taz auf dem Kirchentag: Alternatives Hallelujah

Der taz-Stand ist im Markt der Möglichkeiten, Messehalle B1, Stand D03.

Die taz fährt beinah traditionell mit einem Team zum Evangelischen Kirchentag. Wir wissen aus Umfragen zu unserer LeserInnenschaft, dass sehr viele Menschen aus unserem Publikum sich als christlich, spirituell, jedenfalls in einem nichtfundamentalistischen Sinne als religiös verstehen. Kirchentage sind spätestens seit der Zeit der Achtundsechzigerbewegung glühende Foren der Aufklärung und des Aufbruchs gewesen. Stars des Kirchentags waren und sind TheologInnen wie Luise Schottroff, Dorothee Sölle, Jörg Zink – oder, inzwischen, eine frühere Bischöfin wie Margot Käßmann. Kirchentage sind tatsächlich generationsübergreifend. Auch in Hamburg, wie leicht zu erkennen ist, ist ein Kirchentag ein fünftägiges Fest der Begegnung gerade jüngerer Menschen.

Fünf Tage berichtet die taz vom Hamburger Kirchentag, nicht zu vergessen auch vom Humanistentag, der beinah in Wurfnähe zum Messegelände in den Fliegenden Bauten am Heiligengeistfeld stattfindet – dies eher eine Alternativveranstaltung, die sich um stete Gottesferne müht. Wir sind dabei weder gottesfürchtig noch antireligiös – die taz macht, was eine Tageszeitung machen sollte: Auf einem der wichtigsten gesellschaftlichen Foren der Republik möglichst genau zu registrieren, was Sache ist, was thematisch in der Luft liegt – und worüber zu berichten lohnt.

Die taz ist auf dem Markt der Möglichkeiten mit einem Stand vertreten – dort gibt es täglich die frische taz, eine Tasse tazpresso (aus Porzellantassen, natürlich, nicht aus mülligen Pappbechern). Am Stand sind gelegentlich taz-RedakteurInnen zu Gast – heute etwa die Kollegen Jan Scheper (taz.de) und Jan Feddersen (Leiter des Kirchentagteams), morgen die Chefredakteurin Ines Pohl und die taz-Autorin und Finanzexpertin Ulrike Herrmann. Ines Pohl spricht heute abend auch bei einem Frauenmahl, sie moderiert am Freitag eine Diskussion über “Krieg als Geschäft” und am Samstag zwei weitere über “Stadtentwicklung aus globaler Perspektive” und ökologische Mobilität.

Im taz-Team sind nicht nur die wunderbaren KollegInnen des taz-Marketings unter Leitung von Susanne Knechten, sondern auch Männer und Frauen der taz-Nord wie der taz aus Berlin – Kristiana Ludwig, Gernot Knödler und Daniel Kummetz sowie Jan Scheper und Jan Feddersen. Von der taz Panter Stiftung sind vier junge, absolut leidenschaftliche Jungreporter mit dabei – Christina Steenken, Deniz Aykanat, Friedrich Göring und Paul Taylan Kilic. In Berlin sind Wolfgang Gast und Mathias Königschulte für Planung und Produktion der Seiten zuständig.

Kommentare (2)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. @Ingo: Das ist feige. Es gibt keinen Gott – wenn ich unrecht haben sollte, werden wir nach unserem Tod das Gegenteil feststellen und können uns freuen. Habe ich recht, erfahren wir’s nie. Damit kann man sehr gut leben!

    Die taz auf dem Kirchentag – Dutschke hätt’s gefallen.

  2. Das hat ja lang gedauert, bis ihr den Humanistentag erwähnt. “Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keinen Gott.” 😉