Warum wir Sportwerbung dauerhaft verpixeln

Vor einer Woche hatten wir angekündigt, zunächst testweise die Werbung auf Sportfotos zu verpixeln. Jetzt begründen unsere Sportredakteure Andreas Rüttenauer und Markus Völker, warum es dauerhaft dabei bleibt:

Verpixelung? Was soll das Ganze eigentlich?

Zunächst gibt es ein ästhetisches Unbehagen an der überbordenden Werbung im Sport. Man könnte auch sagen: Das Ganze nervt ganz schön. Besonders anstrengend: LED-Werbebanden und Werbe-Klein-Klein auf Trikots. So etwas stört nicht nur uns, die taz-Sportredaktion. Das stört auch die Sportfans, die sich fragen, welches Primat denn gilt: das des Sports oder das der Werbung. Die Werbung im Fußball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipräsent geworden. Da müssen intelligentere Lösungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande. Weg mit dem Werbepatchwork auf dem Sportlertrikot.

Beim Eishockey sind die Spieler voller Werbung. Wir pixeln sie weg. Foto: imago.

Beim Eishockey sind die Spieler voller Werbung. Wir pixeln sie weg. Foto: imago.

Die Ästhetik? Das kann doch nicht alles sein?

Ist es auch nicht. Diese ästhetischen Bedenken sind eigentlich zweitrangig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich die Zeitungen auf einen kostenlosen Abdruck von Werbung auf Sportfotos einlassen. Das ist unser zweiter Ansatzpunkt. Auf einem ganz normalen Sportfoto sind im Schnitt zwei bis drei Logos zu sehen, manchmal auch sieben oder acht. Die werden einfach so abgedruckt. Das geschieht unentgeltlich. Wir wollten aus dieser Verwertungskette ausscheren und sagen: Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz über Sport berichtet, täglich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhängiger werden.

Aber das halten doch bestimmt viele Kollegen für einen ziemlichen Mumpitz?

Na ja, Printkollegen loben in der Mehrheit, die vom Fernsehen eher nicht, aber die haben ja als Rechteinhaber auch ganz andere Zwänge. Im Netz wird natürlich auch kontrovers diskutiert. Da halten sich Zuspruch und Ablehnung in etwa die Waage. An unserer Aktion scheiden sich offenbar die Geister: Entweder man findet sie gut oder ziemlich daneben. Zum Teil geharnischte Kritik gibt es von der Werbewirtschaft und deren Interessenverbänden. Da sind wir dann schon mal die Vaterlandsverräter, die die Mechanismen des globalisierten Sports nicht verstanden haben und die mit dem Slogan „No Logo!“ zum Niedergang des Leistungssports in Deutschland beitragen. Man spricht auch von Effekthascherei, Populismus, Bilderstürmerei oder Verbohrtheit.

Und was entgegnen Sie denen?

Dass wir nicht die Werbung an sich abschaffen wollen und auch nicht das Sportsponsoring. Beides hat seine Berechtigung. Jedes Unternehmen ist frei darin, Millionen von Euro in den Fußball oder sonst wohin zu pumpen. Aber wir müssen die Art und die Allgegenwart der Werbung im Sport nicht gut finden. Und wir müssen uns nicht instrumentalisieren lassen, nur damit die sogenannte Reichweite, ein Parameter der Werbewirtschaft, stimmt. Es heißt ja, dass die Zeitungen und Magazine einen Anteil von 20 Prozent an der Reichweite haben – weil sie eben brav und unentgeltlich Brustsponsoren abdrucken oder gesponserte Stadionnamen im Text nennen. Das ist doch absurd. Wir glauben nicht, dass die Deutsche Fußball-Liga kostenlos mit einem taz-Logo werben würde – auch wenn es sich nur auf einem Foto befindet.

Warum wird erst jetzt verpixelt?

Gegenfrage: Warum nicht jetzt?

11 Freunde-Chefredakteur Philipp Köster fragt sich, warum die taz erst jetzt merkt, welch großen Einfluss die Werbung auf den Sport hat.

Das war uns natürlich stets bewusst. Aber wir wollten, bevor wir eine neue Aktion starten, erst unser letztes Projekt abschließen: den Kampf gegen Sicherheitsüberprüfungen von Journalisten im Vorfeld von Sportgroßveranstaltungen. Da war es ja Usus, dass sich Journalisten, wollten sie eine Akkreditierung erhalten, von Polizei und Verfassungsschutz durchleuchten lassen mussten. Wer das nicht wollte, bekam keine Akkreditierung. Bei der Frauenfußball-WM war das jetzt anders. Das ist ein Erfolg der taz und der Journalistenverbände. Und eine gute Nachricht für die Pressefreiheit.

Machen künftig auch andere Zeitungen bei der Verpixelung mit?

Nein, bis jetzt nicht. Es scheint, dass viele etablierte Medien noch nach einer Haltung zu unserer Aktion suchen. Man darf nicht vergessen, dass auch sie in der Zwickmühle stecken. Was würde denn passieren, wenn eine große bürgerliche Zeitung das „Liga total“-Logo auf der Brust von Arjen Robben verpixelt. Vermutlich würde die Telekom in dieser Zeitung nicht mehr so gerne inserieren. Da kann die taz natürlich viel freier agieren.

Wie reagieren die Bildagenturen, deren Fotos die taz verpixelt?

Die Agentur dapd hat verlauten lassen, dass sie überhaupt keine Probleme mit der taz-Aktion hat und auf eine konstruktive Diskussion hofft. Eine Bearbeitung der Bilder ist grundsätzlich erlaubt. Das Recht, das Bild nach Belieben zu bearbeiten, bezieht sich auch auf die Verpixelung.

Ist es nicht so, dass durch diese Aktion extra Aufmerksamkeit auf die Sponsoren gelenkt wird?

Es mag vereinzelt Leser geben, die wissen wollen, was Magdalena Neuner auf dem Gewehr stehen hat, aber viel wichtiger ist doch, dass sie sich nun mit der Sache selbst beschäftigen: Warum machen sich Medien zu Erfüllungsgehilfen von Vereinen und Sponsoren? Warum erwähnen TV-Moderatoren immer wieder den Sponsor-Stadionnamen? Wer ist da mit wem verbandelt? Wie schon erwähnt hat die taz-Sportredaktion nichts gegen Sportsponsoring. Das wird auch immer wieder Thema auf unseren Seiten sein, sofern es gesellschaftlich relevant und somit ein journalistisches Thema ist. Etwa, warum jetzt fast jeder Bundesligist auf Solarunternehmen steht.

Wie geht es jetzt weiter, bleibt es bei den zwei Aktionswochen?

Wir werden weiter verpixeln. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Der Aufwand der Verpixelung ist zum Glück auch nicht besonders hoch, die taz-Technik unterstützt uns hier nach Kräften.

Siehe auch

Der ehemalige Bild-am-Sonntag-Chefredakteur Michael Spreng äußert sich zustimmend zu dieser Aktion, vermutet aber, wir würden dem nun folgenden Druck der werbetreibenden Industrie auf Dauer nicht standhalten können.

Kommentare (118)

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  1. Pingback: Keine Werbung mehr auf Trikots und Banden – metafakten

  2. Pingback: Schlag ins Gesicht des Sports: taz.de verpixelt Sponsorenlogos

  3. Bitte statt Mosaik-Effekt einen Weichzeichner! Ansonsten finde ich die Aktion eigentlich klasse, auch wenn ich von einer Zeitung eigentlich unbearbeitete Bilder sehen möchte. Eventuell kann man ja schon bei der Bildauswahl drauf achten, dass der Spieler möglichst nicht vor Werbung steht bzw. soweit davon entfernt, dass der Banner unscharf erscheint (Tiefenunschärfe).

  4. Recht so, Werbung verpixeln heisst Dummheit verpixeln!

  5. Finde die jetzt nur noch bunten Flächen wunderbar, weg mit dem Werbedreck!

  6. Ich denke man sollte die ästhetische Komponente nicht unterschätzen: Pixelflächen sehen sch***** aus.
    Trikots mit farbigen Flächen ohne Schrift dagegen würden einen Kontrast zu den hässlichen Werbetrikots bilden, der möglicherweise andere Medien zur Nachahmung ermuntern würde.

  7. Man muss nun wirklich nicht alles boykottieren.

  8. Zum Thema Hausrecht, das es den Stadionbetreibern erlaubt, einzelnen Reportern den Zugang zu verbieten:

    Das wäre vielleicht gar nicht schlecht, wenn mal einigen Journalisten der Platz im Stadion verwehrt würde. Dann käme möglicherweise die Diskussion in Gang, ob die Polizei derart viel Steuergeld für die wöchentliche Sicherung der Stadien und die Städte ihr Geld für die Verkehrsregelung verbrauchen soll. Oder ob das die Fußball-GmbHs nicht über Gebühren besser selbst bezahlen sollten. Die meisten Klubs hätten genug Zaster.
    Nach ein paar Tagen Erfahrung: Es tut ja manches in den Augen weh, aber die Verpixelung stört mich überhaupt nicht.

  9. Pingback: Hohe Wellen | sportinsider

  10. Ist auch kein Problem, dass die Taz verpixelt, finde ich ganz wunderbar, und andererseits selbst Anzeigen zulässt. Das kapitalistische System wird eben so lange ausgenutzt, bis es am Boden ist und für alle sozialverträglich und human reformiert werden kann.

  11. Lächerlich. Verpixelung ist Zensur. Außerdem: Gibt’s die TAZ denn dann auch ohne geschaltete Anzeigen?

  12. Wird in ein paar Stunden, wenn diese Nachricht in den Weiten der Beitragliste verschwunden ist und nur durch endloses Scrollen wiedergefunden werden kann, eh keiner mehr lesen, aber ich melde mich jetzt auch mal zu Wort.

    Ich finde die Aktion der TAZ richtig klasse. Im Sport gibt es schon genügend Werbung, über die ich auch nur noch den Kopf schütteln kann. Jeder kleinste Winkel des Stadions ist mit Werbebanden vollgestopft, von den Trikots der Spieler ganz zu schweigen. Eckbälle werden auf den Stadionleinwänden von irgendwelchen Firmen präsentiert und wenn die Zuschauerzahl per Lautsprecher verkündet wird, wird die natürlich auch von einem Sponsor präsentiert. Der Höhepunkt bilden dann die superschweren Quizfragen während der Liveübertragung eines Spiels à la „wer ist Rekordmeister? Bayern München oder Hessen Kassel?“, die dreimal pro Halbzeit wiederholt werden.

    Das alles regt mich allmählich einfach nur auf. Und das ist ja nicht nur beim Fußball so, wo jetzt sogar schon Vereine nach Sponsoren benannt sind (Red Bull Leipzig, dieses Kommerzprodukt ohne Seele und mit schwarzem Herz, ich hoffe, die TAZ wird den Verein „FC Leipzig“ oder so nennen und nur kurz in Klammern schreiben, dass RB damit gemeint ist).

    Ob das was bringt, ist abzuwarten. Es wird sicher Gegenwind geben von Leuten, die „die Realität sehen“ wollen. Wenn die Realität aus Werbung besteht, kann ich gut und gerne drauf verzichten, sie zu sehen!

    Die Leute, die auf diese Werbung reinfallen, finde ich eh lächerlich. Die kaufen sich irgendein Zeugs, nur weil ihr Lieblingsverein das fünf Spiele lang auf dem Trikot stehen hatte. Ich weiß nicht mal, was mein Verein da stehen hat. Ich seh nur, da ist Werbung, schnell woanders hingucken.

    Am meisten freut mich, dass jetzt, wenn die TAZ das wirklich durchzieht, das Stadion meines Vereins endlich wieder Volkspark heißt! Ich kann diese Signal Iduna Parks, badenova Stadien und RheinEnergieArenen einfach nicht ab – von dieser widerwärtigen Orthographie dieser Sponsorennamen ganz zu schweigen. Zumal ich den Vorsatz hab, mir NIE Dienstleistungen von Sponsoren eines Stadionnamens zu besorgen. Tja, Pech gehabt, liebes Imtech! Ich weiß nicht mal, was ihr macht!

  13. Ja macht endlich Schluss mit dem shitstorm des Werbemülls, für freie Köpfe der Menschen, verpixelt den ganzen Wohlstandstrash, great!!!

  14. Absoluter Schwachsinn. Ihre Zeitung lebt doch auch von Werbeanzeigen – genau so wie die Sportvereine. Und für die Unternehmen ist eine eine gute Gelegenheit, ihre Marke zu verbreiten und eine passende Zielgruppe zu erreichen. Da aber die taz keine große Reichweite hat, ist Ihre Aktion zum Glück belanglos.

  15. An sich eine gute Idee, allerdings ist diese Verpixelung nicht gerade augenfreundlich. Warum legt ihr nicht einfach nen Unschärfe-Filter drüber? Fände ich um einiges angenehmer.

  16. Mit Steuergeldern wird zumeist nur sog. Hochkultur finanziert, genauso wie Mainstreamsport in Vereinen, ebenso wie beide Mainstreamströmungen nur gesponsert werden. Wirklich kritische kulturelle Beiträge, ob in Musik, Kabarett, Theater uva. müssen ohne staatliche Förderung und auch Sponsoren auskommen, denn sie sind ja gerade nicht marktkonform, meist vielmehr -kritisch. Denn kapitalistische Unterstützung erfährt aktuell nur, womit Massen manipuliert werden können. Somit besteht auch kein Anspruch darauf, dass jede Deppensportart, dazu zähle ich etwa Fussball, Boxen oder Rennwagenfahren und jeder Verein Anspruch auf Sponsoringgelder hat und zudem in max. Höhe. Was manipulierungswillige Massen selbst an Mainstreamunterhaltung sehen wollen, das müssen sie auch selbst finanzieren.

  17. @Erasmus:

    Ich gebe ihnen teilweise Recht. Gerade im Profi Fußball wäre
    es sinnvoll mindestens eine 0 am Ende wegzustreichen. Die Gehälter
    sind viel zu überzogen.

    Aber das Problem ist, dass man noch nicht mal den Profi-Sport
    über einen Kamm scheren kann!

    @Reinhold:

    Und das ist der Knackpunkt:
    Ihre Argumente greifen in Deutschland nur beim Profi-Fussball

    Als Beispiel Handball:

    Nehmen wir einen traditionellen Bundesligist wie den VFL Gummersbach. Gummersbach hat ein Jahresetat von ca. 4 Mio. Euro. Bei durchschnittlich 2700 Besuchern bei 17 Heimspielen macht das ca. 46000 Besucher/Saison.
    Also würde die Eintrittskarte 87€ kosten!!!

    Beim Sport kann ich frei darüber entscheiden ob ich zu einem
    Spiel gehe, oder ob ich SKY abonniere und so dafür zahle.

    Die meisten kulturellen (oft auch trivial und unrelevant) Ereignisse werden großenteils mit Steuergeldern finanziert und liegen uns daher unfreiwillig auf der Tasche.

  18. @Spiegelkritik.de
    „da muss das völlig irre Dogma vom “Hausrecht” gebrochen werden: von Öffentlichen Veranstaltungen muss die Presse uneingeschränkt berichten können (aber natürlich nicht per Gratisticket, das ist im Gegenzug auch klar).“

    Tut mir leid, wenn Ihre Welt da zusammenbricht, aber es handelt sich bei Fußball-Bundesliga männlich/weiblich, DEL etc. NICHT um öffentliche Veranstaltungen. Es handelt sich um PRIVATE juristische Personen (e.V., KGaA, AG, GmbH, KG…), für die die gleichen Rechte und Pflichten bestehen – einschließlich Hausrecht – wie etwa für Verlage wie die taz und ihre Verlagsgebäude. Die Deutsche Fußball-Liga als Veranstalter der 1. und 2. Herren-Fußball-Bundesliga ist ebenfalls eine GmbH. Solange eine Veranstaltung nicht im öffentlichen Raum stattfindet, wie etwa die Cyclassics in Hamburg, besteht für den Veranstalter Hausrecht.

    Das BVerfG hat hinsichtlich Fernsehaufnahmen durch Unberechtigte ein Schutzrecht des Veranstalters bereits bejaht, und der BGH bejahte 2005, dass das Vorgehen gegen unbefugte Berichterstattung durch Betreten der Sportanlage auch für Hörfunkreporter gilt, der Veranstalter also sehr wohl sein Hausrecht ausüben darf. Dass die Abteilung Print bisher ausgenommen wurde, liegt daran, dass sich noch kein Verlag getraut hat, dagegen anzustinken. Aber vielleicht gibt es durch die taz ja bald ein Grundsatzurteil. Soll aber keiner jammern, wenn es nicht so ausfällt, wie manche sich das wünschen…

  19. Die Sportindustrie verdient auch exorbitantes Geld, wenn die Berichterstattungen verpixelt werden. Auch können die Menschen sich entfalten und Spitzensport treiben und weniger dafür aber realistischer verdienen, ebenso wie es viele gute Sportler und Kulturschaffende tun. Die Gagen im sog. Spitzensport sind schon lange nicht mehr gerechtfertigt, eine Marktkorrektur ist bereits lange überfällig. Vor allem jedoch überwiegt das Gemeinwohl und Interesse an Werbefreiheit dem kapitalistischen Interesse an Gewinnmaximierung durch verdummende Werbung der Menschen. Fazit: Eine großartige Entscheidung der TAZ!

  20. Dann bitte in Zukunft auch nur noch von *** Leverkusen schreiben, sonst ist das Schleichwerbung für Bayer!

  21. Ich kann nur hoffen, dass das ganze Ironie ist und ich den Gag nicht verstehe.

    Profisport existiert, weil eine Nachfrage in der Bevölkerung nach professionell präsentierten Spitzensport besteht und sich damit Geld verdienen lässt. Und die Werbung ist nunmal eine wichtige Einnahmequelle, man kann den Profisport nicht isoliert von der Werbung betrachten.
    Es gibt zwei Alternativen: Akzeptieren, dass man für Sportberichte nur das Geld der Leser und keine Zusatzeinnahmen bekommt oder wenn man die Kommerzialisierung des Sports wirklich ablehnt so konsequent zu sein auf die Berichterstattung darüber zu verzichten. Die taz ist schließlich keine Sportzeitschrift.

  22. Die richtige Konsequenz wäre, auf Fotos ganz zu verzichten. Wobei der Kommentar von @Andreas Will in der Tat zu anderem provozieren kann – da muss das völlig irre Dogma vom „Hausrecht“ gebrochen werden: von Öffentlichen Veranstaltungen muss die Presse uneingeschränkt berichten können (aber natürlich nicht per Gratisticket, das ist im Gegenzug auch klar).

    Auch beim heute extremen Verpixeln zum Schutz von Persönlichkeitsrechten ist die richtige Konsequenz die Bilder gar nicht mehr zu drucken. Es fehlen ja nicht nur Informationen, es werden auch Fakten verzerrt, es wird falsch informiert mit diesen Bruchstücken.

  23. Schwachsinn, nicht die TAZ ist Schuld, falls einige kleine Vereine ein paar Taler weniger bekommen, sondern das System! Gäbe es diese verblödende Werbeindustrie nicht, die finanziert, was ihnen und somit industrie-gemäß ist, hätten die Menschen mehr Geld über, was sie heute für überteuerte Produkte investieren müssen, und könnten in Kultur und Sport selbst direkt investieren, etwa in Form von realistischen Eintrittspreisen. Zudem müsste die Diskussion in den Sportatrne und Verbänden geführt werden, warum für viele Sportler und Verine Phantasiegagen gezahlt werden und dann auf eine dortige Umverteilung der Mittel gedrängt werden, doch davor fürchten sich die Verantwortlichen der Verein bzw. können sich schlicht nicht durchsetzen.

    Ausserdem ist es unverschämt und mehr als unfair zu verlangen, das der alternative Kulturfan, dessen Angebote erfahrungsgemäss kaum Sponsoren finden, erstens durch überteuerte Marketingprodukte zur Kasse gebeten wird, damit gezwungen ist, für ihn komplett unrelevante und triviale Spiele durch überteuerten kapitalistischen Produktkonsum zu finanzieren und sich dann auch noch ständig im Alltag von dieser primitivsten Werbung fortlaufend berieseln zu lassen.

    Wer denkt liebt die TAZ für ihren Innovationsgeist, wirklich grandioser Einfall, ihr denkt weiter!

  24. Absoluter Blödsinn. Bilder sollen abbilden, was zu sehen ist. Und nicht nachträglich manipuliert werden. Auch wenn Werbung nervt, so ist eine Manipulation extrem gefährlich.

  25. Pingback: Die Werber vom Trittbrett gestoßen | Froitzheims Wortpresse

  26. Finde es schade, denn ihr werdet damit nicht allzuviel ändern können. Viele Sportvereine leben nur genau wegen dieser Werbung. Ohne diese wirds schwer…

  27. Da ich selbst Leiter Öffentlichkeitsarbeit eines kleinen Handballvereins bin, sehe ich diese Aktion natürlich sehr
    kritisch.

    Gerade kleine Vereine, mit einem bescheidenen Etat, sind von Trikotwerbung abhänging!

    Wenn andere Tageszeitungen ihrem Beispiel folgen werden sie
    erfolgreich dazu beigetragen haben, tausende kleine Vereine
    in den Ruin zu treiben!

    Ausserdem scheint mir ihre Aktion eher einen finanziellen Hintergrund, antatt einen ästethischen. Sie ärgert es einfach, dass sie an der Werbung nicht parzipieren!

  28. Ganz starke Aktion! Provokant, mutig und längst überfällig. Ich frage mich schon seit Jahren, warum ich im Supermarkt für eine Plastiktüte mit dem Logo und der Werbebotschaft eines Lebensmittelkonzerns 15 Cent entrichten soll; normalerweise müßte doch der EDEKA_LIDL_REICHELT_PLUS mich bezahlen, dass ich für ihn Werbung laufe, oder???

  29. Die TAZ hat an kapitalistische Unternehmen nichts zu verschenken und wenn dieses korrupte System den Menschen seine schlechten Produkte und dümmlichen „Marken“ durch Werbung aufzwängen will, dann soll es dafür gefälligst zumindest zahlen. Auf dass die Industrieprodukte sodann teurer werden und die Menschen diesen Dreck nicht mehr kaufen, sondern günstigere natürliche und nur minimalst bis nicht beworbene. Dann würden wir uns wieder einer sozialen und logischen Marktwirtschaft annähern und nicht alle unter diesem Marktversagen und seinen Manipulationen leiden, denn das ist schlichtweg dumm!

  30. Zunächst gibt es ein ästhetisches Unbehagen an der überbordenden Werbung im Sport.

    Ja, diese Bilder mit verpixelter Werbung sind ästhetisch viel ansprechender.

  31. Die Begründung „journalistisch noch unabhängiger werden“ zu wollen wird angesichts von Anzeigen in der taz zu puren Farce wird. DIE Werbung müsstet ihr streichen, um unabhängiger zu werden, denn EURE Anzeigenkunden sind es, die gegebenenfalls Druck auf euch ausüben können, nicht die Sponsoren irgendwelcher Sportler oder Sportvereine…

  32. Kaum etwas ist verzichtbarer, neben Kriegen, Krankeiten und Armut, als Marketing und PR, sinnbefreiter als mit diesen Tätigkeiten kann man sein Leben nicht verbringen.

    Und kurz zu „Sinnsalabim“, auf die Idee käme ich im Traum nicht, mich beruflich mit Marketing zu befassen, da gibt es weit Erfüllenderes und Lebensbereichernderes.

  33. @ Richter

    Zitat:

    „…kann gar nicht verstehen was ihr gegen werbung habt.
    manche dinge können innerhalb eines kapitalistischen systems eben nur subventionsbasiert sich halten. mir ist diese art der finanzierung lieber, als dafür selber bezahlen zu müssen!“

    Und weil es kapitalistisch ist soll die TAZ jetzt genau das Gegenteil machen und Werbung kostenlos abdrucken? Hier im Kapitalismus gilt du willst das ich Arbeit für mich mache dann bezahl mich.

    Das die Werbefirmen sich jetzt über das Verpixeln aufregen zeigt nur wie krank unser System teilweise ist.

  34. @Bryan Brain: Schon mal Marketing studiert oder einfach nur intensiver damit befasst? Nein? Klar, dass dann solch ein Blödsinn rauskommt. Aber immerhin habe ich mich amüsiert. Ist ja auch was. Weiter so. Zur Aktion: populistischer Kindergarten. Lasst es selbst sein zu werben und Werbeflächen anzubieten, dann könnte man das vielleicht als authentisch bezeichnen. Ansonsten tut es aber der Welt nicht weh und ihr dürft selbstverständlich machen, was ihr wollt. Who cares?

  35. Danke TAZ dass Ihr Hirn regnen lasst, auf dass auch eines Tages die geistlosesten Marketingfetische kapieren, dass dieses System reformiert gehört. Denn die Probleme sind die privatwirtschaftliche Organisation der Vereine, unrealistischen Spielergagen und erhöhte Produktpreise, die die Konzerne aufgrund von Marketingaufwendungen für ihre Produkte verlangen, dadurch haben die Menschen weniger Geld in der Tasche und können so auch weniger für ein Kultur- oder Sportticket bezahlen. Letztendlich zahlt nämlich alles der Bürger, damit sich wenige Konzerne und deren Gesellschafter die Gewinne der Ausbeutung sichern können. Also mitdenken und verstehen klappt mit der TAZ auch für die Marketinghinterwäldler besser!

  36. was soll das ganze?

    wieso regt man sich über so etwas so auf? das geht mir aus den erklärungen der taz nicht hervor.

    von was sollen die sporter bezahlen lassen wenn nicht von sponsoren? (vorsicht, es gibt nicht nurt fußball, formel1 und Wintersport!!!)

    unterm srich eine seltsame aktion welche die taz für mich nicht attraktiver macht

  37. „Auf einem ganz normalen Sportfoto sind im Schnitt zwei bis drei Logos zu sehen, manchmal auch sieben oder acht. Die werden einfach so abgedruckt. Das geschieht unentgeltlich. “

    Völlig falsch! Der Sport schafft die Grundlage dafür, dass solche Bilder überhaupt erst produziert werden können. Die taz bedient sich dann dieses Rohmaterials ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Die indirekte Leistung ist die Berichterstattung und der Transport der Sponsoren.

    Was würde die taz denn machen, wenn der Sport von seinem Hausrecht gebrauch macht und den taz-Redaktreuren und -Fotografen den Zugang zur Sportveranstaltung zukünftig verwehrt?

  38. Weiter so Taz, wundervoll, jeder Denkende begrüsst Euren Vorstoss gegen die Trivialisierung öffentlichen Raumes und der Wahrnehmung!

  39. Wahnsinn. Was für ein weltfremder – oder vielmehr heuchlerischer – Mist.
    Ästhetik hin oder her – ich fühle mich äußerst unwohl mit einer Zeitung, die etwas verpixelt, was schlicht die Realität in unserem marktwirtschaftlichen System entspricht und ab Liga drei abwärts eine Menge für’s Vereinsleben bewirkt. Aber nein, die taz hälts lieber mit dem sturen Dogma und lässt sich dafür von offensichtlich adoleszenten Geiferern beklatschen lässt, die sich über diesen kongenialen Streich gegen die „kapitalistische Verdummung durch die Werbewirtschaft“ (o.ä.) ein zweites Loch in den Arsch freuen. Sich aber von ihrem Geld lieber das neue iPad kaufen als ein taz ABO.

    Unter dogmatischen Gesichtspunkten keinen Deut besser als die „bekennenden Zivildienstverweigerer bei der Jungen Freiheit“!

    Die taz kaufe ich ab sofort nicht mehr.

  40. Wunderbar,

    diese Werbeinflation grenzt an visuelle Umweltverschmutzung und stellt letztlich Erschleichung von Werbeleistungen dar.
    Ich begrüße ausdrücklich die Aktion der taz. Allerdings sollte die Verpixelung ein wenig eleganter gelöst werden – da geht noch was in Photoshop.

    Auf jeden Fall durchhalten – das wird ein wundervolles Medienecho.
    Danke taz

  41. Ich finde die Aktion Klasse. Werbung nervt nämlich gewaltig. Und deswegen schaue ich mir taz.de und auch die meisten anderen Webseiten nur mit AdBlock plus an.

    Beste Grüße

  42. Woddi says:
    Na dann hoffe ich doch mal, dass im Gegenzug die Vereine reagieren und taz-Journalisten die Presseplätze normal bezahlen müssen. Und die Kategorie, in der diese Plätze liegen sind gesalzen.

    Da hast Du und die vielen anderen Brüller für die aufdringliche Sport-PR wohl was Grundlegendes nicht verstanden: Die Vereine brauchen die Berichterstattung und haben es gerne, wenn Journalisten möglichst viel berichten, auch die von der Taz.

  43. Na dann hoffe ich doch mal, dass im Gegenzug die Vereine reagieren und taz-Journalisten die Presseplätze normal bezahlen müssen. Und die Kategorie, in der diese Plätze liegen sind gesalzen.

    Ihr erinnert mich immer mehr an meine Lieblingsfreunde die „Musiknazis“ (die die Bands nur so lange gut finden bis mehr als drei Leute sie kennen).
    Wir müssen irgendwas machen, was alle anderen nicht machen, weil wir ja so unabhängig und alternativ sind

    Die bereits angesprochene Inkonsequenz beim Verpixeln (Adidas-Streifen bleiben, Kappa-Logo verschwindet, etc.pp) liefert dann auch noch den faden Nachgeschmack.
    Anzeigen von dieser Firma angenommen?

    Achja, als Reaktion habe ich euch als allererstes von meiner ABP-Whitelist genommen, die Werbung im Internet ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipräsent geworden.

  44. Fantastisch TAZ, dass Ihr Euch der kapitalistischen Eigen- und Leserverdummung verweigert, dafür liebe ich Euch und zahle regelmässig etwas auch als Student, der sich noch kein Abo leisten kann, was bei gleichem Niveau später jedoch mit Sicherheit kommen wird!

  45. das ist doch so ddr mässig. dann sind die leute wieder irgendwann total genervt davon und rennen absichtlich mit werbetrikots durch die gegend. Im true-rebel-store gibts
    dann coca cola- und telecom-shirts. wetten? hahaha….

  46. @Torben: Wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist, der taz etwas Gutes zu tun, können Sie natürlich auch ihr Abo auf den „politischen Preis“ von 45,90 Euro im Monat upgraden, falls Sie den noch nicht haben. Wenn Sie sich dazu unter Tel 030 / 2590 2590 melden, wird das bestimmt der schönste Anruf sein, den unsere Aboabteilung an dem Tag entgegennimmt.

  47. wenn ich nicht schon ein abo hätte wäre ich einer der 3 neuen abonnenten. Super aktion, lange überfällig und unbedingt nachahmenswert für andere zeitungen. Die unterschwellige bombardierung mit informationen ging / geht einfach zu sehr auf die nerven. Bitte bleibt bei dieser aktion. ein dickes dankeschön von mir!

    (entschuldigt die fehlende GROßSCHREIBUNG)

  48. Gratuliere. Dann wird die taz ja hoffentlich das Zentralorgan für Berichte über die grossen US-Profiligen, da gibt’s ja keine Werbung am Mann. Obwohl: das ist ja pfui-kapitalistisch dort, das geht ja auch nicht …

    Wird dann auch die Werbung auf den vielen Fussballtrikots, die junge Leute überall in armen Ländern als bestes Kleidungsstück tragen, verpixelt? Dann habt Ihr ja jetzt mit Lybien viel zu tun.

    Und wieso eigentlich nicht nur Sponsoren, sondern auch Ausrüster? Ist das auch bäh, weil die ja auch Geld damit verdienen, dass Nachwuchssportler sich vielleicht den Torwartschläger von Rob Zepp kaufen, weil sie sein Fan sind und deshalb im eigenen Verein das gleiche Material wie das grosse Idol benutzen wollen?

    Naja, aber so seid Ihr wenigstens mal wieder richtig schön in den Schlagzeilen – ob allerdings die dadurch zusätzlich verkauften 3 Abos die circa 30 Kündigungen aufwiegen?

  49. Ich bin schlicht schockiert! Aufgrund der abgebildeten Wirklichkeit ist es tatsächlich eher so, dass Zuschauern „etwas fehlt“, wenn bei Sportevents keine Werbung zu sehen ist. Bandenwerbung zum Beispiel gehört zum Fußball wie die Tinte zur taz. Weiterhin kann ich diejenigen nicht verstehen, die aufschreien, weil ihnen der gute Sport zu kommerzialisiert ist. Denen sei gesagt, dass diese Tendenz richtig ist, die Erwartungen des Zuschauers aber immer weiter steigen. Wer keinen Bock darauf hat, möge wegschauen. Werbung ist eine legitime Einnahmequelle, die Vereine zum Überleben brauchen. Die Vermarktung dieser Werberechte – zu egal welchem Ausmaß – ist völlig in Ordnung. Wer jetzt anfängt (der Vergleich zum beleidigten Kleinkind passt sehr gut, liebe Vorredner), die Bilder zu verpixeln, der hat den Schuss nicht gehört/gesehen.

    Die Medien profitieren immens vom Sport, und auch in der anderen Richtung gibt es ein Abhängigkeitsverhältnis. Wenn also die taz meint, den Sponsoren das wegzunehmen, wofür sie bezahlt haben (also die Werbeplattform), dann würde ich im Gegenzug als Klub wie ebenfalls bereits erwähnt den taz-Redakteuren den Anlass verwehren. Gleiches Recht für alle.

  50. @ julia seeliger

    Ach, spielen die großen Jungs doch nicht mit? Wie blöd.

    KPK? Ich bin’s vermutlich nicht. Leider befinde ich mich weder in Frankfurt noch bin ich je in die Nähe des taz-Gebäudes gekommen.

    Wer oder was soll das sein?
    Kanakpak Pracheachon Kâmpuchéa? Eher nicht, oder? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die allzu großes Interesse an der taz oder deren MitarbeiterInnen haben.

    Oder Kommission Polizeiliche Kriminalprävention? Könnte natürlich passen.

    Oder handelt es sich einfach um eine hausinterne Beleidigung? Für sowas ist der öffentliche Hausblog natürlich die ideale Adresse.

    Aber machen Sie ruhig weiter. Auf irgendwen muss man schließlich losgehen, nicht? Und wenn es auch nur anonyme KommentaristInnen im taz-Blog sind…

  51. Eigentlich alles schön und gut: „Der Sport lebt bis in die Kreisklasse von der Trikot-PR.“ Nur bleibt für mich immer die Frage: Wieso sollen denn die Zeitungen eine kostenlose Plattform dafür bereitstellen?
    Im übrigen gibt es ja auch Kultursponsoren. Ich hab aber noch keine Theatervorstellung mit Logos auf den Schauspielern gesehen. Oder dass auf Bilderrahmen in einer gesponserten Ausstellung überall Sparkassen-Logos kleben. Das wäre wohl auch undenkbar. Da reicht ein Plakat im Foyer und die Erwähnung im Programm. Warum also im Sport? Weil wir uns dran gewöhnt haben und wir alle etwas als gegeben sehen, was gar nicht sein müsste.

  52. „Wir wollen die Werbung nicht kostenlos vertreiben“.

    Aber umgekehrt will die taz kostenlos über den Sport berichten, für deren „Veranstalltung“ die Vereine viel Geld ausgeben, das sie u.A. durch die Werbung wieder einnehmen.

    Von daher muß man doch eigentlich sagen, das kostenlose Abdrucken der Werbung auf den Fotos ist die Bezahlung für die (ansonsten kostenlose) Berichterstattung über den Sport, ohne den man ansonsten möglicherweise Auflage verliert.

  53. Pingback: Links 001 | nerd4you.net

  54. Zunächst diese Knallchargen-Aktion “Wir verpixeln Werbung”. Dann wird die taz-interne Agent(in) Provocateur(in) Frau Julia Seeliger ins Rennen geschickt, bislang auffällig geworden durch unreflektierte, dümmliche Beiträge (“Kolumnen”) sowie ihre hochgradig aggressive Persönlichkeit und ihre (hoffentlich nur verbale) Gewaltbereitschaft gegenüber ihren Leserinnen und Lesern. Na, dann dürfen wir hoffentlich auf eine weitere öffentlich ausgetragene intraredaktionelle Gift-und-Galle-Schlammschlacht hoffen.

    KPK, bist du es? Ach nee, der sitzt ja in Frankfurt. Nicht in Berlin im taz-Gebäude (mit dem Schwanz).

  55. Na, Frau Redakteurin, wo ist der Fehler? Kann man dieser Tage noch nicht einmal von VertreterInnen der schreibenden Zunft erwarten, dass sie die Grundbegriffe der Rechtschreibung und Grammatik beherrschen?

    Aba doch nicht in Blocks!

  56. @ julia seeliger

    „“Der Aufwand für die Verpixelung ist nicht hoch” – Na Herzlichen Dank, dass die Online-Redaktion vor diesem Statement nicht gefragt habt.“

    Na, Frau Redakteurin, wo ist der Fehler?

    Kann man dieser Tage noch nicht einmal von VertreterInnen der schreibenden Zunft erwarten, dass sie die Grundbegriffe der Rechtschreibung und Grammatik beherrschen?

    O tempora, o mores.

  57. Wenn ihr die Bilder anstatt sie zu verpixeln weichzeichnen würdet (an den entsprechenden Stellen), sähen sie hinterher wahrscheinlich etwas ansehnlicher aus. Ansonsten: gute Aktion!

  58. Aus reiner Neugier: Wie kommt es eigentlich, dass ich in den Zeitungen lese, dass DBB offenbar sein letztes Häufchen Legitimität auf dem Altar des Zickenkrieges geopfert und die gestohlenen Wikileaks-Daten vernichtet hat, während seine Seilschaften in der dt. Zeitungslandschaft, namentlich die taz (und der Freitag) merkwürdig still sind zum Thema?
    Ist es euch etwa peinlich, so offensichtlich aufs falsche Pferd gesetzt zu haben?

  59. Wunderbar, TAZ Ihr seid intelligent und noch immer wegweisende Vorreiter! Dies verdummende Werbung und die damit zusammenhängende Branche ist so überflüssig, wie ein Furunkel und gehört erst Recht nicht in niveauvolle Texte! Weiter so und bitte bei allen Fotos, nicht nur Sportberichterstattung! Danke für die Intelligenz!

  60. So, so, die taz will nicht mehr unentgeltlich Werbung abdrucken. Aber seinen Lebensunterhalt verdienen oder die Sportseite füllen ohne Entgelte an die Objekte der Berichterstattung zu zahlen bleibt weiterhin in Ordnung? Doppelmoral?

    Mach‘ es dir doch einfach taz und stelle jedwede Berichterstattung über sportliche Ereignisse ein. Du machst es doch so wieso nur äußerst lieblos und arbeitest ständig Fehler über Fehler in deine Artikel ein.

  61. Die Ästhetik kann man wohl kaum als Argument aufführen – das verpixeln schmerzt in den Augen deutlich mehr als die Werbung.
    Und wenn die Werbung das Übel an sich ist, warum ist den in der taz noch Werbung?

  62. Ich kann mir zu der Aktion noch keine wirkliche Meinung bilden, aber es wird höchst stümperhaft ausgeführt.
    Jako-Schriftzug zu erkennen: http://taz.de/Frauenfussball-Bundesliga/!76665/
    DB-Logo mehrfach zu sehen: http://taz.de/Hertha-BSC-holt-einen-Punkt-in-Hannover/!76667/
    Bayer- und Adidas-Logo: http://taz.de/Leverkusen-gewinnt-in-Stuttgart/!76643/

  63. Hi,

    super Sache, die Ihresgleichen sucht. Hoffentlich weitet sich der Trend auf andere Häuser aus.

    Bei langweiligen Spielen versuche ich gelegentlich auf Momente in der Übertragung zu achten, in denen keine Werbung zu sehen ist.
    Kommt nicht vor…

  64. Pingback: Tageszeitung verpixelt Werbung auf Sportfotos

  65. Oh weh.

    Zunächst diese Knallchargen-Aktion „Wir verpixeln Werbung“.

    Dann wird die taz-interne Agent(in) Provocateur(in) Frau Julia Seeliger ins Rennen geschickt, bislang auffällig geworden durch unreflektierte, dümmliche Beiträge („Kolumnen“) sowie ihre hochgradig aggressive Persönlichkeit und ihre (hoffentlich nur verbale) Gewaltbereitschaft gegenüber ihren Leserinnen und Lesern.

    Na, dann dürfen wir hoffentlich auf eine weitere öffentlich ausgetragene intraredaktionelle Gift-und-Galle-Schlammschlacht hoffen.

    Fein gemacht! Wenn dieser skurril anmutende Aktivismus schon nicht die erhoffte öffentliche Aufmerksamkeit bringt, klappt es vielleicht mit hausinternen und „geschickt“ nach außen getragenen Streitigkeiten.

    Das ist zwar reine Effekthascherei, aber hochgradig amüsant!
    Wie gern erinnere ich mich an den internen taz-Pimmel-Krieg mit seinem unnachahmlich hohen Unterhaltungswert…

  66. Bin ja mal gespannt, was die taz wohl sagt, wenn die Sportlandschaft wegen der Verpixelungen beschließt, ein Zeichen zu setzen und gegenüber taz-Mitarbeitern vom Hausrecht Gebrauch zu machen (sprich: Sie von den eigenen Sportanlagen auszuschließen oder wegen entgangenen Werbewertes – den allerdings die Vereine in Sachen taz wohl eher nicht so hoch ansetzen werden – einen finanziellen Ausgleich für den Zugang zu Anlagen und Informationen zu fordern)? Will die taz dann auch nur Pressemitteilungen der Agenturen und aus anderen Zeitungen abschreiben?

    Ich nehme da mal das Beispiel HSV-Frauenfußball. Deren Trikotsponsor Corporate Planning ist durchaus daran interessiert, dass sein Name medial vertreten ist. Ist er es nicht, gibt er weniger Geld (gilt übrigens auch für Namenssponsoren des Volksparkstadions, aktuell Imtech-Arena, und wir wissen, wie dringend nötig der HSV das Geld hat…). Gibt er weniger Geld, bleibt weniger für „Spitzensport“ (bei 500 € monatlicher Aufwandsentschädigung ist das ein netter Euphemismus, wenn man bedenkt, was durch den Verdienstausfall durch die Erfordernisse des Frauen-Bundesligafußballs wieder abgeht) übrig – und dann dürfen die Eltern von 6- und 7-Jährigen höhere Beiträge zahlen…

    Die Aktion trifft übrigens weniger die Großen, also den FC Bayern und Co., liebe taz. Ihr tut damit nur den Kleinen weh. Denkt mal darüber nach…

  67. Was passiert dann mit diversen Vereinslogos die Werbung enthalten? Oder gar Vereinsnamen? Es gibt ja z.B. einige Red Bull Vereine. In Deutschland fallen mir jetzt nur 2 Beispiele ein, die Werbung im Logo bzw. Namen haben (Bayer Leverkusen, RB Leipzig), jedoch gibt es in Österreich diverse Fußballvereine die Werbung im Logo/Namen haben, 3-4 allein in der 1. Liga die auch nach einem Sponsor benannt ist. Letzteres trifft auch in England zu. Da sind die ersten 4 Fußballligen gesponsort. Sobald wirklich das offiziele vereinslogo verpixelt wird, werden auf jedenfall die Fans sich beschweren. Aber kostenlose Werbung in einer Tabelle, einem Spielbericht oder so ist natürlich bäh.

    (Ich stell mir das schon vor in nem Artikel über Leverkusen wird dann das Logo in der Mitte verpixelt und im Bericht dann jedes Bayer weggestrichen^^)

    Für mich gehört Werbung zum Sport dazu. Für mich ist der Hauptsponsor genau so Teil des Vereins, wie Spieler, Mitarbeiter usw. Er gehört einfach dazu. Und wenn ich mir das Bild da oben angucke sieht das echt krank aus mit dem Pixelwirrwarr.

  68. Wenn schon denn schon: Anstatt vornehm von „Werbung“ zu sprechen und sie sogar als „notwendig“ zu verklären, einfach nur noch abschätzig von REKLAME sprechen, das ärgert diese Reklamefuzzies ungemein. Und das ist sehr gut so.
    (Urheber: Max Goldt)

  69. „Der Aufwand für die Verpixelung ist nicht hoch“ – Na Herzlichen Dank, dass die Online-Redaktion vor diesem Statement nicht gefragt habt.

  70. Das alles kommt mir vor wie bei pubertären Jugendlichen,
    aber sehr wahrscheinlich ist es nur eine Werbestrategie der TAZ um in den Medien und Blogs wieder ins Gespräch zu kommen.

  71. Zu diesem Text (und der Aktion natürlich scheint mir eine andere taz-Headline von heute, die leider in einem anderen Kontext erschienen ist, fantastisch zu passen:

    „Dokument der Dummheit“

    Bitte Überschrift entsprechend ändern. Danke.

  72. Ach und dieser Pixelmatsch ist jetzt ästhetischer und weniger störend?

  73. Liebe Leute, schöne Grundidee, nur sehen die Fotos nun schlicht irritierend und unästhetisch aus. Klar, ihr wählt halt am liebsten einen Ausschnitt ohne Werbung. Aber auch das sieht strange aus. Lasst das mal lieber. Für mich als Leser ist das eine eher negative Veränderung.

  74. Die Idee an sich ist gut, wenn ich mir das Beispielfoto anschaue, frage ich mich aber, warum nicht gleich weglassen? Wenn ein Foto wichtig ist um die Nachricht zu visualisieren o.k. aber wenn es nur solch ein Foto ist, dann geht es bestimmt auch ohne. Wer nicht weiß, wie Eishockey aussieht, kann ja nachschauen.

  75. Du heiliger Bimbam. Ihr klingt wie ein zickiges Kind: „Nee, das will ich nicht!“ Werbebanner neben eure redaktionellen Inhalten gehen aber? Lächerlich!
    Im übrigen: Die Werbung verpixeln ist wie das Auto ab morgen nicht mehr Tanken, weil heute in der Zeitung steht, dass die Ölkonzerne so viel macht haben. Bringt gar nichts. Und sieht beknackt aus. Und macht aus den echten Bildern unechte. taz ade – ich bin dann mal weg und lese woanders!

  76. Die Zeitung verdient aber an den Werbeeinahmen mit. Auch der Sportjournalist verdient an den Werbeeinahmen mit. Ohne Sponsoring und Werbung kein Sportereignis, ohne Sportereignis kein Sportteil, ohne Sportteil kein Sportredakteur.

    Natürlich könnte man einwenden – dann gibts halt keinen Profi, sondern nur Amateursport über den man berichtet. Sicher. Und während in der Championsleague ohne deutsche Beteiligung Barcelona gegen Inter Mailand spielt, spielt in der TAZ der FC Castrop Rauxel gegen den Sportclub Hasenweiler. Ob das bei einer überregionalen Tageszeitung ein tragbares Geschäftsmodell ist, wage ich aber zu bezweifeln. Im übrigen erwarte ich in einer Zeitung authentische Bilder. Schließlich ist die Information, daß auf dem Trikot des FC-Bayern Telekomwerbung prangt nicht nur Werbung sondern hat auch einen journalistischen Informationsgehalt: Zum Beispiel: Der FC-Bayern erhält Geld von der Telekom.

  77. Ich glaube fast, hier nervt die Zeitung mehr, dass man an den Werbeeinnahmen nicht mitverdient. Dieses „mit auf dem Bild sein“ war allerdings immer schon Teil des Sponsorendeals.

  78. Genau! Warum erscheinen überhaupt noch Anzeigen in den Zeitungen. Die ärgern mich schon lange! Weg damit!

  79. Hallo. Ich betreibe einen Zeitungskiosk und wir werden eurem guten Beispiel folgen. D.h. ich hab mir einen dicken Edding gekauft und verpixel jetzt damit die ganze Werbung in der TAZ. Denn leider werden wir als Zeitungskiosk gar nicht an den Einahmen beteiligt die die Taz mit ihrer Werbung erzielt. Ich will ja auch nicht die Werbung an sich abschaffen. Die hat ja ihre Berechtigung. Jedes Unternehmen ist frei darin, Millionen von Euro in den Journalismus oder sonst wohin zu pumpen. Aber ich muss die Art und die Allgegenwart der Werbung im Journalismus nicht gut finden. Und ich muss mich nicht instrumentalisieren lassen, nur damit die sogenannte Reichweite, ein Parameter der Werbewirtschaft, stimmt. Ich meine: Deshalb werde ich aus dieser Verwertungskette ausscheren. Weg mit dem Werbepatchwork auf den Zeitungsseiten. Das gleiche gilt natürlich auch für das Online Angebot der TAZ. Ich habe natürlich auch ab sofort Adblock Plus in meinem Browser installiert.

    Ne jetzt mal ehrlich, das ist die dämlichste Aktion der Taz seit langem. Wer selbst seine Zeitung und seine Webseite mit Werbung verziert und dann über Werbung im Sport meckert, der hat jeden Maßstab verloren. Das Werbelogo auf den Sportbildern verpixeln – wegen der kritischen Distanz – und dann im gleichen Blatt selbst Werbung abdrucken – neben journalistischen Beiträgen. Wo bleibt da die kritische Distanz?

  80. So, um die Aesthetik gehts also? Schon mal an die Folgen für die Vereine gedacht, wenn diese Super Idee sich durchsetzen würde (was sie zum Glück nicht wird).
    Ich rede dabei nicht von den großen Millionenvereinen der Fußballbundesliga, sondern von den dritten und Regionalligen und Amateuren, für die die Sichtbarkeit des Sponsorenlogos in der Presse ein wichtiges Verkaufsargument ist. Da kämpfen sich Vereine mit Budgets durch die Saison für die ein einzelner Bayern München Spieler morgens nicht mal aufstehen würde. Wenn dann die Logi von den Stadtwerken, dem Athena Grill oder Gebrauchtwagen Maier nicht mehr erkennbar wären, gäbe es nicht mal mehr einen Trikotsatz für die weibliche B-Jugend.
    Sehr schön gemacht, ihr Aestheten!!!!
    Für mich jedenfalls ist diese Schnapsidee ein Grund (endlich) mein taz Abo zu kündigen. Der Brief geht noch heute raus.
    Schönen Tag noch.

  81. Man mag über Profisport morallisch denken, was man will. Fakt ist: auch Vereinssport auf Kreisebene wird über Werbung finanziert, von der Jugend an. Sicherlich steckt hier oft viel Herzblut und persönliches Engagement des Werbenden drin. Aber (meiner Meinung nach zurecht) will auch eine Firma, die sich nur um Kreisliga oder nationale, vielleicht sogar internationale Randsportarten (wer definiert eigentlich, was eine Randsportart ist?), die oft nur sehr in der Print- und noch seltener in der TV-Berichterstattung auftauchen, etwas dafür an Gegenwert in „Reichweite“ haben. Das mag sich in den populären Sportarten Fußball und Eishockey lohnen, neuerdings sogar beim Biathlon und Skispringen oder Frauenfußball. Für alle anderen aber nicht. Vielleicht zielt dieser Kommentar an der taz vorbei, da regonaler Sport nicht im Mittelpunkt steht. Sollten aber auch Lokalzeitungen dieser Aktion folgen, dann hat das sicher Folgen für die Sportlandschaft in Deutschland – nicht auf Bundesebene, aber lokal vor Ort, in jedem Verein, in jedem Dorf.

  82. Dieses Verpixeln erinnert mich an Pipi Langstrumpf:
    „Ich mal mir meine Welt,
    so wie sie mir gefallt!“
    Wenn Profi-Sportler wie Litfass-Säulen rumlaufen, dann soll sich bitte jeder seine eigene Meinung darüber bilden, aber es ist die Realität. Die sieht doof aus und ist doof. Schlimm finde ich, dass die TAZ kein Problem mit dem Werbe-Scheiß hätte, wenn sie doch nur auch Kohle für´s (unverpixelte) Abdrucken bekäme. Pharisäer!

  83. …kann gar nicht verstehen was ihr gegen werbung habt.
    manche dinge können innerhalb eines kapitalistischen systems eben nur subventionsbasiert sich halten. mir ist diese art der finanzierung lieber, als dafür selber bezahlen zu müssen!

    selber werde ich in der medienbranche bald arbeiten, und ich finde es natürlich angemessen, dass sich medien wie die taz, die auch eine politische verantwortung tragen, nicht propagandistische inhalten zu gunsten einer postiven bilanz hingeben, dennoch, solange werbung und inhalt getrennt bleiben ist dies doch noch zu vertreten.

  84. Weg mit dem Werbepatchwork auf dem Sportlertrikot.
    Weg mit den Werbefriedhöfen in den Zeitungen, Internet-Seiten, Radio und Fernsehen.
    Das nervt auch!

    Taz: „Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhängiger werden. „Gut so!
    Wenn Ihr kein Teil der Verwertungskette bleiben wollt, gehe ich davon aus, dass ihr weiter verpixelt, auch wenn Ihr für ein unverpixeltes Foto Geld vom Verein, Verband oder Sponsor bekommen würdet?

    Der Glaube, es würde allein um den Abdruck von Werbelogos gehen ist naiv. Es geht um die Medienpräsenz von Sportarten. Mögen unterschiedliche Zeitungen sind in unterschiedlicher Tiefe mit dem Thema Fußball befassen, sie alle bewerben mit ihrer Hintergrundberichterstattung die Events der Showsportart Fußball. Die Zeitungen helfen die Stadien zu füllen und TV-Reichweite zu generieren, in dem sie den Hype ständig schüren. Die Zeitungen sind täglich voll von Beiträgen über den Fußball, auch wenn nicht gespielt wird. Wer es noch nicht bemerkt hat : der Sport, zumindest der Fußball, ist zur Ware geworden, die auf den Sportseiten beworben wird.

    Die Verpixelung von Werbung auf Sportbildern ist im Vergleich zum Einfluß des Sports auf die Medien ein netter kleiner Versuch. Viel Spaß dabei!

  85. Ein sehr intelligenter Weg, ggfs. auch online als Verlag zu überleben und realistischen Umsatz für Werbung zu erzielen, wenn die Kommerzmarken für die Abbildung ihrer penetranten Werbung auch mehr zahlen werden. Damit wird dieser Industriedreck immer teurer und zunehmend weniger gekauft, Klasse!

  86. Klasse. Nachahmenswert. Mal sehen, wann die Verlage, die immer über Erlösprobleme klagen, die kostenlose Schleichwerbung aussperren!

  87. Oh, coole Idee. Die im 10sec.-Takt wechselnde Bandenwerbung, z.B. während eines Fußballspiels ist wirklich eine Frechheit- man kann einfach nicht nicht hingucken, es ist zu heftig. Wenn früher in so manch einem Hip-Hop-Video Logos von Firmen weggeblurrt wurden hingegen fand ich das doof. Sprich: bei eins, zwei Werbungen ist mir das egal, aber diese permanente- nicht vorhanden sein- sondern sich in den Vordergrund aufdrängende Werbung, nervt ungemein. Gibt´s da vielleicht nicht sowas wie ein Hoffenheim´sches Lärmgerät- nur eben für die Augen, was eingesetzt wird, bei zuviel Werbung?

  88. Die Realität das Spitzensport nicht ohne Sponsoren auskommt ist nicht schon, aber immerhin ist es ehrlich. Wir haben uns daran gewöhnt das Foto von Kriegen, aus Konzernen und der Politik bis in leztze Detail inszeniert und manipuliert sind, da war Sport immer die erfrischende Ausnahme. Dreckig, unästhetisch, komplett durchkommerzialisieert? Ja, aber immerhin echt. In Zukunft werden Sportfotos wohl genauso glatt und beliebig aussehen wie Modefotos, wo alles was nicht ins eigene Bild des Redakteurs passt einfach wegretuschiert wird. Erst kein Sponsor mehr auf der Brust, dann kein Pickel mehr auf der Nase und ehe man es sich versieht ist das unmoralische Tattoo verschwunden. Bis der Torschütze schlussendlich digital zur gewünschten Hautfarbe wechselt ist dann nur noch ein kleiner Schritt.

  89. Ist die Taz zukünftig eine Werbefreiezone? Wann verschwindet die Facebook-Grafik mit dem „taz zahl ich“ SPAM? Die nervt – schon wegen der versuchten Gestaltung richtig.

    Und Eure Homepage-Werbung – diese merkwürdige – „Dings“ verschwindet auch? klasse – ich freue mich!

    Ich wäre wirklich schon froh, wenn Ihr die Werbung immer *kenntlich* macht – und auf versteckte Schleichwerbung verzichtet… nicht nur auf Fotos :)

    und was soll dies hier „Previously: Exklusiv in Berlin: Das Wahlabo der taz“ sein?

    Auf dem Weg in die Werbefreiezone könnt ihr euch gleich einmauern – nur nach Beuys bitte 7 cm höher – aus ästhetischen Gründen.

    Ich nehme euch jedenfalls nicht mehr ernst ;P und werde zukünftig auf die TAZ verzichten.

    Und habt ihr wirklich keine wichtigeren Probleme. Z.b. Euro abteuerlichen Datenschutz?
    http://www.golem.de/1108/85857.html

    bye

    ralf

  90. Es ist wie immer im Leben: es kommt darauf an, wie man es macht. Bei einem spontanen Scan der letzten Sportartikel hier auf taz.de fällt mir die Verpixelung fast nicht auf, wenn ich nicht darauf achte. Das hängt aber sicher auch mit der Fotoauswahl zusammen.

    Vorteil 1: Konzentration auf das Wesentliche

    Oft ist es ja nur der Bildhintergrund, der verpixelt werden muss. Wenn es dann gut gemacht ist, erscheint es als Unschärfe im Hintergrund – ein durchaus angenehmer Effekt, der zur Konzentration auf das Wesentliche im Vordergrund führt.

    Vorteil 2: Chance für eine neue Ästhetik

    Durch die durchaus eigenwillige Verfremdung der Bilder schafft die taz im Bereich der Sportberichterstattung Ihre eigene Bildsprache. Vielleicht beeinflusst die – wenn ansprechend gemachte – eigene Bildarbeit ja weitere Bereiche in der taz. Nach meinem Geschmack darf sich da noch das eine oder andere ändern und qualitativ steigern, denn ein guter Inhalt braucht auch eine gute Verpackung!

    Vorteil 2: Leistungsprinzip
    Die taz transportiert nach guter marktwirtschaftlicher Manier nur das, wofür sie auch einen Gegenwert erhält. Bei Bandenwerbung & Co heißt das also: nix da! Wer hätte das ausgerechnet dieser Zeitung zugeschrieben? Nein, liebe taz, das ist richtig so!

  91. Fantastisch!!! Schlagt diese trivialen Marketingdeppen mit ihren eigenen Waffen, so schmerzts am meisten!

  92. Grundsätzlich eine tolle, längst überfällige Aktion! Vielleicht ist es zu optimistisch von mir, zu hoffen dass die Aktion ein Zeichen setzt und ein kleinwenig zur „Entkommerzialisierung“ des Sports beiträgt… Aber ein guter Schritt ist es allemal.
    Ich hätte allerdings nicht damit gerechnet dass so viele hier nicht auf ihre „gute alte“ Werbung auf den Trikots verzichten möchten… Macht in meinen Augen noch deutlicher, dass es endlich Zeit wird für einen solches Zeichen. Wer denkt, dass ein Sportverein nur mit Werbeeinnahmen in Höhe von xy erfolgreich sein kann, soll bitte den Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, und nicht den Sportteil. Sonst finden wir demnächst nurnoch Schlagzeilen im „Sport“:)

  93. Super Idee!!

    Und wieder kommt auf so eine (eigentlich unglaublich triviale und völlig naheliegende – aber trotzdem geniale) Idee wieder mal nur die TAZ und niemand der anderen „Qualitäts“-Medien.

    Das hab ich mir gleich mal ganz spontan eine Überweisung von 5,- in die Kaffeekasse der Sportredaktion kosten lassen :-)

  94. Ach verdammt, wo ist der verfluchte Flattr-Button wenn man ihn braucht? xD

  95. Können Sie bitte auch bei Claudia Roth die Warzen verpixeln? Die stören mich gewaltig und sind Anti-Werbung für die Grünen:

  96. @ gast
    Ich bin Fotograf und sage Dir: Ich kenne eigentlich (fast) nur Kollegen, die sowieso versuchen, Bilder ohne Werbung hinzubekommen. Auch deshalb ist ja alles so flächendeckend verkleistert. Damit Fotografen keine Lücke finden können. Die Taz macht’s richtig. Und wer jetzt schreien will: Du lebst doch auch vom Geld aus der Sportwerbung, der hat damit nicht recht. Wenn Werbung in Zeitungen steht, dann sollen es die Anzeigenabteilungen bekommen und nicht die Sport-GmbHs.
    Über Sport wurde übrigens auch schon intensiv berichtet, als es noch keine Sponsoren, sondern höchstens stille Mäzene gab. Vielleicht war er da sogar noch interessanter, weil unprofessioneller.

  97. Diese Aktion erinnert mich viel mehr an „mimimi“ – weil wir an der Werbung nichts verdienen, verpixeln wir einfach alles, was nach Werbung aussieht. Als Alibiausrede heisst es dann, dass die Art der Werbung zu präsent sei und Formen angenommen hat, die seriöser Journalismus nicht unterstützen kann. Doch wo wird hier die Pixelkeule angesetzt? Wird Konsequenz alles gepixelt? Oder werden doch Ausnahmen gemacht, weil nun mal ADIDAS ein guter Sponsor der TAZ ist. Nike dagegen wird ausgepixelt, weil sie nicht bereit sind, Werbung bei der TAZ zu buchen?

    Die ganze Aktion ist eine Farce und hat mehr den Touch eines beleidigten Kindes. Die Vereine verdienen Millionen an dem Kuchen. Aber wir bekommen nicht mal einen Krümel ab, dabei sorgen wir doch zu 20% dafür, dass der Kuchen am Ende auch schmeckt. Wenn sich die TAZ wirklich gegen diese – in ihren Augen – omnipräsente Werbung wehren will, sollte sie die Bilder lieber nicht abdrucken, statt ihren Lesern Pixelsalat zu präsentieren.

    Thema verfehlt! sechs! setzen!

  98. also, dass keine Werbung gezeigt werden soll kann ich ja verstehen, aber warum dann so komisch verpixeln? Man könnte doch einfach die Werbefläche in der Trikotfarbe einfärben. Das würde das ganze natürlicher machen. So kann man sich die Bilder leider nicht mehr angucken.

  99. Könnte man sich diesen Verpixelkram nicht sparen und einfach komplett auf die Sportberichterstattung verzichten? Ich habe noch nie nachvollziehen können, warum ein öffentliches Interesse im grundlosen Kräftemessen irgendwelcher Einzelner liegen sollte.

  100. Wow, da haben die wunderbaren Rebellen-Journalisten ja wieder einen Geniestreich gewagt. Dass das die Optik zerstört, ist ja erstmal egal. Auch, dass man beim Anblick der taz nun noch etwas mehr Kopfschmerzen bekommt. Einfach nur lächerlich.

    Außerdem glaube ich, wenn ich Fotograf wäre, würde ich ausrasten. Egal, ob ihr damit die Arbeit von anderen herabwürdigt… Hauptsache, ihr könnt euch irgendwie gegen den Mainstream setzen, euch über irgendwas aufregen.

    Super, bin gespannt, wie viele genialen Ideen noch kommen.

  101. Coole Idee. Lasst Euch vom erwartbaren Zensur-/ Manipulations-/Das-ist-der-Anfang-vom-Ende-Gefasel nicht beeindrucken.

  102. Finde die Aktion super! Macht weiter so.

  103. @Martin

    Da ich nur Tee und Wasser trinke würde ich sowohl um Coka-Cola als auch um Freeway Cola einen großen Bogen machen. Beides ist ungesund!

  104. Gute Sache! Kann ich nur unterstützen.

  105. Ich finde die Aktion albern. Wenn ihr keine Werbung zeigen wollt, zeigt einfach gar keine Bilder. Dem Leser die Realität so hinzubiegen, bis sie dem Redakteur gefällt, ist eine ziemlich arrogante Einstellung.

  106. Aus ästhtetischen Gründen bitte dann auch gleich noch das Logo des 1. FC Kaiserslautern verpixeln. Danke.

  107. Die Aktion, Sportsponsoring in Presseveröffentlichen zu verpixeln, ist ein gelungener Start in die Debatte: Wie viel Kommerz wollen wir im öffentlichen Alltagsraum?

    Dem Kommentar von Moe kann ich allerdings nur zustimmen: Die Veränderung von Pressefotos halte ich für Problematisch. Denn auch das Verpixeln kann im schlimmsten Fall nur ein Einstieg sein. Was wäre denn, wenn ein Verlag die Fotos nicht verpixeln, sondern die gezeigten Sponsoren einfach gegen die eigenen Anzeigenkunden austauschen würde? Oder wenn Zeitungen nicht mehr nur die Werbung lästig fänden, sondern vielleicht auch andere Tatsachen auf Fotos verschleiert würden?

    Man stelle sich nur mal vor, das Undenkbare würde geschehen und auf einer Demonstration von Neo-Nazis würde ein Mitglied der taz-Redaktion mitten unter den Demonstrienenden mitmarschieren. Wäre dann Verpixeln auch legitim? Hm.

    Sport-Sponsoring ist ein unkritischer Start, die Manipulation von Fotos sollte sich allerdings nicht auf gesellschaftlich relevante Themen ausdehnen.

    Viele Grüße
    Z

  108. find ich super, dass die Bilder in Zukunft alle aussehen wie Video-Games aus den 80ern :)

  109. BITTE keine „Verpixelung“…
    Stattdessen die Flächen einfach in der Farbe, die am Rande der Werbung ist füllen – so fallen Logos weg, das Bild tut beim Anschauen aber nicht mehr weh.
    Ästhetik? Das wäre es, wenn man die Verpixelung lassen würde. Schön sieht so ein Bild nicht mehr aus. Und neben dem Informationscharakter schaut man sich Sportbilder doch eben oft an, weil sie gut aussehen und angenehm wirken.
    Also: Belasst es bei der Unkenntlichmachung aber überlegt noch einmal über die Art und Weise. Der Aufwand ist immer gleich.
    Oder ersetzt einfach jede Werbung „gut geshopped“ durch ein TAZ-Logo, das ist dann wenigstens lustig.

  110. „Und wegen Werbung irgendwelche Produkte kaufen? Hm, mach ich irgendwie auch nicht“

    Kennen Sie Landliebe? Ja?
    Kennen Sie Milbona? Nein?

    Kennen Sie Coca Cola? Ja?
    Kennen Sie Freeway Cola? Nein?

    Gleiches Produkt. Welchem würden Sie mehr Qualität zuschreiben?

  111. Na, da wird die Welt ja wieder ein bisschen besser … warum wird nicht die Werbung in der TAZ gleich mit verpixelt? Und die Texte auch, die drüber schreiben. Und die Bixnaxx – Etiketten inner Kantine …

  112. Warum wurde hier nicht gepixelt? Übersehen, zu unscheinbar oder weil unicef kein Kommerz ist?

  113. Wie konsequent hält die taz die Verpixelung eigentlich ein? Und wo ist der Unterschied zwischen guter und schlechter Werbung?
    Ist das Kappa-Logo böse (http://taz.de/2-Spieltag-in-der-Bundesliga/!76225/) und die adidas-Streifen gut (http://taz.de/Der-1-FFC-Frankfurt-nach-der-Frauen-WM/!76584/)?
    Ist UNICEF-Werbung ok (http://taz.de/Macker-im-Fussball/!76499/)? Was wenn Wolfsburg dann mit der VW-Stiftung auf der Brust aufläuft, oder die Krombacher-Regenwald-Stiftung stärker im Sport-Sponsoring aktiv wird?

  114. Ich frag mich ehrlich welche Werbung euch so stört? Wenn ich Fussball gucke bekomme ich die Werbung kaum mit, das gleiche auch bei anderen Sportarten. Und wegen Werbung irgendwelche Produkte kaufen? Hm, mach ich irgendwie auch nicht.

  115. Sport interessiert mich nicht aber ich finds eher kritisch. Von einem Foto erwarte ich zumindest innerhalb des Bildausschnitts und des Zeitpunkts das zu sehen, was da war. Nun zu sagen: Wenn wir da nicht mitvderdienen wird verpixelt, also das kanns ja wohl nicht sein. Es werden also Bilder manipuliert, weil sie keinen zusätzlichen Gewinn für den der sie verbreitet auf dem Bild selbst beinhalten? Hm.
    Profisport ist Kommerz, und wer darüber in Bildern berichtet sollte dies nicht wegreden bzw -pixeln.
    Die Manipulation von Bildinhalten in Nachrichten ist da grundsätzlich erstmal kritisch zu sehen.

  116. Schöne Aktion, nur macht das (nötige) Pixelgewimmel erst recht Augenkrebs. Und die Hausjuristen von DFB und FIFA hecken bestimmt schon einen Passus für die Nutzungsbedingungen aus, um ihre Werbepartner zu beruhigen.

  117. Das finde ich richtig und konsequent, gerade, weil es dauerhaft verpixelt wird.
    Die Werbung an Banden und auf den Trikots ist wirklich unerträglich; Ich ertappe mich dabei, dass ich es schon als „gegeben“ akzeptiert hatte.

    Daher: Danke und weiter so! Immer schön unabhängig…

  118. Find ich klasse. Endlich jemand der mal vorweg geht.

    Jetzt such ich noch einen Brillenhersteller, der mir eine Verpixelung in eine Brille einbaut und damit mir den werbeverseuchten öffentlichen Raum wieder ansehnlich macht.