http://blogs.taz.de/hausblog/wp-content/blogs.dir/1/files/2018/01/william-bout-264826_Fallback.png

von 26.11.2012

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

Mehr über diesen Blog

Die offensiv beworbene Möglichkeit des Zahlens von Kleinbeträgen auf taz.de (Paywall auf freiwilliger Basis) wurde von einer überwältigend großen Zahl der NutzerInnen honoriert. Bereits mit dem Live-Gang am Donnerstag haben wir innerhalb von 24 Stunden über 1.000 Euro eingenommen, normalerweise belaufen sich die täglichen freiwilligen Zahlungen auf knapp 30 Euro. Insgesamt haben über 1136 Menschen in den vergangenen Tagen freiwillig eine Summe von 2477 Euro durch Einzelzahlungen beigetragen.

Freiwillige Zahlungen für taz.de
Freiwillige Zahlungen für taz.de

Sehr freuen wir uns auch über die große Zahl an neuen, regelmäßigen ZahlerInnen, die sogenannten tzi-AbonnentInnen oder auch FreizahlerInnen, die uns seit Beginn der Paywall mit einem Dauerauftrag unterstützen. Zu den bisher 600 tzi-AbonnentInnen kamen seit Donnerstag über 120 neue hinzu. Die monatliche Summe der regelmäßigen ZahlerInnen ist somit um über 800 Euro gestiegen und die von ihnen gezahlte Jahressumme liegt inzwischen bei 42.257,91 Euro. Wir danken Euch sehr!

Es gibt  auch Verbesserungen der Paywall: Wir kommen der Bitte bestehender und neuer tzi-AbonnentInnen und sonstiger ZahlerInnen nach, es wird ab sofort einen 3. Button auf den Bezahlaufforderungen eingeführt. „Ich zahle schon regelmäßig.“ Wer hier klickt, bekommt das Banner auch nicht mehr angezeigt, sofern Cookies zugelassen werden.

Die bisherige Ausspielung der Layer verhält sich übrigens in Häufigkeit wie folgt:
1x gesehen 50 %
2x gesehen 33 %
4x gesehen 20 %
9x gesehen 10 %

Falls die hohe Zahlungsbereitschaft der NutzerInnen anhält (Tendenz bis heute mittag war sehr gut), wird die Frequenz der Ausspielung noch weiter reduziert werden. Vielleicht brauchen wir die Paywall bald nicht mehr. Ihr habt mit Euren Zahlungen bewiesen: Die Säulen der taz – Kreativität und Solidarität – sind auch im Internet tragend.

Vielen Dank noch mal an alle, denen wir mit unserer Arbeit mal mindestens 30 Cent oder einen jährlichen Betrag von 5 Euro wert waren. Wir halten Euch über den weiteren Verlauf der Paywall-Kampagne auf dem Laufenden.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/hausblog/2012/11/26/pay-wahl-eine-erste-bilanz/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • @vauz:

    „..ich bin Mainstream genug, um von mir auch auf andere schließen zu können. ..“

    Danke. Der kommt in meine Sammlung „toller“ Sprüche. Ich weiß allerdings noch nicht, in welche Kategorie.

  • Basti:

    Ihr habt längst nicht soviel Zahler gewonnen, wie ihr hättet gewinnen können. Ihr habt die sowieso-Zahler, die, die auf Aggro anspringen. Und der große Rest fehlt euch noch…

  • wauz: „Die Aggro-Bettelei schreckt mehr Leute ab, als dass sie Zahler gewinnt.“ Das stimmt nicht: Wir haben mehr neue Zahler gewonnen als alte verloren.

  • anonymer Hartz IV-Leistungsempfaenger: Genau deshalb bleibt es ja bei der Freiwilligkeit – damit auch Menschen mit einem geringen Einkommen weiterhin die taz lesen können.

  • Ich bleibe dabei: Die Aggro-Bettelei schreckt mehr Leute ab, als dass sie Zahler gewinnt. Ich bin Mainstream genug, um von mir auch auf andere schließen zu können. Crowdfunding bedeutet: überzeugen. Das funktioniert mit Texten genauso wie mit Musik, auch wenn RIIA und ihr das nicht wirklich glaubt. Eine „Spendenuhr“ und journalistische Qualität sind die Faktoren. Beim Letzteren schwächelt ihr auch. Harmonie auf den Redaktionskonferenzen und Boulevard im Blatt – das bringt’s nicht! Ich bin der festen Überzeugung, dass es eine taz braucht und dass ich dafür auch zehlen kann. Aber: noch seid ihr nicht so gut, wie ihr sein solltet. Im Gegenteil, ich meine, die Qualität lässt eher nach.
    Die taz hat ohne echte Not das Merkmal „Zeitung im Netz“ nahezu aufgegeben. Ihr versteckt die Seite so, dass man schon richtig suchen muss und habt dafür euch entschieden, ein News-Portal sein zu wollen. Web 2.0 ist eine feine Sache. Wenn man akzeptiert, dass User sich dann auch an der Sache beteiligen, und zwar nicht nur mit Bezahlen. Inzwischen seid ihr auch so weit, euch hinter einer Netikette zu verstecken, in Wahrheit aber völlig willkürlich mit Leserkommentaren umzugehen. „Je schwachsinniger, desto besser“ ist da euer eigenes Motto geworden. Wenn ihr aber die Leserdiskussion genauso wie Spiegel, FR und focus faktisch abwürgt, werdet ihr es auf Dauer schwer haben, Zahler zu gewinnen.
    Denkt dran: IHR braucht MEIN Geld, nicht umgekehrt. Macht Paywalls oder was auch immer: das zieht bei mir und vielen anderen nicht. Die Musikindustrie hat es immer noch begriffen, die denken, mit nur ausreichend brutalen Räubermethoden kommen die „guten alten Zeiten“ zurück.
    Ihr braucht mehr Leute, die sagen: „Die taz ist es wert“!
    Überzeugt sie!

  • Eine wirklich tolle Idee!

    Am Anfang hat es mich auch gestört, dass die Pay-Wahl dauernd „aufgepoppt“ ist – aber jetzt funktioniert es auch.

    Ich würde die Cookie-Zeit auf 2-3 Wochen setzen, damit alle mal hin und wieder darüber informiert werden, etwas zu zahlen.

    Obwohl ich Abo-Kunde und Geno-Mitglied bin zahle ich weiter – denn die TAZ ist es mit WERT!!!

  • Ich bin sicher nicht der einzige Leser von Artikeln bei taz.de, der gerne für ein TAZ-Abonnement zahlen würde, der jedoch mangels Finanzmittel nicht zahlen kann.

  • @ Simon: Die taz muss ja auch von etwas leben. Sie bekommt keine Steuergelder.

    Je nachdem, wo du lebst, muss deine Kommune sich um deinen Zugang zu Informationen kümmern, meine Meinung. In Berlin können Einwohner zum Beispiel gegen eine Jahresgebühr von circa zehn Euro über die kommunalen Bibliotheken jeden Tag deren Lizenzen für Zeitungen nutzen. Das geht dann so, dass man sich bei der Bibliothek online einloggt und dann die Zeitungen als Pdf ansehen kann. In den Bibliotheken selbst können sie sonst klar auch die gedruckten Zeitungen lesen.

    Ansonsten kann ich noch die Landeszentralen für politische Bildung empfehlen. Dort gibt es viel Grundsätzliches kostenlos.

    Wenn du dich nur online über frei zugängliche Internetseiten informierst, entgehen dir übrigens Informationen. In den Zeitungen steht mehr als das, was online kostenlos zugänglich ist.

  • Hallo,

    Ich wünsch mir noch eine weitere Auswahl zum anklicken:

    „Danke, dass ich die taz auch ohne Zahlen lesen darf, da ich es mir sonst nicht leisten könnte“

    (ganz ohne Zynismus!)

    Ich lese Medien online, um auch ohne ausreichendes Einkommen regelmässig gut informiert zu sein, regelmässig die 9 EUR fürs internet im Monat aufzubringen ist schon eine Herausforderung.
    Ich finde, bei der ganzen Debatte ums Zahlen für Information sollte – insbesondere bei einem Medium wie die taz – auch der Aspekt wirtschaftlicher Bedürftigkeit als Zugangsbeschränkung zur Informationsfreiheit mitbedacht werden.

  • @zeem:
    Wenn du die Pay-Wahl bereits 1x gesehen hast, besteht beim nächsten Seitenaufruf auf taz.de eine Chance von lediglich 50%, dass der Layer wieder eingeblendet wird.
    Hast du den Layer bereits 2x gesehen hast du bei den nächsten Seitenaufrufen eine Change von 33% ihn wieder vorgesetzt zu bekommen. usw.
    Wenn du ihn bereits 9x zu Gesicht bekommen hast hast du dann in Zukunft nur noch eine Chance von 10%, dass er wieder bei dir angezeigt wird.

  • Danke, dass ihr die Option „zahle schon regelmäßig“ eingeführt habt! (und dann kurz ein „Danke“ ausblitzen lasst)

    So finde ich die PayWall gut. Sie stellt sicher, dass wirklich jedeR sieht, dass man für die Taz zahlen kann.

    Und ich würde auch nicht darauf verzichten.

  • Die bisherige Ausspielung der Layer verhält sich übrigens in Häufigkeit wie folgt:
    1x gesehen 50 %
    2x gesehen 33 %
    4x gesehen 20 %
    9x gesehen 10 %

    Das verstehe ich nicht. Kann das kurz erklärt werden?

  • schön, dass die pay-wahl einen guten start hat.

    gut, dass es jetzt die „zahle schon“ alternative zum wegklicken gibt.

    prima, dass es mir wie manchem anderen auch zu gehen
    scheint: ich bin gern bereit mal eben die daten für ne lastschrift einzugehen, ich muss nur drauf gebracht werden!

    ich würde auch raten, die einblendung auch bei anhaltendem erfolg mindestens zufallsweise beizubehalten. warum sollte die taz auf erzielbare einnahmen verzichten, mit der sie ihre leistung verbessern (geht immer) und vielleicht sogar die mitarbeiter a bisserl besser entlohnen kann?

  • war vor kurzem von selber an dem punkt, dass ich mich informieren wollte wie tzi funktioniert…

    …die „paywall“ ist aber dermassen penetrant, dass ich sagen muss, jetzt auf keinen fall mehr!

    & da sie so „toll erfolgreich“ sogar mit gutem gewissen. da kauf ich mir lieber weiterhin die printausgabe.

    trotzdem viel erfolg.

  • Hi!
    freut mich, wenn die Aktion ein erfolg war. Aber dennoch würde ich in Zukunft nicht drauf verzichten! Vielleicht nicht mehr so massiv, aber trotzdem würde ich die Paywall aktiv lassen und den Leuten (gelegentlich) die Tatsache vorhalten, dass sie vielleicht auch was zahlen sollen, wenn sie euch lesen. Mach ich auch. Nicht immer, aber in letzter Zeit mit gewisser regelmäßigkeit. Und immer nur wegen eurer „erinnerung“ an mich. Denn schließlich bin ich zahlungswillig, denke oft nur nicht nach. („Internet ist ja immer umsonst…“ und so.)
    Also, Bau die Mauer wieder auf! ;)
    Grüße,
    J

  • tazitus, bitte einfach auf „Ich zahle schon regelmäßig“ klicken. Dann erscheint diese Werbung nicht mehr (solange der Cookie nicht gelöscht wird).

  • Habe die digi-taz abonniert (€20 mtl.) Kann taz für solche Kunden nicht ein Kombi mit donation für taz.de anbieten?
    (Mit Keksen und mit Finanzdienstleitern, die am mikro-payment verdienen, habe ich das nicht so.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.