  19. Liebe tazler,

    Endlich!!! Ich habe seit einiger Zeit aufgehört, Sportsendungen zu sehen, weil ich es nicht mehr ertragen habe, wie Sportler und Sport-Funktionäre erstmal ihre Geräte, Mützen oder Pullis vor die Werbe-Plakatwand schieben.
    Ich will SPORT sehen, verdammt noch mal, nicht tausende von Werbebotschaften, die alles andere wegdrücken.

    Weiter so!
    Lothar

  20. taz-typischer Theaterdonner.

    Die Werbung auf taz.de ist genauso nervig, bzw. ignorierwürdig wie die auf den „wandelnden Litfaßsäulen“.

    Ich glaube nicht, dass es der taz wirklich darum geht, auf nervtötende, manipulative und aufdringliche Werbung im Sport aufmerksam zu machen.

    Denn die Werbung auf taz.de ist genauso nervig, bzw. ignorierwürdig wie die auf den „wandelnden Litfaßsäulen“.
    Das dürfte selbst den dümmsten taz-RedakteurInnen schon vorab aufgefallen sein.

    Das mit dieser Aktion die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der taz offenkundig wird – egal. Oder sollte die taz ihre LeserInnen mittlerweile für völlig hirnamputiert halten?

    Es geht hier doch einzig und allein um die Öffentlichkeitswirksamkeit. Um was denn sonst?

    Es war wohl wichtig, dass mal wieder über die arme kleine taz berichtet wird.

    Irgendwie erinnert das Ganze an das kleine, plärrende und kreischende Kind, dass gerade dringend die Aufmerksamkeit der Großen braucht.

    Na dann: Tätschel, tätschel. Wir vergessen euch schon nicht. Auch nicht, wenn ihr auf solch alberne Zickereien verzichtet.

  21. Kai fragte in den Kommentaren: „Dürft ihr überhaupt die Bilder verändern? Gibt es da das Einverständnis der Fotografen?“

    Die Antwort lautet: ja. Die Bilder für die Sportberichterstattung kommen zumeist von Presseagenturen. Die erlauben die Bearbeitung der Bilder. Die absolute Regel ist, dass Bilder in der Breite oder Höhe beschnitten werden. Häufig wird aus einem Bild auch eine Person ausgeschnitten und dann nur die Person als sogenannter Freisteller ohne Hintergrund veröffentlicht. Die taz verwendet die Bilder von Presseagenturen auch regelmäßig, um damit aufwändigere Collagen oder Montagen zu machen, zum Beispiel für besondere Titelbilder. Vom dem Recht, das Bild nach Belieben zu bearbeiten, ist auch die Verpixelung umfasst. Der Specher der Agentur dapd sagte dazu dem Medienfachdienst Meedia.de: „Wir haben überhaupt keine Probleme mit der taz-Aktion und hoffen auf eine konstruktive Diskussion.“ Quelle: http://meedia.de/print/was-sportexperten-zur-taz-pixelaktion-sagen/2011/08/16.html

  22. @Peter K: Es macht ein Unterschied ob ein Medium sich selber mit Werbung finanziert, oder aber im -redaktionellen- Teil sich jeden Sch… unteschieben lässt.

    „Das LeckerKeks-Tunier in der Finanzbetrüger-Arena auf dem China-PseudoOutdoor-Parkett…“. Echte Redakteure sollten immer von Millerntor oder Volkspark sprechen, von einem „regionalen Pokal“, DM oder WM sprechen.. ohne davor schlimme, vierbuchstabige Wörter mit F zu setzen. Und ich meine keinesfalls „Fuck“ :+)

    @einige Kurzkommentatoren, nur um nen Link auf markting-blog.biz etc zu „scoren“: Deine Versuche sind fruchtlos, da alle links hier mit rel=“external nofollow“ SEO-wirkungsfrei sind. Erkundige Dich.

  23. Liebe taz,

    die Aktion ist ein riesengroßer Mist. Hinreichend begründet wurde das bereits von anderen Kommentatoren, denen ich ganz und gar zustimme.

    Bei der taz habe ich ganz oft einen ganz schlimmen Eindruck hinsichtlich eines konsequent-logischen Denkvermögens.

    Angenommen, eine Idee oder ein Gedanke müßte 1.000 Meter durchdacht werden, um zu einem klugen Ergebnis zu kommen: Bei der taz scheint es allgemein üblich, schon nach ungefähr 100 Metern schlapp zu machen.

    Probiert es doch mal mit trainieren und üben. Soll helfen. Dann könnte bald vielleicht sogar die volle Distanz absolviert werden. Es sei denn, Ihr schickt weiterhin die Untalentierten und Ungeeigneten an den Start…

    Zum Glück hat die mangelnde Kondition der taz normalerweise keine ernsthaften Konsequenzen.
    Es bleibt bei allgemeiner Erheiterung und Kopfschütteln.
    Mehr ist es nicht.

    Schwierig, so eine Zeitung (oder wäre „Käseblatt“ der passendere Begriff?) ernst zu nehmen.

  24. Ich habe einen Vorschlag: die taz bezahlt in Zukunft die Sportler direkt! Dann gehen sie quasi für die taz an den Start, egal ob WM oder Olympia. Somit sorgt die taz dann selber für die Sportberichterstattung. Natürlich aber ohne taz Logo auf der Brust!

  25. Vielen Dank liebe TAZ… damit könnte man die Welt verbessern:

    Mit dieser Aktion ermöglichen Sie völlig neue Aspekte auf dem Arbeitsmarkt. Deutlich mehr Sportlerinnen und Sportler können sich damit in der IT-Branche bewerben, da sie ihren Sport nicht mehr auf professionellem Niveau betreiben können. Damit verbunden ist auch die Möglichkeit, dass Sie als Zeitung noch mehr Seiten für Ihre Anzeigenkunden zur Verfügung stellen können, da ohne die Finanzierung von Sport einfach keine Spitzenleistungen möglich sind und Sie somit auch nicht mehr über Sport berichten müssen! Damit wiederum sparen Sie sich auch die Sportreporter und können somit den Gewinn optimieren.

    Liebe TAZ, ganz ehrlich… habt ihr Ahnung von Sport (und ich meine nicht Fußball)? Spitzenleistungen sind nur durch Sponsoren möglich, Sponsoren wollen eine Gegenleistung in Form von Werbung. Kaum ein Sponsor wird noch in den Sport investieren und sagen: „Ich mach das, weil ich Sportler XY so toll finde.“ Und wenn es doch so ist, dann bitte diesen Sponsoren an mich weiter leiten, denn ich bin auch auf Sponsorengelder angewiesen… oder ich bewerbe mich bei euch als Bildverpixeler… aber natürlich nur von internationalen Sportereignissen, weil in Deutschland gibt’s dann ja keinen Sport mehr.

    Beste Grüße!
    Chris

  26. Also, das ist eine gute Sache. Hier und da könntet Ihr Euch noch etwas mehr Pixel gönnen. Der Welten Lauf wird sich wohl nicht sofort ändern, aber man kann ja mal klein anfangen.

  27. Pingback: Werbung und Sponsoring im Sport - Informationsflut oder finanzieller Segen?!

  28. Schöne Aktion. Egal, ob es weiterreichende Konsequenzen hat. Ich finde schon länger, dass Sportler wandelnde Litfasssäulen sind. Und die Taz macht einfach nicht mit. Gefällt mir.

  29. Eigentlich eine gute Idee, aber…., aber wenn Werbung ganz aus dem Sport verschwinden würde, wäre Spitzensport dann international noch konkurrenzfähig? Und wenn nein, wollen wir das? Und hat wirklich jemanden die Anzeige für die „NEON“ vom Stern auf der „taz“-Seite 09 von heute gestört? Mich nicht, ich hab‘ Euch wie immer gern und mit Interesse gelesen. Und auf Seite 15 (Gesellschaft + Kultur) Werbung auf „Pioneer“-Kartons und Eure Erklärung darunter; „Unterhaltungselektronik“…. Der Gipfel dann auf Seite 21, Berlin: Gleich vier mal Trikotwerbung!!!!

  30. Sehr amüsant. Mein Fokus scheint eh auf das Wesentliche zu liegen. Die Pixel oder den Hintergrund sah ich erst, nachdem ich Euer NO LOGO! Text las.

  31. Hallo, nun gut, ich gebe es zu, der einzige Sport, der mich interessiert, ist Snooker und über die Spiele wird ohnehin nur wenig berichtet. Aber wenn, dann in der TAZ, gelegentlich. Trotzdem bin ich dafür, dass die Werbung verpixelt wird, vor allem die Werbung für Alkohol und Nikotin. Es ist mir unbegreiflich, wie eine Bierfirma Fußball-Sponsor sein kann. Aber ich bin ja auch kein Fan.

  32. Tolle Idee. Sie würde noch deutlich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn die taz zumindest in dieser Woche ihrerseits auf Werbung verzichtet. Ansonsten abgelegt in Kategorie Scheinheiligkeit ohne gleichen.

  33. Na aber warum ist hier nichts verpixelt?
    http://www.taz.de/Leverkusen-gegen-Bremen/!76272/
    Oder ist euch SunPower ein genehmer Sponsor?

  34. Liebe TAZ, Verpixelte Sponsorschriftzüge bei
    Sportfotos?
    Würdet Ihr das auch Andy Warhols Tomatensuppendose machen?
    Verändert Ihr nicht auch das Bild, auf das der Fotograf
    bestimmte Rechte hat?

    Eure Scheinheiligkeit kann einem schon die Tränen in die Augen drücken.

  35. Wenn ihr konsequent seid würde auch die Werbung auf taz.de verschwinden. Die nervt mich nämlich wesentlich mehr als Trikotsponsoren. aber zum Glück habe ich ja nen Werbeblocker.

    Dürft ihr überhaupt die Bilder verändern? Gibt es da das Einverständnis der Fotografen?

  36. Für mich entzieht sich das Vorgehen der taz jeglichem Verständnis. Durch die Verpixelung der Sportbilder schadet die taz aktiv dem Sport und unter Umständen sogar den eigenen Werbekunden. Da kann man sich auch gleich ins eigene Knie schießen. Die gesamte Argumentation hinkt und bei genauer Betrachtung verstößt die taz sogar gegen die eigenen Prinzipien. Ich kann damit leider überhaupt nichts anfangen und habe deshalb in meinem Sportmarketing-Blog einen kritischen Beitrag zum Thema geschrieben:

  37. Pingback: Schlag ins Gesicht des Sports und dessen Sponsoren: taz.de verpixelt Sponsorenlogos - andreaswill.com andreaswill.com

  38. Pingback: mahrko – co2-neutral durchs web » Links der Woche (KW32): Assi-TV, verpixelte Sportwerbung, ARD-ZDF- Onlinestudie, Trennung von Staat & Kirche

  39. Pingback: metanox » Blog Archive » Die Aufgabe des Fußballfans

  40. Pingback: Links anne Ruhr (14.08.2011) » Pottblog

  41. Auf diese Aktion warte ich schon seit Jahren. Fußball ist nahezu unerträglich geworden. Ob im TV, in der Zeitung, im Netz oder sogar im Stadion selbst – der geneigte Fan wird dermaßen zugemüllt, dass es ihm schwindelig wird.
    Der Vergleich mit der Werbung in der taz hinkt schon deshalb ein wenig, weil es in der taz ganz einfach nicht derart viel Werbung gibt, wie im Sport.

  42. Gut so! Weiter so! Diese wandelnden Litfasssäulen gehen mir schon länger auf den Wecker … ;-)

    Mori

  43. Sehr schön, freut mich, weiter so!

  44. Erster April? Oder, wann fängt bei Euch Zensur an? Wenn euch die Werbung auf den Bilder nicht gefällt – druckt diese nicht ab… aber verschont die Fotografen mit einer nachträglichen Veränderung ihrer Werke. Schwarzer Balken N E R V E N.

    Wenn Ihr keine Werbung ertragen wollt, setzt ein Zeichen und verzichtet auf Anzeigen und auf die richtig nervige Onlien Werbung auf der Hoempage von taz.de – DIE NERVT erst recht auf … besonders die Kuh von [xxxxxxxxxxx]

    Gruß

    ralf

  45. @Thomas Fluhr

    Was hat denn der Sponsor davon, wenn er kaum als Sponsor genannt wird? Ich denke kaum, dass ein Unternehmen eine Team/Verein einfach nur fördert, weil sie möchte, dass diese Sportart weiter existiert, jedenfalls nur in den seltensten Fällen!

  46. Man kann auch Sponsor sein ohne überall seinen Namen groß drauf zu schreiben. Außerdem wird das ganze noch steuerlich abgeschrieben.

  47. aJa ja liebe Taz, und ihr verzichtet dann die nächsten zwei Wochen auf alle Werbebanner, Anzeigen u.ä.
    Nur durch die werbliche Verunreinigung der Berichterstattung kann eine Veranstaltung der nicht so populären Sportarten überhaupt ausreichend finanziert werden. Wer glaubt ihr denn bezahlt Eure Schreibtisch im Media Center?
    aber vielleicht sind die Zuschauer eines Marathon gewillt einen politischen Eintrittspreis für Organisation, Preisgeld und Verpflegung zu zahlen?

  48. Also meine persönliche Meinung zu Werbung im Bereich Sport:
    Absolut in Ordnung, ich versteh nicht, warum hier die Werbung als schlecht und „böse“ stilisiert wird, oder sogar nervtötend sei und von dribbelnden Fußballern ablenken soll…

    Die Werbung gehört zum Sport wie der Sportler an sich selbst. Was wäre der Sport ohne Werbung? Die Frage können sich die meisten warscheinlich selbst beantworten: Nichts! Die Werbung und die vielen Sponsoren machen den richtigen Profisport erstmöglich, von Fernsehrechten und Kartenverkäufen in einem Fußballstadion könnte kein Profiverein leben. So ist das nun mal.

    Ich finde gut gemachte Werbung, die mir selber gefällt oder einen bisschen zum schmunzeln bringt, sehr ansprechend und völlig in Ordnung.

    Könnte jetzt noch weiterschreiben, aber es gibt gleich Mittagessen ;) byebye

  49. Was soll das? Ich möchte Bilder unmanipuliert, und wenn es nur um die daruf zu sehende Werbung geht.

  50. Ich schließe mich ein paar der bisherigen Kommentar-SchreiberInnen an. Werbung ist überlebenswichtig für all die Sportarten die nicht so vielseitig vermarktet werden wie der Profi-Fußball! Bedeutet: Wenn das alle Zeitungen so machen würden, wie die taz es plant, dann braucht bald gar keiner mehr über die Sportarten zu berichten, weil sich niemand mehr eine Ausübung mit den Mitteln und auf dem Niveau leisten kann.

    Das mag man gut oder schlecht finden, aber so ist nun mal die Situation. Wenn jemand eine andere Lösung findet, um die Sportarten zu finanzieren, wäre das natürlich höchst erfreulich!

  51. Okay, ich akzeotiere die Aktion zum Nachdenken über die überhand nehmende Werbung in unserem Alltag. Und selbstverständlich ist das auch eine Taz-Werbungsaktion, bei der die Redaktion auf Reaktionen der Konkurrenz hofft, um erwähnt zu werden.

    Ansonsten muss ich meinen VorrednerInnen zustimmen. Besonders bei weniger populären Sportarten sind die Sponsorenlogos sehr wichtig, um die Finanzierung der Profis und auch des Nachwuchses sicherzustellen. Sicherlich ist das Abdrucken der Logos in der Presse in den Sponsorenverträgen berücksichtigt.

    Zudem muss man bedenken, dass eine Verpixelung erst recht die Aufmerksamkeit auf die Logos legt (auch wenn das beim Beispiel-Bild der Biathlon-Athletin nicht zutrifft).

    Also: 2 Wochen sind in Ordnung. Dann haben wir alle mal über den Kommerz im Sport nachgedacht und andere Zeitungen schreiben über die taz…sonst wird sich nichts ändern.

  52. Die gute, alte Doppelmoral der taz. Auf Sportlern ist Werbung also „nervtötend“, auf der taz-Webseite hingegen völlig legitim, weil es ja ‚gute‘ Werbung ist. Springen taz-Redakteure bei den Sportlern ein, wenn denen Sponsoren wegfallen? Und wer erklärt den Kids in den Sportvereinen, dass sie künftig mehr für ihr Hobby bezahlen müssen, weil die lokalen Zimmerer, Autowerkstätten und Sparkassen nicht mehr zuschießen?
    Mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass man solche Aktionen hier nicht zuende denkt.
    Zusätzlich halte ich die schwarzen Balken für eine zigfach größere ästhetische Zumutung als die paar Buchstaben auf dem Trikot.

    Ein enttäuschter Leser,
    Stephan

  53. Ich finde diese Aktion reichlich daneben. Als Freizeitsportler war ich stets froh und dankbar, wenn sich Sponsoren fanden, die Trikots, Sportausrüstung oder Turnier-Reisen finanzierten. Ansonsten hätte es viele Sachen ganz einfach gar nicht gegeben. So einfach ist das.

    Klar mag in manchen Volkssportarten wie Fussball die Werbung Überhand nehmen und die gezahlten Summen surreal erscheinen. Aber ein Teil dieser Einnahmen tröpfelt – wenn auch vielleicht indirekt und nur zu sehr kleinem Teil – zu Gunsten weniger populärer Sportarten durch.

  54. ALSO BITTE! NUTZT WENIGSTENS ETWAS PHOTOSHOP UND VERPIXELT ETWAS AUGENFREUNDLICHER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    DA BEKOMMT MAN / FRAU JA EINEN AUGENKATHAR
    ODER WIE IMMER DAS AUCH GESCHRIEBEN WIRD!
    -=B=-

  55. Krieg ich die taz ab sofort auch ganz ohne Anzeigen? Ja? Danke.

  56. Da es nur für 2 Wochen laufen soll, ist es nur ein Luftnummer von Euch. Zieht es durch und macht es ab jetzt dauerhaft!

  57. Ich finde das diese Aktion mehr Werbung für die Sponsoren macht, als es die Sponsoren auf normalen Fotos können. Die meisten Sportbegeisterten werden die Werbung auf den Trikots gar nicht wahrnehmen, da dies ja nicht das Wesentliche ist. Also liebe taz, wieviel bekommt ihr für diese Aktion von den gepixelten Sponsoren?!

  58. Die Idee ist sehr gut, der Vergleich mit Werbung auf der Website hinkt enorm.
    Für Sport-Bilder zahlen Zeitungen und Zeitschriften den Agenturen viel Geld, zusätzlich wird ihnen ungewollt Werbung untergejubelt. Möglicherweise verzichtet dann sogar ein Sponsor, der durch seine Präsenz auf den Trikots schon auf der Sportseite vertreten ist auf das Schalten einer Anzeige.

    Problematisch könnte das Vorgehen für die TAZ werden, wenn die Vereine verärgert darüber sind und ihre Akkreditierungen als Druckmittel benutzen um ihre Sponsoren wieder auf der Seite zu sehen.

  59. Warum kann man das hier nicht flattrn? Eine wunderbare Idee…

  60. Ich schließe mich einigen Vorrednern an, das ist zwar ne süße Idee um Aufmerksamkeit zu erregen, weil man ja so anders sein will, aber dann sollte man mit gutem Beispiel voran gehen: Auf der Startseite TAZ.DE finde ich allein 5 Werbeanzeigen (Otto, audible, naturstrom, greenpeace Magazin und sogar Elitepartner). Andere seiten habe ich jetzt nicht auch noch angeschaut, denke aber, dass dies nicht die einzigste Werbung auf TAZ.DE sein wird. Ganz zu schweigen natürlich von der Zeitung als solches.
    Also, nicht nur so tun als wäre man der Wächter des guten Geschmacks sondern dann bitte auch selbst machen

  61. So ließen sich ja auch noch ein paar zusätzliche Euros verdienen: Die Firmen, deren Name auf den Fotos zu sehen ist, zahlen wie für normale Printanzeigen einen gewissen Obolus oder ihr Name wird verpixelt. Im Moment bekommen die ja quasi die Werbung auf den Fotos für Lau ;-)

  62. Heute der 1. April?

  63. Pingback: Wie OS X 10.7. Lion Dateien sichert: boom, that simple! | meinekleineApfelkiste.de

  64. Was für eine Doppelmoral! Großspurig wird der Kampf gegen Werbung auf Sportfotos angekündigt aber auf taz.de wird man von Werbung empfangen. Entweder ganz oder gar nicht, aber auf der einen Seite verpixeln und auf der anderen Seite Werbeflächen verkaufen, das passt nicht zusammen und zeigt deutlich, das Ihr, liebe taz, ebenfalls dem Sirenengesang der Werbung nicht widerstehen könnt!

  65. Hoffentlich legt ihr Euch beim verpixeln der Bilder, nicht wieder mit Jack Wolfskin an, wo dieser doch, in fast jedem Stadion vertreten ist

  66. Tilmann: Die technische Umsetzung ist leider nicht möglich, da in der Print-Ausgabe (noch?) kein Javascript implementiert ist und die Aktion sich auf die Sportseiten in der gedruckten Ausgabe bezieht.

  67. Sorry, aber die schlecht verpixelte oder durch schwarze Balken verdeckte Werbung ist ebenso eine ästhetische Zumutung und unterm Strich ist dies ebenso eine Zensur.

  68. Die taz selbst ist dann in Zukunft auch frei von Werbung?

  69. Meiner Meinung nach vollkommener Unsinn. Beim Profifußball ist das noch nachvollziehbar.
    Bedenkt man aber, dass viele Sportarten durch Fördergelder leben und auf Sponsoren angewiesen sind, halte ich das für nicht sinvoll.

    Viele der Sportler dort verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch „normale“ Jobs.
    Dazu sollte man bedenken, dass bei vielen Sportarten auch eine Förderung der Jugend in Form von Leistungszentren o.ä. durchgeführt wird.
    Damit werden die Kinder von der Straße geholt um diese dann zielgerecht zu fördern.
    Ohne Sponsoren wäre das sicherlich nicht in dieser Form möglich

  70. Pingback: Netter Versuch, taz. : Jörn Schaars feine Seite

  71. Das Werben um eine Person, eine Sache usw. ist etwas menschliches. Das sollte man per se nicht verteufeln oder gar negativ besetzt als Manipulation bezeichnen.
    Die allgegenwärtige Werbung, bei der Milliarden von Euros „umverteilt“ werden, hat Ursachen, die nur oberflächlich etwas mit dem menschlichen Werben, das wir kennen und leben, zu tun hat. Dabei handelt es sich um ein Symptom unserer Wirtschaftsweise, genauer gesagt, des sie bestimmenden Geldsystems. Doch das ist eine ganz andere Geschichte.
    Bei mir hat die im Beitrag thematisierte Werbung meist eine ganz andere Wirkung. So habe ich mir beispielsweise geschworen, nie in meinem Leben das Müsli „vom Karle und seinen Verdauungsproblemen“ zu kaufen, sei es auch noch gut :-)

  72. Guten Tag!

    Super Aktion. Das Sponsoring kehrt sich langsam ins Gegenteil um. Auch in der Provinz pervertiert dieses System, beim dem Werbung sich auf redaktionelle Berichterstattung aufsetzen will.

    In Heddesheim habe ich ziemlich genau vor zwei Jahren diesen Umstand bereits thematisiert. Ein lokaler Tennisverein wollte eine Fotodokumentation nur zulassen, wenn der Sponsor im Bild ist.

    Wir haben dann auf die Fotostrecke verzichtet und darüber berichtet, wie bescheuert sich die Vereine aufführen.

    http://heddesheimblog.de/wordpress/2009/08/24/kein-gruppenfoto-ohne-sponsor/

    Beste Grüße
    Hardy Prothmann

  73. PS:
    Mein Vorschlag bezog sich natürlich auf die Web-Version der taz.

  74. Ich würde vorschlagen, wenn es nicht zu aufwendig ist, neben/unter die Bilder einen kleinen Knopf/Link zu packen, bei der man dennoch die Originalversion sehen kann. Sollte dank JavaScript etc. nicht so schwer umzusetzen sein, denke ich.

    Es hat halt IMMER nen merkwürdigen Nachgeschmack, wenn einem ohne Alternative etwas vorenthalten oder gar zensiert wird, selbst wenn der Hintergrund ein lobenswerter ist.

    Ansonsten weiter so und bitte nicht nur beim Sport!

  75. Absolut richtig und gute Aktion!

    Zeitungen sind nicht der kostenlos Werbeplatz für irgendwelche Sponsoren. Warum sollten die Print-Medien diese kostenlosen „Anzeigen“ abdrucken, wenn es sogar den Leser stört?

  76. Pingback: taz verpixelt Werbung auf Sportfotos – taz | Banner Werbung

  77. Find ich gut. Gerne für immer.

  78. @Jan: Mit einer kurzen Suche im Internet lässt sich Ihre Frage beantworten: „Der Bankkunde kann einer Kontobelastung im Lastschriftverfahren grundsätzlich widersprechen und verlangen, dass ihm der abgebuchte Betrag wieder gut geschrieben wird.“ Dazu müssen Sie sich an Ihre Bank wenden, die Ihnen den Betrag dann zurückerstattet.

    Die Quelle ist das bayrische Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz: http://www.vis.bayern.de/finanzen_versicherungen/zahlungsverkehr/lastschriftverkehr.htm#widerspruchsrecht

  79. Liebe Redaktion,

    die Aktion ist ja mal völlig daneben. Gerade in den Sportarten hinter dem Fußball sind die Werbeeinahmen wichtig und notwendig. Da die Berichterstattung dort nicht so intensiv ist, ist jedes Foto auch ein wichtiges Argument für den Sponsor und damit den Sport. Denn es geht ja auch nicht alleine um den Profisport der damit finanziert wird, sondern zum Teil auch um Jugendmannschaften, die mit diesen Geldern finanziert werden.

    Kann ich meine Lastschrift für „taz zahl ich“ eigentlich zurückholen? Das gibt min. 1 Monat Sperre.

    Was würdet ihr denn sagen, wenn ein Kioskbesitzer jeden morgen erstmal alle Anzeigen in der Taz unkenntlich macht? Wie sieht es online aus, freut ihr euch über jeden Besucher mit Werbeblocker?

    Diese Kampagne ist doch schizophren.

    Verärgert

    Jan

  80. Tolle Aktion. So wird einem vor allem erstmal bewusst, wieviel Werbung überhaupt zu sehen ist!! Aber bitte macht die Werbung wirklich so unkenntlich, dass nichts erkennbar ist… Ich werde in den nächsten Wochen nur noch die TAZ-Sportseite lesen!!

  81. Finde ich echt gut, die Idee!

  82. Eine sehr gute aber kurze Sache. Wieso denn nur eine Woche, dass muss doch auch länger gehen?
    Ich selber habe das alles nur unterbewusst wahrgenommen habe aber mich nie davon beeinflussen lassen.
    Beispiel: Ich bin Hertha BSC Fan, bin aber bisher nur zweimal in meinem Leben mit DB gefahren.

    Vielleicht liegt es auch nur daran das man sich schon so dermaßen an die Werbung gewöhnt hat, dass man es einfach nur verdrängt.

  83. Eine sehr gute Aktion, vorbildlich…

  84. Diese Aktion ist vielleicht nicht der Auslöser für ein Umdenken der gesamten Sportindustrie, dich es kann ein Zeichen sein, dass man sich nicht mehr ohnmächtig der Werbung hingibt!