Neue Berlin-Ausgabe: Mehr Wochenende

Die taz startet mit einem Relaunch ihres Berlin-Teils in den November. Die neue Berlin-taz bietet ab 3. November 2012 auf 12 Seiten in jeder Wochenendausgabe das, was Berlin bewegt. Und schon ab 1. November startet der neue tazplan: Die Programmübersicht (Kino, Theater, Kunst, Musik, …) gibt es jetzt nicht mehr jeden Tag, sondern gebündelt in einer donnerstags erscheinenden 16-seitigen Beilage.

Um keine andere deutsche Stadt wird so ein Hype gemacht wie um Berlin. Die Mieten steigen, der Raum für das Unzweckmäßige, das Schräge im Off wird kleiner. Gleichzeitig strömen begeisterte junge Leute aus aller Welt nach Berlin, auch sie prägen mit ihren Träumen die Veränderung. Alte Szene-Kieze werden bürgerlich, ehemals abseitige Stadtviertel dafür die neuen hippen Bezirke. So wird die Stadt ständig neu erfunden: Berlin zwischen Hype und Wirklichkeit – was bleibt und was kommt als Nächstes? Wer sollte sich diesen Fragen besser nähern können als die taz?

“Die Stadt verändert sich so rasant, dass selbst Berliner manchmal den Überblick verlieren”, sagt Redaktionsleiterin Antje Lang-Lendorff. Die neue Wochenendausgabe wolle Orientierung bieten, sie zeige die Stadt zwischen Hype und Wirklichkeit. Der Berlin-taz wird sich mit den Widersprüchen auseinandersetzen und Orientierung bieten. “Wir gehen dahin, wo es wehtut. Und natürlich dahin, wo es Spaß macht”, sagt Lang-Lendorff. Schließlich sei Berlin zwar auf dem Weg zur Weltstadt, aber bleibe zum Glück weiter ein Labor für Experimente und verschiedenste Lebensformen. Die Berlin-Redaktion wird berichten, welche Utopien gelebte Wirklichkeit sind und schaut mit einem tazig-kulturorientierten Blick auf die Stadt. Viel Platz wird es auch für Debatten, Porträts und Interviews geben.

In der neuen Berlin-taz stecken auch neue Formate: die b-Note, eine “verboten”-Rubrik speziell für Berlin, call-a-reporter, dem Rufdienst für die rasende taz-Berlin-Reporterin, Was bleibt – was kommt, der wöchentliche Rück- und Ausblick auf Themen, die die Stadt bewegen, mehrere Seiten Kultur, Wissenschaft und Debatten, das Ex-Montags-Interview und viele Kolumnen der taz-Autorinnen und Autoren.

Kommentare (4)

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  2. Ich finde die verstärkte Wochenendausgabengewichtung schade. Nach sonntaz & konkret, die ich für sich und samstags gerne lese, bläht jetzt der Berlin-Teil das Wochenende auf, während die vier Seiten unter der Woche mikrig wirken. Wochentags vermisse ich die Besonderheiten wie das Montagsinterview und v.a. die täglichen Kurzmeldungen und Veranstaltungshinweise. Es heißt doch schließlich “taz.die tageszeitung”!

  3. “Um keine andere deutsche Stadt wird so ein Hype gemacht wie um Berlin.”

    Ich würde das umformulieren: “Um keine andere deutsche Stadt macht die taz so einen Hype wie um Berlin.”

    Das ganze vielleicht noch gewürzt mit Anmerkungen wie “Weil die taz in Berlin sitzt und nicht so gerne über den regionalen Tellerrand schaut.” oder “Weil die unterbezahlten Redakteure sich die immerfort steigenden Lebenshaltungskosten bald nicht mehr leisten können und an nichts anderes mehr denken.” oder “Weil die Mitarbeiter der taz – auch wenn sie von auswärts kommen – sich die gängige Berliner Auffassung ‘Wir sind der Mittelpunkt von allem, besonders vom Rest der Welt.’ zu eigen gemacht haben.”.

    Das dürfte wohl eher den Tatsachen entsprechen und würde dadurch weitaus ehrlicher wirken.

    Vielleicht sollte die taz komplett nach Chemitz umziehen. Da ist alles günstiger und vermutlich wäre Chemitz in Kürze der der umjubelte Nabel der Welt…

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